«Crazy!»: Robin Cuche gewinnt an den Paralympics auch im Super-G Gold
Es ist wie ein Déjà-vu: Wie am Samstag in der Abfahrt startete Robin Cuche mit der Startnummer 2 in der Kategorie Stehend des Super-G. Wieder kam er mit der Bestzeit ins Ziel, wusste aber nicht, was diese wert sein würde. Am Ende durfte der Neuenburger wieder jubeln. Er feiert seine zweite Goldmedaille an den diesjährigen Paralympics.
«Das ist crazy», sagte der 27-Jährige, der im Weltcup erst einen Super-G gewonnen hat, danach beim SRF. «Ich wusste, dass eine Medaille möglich sei, aber ich hätte nicht gedacht, dass es Gold sein wird.» Cuche setzte sich 0,98 Sekunden vor dem US-Amerikaner Patrick Halgren und 1,47 Sekunden vor dem Franzosen Jules Segers durch. Andere Favoriten wie der Franzose Arthur Bauchet und der Kanadier Alexis Guimond schieden aus.
Auf dem Kurs mit einigen Schwierigkeiten blieb auch Sieger Cuche nicht ohne Fehler. Als er als zweiter gestarteter Fahrer im Ziel ankam, schüttelte er den Kopf und war offensichtlich unzufrieden. So war er selbst überrascht, dass keiner von den weiteren Fahrern seine Zeit unterbieten konnte. «Ich hatte nicht das Gefühl, dass es genug für den Sieg ist», sagte Cuche nach dem Rennen.
Besonders in einer Passage, bei der er sich mit seinem Trainer explizit vorgenommen hatte, keinen Fehler zu machen, verlor er einiges an Tempo. Diese Stelle bereitete aber nicht nur Cuche Probleme und so reichte es trotzdem zum überlegenen Sieg im Super-G.
Nicht so erfolgreich lief es Théo Gmür, der 2018 in Pyeongchang dreimal Gold gewann. Der 29-jährige Walliser verlor über vier Sekunden auf seinen Landsmann und wurde 13. Gmür gehört wie Cuche der Kategorie LW9-1 an, in der Athleten mässige Einschränkungen auf einer Seite oder in einem Arm und einem Bein aufweisen.
Emerick Sierro und Ueli Rotach fuhren auf die Plätze 15 und 26. Rotach, der die Abfahrt als Nachwuchsathlet nicht bestritt, sagte nach dem Super-G: «Ich war mega nervös im Starthaus.» Die Stimmung im Ziel und die Familie auf der Tribüne zu sehen, sei aber enorm cool gewesen.
Reaktion von Christen und Damas
Im Monoskibob gelang es Pascal Christen und Christophe Damas, auf das Ausscheiden vom Samstag zu reagieren. Zwar war die Piste, die bereits in der Abfahrt nicht einfach zu fahren gewesen war, noch ein Stück schwieriger. Das Licht war wegen der fehlenden Sonne etwas schlechter. Am Ende resultierten dennoch die Ränge 10 und 19.
Während sich Christen fürs nächste Rennen «schnell Skifahren» vornimmt, formuliert Damas lachend etwas deutlicher: «Ich habe gesagt, mein Ziel ist ein Diplom. Das ist immer noch auf meiner To-Do-Liste.»
Bereits am Dienstag geht es für die Skifahrer mit der Kombination weiter. Alle Schweizer bis auf Rotach, der nur noch im Riesenslalom antreten wird, stehen am Start. (nih/sda)
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