Österreiche Ausstellung an Biennale in Venedig begeistert schon vor Eröffnung
Schon vor der offiziellen Eröffnung der Biennale in Venedig am 9. Mai sorgt die österreichische Ausstellung «Seaworld Venice» der Künstlerin Florentina Holzinger für Begeisterung. Laut einem Instagram-Post der österreichischen Zeitung Der Standard bezeichnen sie manche als «das Krasseste», was sie je gesehen haben. Wir haben euch ein paar erste Eindrücke herausgesucht, damit ihr das selbst beurteilen könnt:
Die Biennale selbst wird zwar erst am Samstag eröffnet, die österreichische Ausstellung ist aber bereits jetzt zugänglich. Und sie erfreut sich Berichten von vor Ort zufolge grosser Beliebtheit. So soll es am Donnerstag laut Der Standard eine noch nie gesehene Menschenschlange gehabt haben, die sich bis weit vor den brasilianischen Pavillon zog. Bis zu zweieinhalb Stunden hätten die Leute gewartet. An das ausgegebene Foto- und Filmverbot habe sich bisher kaum ein Besucher gehalten.
Besucher-Urin und menschliche Glocke
Die Ausstellung besteht aus verschiedenen Installationen mit nackten Performance-Künstlerinnen und -Künstlern. Im Inneren des Pavillons fährt etwa eine nackte Performerin in einem Wasserbecken mit einem Jetski im Kreis fährt, während nebenan andere nackte Performerinnen erklimmen eine Wetterfahne erklimmen. Im Hof steht eine Performerin mit Atemgerät in einem Aquarium, während in zwei WCs der Urin von Besucherinnen und Besuchern gesammelt, speziell aufbereitet und durch den Einsatz von Osmosefiltern in gereinigter Form zu ihr herein geleitet wird wird. Bei einer weiteren Installation fungiert eine nackte Performerin als menschlicher Glockenklöppel, der stündlich schlägt.
Auch der russische Pavillon sorgte schon vor der Biennale-Eröffnung schon für Schlagzeilen
Gegenüber dem Standard erzählte die 40-jährige Wiener Künstlerin Florentina Holzinger, dass sie für die Ausstellung am liebsten den ganzen Pavillon unter Wasser gesetzt oder Installationen in den Kanälen Venedigs umgesetzt hätte. Ihr Konzept Seaworld Venice bezieht sich auf das Wassersystem der Lagunenstadt Venedig, wo die Flut alle sechs Stunden Meereswasser in die Kanäle drückt und dadurch das Wasser erneuert.
Holzingers Ausstellung soll laut dem Standard Körper und Maschine als Sinnbild unseres Umgangs mit der Umwelt zusammenbringen. Sie spiele dabei auf Themen wie Overtourism, steigender Wasserspiegel, Abnutzung und Zerstörung an. All das habe einen Bezug zu Venedig – und damit zur Biennale selbst. (lzo)
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