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Ski: Gut-Behrami verpasst im Super-G das Podest – Venier siegt in Crans

Super-G der Frauen, Crans-Montana
1. Stephanie Venier (AUT) 1.16,52
2. Federica Brignone (ITA) +0,04
3. Marta Bassino (ITA) +0,15

5. Cornelia Hütter (AUT) +0,45
6. Lara Gut-Behrami (SUI) +0,46
21. Jasmina Suter (SUI) +1,83
22. Michelle Gisin (SUI) +1,90
25. Priska Nufer (SUI) +2,08

Out: Ragnhild Mowinckel (NOR), Stephanie Jenal (SUI), Noémie Kolly (SUI), Janine Schmitt (SUI), Delia Durrer (SUI).
Stephanie Venier of Austria reacts in the finish area during the women's Super G race at the Alpine Skiing FIS Ski World Cup, in Crans-Montana, Switzerland, Sunday, February 18, 2024. (KEYSTONE/A ...
Die strahlende Siegerin: Stephanie Venier feiert ihren ersten Erfolg in einem Weltcup-Super-G. Bild: keystone

Gut-Behrami verpasst Podest im Super-G – Venier fährt mit Wut im Bauch zum Sieg in Crans

Lara Gut-Behrami verpasst im dritten Speedrennen in Crans-Montana den dritten Podestplatz. Die Tessinerin wird im Super-G Sechste und bleibt Führende in der Disziplinenwertung. Den Sieg holt sich die Österreicherin Stephanie Venier.
18.02.2024, 10:0018.02.2024, 16:49
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Stephanie Venier setzte sich knapp vor Federica Brignone und Marta Bassino durch und verhinderte einen zweiten italienischen Doppelsieg in 24 Stunden. Für die 30-Jährige ist es nach drei zweiten und einem dritten Rang der erste Triumph in einem Super-G sowie der dritte im Weltcup. Brignone schaffte es zum neunten Mal in Crans-Montana auf das Podest.

Das sagt die Siegerin:

«Ich hatte absolut Wut im Bauch nach den letzten zwei Tagen und nichts zu verlieren. Vielleicht bin ich dem Druck, den ich in der Abfahrt gespürt habe, noch nicht ganz gewachsen. Da kann ich nur den Hut vor Lara Gut-Behrami und Federica Brignone ziehen, wie die immer liefern, auch wenn die Erwartungen gross sind.»

Gut-Behrami, die nach den Plätzen 1 und 3 in den Abfahrten über Müdigkeit geklagt und sich vor dem Start am Samstag übergeben hatte, handelte sich ihren Rückstand von 46 Hundertsteln auf Venier im flachen Mittelabschnitt ein. Im unteren Teil gehörte sie wieder zu den Schnellsten.

Alles offen im Super-G-Weltcup

Nicht nur weil sie sich in der Nacht auf Sonntag etwas von den Strapazen der Vortage erholen konnte und sie die drei Rennen in 48 Stunden unbeschadet überstand, war Gut-Behrami nicht unzufrieden. Da auch Cornelia Hütter (5.), ihre erste Verfolgerin im Kampf um die Super-G-Kristallkugel, nicht ganz vorne mitmischte und nur eine Hundertstelsekunde schneller als die Schweizerin war, führt Gut-Behrami die Disziplinenwertung weiter an. Bei vier ausstehenden Rennen trennen sie und Hütter fünf Punkte. Dahinter folgt Brignone mit 34 Punkten Rückstand.

Das sagt Lara Gut-Behrami:

«Heute war es besser als gestern, weil ich mich gut erholen konnte. Aber ich beklage mich sicher nicht, dass morgen kein Rennen mehr ist. Die Heim-Rennen sind sicher jeweils die intensivsten und brauchen die meiste Energie, deshalb ist es schon nicht so schlecht, dass ich jetzt etwas Ruhe habe.»

Vor dem Super-G war Gut-Behrami fünfmal in Folge auf das Podest gefahren. Viermal gewann sie, sodass sie die Führung im Gesamtweltcup von der verletzten Mikaela Shiffrin übernahm. Gut-Behramis Vorsprung auf die Amerikanerin, die erst nach den beiden Super-Gs im italienischen Val di Fassa vom kommenden Wochenende zurückkehren wird, beträgt nun 205 Punkte. Gut-Behrami befand es als «sicher nicht schlecht», nach den intensiven Tagen vor dem Heimpublikum im Wallis nun etwas Ruhe zu haben.

Übrige Schweizerinnen ausserhalb der Top 20

Von den weiteren Schweizerinnen schaffte es am Sonntag keine in die Top 20. Jasmina Suter, Michelle Gisin und Priska Nufer klassierten sich auf den Plätzen 21, 23 und 25. Unter die Abwesenden reihte sich neben Shiffrin, Sofia Goggia, Corinne Suter und Joana Hählen kurzfristig auch Jasmine Flury. Die Bündnerin hatte am Samstag in der Abfahrt einen Schlag erwischt und verspürte Schmerzen im rechten Knie. Es handle sich um eine Vorsichtsmassnahme, teilte Swiss-Ski mit. (nih/sda)

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Vier Siege – aber die wichtigste Frage kann noch nicht beantwortet werden
Zu überlegen, um höher zu gewinnen. Die Schweiz gewinnt an der Eishockey-WM in Prag auch das vierte Spiel: 3:0 gegen Grossbritannien. Alles läuft nach Plan. Aber Akira Schmid ist erst ein «halber» Viertelfinal-Goalie.

Das Resultat sagt viel zu wenig über die Überlegenheit der Schweizer zu Land, zu Wasser und in der Luft aus. Es ist diese Überlegenheit, die einen viel höheren Sieg verhindert hat. Nach 13:26 Minuten ist mit dem 2:0 von Dean Kukan bereits alles entschieden. Im ersten Drittel (14:2 Torschüsse) findet das Spektakel fast nur vor dem gegnerischen Tor statt. Am Ende sind es 30:15 Abschlüsse.

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