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Luftbrücke im Urnerland

Wenn das Sperma mit dem Helikopter zur Kuh kommt

Bei Lawinengefahr im Urner Meiental dürfen Pendler, die Hebamme sowie zur Not der Tierarzt und der Besamer Helikopterflüge auf Kosten des Kantons in Anspruch nehmen. 



Ein Helikopter der Glacier Air vor dem Hohgant bei Kemmeribodenbad am 30. November 2013. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Bei Lawinengefahr steht bei Bedarf ein Helikopter zur Verfügung. Bild: KEYSTONE

Weil der Bau einer Strasse zwischen Husen und Meiendörfli im Urner Meiental zu teuer ist, stellt der Kanton bei Lawinengefahr eine Notbrücke per Helikopter zur Verfügung. Diese Massnahme hat der Regierungsrat verabschiedet. 

Das Angebot gilt, wenn die Strasse zwischen Wassen und Meiendörfli wegen Lawinengefahr oder nach einem Schneerutsch gesperrt wird, wie die Urner Baudirektion am Freitag mitteilte. Pendler können sich bei der Gemeindekanzlei Wassen und der Baudirektion melden, die die Transportflüge organisieren. 

Flüge stehen auch dem Hausarzt, der Spitex, der Hebamme sowie zur Not dem Tierarzt und dem Besamer zur Verfügung, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Schüler sollen nicht regelmässig mit dem Helikopter fliegen. Bei Gefahr sollen sie frühzeitig nach Hause gebraucht werden.

Strasse zu teuer

Der Urner Landrat hatte im Oktober den Bau einer Winternotstrasse zwischen Husen und Meiendörfli aus finanziellen Gründen verworfen. Der Regierungsrat schätzte die Kosten auf rund 15 Millionen Franken. Er hatte als Alternative unter anderem Notbrücken per Helikopter vorgeschlagen.

Das Meiental im Kanton Uri zählt rund 60 Bewohner. Die Sustenstrasse zwischen Wassen und Meiendörfli war in den letzten 20 Jahren im Winter durchschnittlich jährlich während rund total einer Woche gesperrt. Grund war Lawinengefahr oder eine tatsächliche Verschüttung. (whr/sda)

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