Wirtschaft
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ARCHIV – ZU DEN EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG VOM 24. SEPTEMBER 2017 UEBER DIE ALTERSVORSORGE 2020 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - [Symbolic Image, Staged Picture] An elderly couple has breakfast together and reads a newspaper, pictured in an apartment in Lucerne, Switzerland, on November 23, 2016. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

[Symbolbild, Gestellte Aufnahme] Ein aelteres Paar fruehstueckt zusammen und liest dabei Zeitung, aufgenommen in einer Wohnung in Luzern am 23. November 2016. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

Bild: KEYSTONE

Mit diesen 9 Tipps kannst du bis Ende Jahr deine Altersvorsorge verbessern

Die Rente bereitet Herrn und Frau Schweizer Sorgen. Eigeninitiative lohnt sich. Was Sie bis Ende Jahr noch für Ihre Vorsorge tun können.

Rainer Rickenbach / ch media



Schon zum dritten Mal in Folge macht der jährliche Sorgenbarometer der Grossbank Credit Suisse deutlich, dass die Altersvorsorge der Bevölkerung am meisten Sorge bereitet. Der Bund gibt in diesem Bereich vieles vor.

So haben die Versicherten zum Beispiel bei der AHV (1. Säule) kaum Einfluss auf den Sparprozess: Der Staat zieht monatlich 8.4 Prozent von den Löhnen ab und verteilt die Einnahmen daraus umgehend an die AHV-Rentner. Ab dem kommenden Jahr sind es 8.7 Prozent. Arbeitgeber und Angestellte teilen sich die Abgaben.

Das tun sie auch bei den Pensionskassen (2. Säule). Dort sparen die Versicherten für sich selbst und haben die Möglichkeit, während der Berufszeit die spätere Altersrente aufzubessern, sofern sie denn wollen.

Die meisten Möglichkeiten bietet die dritte Säule a, die Banken und Versicherungen anbieten. Sie ist nicht ganz so stark durchreguliert wie die andern beiden Vorsorgeeinrichtungen und bietet den Sparern die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Sparstrategien auszuwählen.

Die Arbeitgeber tragen indes in der dritten Säule nichts zum Sparprozess bei. Alle drei Vorsorgeeinrichtungen bringen Steuerersparnisse mit sich.

Darauf sollten Sie bei den Pensionskassen und der dritten Säule achten:

Pensionskassen-Einkauf

Die Pensionskassen bieten die Option, zusätzlich zu den Lohnabzügen mit Einkäufen das Sparkapital zu erhöhen. Die Höhe der Einkäufe ist begrenzt. Der zu Jahresbeginn verschickte Vorsorgeausweis gibt Auskunft darüber, wie viel Versicherte freiwillig und zusätzlich einzahlen können. Die Kassen machen in der Regel die Versicherten im Herbst auf diese Möglichkeit aufmerksam.

Staffelung und Steuern sparen

Die Kassen-Einkäufe lassen sich bei den Steuern absetzen. Wer zum Beispiel 10'000 Franken in einem Jahr einzahlt, versteuert 10'000 Franken weniger Einkommen. Deshalb empfiehlt sich, die Einkäufe auf mehrere Jahre zu verteilen, um mehrmals Steuern sparen zu können.

Sparpläne

Viele Pensionskassen bieten nebst den Standard-Lohnabzügen Sparpläne mit höheren Beiträgen an. Auch damit lassen sich mehr Kapital und Steuern sparen.

Rentenverbesserung

Zahlt ein Kassenversicherter über einen Zeitraum von 30 Jahren jährlich 2000 Franken zusätzlich in seine Pensionskasse ein, macht das einen Zustupf von 60'000 Franken aus. Die Jahresrente fällt dadurch im Mittel um 3300 Franken (Umwandlungssatz 5.5 Prozent) höher aus.

3. Säule a

Sie ist die Domäne der Banken und Versicherungen. In diesem und im kommenden Jahr können Sparer, die in einer Pensionskasse versichert und angestellt sind, maximal 6826 Franken pro Jahr in die freiwillige dritte Säule einzahlen. Für Erwerbstätige ohne Pensionskassenanschluss, in der Regel Selbstständigerwerbende, liegt das obere Limit bei 34'128 Franken. Kleinere Beträge sind möglich. Einzahlungen in die dritte Säule sind steuerbefreit, Frist ist der 20. Dezember.

Risiken bei 3. Säule a

Bei der 2. Säule tragen die Pensionskassen die Risiken der Finanzmärkte. In der dritten Säule a ist es anders, dort schmilzt das Sparkapital der Versicherten, wenn die Finanzmärkte in einen Abwärtssog geraten. Umgekehrt streichen sie Ende Jahr auch den Wertzuwachs ein. Vorsorgeexperten empfehlen darum Risikoscheuen, den Aktienanteil klein zu halten, und den Wagemutigen, den Aktienanteil gut auszuschöpfen.

Altersstrategie

Die meisten Studien machen deutlich, dass auf lange Zeit Aktien am besten rentieren. Sie empfehlen daher jungen Sparern einen möglichst hohen Aktienanteil im Vorsorgedepot. Diese sollten sich aber genau über die Gebühren der Banken und Versicherungen informieren.

Die Unterschiede sind gross und machen auf Jahrzehnte betrachtet sehr viel aus. Je älter die Sparer, desto mehr Risiken sollten sie in ihren Vorsorgedepots abbauen. Sie können den Aktienanteil herunterfahren und Kapital auf ein Vorsorgekonto verschieben.

PK-Einkauf oder 3. Säule?

Wegen der höheren Verzinsung lohnt sich für junge Leute ein Pensionskassen-Einkauf. Für ältere Versicherte macht er aus steuertechnischen Gründen Sinn. Die 3. Säule a bietet hingegen mehr Flexibilität. Dort bietet sich zum Beispiel eine Auswahlfreiheit von Fonds.

Mit oder ohne Versicherung

Vorsorge kombiniert mit Versicherungen können vor allem für Familien Sinn machen. Vor Vertragsabschluss aber unbedingt prüfen, wie hoch der Versicherungsschutz ist, der die eigene Pensionskasse bietet, um eine Überversicherung zu vermeiden. Der Nachteil: Nicht alle weisen transparent aus, wie viel der Beiträge in die Vorsorge und wie viel in Versicherungen fliessen.

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17 Kommentare
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Uslandschwiizer
18.12.2019 21:52registriert May 2017
8) Wegen der höheren Verzinsung lohnt sich für junge Leute ein Pensionskassen-Einkauf?!
Junge Leute sollten zuerst das maximum (finanziell) Moegliche in die 3. Saeule einzahlen und bei 30+ Jahren Anlagehorizont in einen Fond mit sehr hohem Aktienanteil und moeglichst tiefen Gebuehren investieren.
Alles andere ist verschenkte Altersrente und macht nur die PK share/stake-holders reich...
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