Unvergessen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schneiders Doppel-Gold in calgary

26.02.1988: Vreni, vidi, vici

26. Februar 1988: An ihren ersten Olympischen Spielen glänzt Vreni Schneider gleich mit zwei Goldmedaillen. Dabei lässt die Schweizer Skifahrerin vor allem im Slalom der Konkurrenz keine Chance.

1,68 Sekunden beträgt Vreni Schneiders Vorsprung beim Slalom-Sieg 1988 an Olympia in Calgary auf die Zweitplatzierte Mateja Svet. Eine Demonstration der Schweizerin, die noch weitere Jahre bestehen bleiben sollte.

Ich erinnere mich an die erste Medaillenfeier vor 50'000 Menschen in Calgary. Ich stand auf dem Podest und hatte das Gefühl, ich falle herunter. 

Vreni Schneider in Schweizer Illustrierte.

Doppel-Gold

Im Riesenslalom liegt die heute dreifache Weltmeisterin nach dem ersten Durchgang noch auf dem fünften Platz. Doch den zweiten Lauf bewältigt sie wie auf Schienen. Schützenhilfe leistet ihr dabei die Spanierin Blanca Fernandez Ochoa. Schneider führt, als Ochoa den zweiten Lauf in Angriff nimmt und dabei stürzt. Damit sichert die Spanierin dem damals 20-jährigen «Vreni» ihren ersten Olympiasieg. Es ist der Beginn der berühmten zweiten Läufe in Schneiders Karriere. 

Vreni Schneiders unglaubliche Zeit in Calgary. Video: Youtube/Olympics

NAKISKA, CANADA - FEBRUARY 26:  Swiss skier Vreni Schneider clears a gate during the first run of the women's slalom, 26 February 1988 in Nakiska, near Calgary, at the Winter Olympic Games. Vreni Schneider won the gold medal in front of Slovenian Mateja Svet (silver) and West German Christa Kinshofer-Gnthlein.  (Photo credit should read GERARD MALIE/AFP/Getty Images)

Vreni Schneider während dem ersten Slalomlauf 1988 in Calgary. Bild: AFP/Gerard Malie

Die Feier muss noch warten, denn zwei Tage nach dem Riesenslalom folgt die Zugabe im Slalom. Der erste Lauf gelingt Schneider dabei besser. Rang 1, eine Hundertstelsekunde vor der Schwedin Camilla Nilsson. Doch auch im Slalom stürzt die direkte Konkurrentin im zweiten Lauf, während «Gold-Vreni» den perfekten Run hinzaubert. Somit holt die Olympia-Debütantin gleich Doppel-Olympiagold, unglaublich. Natürlich lässt sich Vreni Schneider danach feiern: «Ich erinnere mich an die erste Medaillenfeier vor 50'000 Menschen in Calgary. Ich stand auf dem Podest und hatte das Gefühl, ich falle herunter.» 

Das Jahr der Jahre

1988 wird auch neben Olympia für immer in guter Erinnerung Vreni Schneiders bleiben. Der auf Olympia folgende Ski-Weltcup wird zum erfolgreichsten ihrer ganzen Karriere. Zur Bestätigung ihrer Leistungen wählt das Volk Schneider zum ersten Mal zur Schweizer Sportlerin des Jahres. Ihre weiteren Erfolge – sowie musikalischen Aussetzer – lesen Sie hier.

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob eine hervorragende sportliche Leistung, ein bewegendes Drama oder eine witzige Anekdote - alles ist dabei.



Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Andy Roddick ist für einen Sommer der beste Tennisspieler der Welt – dann kommt Federer

10. August 2003: Andy Roddick gewinnt in Montreal seinen ersten Masters-1000-Titel. Auf dem Weg dazu schlägt er – noch eine Premiere – Roger Federer. Doch es ist nur ein Strohfeuer gegen die langsam beginnende Herrschaft des Schweizers.

Die Tennis-Jahre 2002 und 2003 sind Übergangsjahre. Acht Grand Slams, acht verschiedene Sieger: Kein Tennisspieler hat damals zwei grosse Titel in einer Saison gewinnen können. Doch nach dem Ende der Ära um Pete Sampras und André Agassi deutet im Spätsommer 2003 einiges darauf hin, dass ein weiterer Amerikaner für längere Zeit den Tennisthron erklimmen könnte: Andy Roddick.

Der damals 21-jährige Hardhitter verpflichtet nach dem French Open Brad Gilbert als neuen Trainer. Unter dem ehemaligen …

Artikel lesen
Link to Article