35 Kilometer hinter der Front: Veteran zeigt sein Leben im Kriegsgebiet
Vier Jahre dauert der russische Angriffskrieg in der Ukraine nun an. Der Widerstand der Verteidiger bleibt weiterhin ungebrochen. In der Stadt Charkiw nahe der russischen Grenze leben aktuell immer noch rund 1,3 Millionen Menschen – und das, obwohl sie nur etwa 35 Kilometer von der Front entfernt ist.
Charkiw ist auch die Heimat des Veterans Wolodymyr Ljach. Der 36-Jährige diente 2014 bei der Invasion der Krim in den ukrainischen Streitkräften – und wurde verwundet und gefangengenommen. Weglaufen ist für ihn keine Option. Als sein Arbeitgeber nach der russischen Invasion im Februar 2022 nach Kiew flüchtete, machte er sich kurzerhand selbstständig. Dabei erhielt er auch Unterstützung der Schweizer Entwicklungshilfe DEZA und der Non-Profit-Organisation Helvetas.
Ausserdem gründete Ljach 2023 mit einigen Kameraden eine Fussballmannschaft für Invalide. Dort amtet er seither als Trainer – denn weil er selbst keine Amputationen hat, darf er nicht mitspielen. Im Gespräch mit der ehemaligen SRF-Kriegskorrespondentin Luzia Tschirky erzählt er, was der Sport für ihn und andere Veteranen bedeutet und was ihm die Kraft gibt, nicht aufzugeben:
