DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bitterer Krieg

Zahl der Toten innerhalb eines Jahres verdoppelt: 190'000 Kriegstote in Syrien

22.08.2014, 11:1022.08.2014, 12:08
Blick auf eine kaputte Stadt: Maaloula am 21. August.
Blick auf eine kaputte Stadt: Maaloula am 21. August.Bild: OMAR SANADIKI/REUTERS

Im syrischen Bürgerkrieg sind nach UNO-Angaben bereits mehr als 190'000 Menschen umgekommen. Eine Erhebung von Datenspezialisten im Auftrag des UNO-Menschenrechtsrates kommt für den Zeitraum von März 2011 bis Ende April 2014 auf 191'369 bestätigte Todesfälle.

Die Zahl der Todesopfer habe sich innerhalb eines Jahres verdoppelt, erklärte die UNO-Hochkommissarin Navi Pillay am Freitag in Genf. Wahrscheinlich seien noch weit mehr Syrer durch den Krieg umgekommen, führte sie aus. 

Für die Erfassung hätten die Datenexperten aus Angaben zu mehr als 318'000 Todesfällen nur jene berücksichtigt, bei denen eindeutig überprüfbare Angaben vorlagen. Zudem gebe es viele Hinweise, wonach zahlreiche Tötungen gar nicht registriert worden seien.

Bei der Erfassung wurden keine Unterschiede zwischen Kämpfern und Zivilisten gemacht. Die weitaus meisten Opfer seien Männer gewesen, etwas mehr als neun Prozent waren Frauen. Aber es seien auch mindestens 8803 Kinder und Jugendliche getötet worden. 

«Ich bedauere zutiefst, dass die Kämpfe in Syrien und die furchtbaren Folgen für Millionen von Zivilisten angesichts so vieler anderer bewaffneter Konflikte in diesen Zeiten einer globalen Destabilisierung vom internationalen Radar verschwunden sind», sagte Pillay. (rar/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Sudans Ministerpräsident wieder zuhause +++ Das UN-Gremium kann sich nicht einigen

Im Sudan ist der beim Militärputsch entmachtete Ministerpräsident Abdullah Hamduk wieder zuhause und wird dort schwer bewacht. Hamduk und seine Frau seien am Abend in ihr Haus zurückgebracht worden, gab das Büro Hamduks in einer Mitteilung auf der Facebook-Seite des Informationsministeriums in der Nacht zum Mittwoch bekannt. Zuvor berichtete der Sender Al-Hadath darüber.Am Dienstag hatte der höchste Militär, General Abdel Fattah al-Burhan, während einer Ansprache erklärt, dass Hamduk «zu seiner eigenen Sicherheit» in der Residenz Al-Burhans festgehalten werde.

Zur Story