DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Unterwegs zum Premierensieg: Mauro Caviezel.
Unterwegs zum Premierensieg: Mauro Caviezel.
Bild: keystone

Siegreiches Comeback: Mauro Caviezel feiert mit 32 Jahren seinen ersten Weltcupsieg

Was für ein Comeback von Mauro Caviezel: Der Bündner gewinnt nur sechs Monate nach dem Riss der linken Achillessehne den Weltcup-Super-G in Val d'Isère.
12.12.2020, 14:57

Als Gewinner der Super-G-Kristallkugel des vergangenen Winters durfte Mauro Caviezel am Freitag seine Startnummer als Erster wählen. Der 32-Jährige entschied sich für die Nummer 5, was sich bei schwierigen Verhältnissen in der Savoyer Skistation als ideal erweisen sollte. Caviezel fand immer noch eine gute präparierte Piste vor, zudem verfügte er in diesem nur gut eine Minute dauernden Sprintrennen bereits über wichtige Informationen, die ihm sein als Erster gestarteter Teamkollege Marco Odermatt liefern konnte.

Marco Odermatt auf Erkundungsfahrt für den besten Super-G-Fahrer der letzten Saison, Mauro Caviezel.
Marco Odermatt auf Erkundungsfahrt für den besten Super-G-Fahrer der letzten Saison, Mauro Caviezel.
Bild: keystone

Bei der ersten Zwischenzeit nach knapp 15 Fahrsekunden noch leicht zurück, erwischte der nachmalige Sieger die weiteren Passagen bei schlechter Sicht im Schneegestöber jedoch viel besser als seine Konkurrenten. Einzig der Norweger Adrian Sejersted kam bis auf einen Zehntel an Caviezel heran. Der drittklassierte Österreicher Christian Walder lag bereits um 0,54 Sekunden zurück.

«Ich bin ganz einfach dankbar»

Im Siegerinterview mit SRF zeigte sich Mauro Caviezel überrascht, «denn noch am Tag zuvor im Abfahrtstraining hatte ich kein gutes Gefühl. Dass es mir danach im ersten Rennen gleich so gut aufgeht, daran glaubte ich nicht gerade. Es ist einfach unglaublich.» Der Schweizer sprach auch davon, dass die Sichtverhältnisse schwierig gewesen seien. «Es war flaches Licht, also schlechte Bodensicht. Beim Super-G ist das Tempo immer schwierig einzuschätzen. Dennoch muss man angreifen und von Tor zu Tor pushen.»

Für Caviezel ging der Plan perfekt auf. Er vergass auch nicht den Dank an seine Ärzte und Physiotherapeuten. «Ich bin ganz einfach dankbar für all den Support der Leute, die das möglich gemacht und mich gepusht haben.»

Das Podest: Neben Caviezel feiern der zweitplatzierte Adrian Smiseth Sejersted (links) und Christian Walder.
Das Podest: Neben Caviezel feiern der zweitplatzierte Adrian Smiseth Sejersted (links) und Christian Walder.
Bild: keystone

Achillessehnenriss im Juni

Was den ersten Weltcup-Triumph von Mauro Caviezel noch spezieller macht: Nach einem erst im Juni im Konditionstraining erlittenen Riss der linken Achillessehne bestritt der letztjährige Super-G-Disziplinensieger sein erstes Saisonrennen. Sein erstes Rennen auf oberster Stufe bestritt er im März 2008. Ein Slalom im slowenischen Kranjska Gora wars damals, mit der hohen Startnummer 66 schied der Bündner Teenager im ersten Lauf aus.

Mittlerweile ist Mauro Caviezel, dessen jüngerer Bruder Gino ebenfalls im Weltcup Rennen fährt, nach zahlreichen Verletzungen zum erfolgreichen Speedfahrer mutiert. Zehnmal stand er vor seiner Siegpremiere auf einem Weltcup-Podest, erstmals im März 2017 in Aspen als Dritter. Einen Monat zuvor hatte er in St. Moritz hinter Weltmeister Luca Aerni und dem Österreicher Marcel Hirscher in der Kombination WM-Bronze gewonnen.

Am Sonntag die erste Abfahrt

Zweitbester Schweizer im Super-G in Val d'Isère war Beat Feuz (0,91 Sekunden zurück), dem nur 15 Hundertstel zu Platz 4 fehlten. Odermatt verlor als 13. gut eine Sekunde auf seinen siegreichen Teamkollegen. Weltcup-Punkte gab es auch für Urs Kryenbühl (20.), Stefan Rogentin (24.) und Gino Caviezel (26.). Am Sonntag findet in Val d'Isère ebenfalls auf der Piste Oreiller-Killy die erste Abfahrt des Weltcup-Winters 2020/21 statt. (bal/ram/sda)

Der Liveticker zum Nachlesen:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die letzten Schweizer Sieger im Skiweltcup

1 / 12
Die letzten Schweizer Sieger im Skiweltcup
quelle: keystone / christian bruna
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Ihr macht mein Snowboard kaputt!»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Neuer Ski-Hauptsponsor = neues Dress: Wir hätten da ein paar (total ernst gemeinte) Ideen

Sponsor hin oder her – was uns wirklich interessiert sind die Anzüge, die Beat Feuz, Lara Gut und Co. während dem Rennen tragen werden. Wir präsentieren euch unsere Ideen und sind gespannt auf eure!

Ab der Saison 2022/23 wird Sunrise UPC die Swisscom als langjährigen «Main Partner» ablösen, das gab Swiss-Ski heute bekannt.

Für uns heisst das: Neue Ski-Dress! Hier unsere Vorschläge:

Marco Odermatt präsentiert hier das Modell «UPC Gradient» mit einem Farbverlauf analog zur UPC-Artischocke. So würde unsere Schweizer Skidelegation definitiv nicht nur mit positiven Resultaten auf sich aufmerksam machen.

Slalom-Spezialist Ramon Zenhäusern trägt das Modell «UPC Aerodynamic». Mit einem …

Artikel lesen
Link zum Artikel