Stellenangebot in der Bankenbranche sinkt auf Rekordtief
Nach der kurzen Erholung im März ist das Stellenangebot der grössten Schweizer Banken im April stark zurückgegangen. Damit fällt die Anzahl der Vakanzen auf den niedrigsten Stand seit der Erhebung.
Der langfristige Trend sinkender Stellenausschreibungen in der Bankenbranche setzt sich somit fort. Im April 2026 waren mit 482 Stellenanzeigen der zehn grössten Banken rund zehn Prozent weniger als im März zu finden. Das waren so wenig Stellenanzeigen wie noch nie in den drei bisher erhobenen Jahren. Dies zeigen Daten des Jobportals Indeed, das für die Nachrichtenagentur AWP regelmässig die Stelleninserate der Banken analysiert. Berücksichtigt werden dabei nur Positionen mit einem Arbeitsort in der Schweiz.
Der Grossteil der untersuchten Banken schrieb weniger Jobs aus, vor allem Postfinance und die Migros Bank publizierten mit minus 42 Prozent respektive minus 25 Prozent deutlich weniger Ausschreibungen. Auch die Waadtländer Kantonalbank, die UBS und die Raiffeisen Bank schalteten deutlich weniger Stellen auf.
Mehr Stelleninserate als im Vormonat zählte Indeed auf den Webseiten der zehn grössten Banken einzig bei Vontobel und der Zürcher Kantonalbank. Im März stieg die Anzahl arbeitslos gemeldeter Bankfachkräfte gemäss der aktuellsten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) auf 4346 Personen. Die Branchen-Arbeitslosenquote kletterte in dem Monat damit auf 3,5 Prozent. (sda/awp)
