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FILE - In this March 18, 2014, file photo, Ashley Judd arrives at the world premiere of

Ashley Judd. Bild: AP/Invision

Ashley Judds überraschende Botschaft an Harvey Weinstein

Ashley Judd war eine der ersten Frauen, die Harvey Weinstein der sexuellen Belästigung beschuldigten. Im Interview berichtet sie von einem «widerlichen» Deal mit Weinstein – und findet trotzdem versöhnliche Worte.



Sie war eine der Schauspielerinnen, die den Skandal um Harvey Weinstein ins Rollen brachten – jetzt hat Ashley Judd in einem Interview in der ABC-Sendung «Good Morning America» über ihre Erfahrungen mit dem Hollywood-Produzenten gesprochen und darüber, was sie heute zu ihm sagen würde. 

Ihre Botschaft an Weinstein ist überraschend versöhnlich. Sie würde sagen: «Ich liebe dich. Ich verstehe, dass du krank bist und leidest, und es gibt Hilfe, auch für einen Mann wie dich.» Als sich die Journalistin Diane Sawer ob ihrem versöhnlichen Ton geschockt zeigte, erklärte sie: «Das ist einfach meine Art. Es ist einfacher so durch die Welt zu gehen als die Alternative». Das bedeutet jedoch nicht, dass seine Taten keine Folgen haben sollten. Wenn er tatsächlich ein Vergewaltiger sei, dann müsse er unbedingt ins Gefängnis kommen, sagte Judd.

«Es war brilliant und widerlich»

Sie berichtete auch über eine Art Deal, den sie vor rund 20 Jahren mit Weinstein ausgehandelt habe, um ihm zu entkommen. Damals habe sie sich als junge Schauspielerin mit Weinstein getroffen – im Glauben, dass es sich um einen Geschäftstermin handle. «Ich war nicht gewarnt worden», sagte sie. Der Produzent habe sie in sein Hotelzimmer gelockt, sie gedrängt sich von ihm massieren zu lassen und dann eine Massage für sich eingefordert. Ausserdem habe er gefordert, sie solle ihm beim Duschen zusehen. Ihre «Salve von Neins» habe er einfach ignoriert.

Sie habe ihm schliesslich gesagt, sie werde sich ihm fügen, wenn sie einen Oscar für eine Rolle in einem seiner Filme gewinne. «Bei einer Nominierung», habe Weinstein entgegnet. «Nein, wenn ich den Oscar gewinne», habe sie gesagt und sei dann geflohen. Einerseits schäme sie sich dafür, andererseits sage sie sich, es sei «absolut brillant» gewesen, schliesslich sei sie so der Situation entkommen. Sie räumt aber auch ein: «Ich wusste, es ist widerlich».

#MeToo: Diese Frauen belasten Harvey Weinstein

Sie sei nicht an die Öffentlichkeit gegangen, weil sie befürchtete, dass ihr niemand glauben würde. Doch nun, mehr als 20 Jahre später, sei die Zeit mehr als reif dafür gewesen. Die 49-Jährige sagte, sie bedauere, das nicht früher getan zu haben.

Die Tatsache, dass mittlerweile mehr als 60 Frauen Vorwürfe gegen Weinstein vorgebracht hätten, haben die letzten zweieinhalb Wochen für sie «ungemein bewegend gemacht».

(clp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • äti 27.10.2017 08:43
    Highlight Highlight Ich habs geahnt, alles Deals. Unlustig.
  • Calvin Whatison 27.10.2017 08:16
    Highlight Highlight Aschly wer???!
  • pedrinho 26.10.2017 22:49
    Highlight Highlight und oscar kann heute schon gehen ?
    • Randy Orton 26.10.2017 22:56
      Highlight Highlight Nur mit beidseitigen Unterschenkelprothesen. Und momentan sitzt er ja auch im Knast. Aber das ist ein anderes Thema.
  • Spooky 26.10.2017 21:49
    Highlight Highlight Wenn sie einen Oscar bekommen hätte, dann hätte sie eingewilligt?

    • Nelson Muntz 26.10.2017 22:10
      Highlight Highlight Ein Oscar ist der Dosenöffner Hollywoods.
    • Randy Orton 26.10.2017 22:56
      Highlight Highlight Das hat sie ihm zumindest gesagt um aus dieser Situaion fliehen zu können.
  • elmono 26.10.2017 21:42
    Highlight Highlight Ins Zimmer gelockt? Hat der Harvey Brotkrümmel ala Hensel und Gretel im Hotelgang verstreut? Oder waren es eher Oscar-Rollen, Aussichten auf Reichtum oder ein Star-Dasein?
    • Raphael Stein 26.10.2017 22:21
      Highlight Highlight letztere drei Krümmel waren das.

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