USA
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Junger Schwarzer in Berkeley bei Ferguson erschossen.

Demonstration in Berkeley

Mehrere Festnahmen nach Tod von weiterem schwarzen Teenager in USA

Nach Protesten gegen den Tod eines weiteren schwarzen Teenagers durch Polizeikugeln sind im US-Bundesstaat Missouri mehrere Menschen festgenommen worden. Rund 75 Demonstranten blockierten in der Nacht zum ersten Weihnachtstag eine Strasse in Berkeley, wie örtliche Medien am Donnerstag berichteten.

Bis zu acht von ihnen wurden demnach inhaftiert. Am Dienstag hatte ein Polizist an einer Tankstelle von Berkeley einen 18-Jährigen erschossen, der eine Waffe auf den Beamten gerichtet haben soll.

Anders als bei mehreren anderen Fällen tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze soll der Beamte in Berkeley den Behörden zufolge tatsächlich in Notwehr gehandelt haben, als er drei Schüsse abfeuerte. Noch in der Nacht zu Mittwoch gab es nahe der Tankstelle aber gewaltsame Zusammenstösse zwischen etwa 300 aufgebrachten Protestierenden und der Polizei.

Berkeley liegt nicht weit von Ferguson entfernt. Dort war Anfang August der unbewaffnete 18-jährige Schwarze Michael Brown von einem weissen Polizisten erschossen worden. Sein Tod und andere Todesfälle Schwarzer durch Polizeigewalt provozierten in den USA in den vergangenen Monaten Empörung und landesweite Massenproteste gegen Rassismus in Polizei und Justiz

Grosskundgebung in New York

Für Silvesterabend rief das Bündnis «Gegen Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA» zu einer Grosskundgebung am New Yorker Times Square auf.

Die tödlichen Schüsse in Berkeley fielen nach Polizeiangaben, nachdem ein Streifenwagen wegen eines Diebstahls zu der Tankstelle gerufen worden war. Der 18-Jährige habe dort eine Neun-Millimeter-Pistole auf den Beamten gerichtet, sodass dieser keine Wahl gehabt habe, sagte ein Polizeisprecher. Der 18-Jährige gab aber keinen Schuss ab.

Kein Vergleich mit Ferguson

Der Bürgermeister von Berkeley, Theodore Hoskins, erklärte, der Vorfall könne nicht mit dem Tod von Michael Brown in Ferguson verglichen werden. «Wir sind anders als Ferguson», betonte er bei einer Medienkonferenz. 

Im Gegensatz zu Ferguson seien viele Polizisten und Beamte der Stadt Afroamerikaner. Der Polizist habe durch seine Schüsse vermutlich sein Leben gerettet. Es gebe aber neben den Ermittlungen der Polizei auch eine unabhängige Untersuchung der Stadt.

Die Senatorin von Missouri, Maria Chappelle-Nadal, beklagte den Tod eines weiteren Schwarzen und kritisierte, dass der Polizist keine Körperkamera getragen habe, welche die Ereignisse aus seiner Perspektive hätte aufzeichnen können. Medienberichten zufolge gibt es aber Aufnahmen einer Überwachungskamera der Tankstelle. (viw/sda/afp/dpa)



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