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Neues Elektroauto: VW verrät den Preis des ID. Cross

ID. Cross: Der nächste VW-Stromer rollt heran.
ID. Cross: Der nächste VW-Stromer rollt heran.bild: vw

VW bringt den nächsten Stromer – das kostet der ID. Cross

Neben dem Kleinwagen ID. Polo bringt VW einen kompakten Elektro-SUV. Der ID. Cross kommt 2026 als elektrische Alternative zum populären Verbrenner-Modell T-Cross. Das soll er kosten.
16.03.2026, 16:5016.03.2026, 16:50
Christopher Clausen / t-online
Ein Artikel von
t-online

Volkswagen bringt neue Elektro-Modelle auf die Strassen: Der ID. Cross ist als SUV-Alternative zum Kleinwagen ID. Polo positioniert – technisch auf gleicher Basis, aber mit mehr Raum, höherem Einstieg und eigenständigem Design. Während der ID. Polo die elektrische Zukunft des Polo einläutet, soll der ID. Cross künftig als Stromer neben dem bisherigen Erfolgsmodell T-Cross mit Verbrennungsmotoren bestehen.

Der ID. Cross wird im Herbst 2026 auf den Markt kommen. Der Einstiegspreis liegt bei rund 28'000 Euro, den ID. Polo gibt es ab 24'990 Euro. Die Schweizer Preise stehen bisher nicht fest.

Die neuen Volkswagen-Elektroautos VW ID. Polo GTI (links), ID. Cross (Mitte) und ID. Polo.
Der 4,15 Meter lange ID. Cross (links) ist 13 cm kürzer als ein VW Golf und 10 cm länger als der ID. Polo (rechts).Bild: vw

Die 2025 auf der Automesse IAA Mobility gezeigte Studie des ID. Cross folgt einer neuen VW-Design-Linie. Auffällige Lichtsignaturen und klar gezeichnete Linien sollen sympathisch wirken. Gleichzeitig zitiert das Modell bekannte Elemente: etwa die geradlinige Fensterlinie früherer Golf-Modelle oder die C-Säule im Stil des VW Bus.

Mit einer Länge von 4,15 m, einem Radstand von 2,60 m und einer Breite von 1,84 m bewegt sich die Serienversion des ID. Cross auf dem Niveau des aktuellen T-Cross. Trotz kompakter Aussenmasse soll der Innenraum grosszügig ausfallen. Der ID. Cross bietet Platz für fünf Personen und einen Kofferraum mit 475 Litern Volumen und übertrifft damit den Golf um rund 20 Prozent. Zusätzlich ist unter der Fronthaube ein kleiner «Frunk» (ein Front-Kofferraum) mit 25 Litern integriert, beispielsweise für das Ladekabel.

Der ID. Cross ist ein um 10 cm verlängerter ID. Polo im SUV-Gewand.
Der ID. Cross ist ein um 10 cm verlängerter ID. Polo im SUV-Gewand. bild: vw

Helle Farbtöne und wieder mehr Knöpfe

Der Innenraum der Studie ist auf Wohlfühlatmosphäre ausgelegt – mit hellen Farbtönen, stoffbezogenen Oberflächen und Licht-, Sound- und Klimamodi. Die vollständig umklappbaren Vordersitze dürften sich im Serienmodell aber nicht in allen Ausstattungsvarianten wiederfinden.

Ein interessantes Detail: VW verabschiedet sich im ID. Cross vom reinen Touch-Konzept der bisherigen ID-Modelle, das viel Kritik hervorgerufen hat. Stattdessen gibt es wieder mehr Tasten für Direktfunktionen – etwa unter dem zentralen Infotainment-Bildschirm. Skoda‑Fahrern dürfte das vertraut vorkommen.

Zwei Displays, eins für Instrumente (11 Zoll) und eins fürs Infotainment (13 Zoll), bilden das Zentrum des Cockpits. Hinzu kommen Sprachsteuerung und ein überarbeitetes Multifunktionslenkrad mit physischen Tasten.

Effizientere Motoren, günstigere Akkus

Technisch basiert der ID. Cross auf der weiterentwickelten Elektroplattform MEB+, die eine neue Motoren- und Softwaregeneration, eigene und somit günstigere Akkus und zusätzliche Assistenzsysteme mit sich bringt. Neu ist zudem der Frontantrieb und One-Pedal-Driving. Das Kernstück ist der selbst entwickelte Pulswechselrichter, der auch die kommenden Klein- und Kompaktwagen von Audi, Cupra und Skoda effizienter machen soll.

Für den Antrieb hat VW zunächst zwei Akkugrössen und drei Motorvarianten geplant: Die kleine LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat-Zellen) hat demnach 37 kWh (netto) und ermöglicht bis zu 316 Kilometer Normreichweite. Sie gibt es mit 85 kW (116 PS) oder 99 kW (135 PS). Alternativ bietet VW im Topmodell 52 kWh (Nickel-Mangan-Kobalt-Zellen) für bis zu 436 Kilometer und einen 155 kW (211 PS) starken Motor an. Damit sollen dann auch 160 statt sonst 150 km/h möglich sein.

Geladen wird am Wechselstrom mit 11 und am Gleichstrom je nach Akkuvariante mit 90 bis 105 kW. Der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent soll beim Basismodell rund 27 Minuten, mit dem grösseren Akku 24 Minuten dauern. Damit lädt der ID. Cross am Schnelllader wohl etwas zügiger als vergleichbare Modelle wie Renault 4, Citroën ë-C3 oder Fiat Grande Panda.

Die Anhängelast beträgt bis zu 1200 Kilogramm, die Stützlast liegt bei 75 Kilogramm – damit kann auch ein Fahrradträger mit zwei E-Bikes auf die Anhängerkupplung.

Der ID. Cross bietet Platz für fünf Personen und einen Kofferraum mit 475 Litern Volumen.
Der ID. Cross bietet Platz für fünf Personen und einen Kofferraum mit 475 Litern Volumen.bild: vw

Teil einer breiten Elektro-Offensive

Mit ID. Polo und ID. Cross ist der Zwergenaufstand in der ID-Familie noch nicht vorbei. Hinter den Kulissen arbeitet VW auch noch an einem kleinen Bruder des Polo. Der soll im nächsten Jahr vermutlich als ID. Up an den Start gehen und den Einstieg in die Elektromobilität bei VW auf rund 20'000 Euro drücken.

Entwickelt wurde der ID. Cross wie auch der ID. Polo (ab 24'990 Euro) unter der Schirmherrschaft von Cupra – die Spanier bringen auf der gleichen Elektro-Plattform den Kleinwagen Raval (ab 25'950 Euro) auf den Markt, Skoda baut auf dieser Basis sein bislang kleinstes SUV-Modell namens Epiq (ab 26'000 Euro). Alle Modelle sollen noch in diesem Jahr zu den Kunden rollen.

Klar ist auch: Innerhalb der sogenannten «Brand Group Core» – zu der auch Skoda, Seat/Cupra und VW Nutzfahrzeuge gehören – nutzt Volkswagen gemeinsame technische Grundlagen und die selben Akkus (Einheitszelle), um endlich E-Autos im unteren Preissegment anzubieten. Ziel ist es, Synergien zu schaffen, Kosten zu senken und europäische Elektroautos wettbewerbsfähig zu machen.

Es wird erwartet, dass auch Audi für sein bislang kleinstes E-Auto auf diese Elektro-Plattform des Volkswagen-Konzerns zurückgreifen wird.

Mit Material der Nachrichtenagentur DPA

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