Wirtschaft
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Nach Lizenz-Entzug in London: Jetzt wird der Boden für Uber auch in der Schweiz heiss

Die Gewerkschaft Unia hat in Genf erfolgreich auf ein Verbot des US-Konzerns Uber gedrängt. Nun fordert sie ein Nachziehen der Kantone Basel, Waadt und Zürich.

Niklaus Vontobel / ch media



Der Hype um Uber ist vorbei. Der Fahrdienst-Vermittler muss ständig neue Rückschläge einstecken. Gestern wurde ihm in London die Lizenz entzogen. Es habe eine Serie von Fehlern gegeben, wobei die Sicherheit von Passagieren gefährdet wurde.

In den USA wurde Uber eine Mitschuld gegeben am Tod einer Fussgängerin: Sie war von einem selbstfahrenden Uber-Auto verletzt worden. Davor waren Testvehikel von Uber innert 18 Monaten an nicht weniger als 37 Unfällen beteiligt.

epa06631485 A man looks for an Uber car on his mobile phone in Hanoi, Vietnam, 27 March 2018. Uber has agreed to sell its Southeast Asian operations to Grab. Uber will get a 27.5 percent stake in Grab and its CEO Dara Khosrowshahi will join Grab's board.  EPA/LUONG THAI LINH

Die Uber-App: Der einstige Höhenflieger wird von Regulatoren herabgezogen. Bild: EPA/EPA

Damit nicht genug. Ein amerikanischer Bundesstaat fordert von Uber ein halbe Milliarde Dollar, weil der Konzern seinen Fahrern keine Sozialversicherung gezahlt hat. Und der ehemalige Uber-Gründer verkaufte einen Fünftel seiner Aktien, sobald es ihm rechtlich erlaubt war. Der Börsenkurs fiel auf ein Rekordtief. Diese Unglücksserie widerfuhr Uber allein in diesem November.

Auf den Hype folgt eine lange Reihe von Rückschlägen

In der Schweiz sehen die Gewerkschaften ihre Chance gekommen. Die Niederlagen von Uber im Ausland liefern ihnen Argumente für die nationale Debatte um den Techkonzern aus Kalifornien. Die Zeiten seien vorbei, da Uber einseitig wahrgenommen wurde als Verkörperung einer technologischen Revolution. Ein Umdenken sei zu erkennen bei den Behörden, sagt Roman Künzler, der Verantwortliche bei der Gewerkschaft Unia. Nun will die Unia im Kampf mit Uber nachlegen.

«Sie müssen die Fahrer per sofort anstellen und Sozialleistungen wie etwa AHV bezahlen. So wie andere Firmen auch.»

Anfang November wurde bekannt, dass der Kanton Genf ein Verbot gegen Uber erlassen hatte. Der Genfer Staatsrat Mauro Poggia erklärte, Uber komme seinen gesetzlichen Verpflichtungen nicht nach. «Sie müssen die Fahrer per sofort anstellen und Sozialleistungen wie etwa AHV bezahlen. So wie andere Firmen auch.»

Was damals nicht bekannt wurde: Die Unia hatte zuvor bei den Genfer Behörden auf ein Verbot gedrängt. Gewerkschafter Künzler sagt: «Wir haben seit 2016 immer wieder verlangt, dass Genf das Uber-Modell untersucht und das geltende Recht endlich durchsetzt.»

Nun will die Unia an den Genfer Erfolg anknüpfen. Der Kanton habe seine Hausaufgaben gemacht, nun seien andere an der Reihe. In der Pflicht seien vor allem die Kantone Zürich, Waadt und beide Basel. Künzler: «Diese Woche gehen entsprechende Schreiben an diese Kantone heraus.» Zunächst will die Unia vor allem Fragen stellen und Antworten verlangen. Je nachdem sollen Vorstösse in den kantonalen Parlamenten folgen. «Die Behörden müssen das Arbeitsrecht vollziehen. Sie können nicht länger wegschauen.»

Nachzahlungen im zweistelligen Millionenbereich in der Schweiz?

Oben auf der Prioritätenliste der Unia steht das Thema Nachzahlungen. Ein Arbeitsgericht in Lausanne hatte im Frühjahr entschieden, dass Uber einem Fahrer nachträglich 18000 Franken zahlen muss. Der Fahrer sei ein Angestellter gewesen. Entsprechend stünden ihm Sozialleistungen zu.

Des chauffeurs de Taxi lausannois manifestent contre la reconnaissance de Uber comme centrale d'appels ce mardi 8 mai 2018 a Lausanne. Les chauffeurs de taxi de la region lausannoise, soutenu par Unia, ont exprime leur mecontentement mardi dans la capitale vaudoise. Ils denoncent une nouvelle pejoration de leurs conditions de travail apres la recente reconnaissance d'Uber comme centrale d'appels. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Taxi-Fahrer bei einer Demonstration gegen den Fahrdienstvermittler Uber. Bild: KEYSTONE

Laut Unia schuldet Uber indessen nicht nur Sozialleistungen, sondern auch Löhne und Entschädigungen für die Autokosten. Der Konzern zahle zu wenig, um die Existenz seiner Fahrer zu sichern. Von Gesetz wegen müsse er dies aber. Künzler: «Rechnet man alles ein, kommt man auf Nachzahlungen im hohen zweistelligen Millionenbereich.»

Mit derlei Forderungen liegt die Unia quasi international im Trend. Der US-Bundesstaat New Jersey verlangt ein halbe Milliarde Dollar an Nachzahlungen. Und Kalifornien will Uber via Gesetz dazu verdonnern, seine Fahrer wie feste Angestellte zu entlöhnen. In der Schweiz nimmt der Druck ebenfalls zu. Die Suva hat einen früheren Entscheid bestätigt: Uber muss gemäss der Schweizerischen Unfallversicherung seinen Fahrern auch Sozialleistungen zahlen. Uber ist demzufolge Arbeitgeber seiner Fahrer, und nicht bloss eine Vermittlungsplattform.

Eine neue Front gegen Uber kann die Unia mit dem Entscheid in London eröffnen. In der Schweiz dreht sich die Debatte bisher um die Frage: Ist Uber ein Arbeitgeber oder nicht? In London dagegen wurde Uber gestern die Lizenz entzogen, weil es die Sicherheit von Passagieren gefährdet habe. Damit geht es in London um die Sicherheit im Verkehr. Die Transportbehörde kam zum Schluss: Ja, Uber gefährdet diese Sicherheit.

Vorwurf aus London an Uber: die Sicherheit von Passagieren sei gefährdet gewesen

Auf 14000 Fahrten kam es laut Londoner Behörden zu einer Gefährdung der Passagiere. Uber habe nicht verhindert, dass seine App überlistet wurde. Und zwar haben Fahrer, welche die nötigen Scheine nicht hatten, ihre Fotos hochgeladen auf die Konten anderer Uber-Fahrer. Mit diesem Trick konnten sie Gäste abholen, als ob sie selber der gebuchte Fahrer waren. In der Schweiz wisse laut Unia niemand, ob die Fahrer von Uber alle Vorschriften einhalten und die nötigen Scheine haben.

«Ohne Kontrollen können Fahrer die Verkehrssicherheit gefährden.»

Zwar werde dies vom US-Konzern verlangt, sagt Künzler. Aber es werde nicht überprüft, ob die Fahrer sich daran halten. Künzler: «Ohne Kontrollen können Fahrer die Verkehrssicherheit gefährden.» Der Kontrast zu den Taxifahrern sei gross. Diese müssten eine vertiefte Fachprüfung ablegen und würden regelmässig von Behörden kontrolliert. Künzler: «Solche Regeln sind nötig für eine Branche, die Teil des öffentlichen Verkehrssystems ist.»

Uber nennt Entscheid in London «falsch und aussergewöhnlich»

Uber hat angekündigt, in die Berufung zu gehen. Der Entscheid der Londoner Behörde sei «aussergewöhnlich und falsch.» Man habe sich fundamental gewandelt und sei nun in puncto Sicherheit vorbildlich.

Fahrdienst Uber

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spargel 26.11.2019 15:44
    Highlight Highlight Die Konkurrenten von Uber Eats, welche ihre Arbeitnehmer korrekt mit den sozialversicherungen abrechnen und Bewilligungen für Sonntage einholen müssen, sind hier gegenüber Uber Eats benachteiligt. Hier müsste der Bund aktiv werden, er hat ein Klagerecht nach Art 10 über das Gesetz Unlauterer Wettbewerb.

    ARt. 7 Nichteinhaltung von Arbeitsbedingungen

    Unlauter handelt insbesondere, wer Arbeitsbedingungen nicht einhält, die durch Rechtssatz oder Vertrag auch dem Mitbewerber auferlegt, oder berufs- oder orts-üblich sind.
  • Gravel Travel 26.11.2019 15:43
    Highlight Highlight Wenn zwei Systeme, dann aber mit gleichen Regeln. Das will der "Vermittler" von Uber ja nicht, er will dass Jedermann/ frau in Scheinselbständigkeit zu unterirdischen Preisen Leute kutschieren kann und das etablierte Taxi-System zerbricht und er dann das Monopol hat. Was dann kommt, weiß jeder: Preiserhöhungen, noch mehr Ausbeutung der Fahrer. Uber scheffelt die Milliarden, die in sein Säckel fließen. Nein, es ist nicht der Kunde, auch wenn er zur Zeit noch mit (subventionierten) Billigpreisen zur Markteinführung gelockt wird. Taxiunternehmen zahlen ALLE Steuern im Land. Ob UBER das auch kann?
  • Lucas e Maura Jezek 26.11.2019 15:42
    Highlight Highlight Uber zwingt kein fahrer online zu gehen..das heisst du bist frei,arbeitest wenn du willst,gehst in Ferien wenn du willst und machst frei wenn dir passt.Wenn nach 1std kein lust hast machst Feierabend..So lauft das..Welche arbeitsgeber toleriert sowas??Nur wenn man selbständig ist kann man so arbeiten punkt.
    • Spargel 26.11.2019 17:16
      Highlight Highlight Möchtest du, dass alle nur auf Abruf arbeiten können, dürfen? Nach Gusto des Arbeitgebers?

      Übrigens bildet Uber seine Fahrer über die GmbH in der Schweiz aus, sagt dann aber die Schweiz sei nicht zuständig..betriebsstätte und so.. Nach der Uberlogik sollte nun jeder mit seinen Arbeitnehmer einen Vertrag über den Sitz in Vanuatu abschliessen um dann zu sagen, ääh, sorry gäu, hesch dems Vertrag mit Vanuatu bro, leider kei Versicherig Alte.....
    • Leider Geil 26.11.2019 19:06
      Highlight Highlight Aber nur Erfolglose Selbständige arbeiten oft so. Ferien und Frei machen muss man sich such leisten können.
  • Lucas e Maura Jezek 26.11.2019 15:19
    Highlight Highlight 1)Ich als uberfahrer bin sehr zufrieden.Zahle mein ahv selber aber es langet das geld mit fahrtenmenge.Jeder fahrer hat die gleiche bedingungen wie Taxifahrern da 80% der uberfahrern Taxischild haben..
    2)Uber zwingt niemand online zu gehen ..wenn man keine andere Job hat sind meisten fahrer zufrieden..Besser als im sozialamt zu gehen..Die Unia soll unsere rechnungen ubernehmen dem fall
  • georg_1967 26.11.2019 12:54
    Highlight Highlight ... die Kritik wegen fehlender Sozialleistungen ist ja gut un drecht, aber wie ist das mit uns Passagieren? Normale Taxiunternehmen führen Dich durch die Stadt auf Umwegen, lassen Dich stehen, wenn ihnen die Strecke nicht lukrativ genug ist, und machen falsche Angaben zu geschätzten Fahrpreisen.... Wer kontrolliert hier?
  • Gawayn 26.11.2019 12:12
    Highlight Highlight Ich raffe es noch immer nicht,
    Das man solchen Raubritter Firmen überhaupt Konzessionen erteilt

    Hätte man nie sollen.
    Die erwarten, das man ohne Sicherheit, oder angemessenen Lohn für sie arbeitet.

    Die Kundschaft selbst, wie auch die Fahrer, werden sich selbst überlaßen, wenn ein Unglück geschieht.

    Die entsprechenden Gesetze gab es schon.
    Da haben die Behörden aber versagt.

    Ich bin schon dafür, das Taxigewerbe zu modernisieren.
    Mit App Einsatzzentrale und GPS Tracking. Wo welcher Fahrer ist etc.

    Aber mit dem Schutz und Gesetzen!
  • Ökonometriker 26.11.2019 09:42
    Highlight Highlight Wenn ich ein Temporärbüro aufmache und Leute anstelle, muss ich Sozialabgaben zahlen. Warum soll man bei amerikanischen Konzernen eine Ausnahme machen?

    Dafür könnte man das Geschäft mit den Taxi-Lizenzen ruhig aufheben. Jeder soll Uber-Fahrer sein dürfen, aber Uber muss sauber die Sozialabgaben bezahlen.
    • Spargel 26.11.2019 17:24
      Highlight Highlight Korrekt. Wenn so, dann für alle die gleichen Spiesse
  • Thinkdeeper 26.11.2019 09:31
    Highlight Highlight Richtig so.
    Gesetze gelten für alle gleich.
    Anständige Arbeitsbedingungen, Lokale Löhne und Steuern abführen statt über Volumina und primär billig die Wertschöpfung im Ausland zu generieren und 25% für die Plattform abzuzwacken.
    5% ist immer noch zuviel.
    Ansonsten Richtig und Konsequent den Laden schliessen und Lizenzen entziehen.

  • Zahlenheini 26.11.2019 09:24
    Highlight Highlight Hier zeigt sich, wie auch bei AirBnB, dass diverse Anpassungen nötig sind. Eigentlich ist das Konzept nicht schlecht, aber es brauch Pragmatismus von beiden Seiten. Uber muss sich dessen bewusst sein, dass "one size does not fit all" halt mehr als nur ein Spruch ist. Von Seiten der Gesetzgeber darf die Hotel- und Taxibranche nicht glorifiziert werden. Auch dort gibt es Missstände, die behoben werden müssen. Mit sinnvollen Gesetzen kann Uber, aber auch AirBnB viel Mehrwert für alle bringen.
  • THEOne 26.11.2019 09:21
    Highlight Highlight komisch, dhl, 7x7, etc arbeiten auch alle fahrer auf eigene rechnung, sprich alle fahrer sind einzelfirmen. da überprüft keiner irgendwas.
    und btw, dass uber so gut gelaufen ist, hat einzig nur mit der abzocke der taxis zu tun.
    selbst schuld
    • Shlomo 26.11.2019 10:56
      Highlight Highlight Hast du dich mal gefragt wieso Uber billiger ist?
    • Spargel 26.11.2019 17:27
      Highlight Highlight Doch die Suva prüfte diese Fahrer und ging davon aus, da diese Selbständig seien wegen Investitionen in Lastwagen. Wäre heute überholt. Auch diese Fahrer sind Abhängig wenn sie nur für einen fahren und somit als Arbeitnehmer zu taxieren. Falsche Praxisanwendung
  • Youri 26.11.2019 09:06
    Highlight Highlight Dann soll sich die Unia bitte auch dafür einsetzen, dass die Taxipreise endlich mal fair sind und nicht nur eine reine Abzocke.
    • Spargel 26.11.2019 17:28
      Highlight Highlight Zahl mal keine Sozialabgabeben, da sparste gegen 20%
  • LoDa 26.11.2019 08:46
    Highlight Highlight Wäre schade aber verständlich. Uber Fahrer waren bei mir immer freundlicher als Taxi Fahrer.
  • MaxHeiri 26.11.2019 08:30
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man das Arbeitsrecht und Sozialleistungen neu überdenken. Das Modell was sir heute haben ist noch aus den 50er Jahren.
    • Vecchia 26.11.2019 09:42
      Highlight Highlight und am liebsten das Modell
      "keine Sozialabgaben für die Arbeitgeber, dafür Sozialhilfe auf Kosten der Steuerzahler bei Erwerbsunfähigkeit des Arbeitnehmers" ?

      Moll, würde top in die heutige Zeit passen;
      die Gewinne der Unternehmen dürfen die Arbeiter schliesslich ruhig was kosten...
    • TruchaConCebolla 26.11.2019 11:16
      Highlight Highlight Zur Erinnerung, falls deine Schulzeit schon etwas länger zurückliegt:

      Generationen von Arbeitern kämpften dafür, dass wir nicht mehr (gleich einfach) ausgebeutet werden können. Firmen wie Uber untergraben dies und wälzen die Last von Versicherungen und Sozialleistungen auf den "Angestellten ab.

      Wie zufrieden wärst du, wenn du all das selbst bezahlen müsstest?
  • Rezeptilop20 26.11.2019 08:23
    Highlight Highlight Uber scheint hier als Sündenbock her halten zu müssen für die ganze Share Economy. Diese bringt aber eigentlich viel Potential mit sich - auf beiden Seiten. Einzelne Share economy Dienste nun lokal zu verbieten scheint mir ein Schuss in den Ofen. Technologie lässt sich mit Verboten nicht aufhalten.
    • Shlomo 26.11.2019 10:58
      Highlight Highlight Das ist keine share economy sondern eine Gig Economy. Das ganz unternehmerische Risiko liegt nur beim Fahrer und das ist nicht fair.
    • Rezeptilop20 26.11.2019 14:26
      Highlight Highlight Ich verstehe die Problematik schon. Nur stell ich mir die Frage ob verbote das Problem lösen. Weil mach Uber kommt ein anderer und nochmals einer etc. Das eigentliche Problem ist ja nicht Uber, sondern das es Personen gibt die auf diese Jobs angewiesen sind. Müsste nicht der Staat für diese Personen andere Lösungen bieten wie zb grundeinkommen, bessere Integration etc.
      Mit den Taxi Unternehmen selbst hab ich null Mitleid. Die haben einfach den Wandel verschlafen. Soll man jetzt alles verbieten ob schlafende brachten vor der Digitalisierung zu schützen?
  • Bruno S.1988 26.11.2019 08:21
    Highlight Highlight Uber müsste es im Prinzip den Fahrern gestatten ihre Preise selber zu definieren. Dann würden sie eher als reiner Vermittler durchgehen.
    Oder der Gast gibt vor, wie viel er bereit ist für eine Strecke zu bezahlen und die Fahrer können sich darauf hin melden. Das würde auch unnötige Fahrten um den Block, weil es draussen regnet, beenden.
  • Kiro Striked 26.11.2019 08:17
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass sobald Uber sauber seine Steuern und Sozialleistungen bezahlen muss, plötzlich keine Milliarden mehr hängen bleiben, sondern nurnoch genausowenig, wie bei jedem anderen Taxianbieter auch.

    Alle Feiern Uber als "Neuerfindung des Taxis" ich sehe den punkt nicht: 77'er Taxi Anrufen, kurz Warten, einsteigen, 15.- Zahlen um Besoffen vom Claraplatz nach hause zu kommen. Good Game.

    Verstehe da nicht, wo es an dem Prinzip etwas zu ändern gäbe. Oder bin ich mit 29 einfach schon zu alt?
    • Magnum44 26.11.2019 10:44
      Highlight Highlight Zahlen ohne Bargeld, keine Verweigerung, keine Irrfahrten, Fahrzeuge i.d.R. auch in Drittweltländern gut (mindestens Niveau Zürich HB) und - das beste Feature - das Bewertungssystem: wer ein Taugenichts ist, der fährt nicht mehr für Uber :)
    • Max Dick 26.11.2019 11:15
      Highlight Highlight Warst du noch nie im Ausland? Und mit Ausland meine ich nicht Lörrach.
  • bebby 26.11.2019 08:17
    Highlight Highlight Müsste die Unia eigentlich dann nicht konsequent auch gegen die Taxi-Zentralen vorgehen? Die Taxifahrer der Zentralen arbeiten ja auch auf eigene Rechnung. Oder?
    • Hierundjetzt 26.11.2019 09:37
      Highlight Highlight Nein. Sie Bezahlen sämtliche Sozialleistungen.
    • bebby 26.11.2019 11:23
      Highlight Highlight Danke für die Info!
  • Max Dick 26.11.2019 07:51
    Highlight Highlight Das mit den Sozialleistungen bei "Vermittlungsplattformen" muss irgendwie gelöst werden. Uber ist da nur das bekannteste Beispiel. Gibt noch viele, auch einen grossen Graubereich.

    Ansonsten aber ist es ziemliches Uber-Bashing, was da läuft. Wow ein selbstfahrendes Uber hat in den USA einen tödlichen Unfall versursacht...das hat es weltweit ja noch nie gegeben, dass ein bemanntes Taxi einen tödlichen Unfall verursachte. Und bestimmt ist noch nie irgendwo auf der Welt mit Taxilizenzen geschummelt geworden.

    Uber ist ein massiver Mehrwert für die Gesellschaft, wäre schade wenn es kaputt geht.
    • Hierundjetzt 26.11.2019 08:20
      Highlight Highlight Mehrwert ja. Bin extrem zufrieden mit Ihnen.

      Nie mehr Zürcher Taxifahrer, die nicht mal google maps haben, kein Deutsch sprechen aber horrende Rechnungen stellen

      Aber:
      Uber Fahrer sind Angestellte des Konzerns Daran führt kein Weg vorbei.

      Auch Uber eats Fahrer sind Angestellte. Punkt.

      Die Toten beziehen sich auf diese lächerlichen selbstfahrenden Autos. Ein Konzept das es einfach (noch lange nicht) nicht braucht.

      Da Swisscom Millionen dafür investiert, ist dies ein verlässlicher Indikator für eine gescheiterte Idee (Swisscom investiert konsequent in „Zukunftsprodukte“ die scheitern)
    • {Besserwisser} 26.11.2019 08:36
      Highlight Highlight Uber ist ein Mehrwert für Leute in der Stadt, welche in teuren Klubs, teuren Alkohol konsumieren und danach den Heimweg nicht mit einem regulären Taxi antreten wollen. Weil mega teuer und so...
      Sobald Uber die Fahrer anstellen muss und die Kosten sauber kalkuliert werden, ist Uber einfach wine Taxi-App mit den +- gleichenTarifen.
    • Leider Geil 26.11.2019 08:46
      Highlight Highlight Und dieser angebliche Mehrwert für due Gesellschaft wäre?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Helvetiavia Philipp 26.11.2019 07:40
    Highlight Highlight Uber ist an sich genial: man kann ein Taxi bestellen ohne zuerst 5 Zrntralen anrufen zu müssen und die Taxis können ihre Auslastung erhöhen, indem Sie auf der Rückfahrt auch Passagiere befördern können. Höhere Auslastung - tiefere Preise - wiederum höhere Auslastung.

    Natürlich ist das System nur dann genial, wenn es zugleich die lokalen Gesetze einhält.
  • Unsinkbar 2 26.11.2019 07:26
    Highlight Highlight Schade, brauche oft Uber in der Schweiz, manchmal Zürich und oft in Lausanne, sehr gute Leistung. Jedoch hasse ich die schweizer Taxi wie die Pest, oft unhöfflich, teilweise arrogant, sprechen nur schlecht französisch oder deutsch, schlechte Ortskenntnisse, teurer als ein Business-Class - Flug nach New York. Dann halt wieder ÖV und früher nach Hause (mit dem letzten Zug/Bus oder halt selber fahren)...
  • thierry_haas 26.11.2019 07:21
    Highlight Highlight Danke an alle schweizer Gewerkschaftler die hier und an vielen anderen Orten für Gerechtigkeit kämpfen
  • Bio Zitronensaft 26.11.2019 07:19
    Highlight Highlight Die Kunden wollen Uber, die Fahrer wollen Uber...
    nur die Unia bockt.
  • TheClouder 26.11.2019 07:03
    Highlight Highlight Und dann gibt es die Fraktion Leute, die sagen es würde ja niemand gezwungen werden Über zu fahren. Manchmal frage ich mich ob diese Leute absichtlich so tun als ob sie es nicht besser wüssten. Viele Fahrer haben keine andere Option Geld zu verdienen und andere verstehen nicht mal dass sie hier einen schlechten Arbeitsdeal bekommen.
  • Scaros_2 26.11.2019 07:02
    Highlight Highlight Uber ist halt ein Konzept das im Grundatz gut ist. Jedoch hat es das Unternehmen verpasst sich an Lokalitäten anzupassen und lokale Gesetzer etc. zu berücksichtigen. Es dachte wirklich, dass man dies einfach ignorieren kann und die Verantwortung auf den MA abwälzen lässt. Dagegen kämpfen die Gewerkschaften was auch gut ist und so langsam bekommt das Unternehmen die Quittung.

    Ich wäre ja immer noch für eine revolution des Taximarktes. Richtig disruptiv. Aber eben. Nur in Harmonie mit geltendem Recht.
    • Alpaka 8 26.11.2019 07:31
      Highlight Highlight Scaros_2: Was für eine Revolution meinst du denn? Am klassischen Geschäft des Taximarktes, also Gäste von A nach B zu befördern hat doch Uber gar nichts revolutioniert. Vielleicht mit etwas tieferem Preis, aber der erklärt sich hauptsächlich durch die schlechteren Arbeitsbedingungen.

      Das einzige was Uber revolutioniert hat ist die Vermittlung von Taxis. Mit der App geht das wirklich bequem, in jedem Land gleich, und ich weiss von Beginn weg was es mich kostet.
    • Ueli_DeSchwert 26.11.2019 07:48
      Highlight Highlight Genau. Ich verstehe dies nicht ganz: wäre es für Uber wirklich soooo schlimm, Sozialleistungen zu bezahlen und die Mitarbeiter anzustellen?
    • Kong 26.11.2019 07:53
      Highlight Highlight ich schliesse mich dem an, als Kunde fand ich UBER gegenüber herkömmlichen Taxiunternehmen besser. Der quasi Monopol traditioneller Taxis führte in meinen Augen zu einem stetigen Serviceabbau. Oft empfand ich Taxifahrten als unangenehm. Man fuhr umständlich, der Tarif war unklar/hoch und Fahrer waren immer wieder nicht serviceorientiert. Das Scoring von Uber war gegenseitig ein guter Ansatz. Die App sowieso. Uber sollte die offiziellen Taxis in die App einbinden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bcZcity 26.11.2019 07:00
    Highlight Highlight Bessere Bedingungen sind immer gut! Aber fast jeder Uber den ich in der Region Zürich bis jetzt genommen habe, hatte ein Taxi Schild auf dem Dach. Ohne Uber, nehme ich wieder den Nachtzug. Ob mich die Strecke HB-Dietikon (Beispiel) 40 oder 80 Franken kostet ist schon ein Unterschied. Vielleicht ist Uber zu billig und asozial, aber Taxis sind schlicht zu teuer und lehnen kurze Strecken auch mal ab.

    Nun, die ÖV und Taxi Lobby freuts. Apropos Sicherheit. In New York und New Jersey hatte ich in manchem Yellow Cab wirklich schon Angst um mein Leben......da kann es im Uber nicht gefährlicher sein.
    • Shlomo 26.11.2019 11:50
      Highlight Highlight Erstens, Taxis dürfen keine Fahrt ablehnen, sonst kannst du mit dem Taxifahrer auf direktem Weg zur nächsten Polizeistation fahren.
      Zweitens, wiso ist das Taxi teurer als das Uber? Eventuell wegen den Löhnen und Sozialabgaben?
    • bcZcity 26.11.2019 14:18
      Highlight Highlight Shlomo. Die Frage ist nicht ob Uber zu billig, sondern Taxis zu teuer sind. Taxi fahren in Zürich ist Luxus!
    • Shlomo 26.11.2019 14:49
      Highlight Highlight Die Frage ist eher, was ein angemessener Lohn ist. Man bedenke, dass ein Uber- oder Taxifahrer nicht 8h am Stück Passagiere hat.
      Deinen Job könnten wir auch billiger machen, dann streichen wir dir deine Sozialleistungen, und du bringst deinen PC, Stuhl etc. selbst mit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gorgonzola-Gonzo 26.11.2019 06:53
    Highlight Highlight Schade, dass der coole Service zu tiefen Preisen nicht nachhaltig und fair ist. Der Kundennutzen ist (halt) nach wie vor unschlagbar...
  • TheSwede 26.11.2019 06:33
    Highlight Highlight Genau wie bei anderen Dumping-Angeboten, hätte der Staat hier schon länger intervenieren sollen.
    • Spargel 26.11.2019 17:58
      Highlight Highlight Ja, oder die Sozialdemokratische Führung der Stadt Zürich

Kein Uber mehr in London: Fahrdienst-Vermittler verliert Lizenz

Uber hat erneut seine Lizenz in London verloren. Die dortige Verkehrsbehörde entzog dem Fahrdienstvermittler am Montag zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren die Erlaubnis und begründete dies mit Sicherheitsverstössen.

Es sei nicht mehr gewährleistet, dass Fahrgäste ausschliesslich von autorisierten Fahrern abgeholt werden, teilte die Behörde mit. Die rund 45'000 Uber-Fahrer dürfen ihre Dienste jedoch zunächst weiter anbieten, da die Entscheidung noch nicht endgültig ist. Der US-Konzern …

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