DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
1 / 68
watson in Sambia
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Devil's Pool

watson in Sambia: Hier befindet sich der gefährlichste Swimming-Pool der Welt – wir geniessen das Bad am Abgrund

Einen halben Meter hinter uns donnern die Wassermassen 100 Meter in die Tiefe. Das Bad im natürlichen Pool wird an diesem teuflischen Ort zum einmaligen Nervenkitzel. 



Reto Fehr, Sambia

Auf den ersten Blick gleicht es Selbstmord, wenn man erst gut 30 Meter über der Kante der Victoria Falls im Sambesi schwimmen gehen und dann einen halben Meter vor dem Abgrund gemütlich ein Bad nehmen will. Doch das Spektakel ist während der Trockenzeit praktisch gefahrlos zu erleben. An unserem freien Wochenende nutzen wir die Zeit und wagen uns selbst in die Fluten.

abspielen

Ein Bad im Devil's Pool an der Kante der Victoria Falls. Video: watson

Von den bis zu 10'000 Kubikmetern Wasser pro Sekunde, die hier in die Tiefe donnern, wenn der Wasserfall im Februar/März seine ganze Naturgewalt aufbringt, ist von ca. August bis Dezember nicht mehr viel zu sehen. Die Fälle sind auf einem Grossteil der Strecke trockengelegt, wirklich imposant sind die Wassermassen nur noch auf dem simbabwischen Teil. So spazieren wir von der sambischen Flussseite bis zur Livingstone Island. Danach schwimmen wir bei geringer Strömung gut 30 Meter von den Fällen entfernt auf einige Felsen zu. 

Gefährlich ist es nur für die Guides

Dort hat sich an der Kante der Mosi-oa-Tunya (donnernder Rauch), wie die Einheimischen die Fälle nennen, ein natürlicher Pool gebildet, der auf drei Seiten praktisch geschlossen ist. Die Strömung ist dementsprechend fast nicht vorhanden. Da das Bassin steil abfällt, kann man bis rund einen halben Meter an die Kante heran schwimmen und in die Tiefe blicken. Kein Wunder wurde der 1984 von Fischern entdeckte Ort «Devil's Pool» getauft. 

Das Adrenalin steigt, denn würde uns die Strömung erfassen, würden wir in die Tiefe stürzen. Aber gefährlich ist's normalerweise nicht. Für uns ist das Erlebnis schlicht einzigartig. Anders sieht dies für die Guides aus.

abspielen

Auch Galileo badete schon im Devil's Pool. Die Bilder sind eindrücklich und der der Kommentar natürlich Pro-Sieben-gerecht höchst dramatisch. Video: Youtube/Arukas1212

Diese spazieren auf der Kante entlang und fotografieren. Unsere Hauptsorge ist eigentlich, dass wir nicht aus Versehen einen von ihnen unglücklich touchieren und in die Tiefe stürzen. Touristen dürfen heutzutage weder in den Pool springen, noch zu weit aussen auf die Kante sitzen und mindestens einer der Einheimischen überwacht uns aus nächster Nähe. Unsere Guides versichern gar, dass noch nie jemand in die Tiefe gestürzt ist, im Internet findet man allerdings einige Berichte von Todesfällen.

Mit einer Breite von 1700 Metern und einer Höhe von bis zu 110 Metern gehören die Victoria Fälle an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe zu den grössten Wasserfällen der Welt. Der Sambesi bildet ausserhalb der Trockenzeit den grössten Wasservorhang der Welt.

watson in Sambia

Leiter Unternehmensentwicklung Sven Ruoss und Sportchef Reto Fehr führen in Zusammenarbeit mit der Schweizer Hilfsorganisation B360 education partnerships an der Universität von Lusaka (UNZA) in Sambia ein zweiwöchiges Modul über Online-Journalismus durch. Die Studenten erhalten dabei wertvolle Inputs für ihre Newsplattform Lusaka Star. Die Zeitung wurde vor rund zwei Jahren mit Unterstützung der Zürcher Agentur Mediaschneider in ein Online-Portal umgewandelt und wird vom Studiengang Mass Communication betreut.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Afrikanische Verhältnisse

watson in Sambia: 40 Leute auf knapp 20 Stühlen in einem stickigen, heissen Raum – für uns fast unaushaltbar, für die Studenten Luxus

Wir waren sehr nervös vor dem ersten Schultag. Die Befürchtungen von einem chaotischen Tag schienen sich erst zu bewahrheiten, doch danach läuft praktisch alles besser als erwartet. Meistens.

«Der Unterricht startet um 8 Uhr, nicht wahr?», fragt uns eine Studentin, als Sven und ich am Montagmorgen an der Universität von Sambia in Lusaka eintrudeln. Wir schauen uns fragend an. Es ist 8.15 Uhr. «Hmm, abgemacht war um 10 Uhr», entgegnen wir, «hat euch Studienleiter Youngson nicht informiert?». Sie schüttelt den Kopf. 

Wir schwitzen in den engen Gängen der Uni bereits ein erstes Mal. Waren es also doch nur leere Versprechungen, dass ab Modulbeginn alles reibungslos laufen …

Artikel lesen
Link zum Artikel