Uber
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06040287 (FILE) - Travis Kalanick, Founder and CEO of Uber, delivers a speech at the Institute of Directors Convention at the Royal Albert Hall, Central London, Britain, 03 October 2014 (reissued 21 June 2017). According to reports on 21 June 2017, Kalanick has resigned as CEO of Uber amid pressure from shareholders.  EPA/WILL OLIVER

Travis Kalanick gründete Uber mit Anfang 30 nach mehreren gescheiterten Versuchen als Unternehmer. Viele Silicon-Valley-Beobachter glauben, dass dieser persönliche Erfolgsdruck Ubers Firmenkultur prägte. Bild: WILL OLIVER/EPA/KEYSTONE

Uber ist verloren – die unglaubliche Chronologie der Uber-Fails

Uber-Gründer Travis Kalanick ist weg. Die wichtigsten Investoren haben ihn aus seiner eigenen Firma spediert. Kalanick hatte den Fahrdienst zum umstrittensten Start-up der Welt gemacht – und mit unzähligen Skandalen in die Misere geritten. Die Chronologie des Scheiterns.



Uber hat's vermasselt. Uber ist verloren. Uber wird implodieren – zumindest in der heutigen Form. Nach Jahren der Skandale musste Uber-Chef Travis Kalanick am Mittwoch den Hut nehmen.

Fünf der sechs wichtigsten Investoren ist nach einer beispiellosen Skandal-Serie der Geduldsfaden gerissen. In den letzten Monaten jagte ein Eklat den anderen. Der Schlamassel ist hausgemacht und der Schuldige gefunden: Travis Kalanick, ein Trampel, der Uber in den letzten acht Jahren so geführt hat, wie Donald Trump die USA regiert – im Chaos-Modus.

Eine vom ehemaligen US-Justizminister Eric Holder geleitete Untersuchungskommission ist zu verheerenden Schlüssen gekommen. Doch der Sumpf aus Sexismus, Mobbing und regelmässigen Skandalen reicht Jahre zurück. Ein Überblick.

Januar 2014: Uber bestellt Fahrten bei Rivalen, um sie kurzfristig wieder abzusagen

Uber-Mitarbeiter in New York bestellten laut US-Medienberichten Fahrten beim damals neuen Rivalen Gett, nur um sie kurzfristig wieder abzusagen. Mit den Fake-Bestellungen verschwendete Uber die Zeit der Gett-Fahrer, die so weniger echte Passagiere befördern konnten. Ubers fiese Tricks gelangten an die Presse und der Konzern musste sich entschuldigen.

Februar 2014: Kalanicks schlechter Scherz

2014 hat Uber Rückenwind. Von einem Journalisten auf die Auswirkungen seiner geschäftlichen auf private Erfolge angesprochen, meint Kalanick: «Wir nennen das Boob-er». Für den sexistischen Ausspruch gibt's mediale Ohrfeigen. Jahre später zeigt sich, dass der vermeintlich harmlose Spruch symptomatisch für die Unternehmenskultur bei Uber ist.

August 2014: Uber fliegt wieder mit Fake-Fahrtbestellungen auf

«Uber überschwemmt seinen US-Konkurrenten Lyft angeblich mit falschen Fahrtbestellungen, um dessen Geschäft zu schädigen. Ausserdem werden Lyft-Fahrer mit Spam-Mails zum Überlaufen animiert», schreibt das Newsportal Futurezone.

November 2014: Uber-Manager faselt von Schmutzkampagne gegen Journalistin

Image

Uber-Manager Emil Michael. screenshot. youtube

Top-Manager Emil Michael sagt bei einer Dinner-Party mit Reichen und Wichtigen in New York, er würde kritische Journalisten und deren Familien am liebsten ausspähen lassen. Im kleinen Kreis schwadroniert er darüber, kritische Journalisten mit Details aus deren Privatleben unter Druck zu setzen, um sie mundtot zu machen. Dumm nur, dass dem Dinner auch Journalisten beiwohnen, die seine Hasstirade mithören.

Laut Buzzfeed sinnierte Michael laut darüber, für eine Million Dollar Spezialisten für die Ausforschung von Gegnern anzuheuern. Diese könnten kritische Journalisten und deren Angehörige durchleuchten und unangenehme Fakten aus deren Privatleben zutage fördern.

Der Uber-Manager erwähnte etwa Sarah Lacy als mögliches Opfer einer Schmutzkampagne. Lacy hatte Uber mehrfach scharf wegen Sexismus kritisiert.

Futurezone schreibt: «Der nach einem Interview mit einer Journalistin beleidigte Uber-Manager Emil Michael drohte, die Fahrten der Frau zu analysieren und möglicherweise schlüpfrige Details aus ihrem Privatleben zu veröffentlichen. Dadurch wurde bekannt, dass Uber-Manager über einen so genannten ‹Gottesblick› (‹god's view›) Zugriff auf alle Fahrzeugbewegungen bei Uber erhalten.»

Kalanicks Stellungnahme:

Dezember 2014: Uber schlägt Profit aus der Geiselnahme in Sydney

Am Morgen des 15. Dezembers 2014 kam es in einem Lindt Chocolate Café in Sydney zu einer Geiselnahme. Ein Einzeltäter hielt über 16 Stunden 17 Geiseln gefangen. Die Polizei sperrte die Innenstadt ab. Die Nachfrage nach Uber-Fahrten zur Evakuierung besorgter Bürger nahm sprunghaft zu. Die Fahrtarife, die sich in Echtzeit nach der aktuellen Nachfrage richten, waren daher während der Geiselnahme bis dreimal höher als der übliche Tarif.

Erst nach heftiger Kritik und einem Shitstorm im Internet bot Uber den Betroffenen eine Rückzahlung an. In den USA war Uber bereits zuvor verboten worden, in Notsituationen willkürlich die Preise anzuheben.

Januar 2015: Uber analysiert One-Night-Stands seiner Nutzer

Uber wertet das Fahrverhalten seiner Nutzer aus. Und zwar so akribisch, dass die Firma eine Liste potenzieller One-Night-Stands erstellen konnte. Anfang 2015 hat Uber anhand der nächtlichen Bestellungen ausgewertet, welche Kunden wohl zu einem One-Night-Stand unterwegs waren. Die Ergebnisse wurden in einem Blogeintrag veröffentlicht. Der Beitrag ist mittlerweile gelöscht.

Das Sammeln von Nutzerdaten sei «Teil des Konzeptes» des Fahrtenvermittlers, sagte Ubers Deutschlandchef, nachdem Kritik laut wurde. Künftig werde man sich allerdings darauf konzentrieren, «sinnvolle Auswertungen zu machen».

Januar 2015: Apple hat Uber beim Schummeln erwischt – und beinahe aus dem App Store geschmissen

Anfang 2015 bestellte Apple-Chef Tim Cook Travis Kalanick zum Rapport. Beinahe hätte Apple Uber von seinen iPhones verbannt, da die App des Fahrdienstleisters unerlaubt Daten von iPhone-Nutzern gesammelt hatte.

Spiegel Online erklärte die Affäre wie folgt: «In China besorgten sich manche Uber-Fahrer schon vor ein paar Jahren gestohlene und gelöschte iPhones, auf denen sie sich mit gefälschten E-Mail-Adressen als Uber-Kunden registrierten und Fahrten anforderten. Für die Fahrer waren das lukrative Scheingeschäfte, weil sie besser bezahlt wurden, je mehr Fahrten sie annahmen.

Um des Problems Herr zu werden, griffen Ubers Programmierer dem Bericht zufolge zu einem Trick: Sie entwickelten eine Methode, mit der sie iPhones auch dann noch eindeutig erkennen konnten, wenn die Uber-App deinstalliert, das Gerät zurückgesetzt und die App mit neuen Nutzerdaten neu installiert worden war. Die «New York Times» bezeichnet die Methode als Fingerprinting, also als eine Art digitalen Fingerabdruck.

Dem Bericht zufolge wies Kalanick seine Programmierer an, in die Uber-App einen virtuellen Grenzzaun um Apples Hauptquartier in Cupertino einzubauen. Diese sogenannte Geofencing-Funktion schaltete Ubers Überwachungsfunktion im Umkreis der Apple-Zentrale ab, sodass sie bei Kontrollen durch Apples Spezialisten nicht entdeckt würde.»

Februar 2015: Uber wurde gehackt

Ende Februar 2015 gibt Uber zu, dass Daten von rund 50'000 Fahrern in falsche Hände geraten sind. Das Unternehmen verschweigt die Hacker-Attacke über Monate. Der Datenklau sei bereits Mitte September 2014 festgestellt worden, ereignet habe er sich Mitte Mai.

September 2015: Ermittler durchsuchen Europa-Zentrale von Uber

Die niederländische Staatsanwaltschaft durchsucht die Europa-Zentrale von Uber in Amsterdam. Das Unternehmen hatte bereits zuvor eine Strafe in der Höhe von 450'000 Euro erhalten, weil Ubers Dumping-Angebot UberPop von einem niederländisches Gericht als illegal eingestuft worden war. Uber hatte, so der Verdacht der Behörden, trotz Geldstrafe UberPop weiter angeboten.

UberPop, sprich Fahrten mit nicht-lizenzierten Fahrern in unkontrollierten Privatautos, ist weltweit umstritten, da Uber sämtliche Risiken auf die Fahrer und Passagiere überwälzt.

UberPop ist im Gegensatz zu UberX oder UberBlack besonders günstig, da Uber den privaten Pop-Fahrern keine Sozialleistungen bezahlt und sich auch nicht um die Sicherheit der Fahrgäste kümmert (beispielsweise technische Überprüfungen der Autos). 

Juli 2016: Uber macht in der Schweiz Kasse – und zahlt mickrige 2924 Franken Steuern

Recherchen der «Sonntagszeitung» decken Mitte 2016 auf, dass Uber in der Schweiz kaum Steuern bezahlt. Die Uber Switzerland GmbH mit Sitz in Zürich deklarierte für das Steuerjahr 2014 einen zu versteuernden Reingewinn von gerade mal 35'900 Franken. Laut dem Steuerrechner der Stadt Zürich ergibt sich daraus eine Steuerschuld für juristische Personen von 2924 Franken. Finanzanalyst Michael Studer von der Privatbank Julius Bär geht aufgrund der Grösse des Schweizer Marktes von einem Umsatz von Uber Switzerland in Höhe von 14 Millionen Franken im Jahr 2014 aus. Dieser dürfte sich mittlerweile auf 30 Millionen Franken erhöht haben.

Dezember 2016: 559 Anzeigen gegen UberPop-Fahrer in der Schweiz

Bei Polizeikontrollen bleiben auch in der Schweiz immer wieder Fahrer des Billigtaxi-Dienstes Uber hängen. Gemeint sind nicht lizenzierte Uber-Fahrer (UberX und UberBlack), sondern private UberPop-Fahrer, die Passagiere ohne Taxi-Bewilligung mit ihrem eigenen Auto befördern.

Die privaten UberPop-Autos haben oft keinen Fahrtenschreiber, der die Ruhezeiten des Fahrers erfasst. Da die Fahrer auf eigene Rechnung fahren, ist es für sie somit ein Leichtes, die tägliche Ruhezeit oder den wöchentlichen Ruhetag nicht einzuhalten.

2015 und 2016 wurden in der Schweiz 559 UberPop-Fahrer verzeigt. Laut Kantonspolizei Zürich werden «diese Straftatbestände mit Bussen bis zu 10'000 Franken geahndet».

Dezember 2016: Uber-Mitarbeiter können Kunden ausspionieren

Ubers ehemaliger Computerforensiker Ward Spangenberg erhebt vor Gericht schwere Vorwürfe: Mitarbeiter hätten die Fahrtrouten von Uber-Kunden, darunter Politiker und Prominente wie Sängerin Beyoncé, nachverfolgen können, obwohl Uber nach einem früheren Datenschutz-Skandal versprochen hatte, diese Praxis zu ändern.

Februar 2017: Der ganz normale Sexismus bei Uber

Susan Fowler, eine ehemalige Software-Entwicklerin bei Uber, erhebt schwere Sexismus-Vorwürfe gegen das Unternehmen und insbesondere gegen ihren Vorgesetzten.

Laut Fowler schrieb ihr Chef am ersten Tag nach ihrer Probezeit, dass er eine offene Beziehung führen würde. Im Gegensatz zu seiner Freundin habe er Probleme, eine passende Partnerin dafür zu finden. Er schickte mehrere Chat-Nachrichten mit unzweideutiger Absicht:

Image

Susan Fowler arbeitete ein Jahr als Programmiererin bei Uber. bild: Susan Fowler

«On my first official day rotating on the team, my new manager sent me a string of messages over company chat. He was in an open relationship, he said, and his girlfriend was having an easy time finding new partners but he wasn't. He was trying to stay out of trouble at work, he said, but he couldn't help getting in trouble, because he was looking for women to have sex with. It was clear that he was trying to get me to have sex with him, and it was so clearly out of line that I immediately took screenshots of these chat messages and reported him to HR.»

Susan Fowler susanjfowler

Fowler erstellte Screenshots der Nachrichten und schickte sie der Personalabteilung. Die sexuelle Belästigung ist offensichtlich. Das Uber-Management wollte trotzdem nicht handeln. Fowler erhielt die Antwort, dass ihr Vorgesetzter bisher nicht durch Fehlverhalten aufgefallen sei. Der Manager sei zu wichtig, um ihn feuern zu können. Man belasse es daher bei einer Verwarnung. Als sich Fowler mit Arbeitskolleginnen über ihn unterhielt, erfuhr sie angeblich, dass ihr Chef aufgrund ähnlicher Vorfälle schon mehrfach bei der Personalabteilung gemeldet wurde.

Laut Fowler hatten zu Beginn ihrer Tätigkeit noch rund 25 Prozent Frauen im Unternehmen gearbeitet – bei ihrer Kündigung Ende 2016 waren es nur noch etwa 3 Prozent.

Travis Kalanick kündigt interne Ermittlungen an – mal wieder.

Kalanicks Stellungnahme:

Die Ermittlungen werden vom ehemaligen Justizminister Eric Holder geleitet. Sein Bericht wird wenige Monate später den Sumpf aus Sexismus, Diskriminierung und Mobbing bei Uber aufdecken und Kalanick den Job kosten.

Februar 2017: Die «New York Times» lässt die Bombe platzen

Die «New York Times» nimmt Uber unter die Lupe: Für den Artikel «Inside Uber’s Aggressive, Unrestrained Workplace Culture» hatten Journalisten der NYT mehr als 30 ehemalige und aktuelle Angestellte befragt, interne E-mails und Chats durchgesehen sowie Tonaufnahmen von Meetings ausgewertet.

Im Bericht beschreiben sie die Unternehmenskultur als «hemmungslos». Das Management habe systematisch einen gnadenlosen Konkurrenzkampf unter seinen Mitarbeitern angestachelt. Verfehlungen erfolgreicher Mitarbeiter würden hingegen toleriert. 

Die Recherchen der NYT decken sich mit immer wieder gehörten Vorwürfen ehemaliger Mitarbeiter.

Februar 2017: Uber entlässt nach Sexismus-Vorwürfen Technikchef Amit Singhal

FILE- In this May 15, 2013, file photo, Amit Singhal, senior vice president and software engineer at Google Inc., speaks at Google I/O 2013 in San Francisco. Singhal, a top engineering executive at Uber, is out five weeks after his hire was announced. According to a report in the tech blog Recode, he failed to disclose that he’d left his previous job at Google because of a sexual harassment allegation. Singhal denies the allegation. Google did not immediately respond to a request for comment on Monday, Feb. 27, 2017. (AP Photo/Jeff Chiu, File)

Ex-Google und Ex-Uber-Manager Amit Singhal. Bild: Jeff Chiu/AP/KEYSTONE

Nach wiederholten Sexismus-Vorwürfen kennt Uber kein Pardon mehr. Der neue Technikchef muss nach wenigen Wochen gehen. Amit Singhal soll bei seinem früheren Arbeitgeber Google Frauen sexuell belästigt haben. «Bei seiner Einstellung verschwieg er, dass Google interne Ermittlungen wegen sexueller Belästigung gegen ihn eingeleitet hatte. Singhal bestreitet die Vorwürfe vehement», schreibt Spiegel Online.

Travis Kalanick lässt so seinen Worten Taten folgen: «Jeder, der sich so verhält oder glaubt, dass es okay ist, wird gefeuert», twitterte er kurz zuvor, nachdem die Software-Entwicklerin Susan Fowler in einem viel beachteten Blog-Eintrag auf die anscheinend bei Uber geduldeten Sitten aufmerksam gemacht hatte.

Februar 2017: Uber entlässt Star-Entwickler, der Geheimnisse von Google gestohlen haben soll

Uber CEO Travis Kalanick, left, and Anthony Levandowski, co-founder of Otto, pose for a photo in the lobby of Uber headquarters, Thursday, Aug. 18, 2016, in San Francisco. Uber announced that it is acquiring self-driving startup Otto, which has developed technology allowing big rigs to drive themselves. (AP Photo/Tony Avelar)

Travis Kalanick holte Anthony Levandowski von Google/Waymo zu Uber.  Bild: AP/FR155217 AP

Uber entwickelt seit längerem selbstfahrende Autos. Im Februar wirft die Firma Waymo, die hinter den selbstfahrenden Google-Autos steckt, Uber den Einsatz gestohlener Technologie vor. Der bei Google/Waymo ranghohe Entwickler Anthony Levandowski, dessen Start-up von Uber gekauft wurde, habe vertrauliche Informationen mitgenommen

Eine Untersuchung habe gezeigt, dass Levandowski sechs Wochen vor seinem Abgang bei Googles Schwesterfirma Waymo 14'000 Dateien mit dem Design verschiedener Systeme heruntergeladen habe. Waymo verklagt Uber und Levandowski wird gefeuert.

Februar 2017: Panne mit Roboter-Taxi – Mitarbeiter erheben Vertuschungsvorwürfe

Ende 2016 fuhr ein selbstfahrendes Uber-Auto auf einer Testfahrt bei Rot über eine Ampel. Von diesem Vorfall existiert ein Video. Zwei Uber-Mitarbeiter sagten der «New York Times», dass insgesamt mindestens fünf Testautos bei Rot über Ampeln gefahren seien und dass die Führung dies zu vertuschen versuche. Im März hat Uber die Testfahrten mit Roboter-Taxis vorerst gestoppt.

März 2017: Uber trickst Behörden weltweit mit Fake-App aus

Anfang März deckte die «New York Times» auf, dass Uber über Jahre hinweg eine selbst entwickelte Software namens Greyball eingesetzt hatte, die Standortdaten, Kreditkarteninformationen und Details zu verwendeten Social-Media-Konten nutzt, um weltweit Behördenmitarbeiter zu identifizieren und so Kontrollen durch Behörden zu umgehen.

Spiegel Online beschreibt die Täuschung wie folgt: «Der Fahrdienst-Vermittler Uber hat eingeräumt, dass Behörden-Mitarbeitern zum Teil eine falsche Version seiner App aufgetischt wurde – und will damit aufhören. Bei dem sogenannten ‹Greyballing› sieht die App für die betroffenen Nutzer echt aus, ist aber nicht funktionsfähig. Es werden etwa Autos eingeblendet, die gar nicht da sind, und kein Wagen kann bestellt werden.»

Uber hat den Vorwurf der Behörden-Täuschung scharf zurückgewiesen: Greyball richte sich gegen Leute, die die Fahrer körperlich attackieren wollten, «Wettbewerber, die unsere Arbeit stören wollen, oder Gegner, die bei ‹Undercovereinsätzen› mit den Behörden unter einer Decke stecken, um unseren Fahrern eine Falle zu stellen», sagte Uber.

März 2017: Die Nummer Zwei verlässt das Boot

FILE- In this Sept. 4, 2014, file photo, Target CMO Jeff Jones attends the Altuzarra for Target launch event in New York. Jones, president of the embattled ride-hailing company Uber, has resigned just six months after taking the job, the company confirmed Sunday, March 19, 2017. (Photo by Andy Kropa/Invision/AP, File)

Uber-Manager Jeff Jones. Bild: Andy Kropa /Invision/AP/Invision

Jeff Jones, die Nummer zwei hinter Travis Kalanick, verlässt das Unternehmen nach weniger als einem Jahr. «Es ist klar, dass die Überzeugungen und Ansätze, die meine Karriere bestimmt haben, nicht vereinbar sind mit dem, was ich bei Uber gesehen und erlebt habe», erklärte Jones bei seinem Abgang nach nur sieben Monaten. Vor Jones hatte Uber 2017 drei weitere Top-Manager verloren.

März 2017: Uber-Fahrer filmt Streit mit Kalanick

Anfang März veröffentlicht die Nachrichtenagentur Bloomberg ein Video, das Travis Kalanick wenig schmeichelt. Ein Uber-Fahrer hat heimlich seinen Chef gefilmt, der zu ihm ins Auto gestiegen ist. Die Fahrt endet im Eklat.

Der Uber-Fahrer Kamel konfrontiert Kalanick mit den geplanten Preisreduktionen für den UberBlack-Service. Kamel kritisiert, dass Uber den Kampf mit der Konkurrenz auf dem Rücken der Mitarbeiter austrage. Er sei deswegen pleite. Der Konzernchef reagiert harsch auf die Vorwürfe des Fahrers und weist Kamel in die Schranken. 

Einen Auszug aus dem Gespräch (ab Minute 4:00) haben wir hier übersetzt.

Juni 2017: Sexismus, Pöbeleien und Suff – Bericht enthüllt 215 Missstände bei Uber

Die vom ehemaligen US-Justizminister Eric Holder geleitete Untersuchungskommission deckt unzählige Missstände bei Uber auf: Der Bericht enthüllt Sexismus, Diskriminierung, Mobbing, Pöbeleien, Suff, Managementversagen und mutmassliche Firmenspionage.

Die «New York Times» fasst es wie folgt zusammen: «Die Unternehmenskultur ist durchzogen mit sexueller Belästigung und Diskriminierung; und die Grenzen des bestehenden Rechts werden strapaziert. Tonangebend dabei ist Mr. Kalanick, der das Unternehmen auf aggressive Weise zum führenden Taxi-Service der Welt gemacht hat.»

Juni 2017: Kalanick nimmt Auszeit

epa04539234 (FILE) A file picture dated 12 July 2012 of Travis Kalanick, CEO and Co-Founder at Uber, attending day three of the Allen & Company's 30th Annual Media and Technology Conference in Sun Valley Idaho, USA. South Korean prosecutors have indicted the founder of the Uber taxi service for operating an illegal business, a media report said 24 December 2014. South Korean taxi drivers have been angry that their incomes have fallen because of competition from the Uber mobile phone app, which links drivers and passengers  EPA/ANDREW GOMBERT *** Local Caption *** 50428055

Ex-Uber-Chef Travis Kalanick. Bild: ANDREW GOMBERT/EPA/KEYSTONE

Am 13. Juni platzt die nächste Bombe: Travis Kalanick lässt seine rund 12'000 Uber-Mitarbeiter per E-Mail wissen, dass er eine Pause einlegt, «um nachzudenken, an mir selbst zu arbeiten» und den Boss zu werden, «den diese Firma verdient».

Kalanicks Auszeit ist natürlich keineswegs freiwillig. Er stand nach all den Skandalen der vergangenen Wochen, Monate und Jahre massiv unter Druck. Der Uber-Vorstand hatte zuvor den 13-seitigen Bericht einer unabhängigen Untersuchung gesichtet. Das Dokument liest sich wie eine Anklageschrift gegen Kalanick und dessen Führungsstil. 215 Beschwerden kamen im Lauf der Ermittlungen ans Licht. Von Sexismus, Diskriminierung, Mobbing, Pöbeleien, Suff, Managementversagen bis zu mutmasslicher Firmenspionage ist alles dabei.

Juni 2017: Uber will sich ändern und feuert 20 fehlbare Mitarbeiter

Nach dem verheerenden Bericht über das Arbeitsklima will sich Uber reformieren. Eine Gruppe von 14 Geschäftsführern soll Uber leiten, während Kalanick beurlaubt ist.

Schon zuvor trennte sich Uber wegen angeblichem Sexismus von 20 Mitarbeitern. Jetzt sollen neue Strukturen und Kontrollmechanismen geschaffen werden, um solche Fälle zu verhindern.

Juni 2017: Kalanick-Vertrauter Emil Michael macht den Abflug

Auch Top-Manager Emil Michael, ein enger Vertrauter Kalanicks, verlässt das Unternehmen. Offen bleibt, ob Michael sich aus eigenem Antrieb zurückzog oder dazu gedrängt wurde. Sein Abgang soll im Untersuchungsbericht von Eric Holder als eine von vielen Massnahmen zur Verbesserung der Firmenkultur bei Uber erwähnt sein.

Michael stand bereits 2014 in der Kritik, nachdem er in einem vermeintlich vertraulichen Gespräch während eines Dinners mit Reichen und Wichtigen in New York darüber fantasiert hatte, wie man eine kritische Journalistin ausforschen könnte.

Juni 2017: Uber-Manager erschleicht medizinische Akten einer Frau

Eric Alexander, ein ranghoher Uber-Manager, soll sich die medizinischen Akten einer Frau beschafft haben, die angeblich von einem Uber-Fahrer vergewaltigt wurde. Laut Medienberichten wollte Alexander dadurch die Glaubwürdigkeit der Frau in Zweifel ziehen. Die Frau verklagt Uber und auch Alexander wird gefeuert.

Juni 2017: Vorstandsmitglied David Bonderman macht einen sexistischen Witz – und tritt zurück

Wie weit Uber noch von einer neuen Ära entfernt ist, zeigt eine Episode während der Mitarbeiterversammlung vor knapp zwei Wochen: Der Vorstand verkündete den Mitarbeitern Kalanicks Auszeit. Als Arianna Huffington, die die Reformen bei Uber im Verwaltungsrat mitforciert hat, eine stärkere Rolle von Frauen propagiert, unterbricht sie Vorstandskollege David Bonderman und sagt: «Mehr Frauen führen nur zu mehr Gerede.»

Mittlerweile ist Bonderman aus dem Vorstand zurückgetreten.

Juni 2017: UberPop ist nun auch in Zürich illegal

Mitte Juni erklärt der Zürcher Regierungsrat berufsmässige UberPop-Fahrten für illegal. UberPop-Fahrer, die über keine Bewilligung zum berufsmässigen Personentransport verfügen, verstossen demnach gegen Schweizer Recht. Regelmässige UberPop-Fahrer brauchen laut Regierungsrat wie Taxi-Fahrer eine Bewilligung und müssen zudem einen Fahrtschreiber installieren, damit die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten überprüft werden können.

Weiterhin erlaubt sind UberX und UberBlack. Bei beiden Angeboten werden Fahrtschreiber und Transportbewilligung vorgeschrieben.

Juni 2017: Kalanick ist endgültig weg vom Fenster

Uber-Mitgründer Travis Kalanick wird von den wichtigsten Investoren fallen gelassen. Aus der temporären Auszeit wird der definitive Abschied.

Er trauere derzeit um seine bei einem Bootsunfall ums Leben gekommene Mutter. «Ich liebe Uber mehr als alles andere auf der Welt und in diesem schwierigen Moment in meinem persönlichen Leben habe ich die Forderung der Investoren akzeptiert, beiseite zu treten, damit Uber wieder zum Aufbauen zurückkehren kann, statt durch einen weiteren Kampf abgelenkt zu werden», zitiert die «New York Times» aus einer bisher nicht veröffentlichten Erklärung Kalanicks.

November 2017: Uber vertuscht massiven Hackerangriff

Nun wird bekannt, dass Uber mehr als ein Jahr zuvor von rund 50 Millionen Fahrgästen die Nutzerdaten gestohlen wurden. Es gehe um Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Nutzern rund um die Welt, erklärte Uber. Ausserdem hätten sich die Angreifer auch Zugriff auf Daten von etwa sieben Millionen Uber-Fahrern verschafft. Statt die Betroffenen und die Öffentlichkeit zu informieren, bezahlte Uber den Hackern rund 99'000 Franken, um den Hack zu vertuschen.

Dezember 2017: Uber hat in der Schweiz bald «ausgepoppt»

Uber gibt bekannt, dass man ab 1. Juni 2018 schweizweit auf das umstrittene Billig-Angebot UberPop verzichten wird. Mit dem Billigst-Service sei «kein wirtschaftlicher Erfolg erzielbar», begründet das Unternehmen die Entscheidung. Im Klartext heisst das: Die Schweizer UberPop-Fahrer, die auf eigene Rechnung fahren, machen Verluste und daher würden in absehbarer Zeit die Fahrer ausgehen.

Die Angebote «UberX» (lizenzierte Fahrer), «UberBlack» (Limousinen-Service) sowie «UberGreen» mit Elektrofahrzeugen bleiben weiter verfügbar.

Dezember 2017: Uber erleidet vor dem Europäischen Gerichtshof eine schwere Schlappe

Die Richter haben entschieden: Uber wird in Europa rechtlich mit Taxi-Diensten gleichgestellt. Uber braucht also wie jede andere Taxi-Firma eine Lizenz. Damit ist der seit Jahren umstrittene Günstig-Fahrdienst UberPop, sprich Fahrten mit nicht-lizenzierten Fahrern in unkontrollierten Privatautos, gestorben. Die meisten grossen europäischen Städte, auch in der Schweiz, haben UberPop bereits vorher verboten.

Hierzulande gab Uber wenige Tage vor dem Gerichtsurteil bekannt, dass man ab dem 1. Juni 2018 schweizweit auf UberPop verzichten wird. Die Dienste UberX und UberBlack mit lizenzierten Fahrern bleiben bestehen.

UberPop ist im Gegensatz zu UberX oder UberBlack besonders günstig, da Uber den privaten Pop-Fahrern keine Sozialleistungen bezahlt und sich auch nicht um die Sicherheit der Fahrgäste kümmert (beispielsweise technische Überprüfungen der Autos). 

Das Fazit

Erstens: Die Grundidee von Uber ist goldrichtig. Die Ausführung ein Desaster. Ubers grösster Feind ist weder die Bürokratie noch das Taxi-Kartell – und auch nicht die Städte, die Uber verbieten, weil sich Kalanick keinen Deut um lokale Gesetze schert. Uber kollabiert von innen. Wegen Kalanicks Führungsstil, der Firmenkultur, der Skandale. Der Fisch stinkt vom Kopf her, heisst es. Bei Uber ist es nicht so einfach. Der Kern des Konzerns ist verdorben. Kalanick kann man austauschen, die unsägliche Firmenkultur lässt sich nicht über Nacht umkrempeln.

Zweitens: Verliert Uber nur einen wichtigen Prozess vor Gericht – und es hat über 170 gerichtliche Auseinandersetzungen am Hals – gerät das mit rund 70 Milliarden US-Dollar noch immer unfassbar hoch bewertete Start-up weiter in Schieflage.

Drittens: Schon jetzt verbrennt Uber mehr als zwei Milliarden US-Dollar pro Jahr, obwohl immer mehr Menschen Uber fahren. Kein Start-up hat das Geld seiner Investoren jemals schneller vernichtet. Das Problem: Die Billig-Tarife decken laut Berechnungen des Finanzblogs «Naked Capitalism» nur 41 Prozent der effektiven Kosten – der Rest wird aus der Kasse der Risikoinvestoren bezahlt. Wie lange noch?

Das könnte dich auch interessieren:

«Hi-Tech-Roboter» in russischer Fernsehshow entpuppt sich als verkleideter Mensch

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Netflix' zweite deutsche Original-Serie ist da – und ein riesiger Fail

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt die Viren-Drohnen

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

«14 Uhr: Claras Haut ist rot»: Kitas informieren Eltern neu per Liveticker über ihre Kids

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Selbst Trump spricht nun von einem Impeachment

Link to Article

Tumblrs neuer Pornofilter ist ein riesiger Fail – wie diese 19 Tweets beweisen

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

61
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
61Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ein Freigeist 22.06.2017 13:24
    Highlight Highlight Uber kauft Marktanteile wie das alle Unternehmen tun. Swisscom hat in den Anfängen des Internets für jedermann (1990er) Bluewin lanciert und Internet für 1.- angeboten. Alle anderen lagen damals bei 12-20.-

    Ist also kein US-Phänomen, sondern wird einfach gemacht wenn die Mittel vorhanden sind.

    Bloss warens bei der Swisscom Gelder vom Bund - sprich Steuergelder.
  • J.g. Medvey 22.06.2017 13:20
    Highlight Highlight Jeder Kunde von Uber muss wissen, wenn er ein UBER TAXI bestellt, dass die Fahrer im Prinzip nur ihre Spesen erhalten. Als Uber Partner (Fahrer) begehst du "betriebswirtschaftlichen Selbstmord". Die Fahrpreise reichen nur für Benzin, Autoabschreibung, Reparaturen und etwas Spesen. Uber macht einen mehr oder weniger funktionierenden Markt kaputt, legt die sozialen Lasten dann auf die Bevölkerung um, und lacht sich schlappt weil Sie keine Steuern bezahlen. Sie bezahlt in der Schweiz trotz Millionen Umsätze nicht einen Rappen MwSt. Keiner sollte mehr die App nutzen, dann ist Schluss mit lustig
  • Wehrli 22.06.2017 11:14
    Highlight Highlight Face the FACTS: Uber wird extrem Geld verdienen in 6-10 Jahren, wenn es keine Fahrer mehr braucht.

    Bis dahin ist es ein Verlustgeschäft um Marktanteile zu gewinnen.

    • J.g. Medvey 22.06.2017 13:26
      Highlight Highlight Darf läuft es hinaus. Und was folgern wir daraus:
      Wir brauchen das bedingungslose Grundeinkommen!
    • Wehrli 26.06.2017 20:03
      Highlight Highlight Und jemanden der es Bezhalt, am besten vom Mars.
  • Hexentanz 22.06.2017 10:55
    Highlight Highlight Ich bin ja ein Fan der Digitalisierung und allem. Aber hier ists einfach traurig wies abläuft:

    1. Uber mit Risikokapital finanziert dringt in CH Markt ein
    2. CH Taxi Markt wird trochengelegt (jaja ich weiss)
    3. Uber Gewinn fliesst nach California (Ausser ~2900.-)

    Meanwhile bezahlen wir die trockengelegten Taxifahrer indirekt noch viel teurer übers RAV/Steuern.

    Digitalisierung ja, aber dass ganze Berufszweige trockengelegt werden zugunsten einzig und allein vom Sillicon Valley .. das finde ich nicht gut.
    • Wehrli 22.06.2017 11:16
      Highlight Highlight Die TAxibrachnche in der Schweiz war ja soooo inovativ, die haben ja soooo viel sich um den Kunden gekümmert.

      Taxi.ist.tot.
    • Hexentanz 26.06.2017 14:32
      Highlight Highlight Ich weiss Wehrli, darum das (jaja ich weiss). Sie sind nicht inovativ, da gebe ich dir recht.

      Aber ob es die Lösung sein kann, dass die Gewinne nach California fliessen, während wir dann die Sozialkosten übernehmen, finde ich nicht ein gehbarer Weg.

      Schade ist niemand in die Presche gesprungen aus der Schweiz und hat ne Uberlike App gemacht.
    • Wehrli 26.06.2017 20:02
      Highlight Highlight Es gab die Uber App scho 2 Jahre vor Uber in Hamburg, aber in Europa haben wir alle die Hosen voll und niemand gab Riskokapital.

      Genau darum geht alles nach Kalifornien.
  • Wehrli 22.06.2017 06:40
    Highlight Highlight Face it: Uber hat die Welt verbessert auch wenn hier wieder Kistenweise Mimimimi vergossen wird.
    • PaulDerGaul 22.06.2017 07:47
      Highlight Highlight Face it: Über hat dies auf Kosten von Minderheiten (Taxi- und Über-fahrer) getan.
    • Crecas 22.06.2017 08:14
      Highlight Highlight Taxifahrer sind neu eine Minderheit? Und schützenswert dazu? Hihi.
    • PaulDerGaul 22.06.2017 08:33
      Highlight Highlight Neu?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Crecas 22.06.2017 02:47
    Highlight Highlight Jeder der Taxis benutzt hat und Uber benutzt hat, weiss wieso das Unternehmen so erfolgreich Fahrgäste gewinnt.

    Mag der Gründer kein geeignter CEO sein, who cares.... er hat die Quittung bekommen.
  • creator54 22.06.2017 01:40
    Highlight Highlight Ich benutze Uber jeden tag, die Taxi fahrer sind ja auch zum teil selberschuld, wenn jeder Uber benutzt. Wenn sie ja nicht einmal vom kaufleuten bis zur langstrasse fahren wollen. Und falls es mall einen gibt der fährt verlangt er 20 fr.
    • MartinK 22.06.2017 08:48
      Highlight Highlight Daran, dass sich Taxifahrer an Gesetze halten müssen, im Gegensatz zu den Fahrern von Uber?
    • J.g. Medvey 22.06.2017 13:23
      Highlight Highlight hoffentlich gibst du jeden Tag Deinem Uber Fahrer ein Trinkgeld, damit er wenigstens etwas verdient !
  • Statler 22.06.2017 00:01
    Highlight Highlight Bissgen «Whataboutism»: Wer sich bei Uber über die «selbständigen» Fahrer ärgert, sollte für den nächsten Ferienflug besser nicht Ryanair buchen, die machen das nämlich mit ihren Piloten so (Piloten sind selbständig und werden von einer Dritt-Firma im Auftrag von Ryanair gebucht).
    Diese Billigheimer sind der beste Beweis dafür, dass man den Markt nicht einfach machen lassen darf, wie er lustig ist, weil das sonst wirklich kranke und menschenfeindliche Züge annimmt.
  • Beasty 21.06.2017 23:43
    Highlight Highlight Und jetzt bitte eine solche Übersicht für alle anderen Firmen auch (Fehler finden sich überall). Nur Uber-Bashing ist einfach nur Rufschädigung.
    • who cares? 22.06.2017 07:39
      Highlight Highlight Hätte Kanalick den Laden mal sauber aufgeräumt, müsste er sich jetzt nicht solche Vorwürfe gefallen lassen
  • peterli90 21.06.2017 22:21
    Highlight Highlight Uber ist nicht nur schlecht. Es bringt endlich Schwung in den überregulierten Taximarkt!

    Und bitte, wo ist der Skandal, wenn eine Firma 14 mio Umsatz macht, und nichts an Gewinnsteuer bezahlt? Ist doch logisch, junge Firmen haben immer hohe Kosten, um in den Markt zu drängen. Die Autorin sollte sich mal mit Themen wie Bilanz und Erfolgsrechnung auseinandersetzen, dann wäre die Story um ein Skandal ärmer.
    • reaper54 22.06.2017 05:58
      Highlight Highlight 1. Wenn eine Firma nach so vielen Jahren am Markt nich immer nicht annähernd Gewinn bringt sobdern gerade mal 41% der Betriebskosten deckt söll sie Bankrott gehen...
      2. Sie haben wohl keine Ahnung von Erfolgsrechnung denn Umsatz und Gewinn sind zwei sehr unterschiedliche Zahlen.
    • peterli90 22.06.2017 07:40
      Highlight Highlight 1. Die 41% sind auf den weltweiten Markt bezogen.

      2. Haha, der war gut. Natürlich sind das verschiedene Zahlen, das sagte ich ja gerade. Erste Jahre = Hoher Aufwand, bei zwar vorliegend hohem Umsatz, was dann im Ergebnis zu einem kleinen Erfolg (wenn positiv Gewinn) führt. Und in der Bilanz hat man hohe Abschreiber, was wiederum zu einem kleineren Erfolg führt. Verstehen Sie?
    • Dubio 22.06.2017 09:27
      Highlight Highlight @peterli90: Man soll also Gewinnsteuer bezahlen, auch wenn man keinen Gewinn macht (so wie Uber)? Echt jetzt? Und von Verlustvortrag haben sie wohl auch noch nie was gehört, nehm ich an. Das macht alles sehr wenig Sinn, was sie hier schreiben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • c_meier 21.06.2017 22:14
    Highlight Highlight Wie geht das? Die Firma hat ja offiziell keine Taxi-Fahrer angestellt sondern das sind "Selbständige" (nach Definition Uber). Zudem geht ein Teil der Fahrtkosten immer an Uber (wie beim App-Store an Apple)...
    Wie kommt es dass die Firma dann doch Verlust macht?
    • ChiefJustice 21.06.2017 22:39
      Highlight Highlight Und die App entwickelt und unterhält sich von selbst? Gratis und franko? Uber hat über 10'000 Angestellte (nicht die Fahrer), da fällt doch Einiges an Kosten an.
      Aber einverstanden, es ist schwer vorstellbar, dass das Unternehmen keine schwarzen Zahlen schreibt.
    • theluke 22.06.2017 02:09
      Highlight Highlight Die fifa zahlt ebenfalls keine steuern weil es sich um einen verein handelt. So machen es alle grossen. Entweder wirft man es allen vor oder lässt es
    • ujay 22.06.2017 04:24
      Highlight Highlight ....warum ist die Erde rund?
  • Maragia 21.06.2017 22:12
    Highlight Highlight Aber Uber ist doch eigentlich super. Es verschiebt Geld von den Reichen (Investoren) zu den "Armen" (den Mitarbeitern/Fahrern) in dem, wie im Artikel erwähnt wird, ein Grossteil des Investorengelds verbraten wird :)
    • Sir_Nik 21.06.2017 22:58
      Highlight Highlight Leider nicht ganz. Die Bilanz / Erfolgstechnung der Fahrer / Mitarbeitern ( selbstständige = eigenes Risiko) ist ja in dieser Rechnung noch gar nicht integriert. 😉

      Uber kassiert den Fahrpreis und bezahlt Tarif x an die Fahrer.

      Fahrpreis minus Tarif x ergibt den Ertrag von Uber. Und das ergibt im Fall von Uber ein Minus von 2 Mrd. p.a.

      Wie und ob Fahrer / Mitarbeiter ihre Aufwände mit Tarif x decken können hat damit nichts zu tun.
    • Maragia 21.06.2017 23:40
      Highlight Highlight Ich bin einfach mal davon ausgegangen, dass damit die Aufwände der Fahrer bezahlt werden :)
  • elmono 21.06.2017 21:59
    Highlight Highlight Meine Fresse der Trick mit dem Fingerprinting bei den Iphones und der Cupertinozone ist schon ziemlich genial 😂😂🙋🙋
    • EvilBetty 22.06.2017 07:46
      Highlight Highlight Hahaa... ja, hat bisschen was von Bond Bösewicht 😂
    • elmono 22.06.2017 15:15
      Highlight Highlight Ging mir ebenfalls sofort durch den Kopf. Absoluter Goldfinger Baba Style😂😂😂
  • fabsli 21.06.2017 21:45
    Highlight Highlight Wer liest denn einen so langen Artikel?
    • chnobli1896 21.06.2017 22:19
      Highlight Highlight ich. besser als die 2-zeiler die auf anderen newsportalen mittlerweile fast schon standard sind
    • Piri 21.06.2017 22:20
      Highlight Highlight Ich 😉
    • Mia_san_mia 21.06.2017 22:42
      Highlight Highlight Ich
    Weitere Antworten anzeigen
  • smoe 21.06.2017 21:40
    Highlight Highlight Wie die Zukunft von Uber aussieht, wird sich zeigen. Sie haben bei der aktuellen Burn-Rate offenbar noch gut ein Jahr, bevor ihnen die Kohle ausgeht, brauchen also noch 2017 eine neue Runde an Investitionen. Diese anstehende Runde ist wohl eher der Grund, warum Kalanick unter Druck gesetzt wurde, als irgendwelche moralischen Bedenken.

    Das die Billigtarife nur 41 Prozent der Kosten decken dürfte die Investoren auch nicht überraschen. Es ist schliesslich ihre Strategie. Ein paar Millionäre/Milliardäre subventionieren Taxifahrten weltweit, bis die Konkurrenz weitgehend aus dem Markt gedrängt ist. Danach werden die Kosten zugunsten Ubers angehoben (vielleicht auch ein paar Cent für die Fahrer um sie still zu halten). Solange sich frisches Geld für den Abwärts-Wettlauf finden lässt oder dieser gewonnen wird, wird wohl auch Uber bestehen
  • URSS 21.06.2017 21:01
    Highlight Highlight Selber schuld wer Uber bestellt.
    Ich habe NIE Uber gebucht. Und werde das auch nie tun. Ob billiger ist mir Scheissegal.
    Uber ist ein typischer übler Amerikanischer " Geld Uber alles" Konzern der nur kassiert und und keinerlei soziale Verantwortung Uber nimmt.
    • Mia_san_mia 21.06.2017 22:43
      Highlight Highlight Uber ist geil, in den USA war ich nur damit unterwegs und werde es auch weiter so machen ✌
    • Beasty 21.06.2017 23:45
      Highlight Highlight Noch nie getestet aber gross rumreklamieren. Das nenne ich fundiert, Herr/Frau URSS.
    • ujay 22.06.2017 04:29
      Highlight Highlight Ich war ueberall, auch in der Schweiz, mit Uber unterwegs. Fazit: Sehr gut. Als Schweizer sich ueber " Geld uber alles" zu beklagen...... Selten so gelacht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • kEINKOmmEnTAR 21.06.2017 20:37
    Highlight Highlight Und das ist die Tragik die passiert wenn man sein Unternehmen aus den Händen gibt, daher würde ich niemals die absolute Mehrheit meiner Firman verkaufen.
    • _kokolorix 21.06.2017 21:09
      Highlight Highlight So kriegst du aber niemals 2mia zusammen um damit die Konkurrenz fertigzumachen wie Uber das macht.😀
    • maljian 21.06.2017 21:29
      Highlight Highlight Du findest am ganzen Beitrag tragisch, dass er nun aus seiner Firma entlassen wurde?
    • bokl 21.06.2017 21:29
      Highlight Highlight Was blieb im den anderes übrig. Alleine ist er ja immer gescheitert. Da hat er es halt mit der grossen Show probiert. Er hat zwar wie zuvor nur Verluste gemacht. Aber diesmal war er cooles, innovatives Internet StartUp. Da braucht es keine Gewinne.

      Gestolpert ist er darüber, dass er scheinbar menschlich ein Arschloch war. Ansonsten hätte er noch 1-2 Jahre Verluste einfahren können, um dann seine Anteile mit Milliardengewinn abzustossen...
    Weitere Antworten anzeigen

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

Artikel lesen
Link to Article