Gold für Schweizer Robin Cuche in der Abfahrt
Der Sieg für Robin Cuche ist verdient. Der 27-jährige Neffe von Didier Cuche hat in dieser Saison die Abfahrts-Wertung gewonnen. Dennoch zuckte er im Ziel mit den Schultern. Als zweiter in seiner Klasse gestartet, war er lange nicht sicher, was seine Zeit wert sein würde.
«Keine perfekte Fahrt»
Doch schliesslich hielt er seine ärgsten Konkurrenten, den Franzosen Arthur Bauchet und den Russen Alexej Bugajew, um 0,61 beziehungsweise 1,15 Sekunden in Schach. Und das, obwohl Cuche im Ziel mit seiner Zeit ursprünglich nicht zufrieden gewesen war. «Die Seh-Behinderten, die vor uns dran waren, fuhren mehr als eine Sekunde schneller», erklärte er, als sein Sieg bereits feststand. Erst nach der Fahrt von Bauchet habe er sich langsam entspannen können. «Ab da wusste ich, dass der grösste Teil des Jobs getan ist.»
Nach der Fahrt von Théo Gmür, der 2018 Gold und 2022 Bronze in der Abfahrt gewann, realisierte er dann langsam, dass es gar für den Sieg reichen könnte und Überraschungen wohl ausbleiben würden. Gmür klassierte sich schliesslich im 6. Rang. Der dritte Schweizer in der Kategorie stehend, Emerick Sierro, fuhr auf den 16. Platz.
«Ich bin sehr glücklich. Es war ein super Moment», sagte Sierro über sein erstes Rennen an den Paralympics. Und auch Gmür, der zuletzt mit einer Knieverletzung zu kämpfen hatte, lachte im Zielraum.
Monoskibob-Fahrer scheiden aus
In der Kategorie sitzend lief es den Schweizern derweil weniger gut. Christophe Damas und Pascal Christen konnten ihr Rennen beide nicht ins Ziel bringen und schieden aus. «Der Schnee ändert sich im Lauf. Zuerst ist es hart und eisig, dann wird es weicher und wieder härter. Die Balance zu finden war schwierig», so Damas.
Nun steht für die Schweizer Skifahrer ein Tag Pause an, ehe es am Montag mit dem Super-G weitergeht. (hkl/sda)
