Wirtschaft
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Der Dollar legt täglich Muskeln zu. bild: shutterstock

Analyse

Der Muskelprotz Dollar bedroht die Weltwirtschaft

Der Greenback ist auf dem höchsten Stand seit 14 Jahren. Das ist für die meisten Bad News – auch für die USA.



Wie ein Anabolika schluckender Bodybuilder legt der Dollar Muskeln zu. Zum Euro und zum Schweizer Franken hat er beinahe Parität erreicht, will heissen: Ein Dollar entspricht einem Euro, resp. einem Franken. Seit 2011 hat der Greenback damit über 40 Prozent an Wert gewonnen.  

Barack Obama hat die Basis geschaffen

Als Grund für den rasanten Anstieg des Dollarkurses werden allgemein die Trumponomics genannt, die zu erwartende Wirtschaftspolitik des gewählten Präsidenten. Das stimmt nur teilweise. Das Fundament hat Barack Obama gelegt. Er hat sein Amt während der schlimmsten Wirtschaftskrise seit der Grossen Depression angetreten und kann sich nun rühmen, dass unter seiner Ägide der längste Wirtschaftsaufschwung mit der grössten Zunahme an Jobs stattgefunden hat.  

«US-Aktien sind überbewertet, und jeder, der sie kauft, muss wissen, dass er etwas sehr Teures kauft.»

John Authers

Die Trumponomics haben den Trend beschleunigt. Allgemein wird erwartet, dass Donald Trump die Steuern senken und massiv in die Infrastruktur investieren wird. Gleichzeitig deutet alles darauf hin, dass er Strafzölle gegen Importe – vor allem aus China und Mexiko – verhängen und damit die Binnenwirtschaft ankurbeln wird. Noch mehr Anabolika für den Dollar also.  

epa05676012 Commerce Secretary nominee Wilbur Ross is seen at a meeting of technology leaders in the Trump Organization conference room at Trump Tower in New York, New york, USA, 14 December 2016.  EPA/ALBIN LOHR-JONES/POOL

Sorgt für harte Haltung gegen China und Mexiko: Der nominierte Wirtschaftsminister Wilbur Ross.  Bild: EPA/CNP POOL

Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben ist eine starke Währung nicht nur positiv. Das gilt speziell für den Dollar, denn der Greenback hat nicht nur einen starken Einfluss auf das Schicksal der amerikanischen Wirtschaft. Als nach wie vor unbestrittene globale Leitwährung bestimmt er auch massgeblich den Gang der Weltwirtschaft.  

Das bekommen bereits jetzt die Schwellenländer zu spüren. Ein starker Dollar ist so ungefähr das Letzte, was sich Länder wie Brasilien, die Türkei oder Chile wünschen. Von China ganz zu schweigen. Um eine Kapitalflucht zu verhindern, musste die chinesische Zentralbank  allein in den ersten drei Quartalen des letzten Jahres rund 300 Milliarden Dollar ihrer Devisenreserven aufwenden. So konnte sie ein zu starkes Absacken des Renminbi bisher verhindern.  

Schwellenländer in Not

Viele andere Schwellenländer leiden darunter, dass sie für ausländische Investoren derzeit nicht mehr attraktiv sind. 2016 sind insgesamt bloss rund 28 Milliarden Dollar in diese Länder geflossen, 90 Prozent weniger als in der Periode zwischen 2011 und 2014. Nicht nur der stärkere Dollar, auch steigende Zinsen in den USA machen den Schwellenländern zu schaffen.  

Schlimmer noch ist die Tatsache, dass viele der Schulden dieser Länder in Dollar notiert sind. Unternehmen und Staaten konnten so von den tiefen Zinsen profitieren. Jetzt aber leiden sie unter der starken Aufwertung und haben Mühe, ihre Schulden zu bedienen.  

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US-Konsumenten profitieren vom starken Dollar. bild: shutterstock

Auch für die Amerikaner ist der starke Dollar ein zwiespältiges Geschenk. Die Konsumenten profitieren zwar von den billigeren Importen. Doch dieser Gewinn wird möglicherweise von den Strafzöllen bald weggefressen. Was bleibt, sind die höheren Kosten für Exporte und möglicherweise eine gefährliche Börsenblase.  

Japan und Europa profitieren

Bereits jetzt sind amerikanische Aktien am oberen Limit. So warnt etwa John Authers in der «Financial Times»: «US-Aktien sind überbewertet, und jeder, der sie kauft, muss wissen, dass er etwas sehr Teures kauft.»  

Profitieren vom starken Dollar können allenfalls Japan und Europa. Yen und Euro haben gegenüber dem Greenback deutlich eingebüsst. Das bedeutet, dass japanische und europäische Exporte nach Übersee deutlich billiger geworden sind. Vor allem die japanischen Unternehmen haben davon bereits profitiert und ihre Gewinne deutlich gesteigert.  

Knifflige Aufgabe für die Nationalbank

Und was ist mit der Schweiz? Die USA sind nach der EU unser zweitgrösster Handelspartner. So gesehen sollte die Exportwirtschaft ebenfalls profitieren. Allerdings spuckt uns dabei der schwindsüchtige Euro in die Suppe. Er sorgt dafür, dass die Konkurrenz aus Deutschland & Co. noch billiger wird, und zwingt die Nationalbank zu einer heiklen Gratwanderung: Sie muss den idealen Pfad zwischen einem stärker werdenden Dollar und einem schwächer werdenden Euro finden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • dmark 06.01.2017 12:33
    Highlight Highlight Im Herbst 2001 (also kurz nach seiner Einführung) erreichte der Euro seinen bisherigen Tiefstand von 0,8364 US$. Seither war der Euro immer höher bewertet. Da ist also noch viel Luft. Zur gleichen Zeit bekam man für einen Euro allerdings noch rund 1,51 Franken.
    Mittlerweile sind diese drei Währungen fast in die Parität gerutscht, was allerdings nicht die Wirtschaftskraft widerspiegelt.
    Also ist da doch sehr viel Manipulation von aussen mit im Spiel - Stichwort "Blasenbildung".
  • Raphael Stein 05.01.2017 18:29
    Highlight Highlight Anabolica is hot air. Hört man auf es zu schlucken, ist fertig mit Mukis.
    So wie Dollar und Euro auch. Es stehen kaum nennenswerte Sachwerte dahinter, im Vergleich zur Menge von Papierbündeln welche im Umlauf stehen.
    Oder den grandiosen Nullen auf Bankonten.
    • Wehrli 06.01.2017 01:28
      Highlight Highlight Den Quark höre ich seit 70 Jahren. Kurzdenker, Goldbugs & Prepper träumen davon ...
  • Der Rückbauer 05.01.2017 15:56
    Highlight Highlight Muskelprotz Dollar? Ein Schwächling sondergleichen! 2000 bis 2016 von 1.80 auf 1.00. Geht man noch weiter zurück, dann sieht's noch katastrophaler aus.
  • Döst 05.01.2017 14:05
    Highlight Highlight Spät. am 20. Jan. (Amtsübergabe Trump, Rede) könnte der Dollar dann wieder günstiger werden.
    Das was wir seit Trumps Wahl gesehen haben, war nicht wirtschaftlich begründet, sondern nur "Hoffnung" auf mehr Verschuldung (Investitionen Infrastruktur) und höhere Inflation/Zinsen.
    Das FED ist sehr verunsichert - man wisse nicht, was Trump realwirtschaftlich bewirke. Und bereits beklagt das FED auch schon wieder die Nachteile des höheren Dollars (US Produkte werden für Export teurer=Wirtschaft eher Rückgang). Und bzgl. Zinserhöhungen kündigt das FED jeweils viel an, realisiert aber wenig.
  • Hayek1902 05.01.2017 14:02
    Highlight Highlight Guter Artikel. Keine haarsträubenden Wertungen, Argumentationen die man vertreten kann und eine gute Analyse & Erklärung der Zusammenhänge für alle nicht so bewanderten in der Makroökonomie. Die Frage bleibt, wie der Trump das ganze finanzieren will, ohne sich massiv zu verschulden, was die Zinsen weiter in die Höhe treiben würde und politischen Widerstand in den eigenen Reihen provoziert. Er will ja Investitionen erhöhen und die Steuerlast senken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Wirtschaftswachstum das Budgetwachstum übertrumpen kann, jedenfalls nicht in den wichtigen 4 Jahren. ;)
    • Philipp Löpfe 05.01.2017 14:40
      Highlight Highlight Wow, von Hayek gelobt zu werden – da muss ich ein Kreuz an die Decke malen...
    • Posersalami 05.01.2017 15:06
      Highlight Highlight Trump wird seine Investitionen mit Krediten finanzieren. Wie denn auch sonst? Die Staatsschuldenquote der USA bummelt so bei 100%, das wäre also überhaupt kein Problem. Das Geld bekommen die Staaten zur Zeit hinterher geworfen und so ein Programm generiert ja auch mehr Steuereinnahmen, also im Prinzip kein Problem. Der Kongress muss halt mitziehen..
  • Tomtom64 05.01.2017 13:26
    Highlight Highlight Das alles ändert nichts an Herrn Löpfes Aussagen bezüglich der Probleme gewisser Entwicklungs- und Schwellenländer. Vor allem gegenüber dem chilenischen Peso und dem brasilianischen Real hat der USD tatsächlich gewaltig zugelegt, was aber primär dem Verfall von Rohstoffpreisen und politischen Problemen zuzuschreiben ist.
    Gegenüber dem Yuan ist der USD erst seit 2014 im Steigflug, das aber dank Interventionen der chinesischen Notenbank nur um 14%.

    PS: Der wirtschaftliche Aufschwung der USA seit der Finanzkrise dürfte eher der Politik der amerikanischen Notenbank als Obama zuzuschreiben sein.
    • Posersalami 05.01.2017 14:53
      Highlight Highlight Ich nehme an, das unter anderem deswegen die BRICS Staaten vor 2 Jahren eine eigene Entwicklungsbank gegründet. So brauchen sie sich nicht mehr in $ zu verschulden: https://de.wikipedia.org/wiki/New_Development_Bank

      Der Aufschwung in den USA hat sicher auch mit Obama zu tun. Tiefe Zinsen alleine bewirken erstmal nicht viel, vergleichen sie hierzu die Konjunkturdaten zB. der Eurozone oder Japan mit den USA.
  • Karl33 05.01.2017 13:25
    Highlight Highlight Meines Wissens ists im Gegenteil so, dass der Dollar seit Mitte 20 Jh. kontinuierlich an Wert verloren hat. Mir scheint, Ökonomen dürften durchaus auch mal mehr als 5 Jahre in die Vergangenheit schauen. Immer diese Hysterie wegen ein paar kurzfristigen Ausschlägen.
    • Posersalami 05.01.2017 13:29
      Highlight Highlight Ja, so ist es. Der $ ist immer weniger wert.
    • Tomtom64 05.01.2017 13:37
      Highlight Highlight Genau!

      USD seit Mai 1971 (Aufgabe des Abkommens von Bretton Woods über fixe Wechselkurse) von CHF 4.29 auf 1.02 (-76%)

      In diesem Jahrtausend immerhin von CHF 1.83 im Oktober 2000 auf 1.02 (-44%).
    • Hayek1902 05.01.2017 13:55
      Highlight Highlight Machen die Ökonomen auch, nur die Journalisten nicht unbedingt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 05.01.2017 13:21
    Highlight Highlight "Als nach wie vor unbestrittene globale Leitwährung bestimmt er auch massgeblich den Gang der Weltwirtschaft."

    Das würde ich so nicht stehen lassen. So verrechnet doch die neu gegründete Entwicklungsbank der BRICS Staaten nicht in $, China und Russland handeln ihre Rohstoffe auch nicht mehr in $ und zB. Gazprom hat den $ auch schon gegen den € ersetzt. Natürlich ist der $ immer noch Leitwährung, aber der Nimbus der Unbestreitbarkeit bröckelt. Gadaffi & co wollten doch ihr Öl auch nicht mehr gegen $ verkaufen (VT: und wurden unter anderem darum gebombt).
    • Philipp Löpfe 05.01.2017 13:27
      Highlight Highlight Das ist vorläufig noch dein Wunsch Vater des Gedankens, lieber Posersalami.
    • Posersalami 05.01.2017 13:28
      Highlight Highlight Was denn, Herr Löpfe? Das sich immer mehr Länder vom $ abwenden?
    • Posersalami 05.01.2017 13:56
      Highlight Highlight Ich formuliere es für sie extra noch einmal anders: Der $ ist natürlich noch immer Leitwährung, jedoch sinkt seine Bedeutung stetig, da immer mehr Länder und Firmen sich vom $ abwenden wo das möglich ist. Beispiele hierfür habe ich ja schon genannt, es fänden sich noch viel mehr, wenn man suchen möchte. Da ist kein Wunschdenken dabei, Herr Löpfe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tomtom64 05.01.2017 13:07
    Highlight Highlight Im Dezember 2010 durchbrach der USD die Parität zum Franken und rutschte bis August 2011 auf knapp unter CHF 0.71 ab. Bereits 11 Monate später notierte der USD wieder marginal unter der Parität. Seither geht's mit Ausnahme eines Tauchers nach der Aufhebung der Mindestkursgrenze mehr oder weniger im Bereich CHF 0.90-1.00 seitwärts.
    Gegenüber dem EUR hat sich der USD im gleichen Zeitraum tatsächlich um 40% aufgewertet. Ende 2010 stand der EUR aber auch bei CHF 1.38 und jetzt bei CHF 1.07 (ohne SNB wäre er tiefer).
    Also haben wir primär eine Euroschwäche und nicht eine Dollarstärke.
    • JoeyOnewood 06.01.2017 07:29
      Highlight Highlight Lieber Tomtom, leider stimmt das nicht. du nimmst nämlich nur den Schweizerfranken als Vergleich zu Euro und Dollar. Der Dollar wurde stärcker in den vergangenen Monaten. Im vrgl. zu fast jeder Währung. Wie Löpfe schreibt zum Beispiel zu Yen oder den Währungen der BRICS. Dein kleines Währungseinmaleins funktioniert leider nicht.
  • Daniel Martinelli 05.01.2017 12:55
    Highlight Highlight Trump is dumb.
  • TanookiStormtrooper 05.01.2017 12:21
    Highlight Highlight Symbolbild:
    Benutzer Bild
    • R&B 05.01.2017 13:18
      Highlight Highlight Das Gesicht selber ist noch nicht genügend orange.

Widerstand gegen Cannabis-Versuche im Nationalrat: Das musst du jetzt als Kiffer wissen

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