DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nach Vincenz-Affäre – neun Verwaltungsräte treten zurück



Der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz habe anlässlich einer Sitzung die Rücktrittstermine von sechs Verwaltungsräten festgelegt, teilte er am Donnerstagsabend mit. Bereits vergangenen Monat hatte Raiffeisen-Präsident Johannes Rüegg-Stürm im Zuge der Vincenz-Affäre seinen sofortigen Rücktritt bekannt gegeben.

Gemäss den Angaben erfolgen die nächsten Rücktritte auf die ordentliche Delegiertenversammlung vom Juni, zwei weitere per ausserordentliche Delegiertenversammlung im November. Damit werde der 2016 gestartete Erneuerungsprozess vorangetrieben und dessen Fahrplan festgelegt, heisst es im Communiqué. Die Evaluation möglicher Nachfolger werde umgehend in die Wege geleitet.

Nebst Edgar Wohlhauser und Werner Zollinger, welche aufgrund der statutarischen Amtszeitbeschränkung im Juni nicht mehr wiedergewählt werden können, habe sich auch Franco Taisch entschieden, sich nicht mehr zur Wiederwahl zu stellen.

Der Rücktritt Taischs wurde bereits am Vortag in Medienberichten vorweggenommen. Er wolle sich auf seine unternehmerischen Engagements und auf seine Titularprofessur an der Universität Luzern konzentrieren, lautet die Begründung für seinen Entscheid.

Von den weiteren Rücktritten erfolgen diejenigen von Daniel Lüscher und Urs Schneider per ausserordentliche Delegiertenversammlung im Herbst, diejenigen von Rita Fuhrer und Philippe Moeschinger per ordentliche Delegiertenversammlung im Juni 2019. Angelo Jelmini schliesslich wird im Juni 2020 zurücktreten.

Die Zuercher Regierungsratspraesidentin Rita Fuhrer kommuniziert die Ergebnisse der 3. SIL-Gespraechsrunde am Donnerstag, 3. April 2008 in Bern. Die ehemalige Zürcher Regierungsraetin Fuhrer (SVP) will nicht Staenderaetin werden. Sie verzichtet auf eine Kandidatur bei den nächstjaehrigen Wahlen, wie ihre Partei am Mittwoch, 19. November 2014 mitteilte. Die SVP setzt nun eine Findungskommission ein. (KEYSTONE/ Lukas Lehmann)

Ex-SVP-Regierungsrätin Rita Fuhrer tritt per Juni 2019 aus dem Verwaltungsrat zurück. Bild: KEYSTONE

Diese acht genannten Verwaltungsräte treten laut Raiffeisen im Rahmen des bereits 2016 angekündigten Erneuerungsprozesses zurück. Mit Laurence de la Serna habe sich auch ein neues Verwaltungsratsmitglied entschieden, sich am 16. Juni 2018 nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung zu stellen, dies aufgrund von Veränderungen im beruflichen Umfeld sowie aus persönlichen Gründen.

Ruf ramponiert

An der für den 10. November 2018 anberaumten ausserordentlichen Delegiertenversammlung sollen nebst der Wahl eines neuen Verwaltungsratspräsidenten zwei neue Mitglieder in das Gremium gewählt werden. Bereits im Juni sollen bekanntlich Rolf Walker und Thomas Rauber den Verwaltungsrat verstärken.

Der Ruf der Genossenschaftsbank wurde zuletzt arg ramponiert. Hintergrund ist die Affäre rund um den ehemaligen Bankchef Pierin Vincenz, der auch Verwaltungsratspräsident der Kreditkartenfirma Aduno war.

Aduno hatte gegen Vincenz im letzten Dezember Anzeige eingereicht. Untersucht wird, ob er bei der Übernahme der Aduno und der Investmentgesellschaft Investnet ein Doppelspiel gespielt und persönlich abkassiert hat.

Vincenz bestreitet die Vorwürfe. Er sitzt seit Anfang März in Untersuchungshaft. (sda/awp)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Kreml reagiert mit Ausweisungen auf Sanktionen

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die USA suchen wieder Steuergelder – das wird Folgen für die Schweiz haben

Für Präsident Biden haben Steuern wie für Vorgänger Obama oberste Priorität – das hat Folgen für die Schweiz.

Wie in der Finanzkrise suchen die Amerikaner auch in der Coronakrise weltweit nach Steuergeld. Neben seinem Job-Plan kündigte Joe Biden diese Woche einen Steuer-Plan an. Unter anderem sollen die Regeln besser durchgesetzt werden für Konzerne und reiche Amerikaner. Wie in der Finanzkrise, als sie das Bankgeheimnis knackten, werden die Amerikaner auch in der Schweiz suchen – dem immer noch grössten Finanzplatz für ausländisches Geld.

Zwar kann die Schweiz ihr Bankgeheimnis natürlich kein zweites …

Artikel lesen
Link zum Artikel