Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Swiss fans cheer for their team before the start of the Group E football match between Honduras and Switzerland at the Amazonia Arena in Manaus during the 2014 FIFA World Cup on June 25, 2014.  AFP PHOTO / JUAN BARRETO

Bild: AFP

Den Gastgeber im Rücken

Von wegen «Auswärtsspiel» – 45'000 Brasilianer und 10'000 Schweizer sollen die Nati nach vorne peitschen

Wenn in der Corinthians-Arena bei der Achtelfinal-Partie zwischen der Schweiz und Argentinien der Anpfiff ertönt, wird in Sao Paulo die Hölle los sein. Das 65'000 Zuschauer fassende Stadion wird bis auf den letzten Drücker gefüllt sein – voraussichtlich mit klaren Vorteilen für die Schweiz.



Blau-Weiss dominiert die Ränge. So war das in den Gruppenspielen, wenn Messi und Co. gegen  Bosnien, den Iran und Nigeria den Platz betraten. Ränge ganz in «albiceleste» werden gemäss zahlreichen Schweizer Medienberichten auch im heutigen Achtelfinal gegen die Nati erwartet.

Ein Meer aus blau-weiss gestreiften Trikots, gespickt von roten Farbtupfern mit weissen Kreuzen auf der Brust. Denn der Schweizerische Fussballverband SFV hat nach eigenen Angaben wie schon für die Gruppenspiele gerade mal 1000 Tickets absetzen können.

Argentina's supporters cheer for their team ahead of the Group F football match between Nigeria and Argentina at the Beira-Rio Stadium in Porto Alegre on June 25, 2014,during the 2014 FIFA World Cup. AFP PHOTO / JEWEL SAMAD

Argentinische Fans im Gruppenspiel gegen Nigeria. Bild: AFP

Doch entgegen diesen Medien- und Erfahrungsberichten werden im Corinthians-Stadion von Sao Paulo bei der Viertelfinal-Begegnung voraussichtlich gleich viele Schweizer wie argentinische Fans vor Ort sein.

Wie SFV-Mediensprecher Marco von Ah auf Anfrage von watson sagt, werden gemäss Rückfrage bei der FIFA rund 10'000 Fans von Argentinien, sowie 10'000 Eidgenossen – mehrheitlich wohnhaft in Brasilien – im Stadion sein. Die restlichen 45'000 Plätze besetzen dementsprechend die Einheimischen – mit einem Schweizer Herzen. Gesichert sind diese Angaben gemäss von Ah aber auch nicht.

Die Schweizer Fussball-Nati darf gegen die Gauchos also auf den Rückhalt zweier Nationen zählen. Im wie auch ausserhalb des Stadions. Neben der kleinen Schweiz werden knapp 200 Millionen Brasilianer den Mannen von Ottmar Hitzfeld die Daumen drücken. Denn die Verbundenheit der lateinamerikanischen Mannschaften ist zwar stark, die Rivalität der beiden Dominatoren des südamerikanischen Kontinents jedoch stärker.

Viele Einheimische fiebern der Partie Schweiz – Argentinien entgegen, als stünde ihre eigene Seleção auf dem Platz. Falls die Aussagen der FIFA der Realität entsprechen, wird die Schweiz mit knapp 55'000 Fans also schon fast so etwas wie einen zwölften Mann im Rücken haben.

Über 100'000 Argentinier in Sao Paulo erwartet

Wer sich eher mit der argentinischen Nationalmannschaft verbunden fühlt, sollte das Spiel in der speziell eingerichteten Public-Viewing-Zone in Sao Paulo verfolgen. Da viele Argentinier ohne Tickets nach Brasilien reisen, wird abseits des Corinthians-Stadions ein grosses Public-Viewing stattfinden. Laut SFV werden dort rund 100'000 Gauchos ihre Truppe unterstützen. Bleibt nur zu hoffen, dass die rot-weiss-gelbe Wand im Stadion mehr zu jubeln hat.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zum Tod von Diego Maradona: Wie die «Hand Gottes» zur Legende wurde

Diego Armando Maradona stirbt im Alter von 60 Jahren. Kein anderer Spieler hat je eine WM so dominiert wie Diego Maradona 1986. Die beiden Treffer gegen England haben ihn nicht nur in Argentinien zum Fussballgott gemacht.

Diego Maradonas Augen waren noch glasig, sagen diejenigen, die ihn an diesem 22. Juni 1986 in der Kabine haben sitzen sehen. Sein Lächeln sei steinern gewesen. Er war sich bewusst, dass er mit seinem Tor zum 2:0 gegen England einen Akt sublimer Kunst vollbracht hatte. Sublime Kunst bedeutet, etwas Grosses, Überwältigendes, das nur mit dem Gespür für das Aussergewöhnliche überhaupt verstanden und nicht wiederholt werden kann.

Das war sein sublimes Kunststück: Er startete in der eigenen …

Artikel lesen
Link zum Artikel