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Ukraine-Krieg: Russland setzt für Logistik jetzt auf Esel

Video: watson/Lucas Zollinger

«Sie gaben uns einen verdammten Esel!» – Russland schickt Lasttiere an die Front

07.02.2025, 17:1307.02.2025, 17:37

Auf den Telegram-Kanälen russischer Militärblogger finden sich aktuell mehrere Videos, die zeigen sollen, wie an der Front in der Ukraine Esel eingesetzt werden. Ebenfalls kursiert eine Audioaufnahme eines offenbar russischen Soldaten, der schildert, dass die Esel tatsächlich hochoffiziell und auf Befehl des Verteidigungsministeriums im Einsatz seien. Weder die Videos und Bilder noch die Tonaufnahmen konnten unabhängig überprüft und geografisch verortet werden.

Video: watson/Lucas Zollinger

In der Audioaufnahme berichtet der Soldat von Logistikproblemen an der Front. So sei der Zugang zu den herkömmlichen Transportmitteln, wie etwa Ural-Lastwagen, eingeschränkt, weshalb jetzt Lasttiere eingesetzt würden, um etwa Munition zu transportieren.

«Sie sagten: Hier habt ihr einen Esel. Ist die Situation im Transportbereich für euch beschissen? Das ist sie! Brennen die Ural-Lastwagen? Das tun sie.»
Audiomitschnitt eines offenbar russischen Soldaten

Dies sei also nicht irgendein Esel, den jemand freiwillig mitgebracht hätte, er sei Teil einer offiziellen Materiallieferung für die Logistiktruppe gewesen, sagt der Soldat in der Audioaufnahme weiter. Einer der prorussischen Kanäle auf Telegram verweist in diesem Zusammenhang auf einen Beschluss des russischen Verteidigungsministeriums, der eine Liste aller im Krieg erlaubten Transportmittel enthalten soll – als genehmigte Lasttiere seien dort auch Esel aufgeführt.

Aktion erntet gemischte Reaktionen

Unter den prorussischen Militärbloggern fanden sich zunächst einige, die in den Eseln einen Vorteil sahen: An der Front könne man sich damit nämlich fast lautlos bewegen – im Gegensatz zu motorisierten Transportmitteln. Ausserdem «brauchen sie keinen Treibstoff, gehen nicht kaputt und sind wunderbar geländetauglich».

Russische Esel an der Front im Ukraine-Krieg. Anfangs Februar 2025.
Drei Esel in einer militärischen Stellung, Ort und Datum der Aufnahme sind unbekannt.Bild: telegram

Im Telegram-Kanal «Dva Majora» witzelte man hingegen: «Die russische Armee ist wegen ihres enormen Einfallsreichtums unbesiegbar. Der Feind ist absolut nicht in der Lage, unsere Lösungswege für militärische Probleme vorauszuahnen, weil wir sie selbst kaum glauben oder vorhersagen können.»

Fahrzeugmangel wird deutlicher

Schon in den vergangenen Monaten hatte sich ein Fahrzeugmangel in der russischen Armee immer mehr angedeutet. So wurden schon mehrfach zivile Fahrzeuge, etwa Kompaktwagen der Marke Lada, gesehen, die zum Transport von Munition eingesetzt wurden. Sollten sich die Videos von den Eseln als aktuell erweisen, würde sich der Verdacht erhärten, dass Russland bei der Logistik einen Engpass hat. (lzo)

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