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Volkswagen senkt Ambitionen in China: Weniger Verkäufe und Rendite

epa12794188 An employee working on a VW ID. Buzz at the Volkswagen commercial vehicle electric car factory in Hanover, 04 March 2026. The Volkswagen Commercial Vehicles plant in Hannover manufactures  ...
Im vergangenen Jahr war der Absatz von VW in China erneut um acht Prozent auf unter 2,7 Millionen Fahrzeuge gesunken.Bild: keystone

Weniger Verkäufe und Rendite: VW senkt Ambitionen in China

23.04.2026, 11:2623.04.2026, 11:26

Angesichts schwacher Verkaufszahlen in China schraubt VW seine Ziele in der Volksrepublik herunter: «Auch wir passen unsere Planung an», sagte VW-China-Chef Ralf Brandstätter dem «Handelsblatt».

«Statt von 3,5 bis vier Millionen Fahrzeugen gehen wir für 2030 eher von rund 3,2 Millionen aus.» Das wäre zwar weiter gut ein Drittel des weltweiten Absatzes – aber auch rund eine Million Autos weniger als 2019, als der Konzern in China auf 4,2 Millionen kam.

Im vergangenen Jahr war der Absatz des Konzerns auf seinem nach wie vor wichtigsten Markt erneut um acht Prozent auf unter 2,7 Millionen Fahrzeuge gesunken. Ob sich das in diesem Jahr bessert, liess Brandstätter offen.

«2026 ist ein Übergangsjahr», sagte er. «Ob wir beim Absatz über oder unter Vorjahr liegen werden, kann ich aktuell noch nicht sagen.» Erst 2027 werde die jetzt beginnende E-Auto-Offensive volle Wirkung entfalten.

Auch die Renditeerwartungen schraubte Brandstätter herunter: Die Zeiten von Margen über zehn Prozent seien vorbei. Dafür sei der Wettbewerb in dem Land zu intensiv.

«Unsere Zielmarke sind vier bis sechs Prozent bis Ende des Jahrzehnts», so Brandstätter. Er gehe nicht davon aus, dass die Preise in China wieder steigen oder der Wettbewerb dort nachlassen werde.

Produktionskapazität sinkt in China und weltweit

Seine Produktionskapazitäten in dem Land habe VW bereits angepasst, sagte Brandstätter weiter. «Seit 2023 haben wir technische Produktionskapazität von rund 1,5 Millionen Fahrzeugen abgebaut.» Fünf Werke seien verkauft, geschlossen oder umgewidmet worden, darunter der umstrittene Standort Urumqi in der Region Xinjiang.

Konzernchef Oliver Blume hatte erst vor wenige Tagen im «Manager Magazin» angekündigt, weltweit Produktionskapazitäten abzubauen. Global solle sie noch einmal um eine Million Fahrzeuge sinken – «auf nachhaltig neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr».

Das entspricht ziemlich genau dem aktuellen Absatz: Im vergangenen Jahr hatte der Konzern weltweit 8,98 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken ausgeliefert.

In China war VW im ersten Quartal überraschend wieder zum Marktführer aufgestiegen, nach der Konzen zuletzt nur noch auf Platz drei hinter BYD und Geely gelegen hatte. Das lag vor allem an Änderungen der E-Auto-Förderung, unter denen einheimische Elektro-Marken litten.

Der deutsche Autobauer geht aber nicht davon aus, dass das bis Jahresende so bleiben wird. Das Management hatte zuletzt betont, Platz drei auf jeden Fall verteidigen zu wollen. (sda/awp/dpa)

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