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Sparschwein

Mit dem Sparsäuli ist man auf der Bank nicht mehr gerne gesehen. Bild: Shutterstock

Banken im Zins-Notstand: Reine Sparer sind nicht mehr willkommen

Die Hoffnungen auf eine Zinswende haben sich zerschlagen. Das schlägt bei den Schweizer Banken aufs Gemüt. Eine Weitergabe von Negativzinsen an die Sparer wird wahrscheinlicher.



Gross war vor einem Jahr die Hoffnung bei den Banken, dass die Anomalie der Null- und Negativzinsen zu Ende gehen würde. Doch dann erhöhte die US-Notenbank FED als wichtigste Taktgeberin 2019 die Zinsen nicht etwa, sie senkte sie zweimal. Für die Europäische Zentralbank (EZB) und die Schweizerische Nationalbank (SNB) war eine Zinserhöhung damit ebenfalls vom Tisch.

Daran wird sich so bald nichts ändern. «Die erhoffte Zinswende ist Geschichte, eine Normalisierung ist in weite Ferne gerückt», sagte Patrick Schwaller vom Beratungsunternehmen EY am Donnerstag bei der Vorstellung des Bankenbarometers 2020. Dieses wird jährlich erstellt und erfasst die Stimmungslage bei 100 Schweizer Privatbanken, Auslandsbanken, Regionalbanken und Kantonalbanken.

Federal Reserve Chair Jerome Powell gestures while speaking during a news conference after the Federal Open Market Committee meeting, Wednesday, Dec. 11, 2019, in Washington. (AP Photo/Jacquelyn Martin)
Jerome Powell

FED-Chef Jerome Powell verkündete 2019 keine Erhöhung, sondern eine erneute Senkung der Zinsen. Bild: AP

Sie hat sich innerhalb eines Jahres deutlich verdüstert. «Ein Drittel der Banken ist mit dem Geschäftsgang nicht zufrieden», sagte Schwaller. 2018 waren es etwas mehr als ein Fünftel. Denn die Aussicht auf eine lange Phase mit Negativzinsen und ausserordentlich flachen Zinskurven lässt die Margen im wichtigen Zinsdifferenzgeschäft weiter schmelzen und drückt auf die Erträge.

Defensive Anleger trotz Börsenboom

«Die Tiefzinspolitik hat das Finanzsystem vor dem Zusammenbruch bewahrt, aber die Nebenwirkungen werden immer stärker spürbar», sagte Patrick Schwaller vor den Medien. Tiefe Zinsen sorgten für grosse Unsicherheit und eine tiefe Volatilität. Trotz des Booms an den Börsen verhielten sich die Anleger defensiv. Sie horten ihr Geld, obwohl sie dafür keinen Zins erhalten.

Auf diesen Zustand hat die Branche bislang keine Antwort gefunden. Ausser dass sie am liebsten keine Sparer mehr will. Bei 68 Prozent der befragten Banken seien reine Sparkunden nicht mehr willkommen, heisst es im Bankenbarometer. Dies betreffe besonders «opportunistische Neukunden», die nur einen sicheren Ort für ihr Erspartes suchen.

Die Zeiten, in denen solche Kunden nach der Finanzkrise ihr Geld bei den Grossbanken abhoben und von den Regional- und Kantonalbanken mit offenen Armen willkommen geheissen wurden, sind vorbei. Tatsächlich haben auch diese Institute laut der Befragung mehrheitlich kein Interesse mehr an einer Kundschaft, die ihr Geld einfach auf dem Sparkonto «parkiert».

Bild

2015 schlossen 70 Prozent der Banken eine Abwälzung der Negativzinsen auf Sparer aus. 2019 waren es noch 21 Prozent. grafik: ey-Bankenbarometer

Gleichzeitig wächst bei den Banken die Bereitschaft, Negativzinsen auf die Sparkunden abzuwälzen. Als die Nationalbank diese Massnahmen 2015 einführte, schlossen dies noch 70 Prozent der befragten Banken kategorisch aus. 2019 waren es nur noch 21 Prozent. Kunden mit einem Nettovermögen unter 100'000 Franken dürften allerdings vorerst verschont bleiben.

Negative Hypozinsen?

Dafür rückt ein anderes Szenario in den Fokus: Hypotheken mit Minuszinsen. Es sind paradiesische Aussichten. Man nimmt einen Kredit auf für den Kauf von Wohneigentum und erhält auch noch Geld dafür. Und tatsächlich: Die Jyske Bank, das drittgrösste Bankinstitut Dänemarks, vergab letztes Jahr den weltweit ersten Hypothekarkredit mit negativem Zinssatz.

In der Schweiz dürfte dies allerdings «Wunschdenken» bleiben, so Timo D'Ambrosio von EY. Im Bankenbarometer bezeichneten 83 Prozent der Institute negative Hypozinsen als nicht realistisch. Einzig bei den Regionalbanken können sich immerhin 41 Prozent eine solche Massnahme in Einzelfällen vorstellen. Nur eine Bank aber zieht dies ernsthaft in Betracht.

Nachhaltigkeit ist kein Hype, aber ...

Womit aber wollen die Banken Geld verdienen, wenn das Zinsgeschäft nichts mehr hergibt? Die Antwort liegt auf der Hand: Die Banken wollen ihre Sparkunden vermehrt motivieren, ihr Geld in Fonds und Wertschriften anzulegen. 54 Prozent orten hier ein Wachstumspotenzial. Die Frage ist für die EY-Experten, ob das Potenzial des Schweizer Marktes dafür genügend gross ist.

Polizisten stehen vor den Klimaaktivisten der Organisation Clima Justice welche den Eingang der Schweizer Bank Credit Suisse blockieren, aufgenommen am Montag, 8. Juli 2019 auf dem Paradeplatz in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Klimaprotest vor dem Hauptsitz der Credit Suisse in Zürich. Bild: KEYSTONE

Irritierend wirkt deshalb die Einstellung der Banken gegenüber dem Geschäft mit nachhaltigen Anlagen, das in den letzten Jahren enorme Wachstumsraten aufwies. Laut dem Verband Swiss Sustainable Finance (SSF) waren per Ende 2018 in der Schweiz bereits 716,6 Milliarden Franken nachhaltig angelegt. Das entspricht einer Zunahme von 83 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Grundsätzlich anerkennen dies die Banken. Eine klare Mehrheit von 81 Prozent ist überzeugt, dass es sich nicht um einen Hype handelt. Dennoch planen 55 Prozent der Regionalbanken eher oder gar nicht, ihr Angebot an nachhaltigen Anlagen auszuweiten. Und nicht einmal zehn Prozent aller Banken informiert die Kunden regelmässig über die Nachhaltigkeit ihres Anlageportfolios.

Auch bei der Kreditvergabe an kommerzielle Kunden spielt das Thema eine geringe Rolle. Dies mag sich angesichts der Klimaproteste, die auch die (Gross-)Banken ins Visier nehmen, mit der Zeit ändern. Dennoch erstaunt die Zurückhaltung angesichts des grassierenden Pessimismus in der Branche. Patrick Schwaller von EY ortet bei den Banken «Ratlosigkeit und mangelnde Kreativität».

Eine andere Stimme formulierte es am Rande der Medienkonferenz deutlich: «Die Banken waren lange verwöhnt.» Sie vertrauten auf das lukrative Geschäft mit der Steuerflucht. Branchen-Doyen Hans J. Bär hatte 2004 gemahnt, das Bankgeheimnis mache träge. Damals erntete er dafür Schimpf und Schande. In den heutigen Zeiten der Negativzinsen zeigt sich, wie recht er hatte.

Wie viel Bargeld tragen wir Schweizer auf uns?

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69Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mragical 12.01.2020 12:02
    Highlight Highlight Decentralized finance ist die Lösung. Es braucht keine Banken mehr. Einfach sein Geld in DAI (eine an den USD fixierte Kryptowährung auf Ethereum), und auf compound >4% Zins abholen. Es braucht die Bank als Mittelmann nicht mehr. Google einfach DAI und Compound!
  • Blitzesammler 11.01.2020 08:31
    Highlight Highlight Geld wieder (wie gar noch nicht sooo lange her) vom Arbeitgeber bar auszahlen lassen oder schnell abheben und für Zahlungen wieder mit dem ,,gäle Büechli,, am Schalter erledigen. Den Rest selber lagern. Dies könnte sich ja auch Steuertechnisch lohnen, da niemand genau weiss wie viel Geld du hast. Vermögen laut Zinsbescheinigung ende Jahr = Fr. 0.00
  • DieserNicknamewirdschonverwendet 10.01.2020 20:02
    Highlight Highlight Hört mal damit auf nur noch über Banken/Banker herzuziehen und sucht euch neue Opfer, die ihr für alles, was schief läuft, angehen könnt...
    Klar gibt es Banken und Banker, die Mist bauen und Mist gebaut haben. Aber für alles sind wir wirklich nicht Schuld und es gibt auch gute Banker/Banken. Den Leitzins gibt die SNB vor. Die Gesetze machen auch nicht wir.
    Sparguthaben macht einfach keinen Sinn mehr... Weder für die Bank noch für den Kunden...
    Ich rate aber bsp. auch mal von etwas ab (Geldmarktfonds), was mich meiner Zielerreichung näher bringt, wenn es sich für den Kunden nicht lohnt!
  • mrmikech 10.01.2020 20:00
    Highlight Highlight Also, was banken erreichen wollen:

    1. Weg mit bar
    2. Alles in aktien und hypotheken

    Resultat:

    1. Aktien- und immobilienblase wie nie zuvor
    2. Superreiche werden hyperreich = absolute macht
    3. Ciao demokratie

    Wie lange haben wir noch? Ich schätze max 10 jahren.
    • Todesstern 12.01.2020 11:05
      Highlight Highlight 10 Jahre war auch meine Einschätzung. Die nächste Dekade wird wegweisend sein.
  • Lustiger Baum 10.01.2020 19:12
    Highlight Highlight immer mehr Millenials realisieren dass sie von den Boomern nach Strich und Faden verarscht werden. Das Sparen für ein Eigenheim wir massiv erschwert, die Gehälter sind tiefer als jemals zuvor, während die effektiven Lebenskosten steigen und unsere PK ist inexistent.

    Es wird die Zeit kommen in welchen die Millenials sich erheben, der Mittelstand wird folgen und die Elite wird angegriffen. Leider wird es wohl mit viel Blutvergiessen einhergehen... Wäre nicht das erste mal das die Köpfe der Elite rollen.
    • dmark 11.01.2020 20:36
      Highlight Highlight Happiness, du hast geraucht?
  • mrgoku 10.01.2020 18:51
    Highlight Highlight hab zum glück kein problem diesbezüglich weil wo nichts ist, kann man auch nichts holen... ha ha
  • Der Rückbauer 10.01.2020 18:01
    Highlight Highlight Frage: Wer ist im Zins-Notstand? Die Banken oder die Sparer? Aber bitte! Anomalie? Aber bitte! Perversion! Die Zentralbanken (jaja, die SNB als Geisel der EZB) schaffen es, die Reichen immer reicher zu machen und den Mittelstand auszubluten. Von den Verarmten gar nicht zu reden.
    Merke: Kontogeld ist kein Geld. Mit Kontogeld gibst Du Deiner Bank einen Kredit und dafür bezahlst Du noch, zur Zeit sicher schon via Deine PK. Wechsle also Dein Kontogeld in farbige Papierchen oder in physisches Gold.
    • PC Principal 10.01.2020 19:53
      Highlight Highlight Die Banken müssen momentan Negativzinsen an die SNB bezahlen, erhalten aber keine Negativzinsen von den Sparern.

      Von den Negativzinsen profitiert die arbeitende Bevölkerung am meisten, während die Banken und die Superreichen schlechter dastehen.
    • npe 10.01.2020 20:30
      Highlight Highlight @PC Principal: Bitte erklären, wie profitiert die arbeitende Bevölkerung genau??

      Die Superreichen machen Riesenrenditen dank des mit billigem Geld (QE) aufgepumpten Aktienmarktes. Soviel dazu.
    • PC Principal 10.01.2020 21:08
      Highlight Highlight Die momentane Geldpolitik ist darauf ausgerichtet, den Franken zu schwächen, damit die Löhne hoch und die Arbeitslosigkeit tief bleibt. Den Reichen kann das egal sein, wenn sie nicht von Arbeitseinkommen abhängig sind. Sie sind an einem starken Franken interessiert, ausserdem verlangen Banken heute Schon auf hohen Beträgen Negativzinsen. Die Banken sind natürlich diejenigen, die am meisten "leiden" weil sie ja die Negativzinsen bezahlen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rontaler 10.01.2020 17:52
    Highlight Highlight Es kann ja nicht sein, dass die gebeutelten Bankationäre die vermögenden Kunden mit hohen Kontosaldi subventionieren!

    • Der Rückbauer 11.01.2020 09:09
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Ed B 10.01.2020 17:31
    Highlight Highlight Mit diesem selbstgefälligen Verhalten schiessen sich die Banken langfristig selber ins Knie. Ich bin überzeugt, dass wir schon bald von einer neuen Konkurrenz hören, welche die überschüssige und "teure" Liquidität gerne nimmt und etwas Gescheites damit anzustellen weiss. Wie wär's z.B. mit Investitionen in Infrastruktur und Innovation. Spätestens dann werden die Banken aufwachen und merken, dass ihre traditionellen, opportunistischen Geschäftsmodelle ausgelutscht sind und zunehmend auf Kosten der Kunden riskanter werden, welche sich dann vermehrt abwendet.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 10.01.2020 21:26
      Highlight Highlight Gibt es schon heute und nennt sich Aktie. Nur hat man dann Schwankung.
    • Der Rückbauer 11.01.2020 09:14
      Highlight Highlight Ed B: Genau. Die Schattenbanken (eigentlich ein schlimmer Ausdruck für eine gute Sache, wenn nicht Kasino) werden in alternativen Finanzierungen immer stärker (zB Energie) und die reinen digitalen Banken werden kommen und die konventionellen überrollen.
      Banking is essential, the banks are not (ein alter Ausspruch von Gates, wird aber immer aktueller). Wer heute eine konventionelle Banklehre beginnt, muss sich auf extreme Veränderungen einstellen.
  • Toni.Stark 10.01.2020 17:28
    Highlight Highlight Auf Neon oder ZAK wechseln. Ganz einfach.
    • lucasm 10.01.2020 19:12
      Highlight Highlight ZAK hat bereits einen neuen Kunden gewonnen, funktioniert bestens und fürs Ausland Revolut.

      Die UBS hat es sich verspielt mit ihren neu erfundenen Gebühren überall.

      Die ganzen "normalen" Banken werden ihr Geschäftsmodell ziemlich bald überdenken müssen.
    • Toni.Stark 11.01.2020 12:46
      Highlight Highlight Ich verstehe die Blitze nicht ganz.
  • fools garden 10.01.2020 17:16
    Highlight Highlight Zuerst macht man uns von ihnen abhängig, dann werden wir gemolken mit steigenden Spesen und zum Schluss abserviert.
    Es gibt auch Leute, "nicht Sparer" die brauchen einfach ein Lohnkonto, dieses ist dann jeweils ende Monat auf Null, oder wie wir früher sagten, ende Geld und immer noch Monat.
    Der Chef darf mich auch gerne wieder in Bar bezahlen es bleibt mir nämlich mehr🙄
    • flying kid 10.01.2020 17:36
      Highlight Highlight Eigentlich ganz deiner Meinung, aber genau solche Leute, die nur ein Lohnkonto brauchen, die sind ja nicht wirklich davon betroffen.
      Negativzins aufs Konto, kommt, wenn überhaupt erst ab einem grösseren Betrag zum tragen. Und nicht auf einem Lohnkonto.
    • fools garden 10.01.2020 19:24
      Highlight Highlight flying kid, Die Zeiten wo dein Lohnkonto gratis geführt wird sind aber auch vorbei.
      Bei der Post wars noch ne Zeitlang gratis wenn du wenigstens 7 mille drauf hattest...
      tempi passati.
    • flying kid 10.01.2020 21:45
      Highlight Highlight Nichts im Leben ist gratis, nicht mal dein Account bei Watson, auch wenn er dich nichts finanzielles kostet.
      Logisch kostet dein Konto was.
  • Thinkdeeper 10.01.2020 17:13
    Highlight Highlight Es gibt eine Lösung für die Problematik der negative Zinsen, des Sparens und einer echten Wirtschaftsförderung.
    1. Alle Allgemeingüter und Ressourcen werden ins Volksvermögen überführt und von einem,wie die Nationalbank unabhängigen Volksvermögensfond, verwaltet.
    2. Nutzung von Allgemeingüter und Ressourcen ist Kostenpflichtig.
    3. Der Volksvermögensfond stellt den Geschäftsbanken das von der Nationalbank ausgebene Notengeld sowie Buchgeld mindestens 0.5% über dem Leitzins zur Verfügung.
    4. Banken dürfen kein Buchgeld herausgeben welches nicht durch Eigenkapital oder Coto gedeckt sind.

  • häxxebäse 10.01.2020 17:07
    Highlight Highlight Wenn meinn sparkonto im minus ist, gibts dann positivzinsen drauf?

    Schöns weekend mitenand ✌🎉

    • fools garden 10.01.2020 19:24
      Highlight Highlight 👍😂
  • Black Cat in a Sink 10.01.2020 17:04
    Highlight Highlight Wozu dann noch Banken? Wenn jeder Schweizer sein Geld abzieht und alles über die Post abwickelt, ändern die ganz rasch wieder die Meinung. Wenn ich keinen Zins bekomme, dann kann ich mein Geld auch in einem Safe aufbewahren. Das kostet unter dem Strich weniger als Minuszinsen plus Gebühren und versichern lässt es sich auch.
  • Firefly 10.01.2020 17:00
    Highlight Highlight Man hätte die Banken damals 2008 nicht retten sollen.
    • wintergrün 11.01.2020 08:12
      Highlight Highlight ... sondern die Bankkunden.
  • Peter R. 10.01.2020 16:34
    Highlight Highlight Ja die Banken -" sie leihen einem einen Regenschirm wenn die Sonne scheint und wenn es zu regnen beginnt, ziehen sie den Schirm wieder ein".
    Den Negativzins auf Hypotheken wollen sie nicht anwenden aber den Negativzins auf unseren Spargelder schon. Dieser Schuss könnte eventuell nach hinten aus gehen - wenn Spargelder im Grossen abgezogen wird und damit ein Bankenrun stattfindet - ich weiss nicht wie die Situation dann bei gewissen Banken aussehen wird.
    • Nonald Rump 10.01.2020 16:56
      Highlight Highlight Der Bankenrun blieb bisher aus, und ich gehe mal davon aus, er wird auch noch ausbleiben, solange die Negativzinsen in einem "gemässigten" Masse bleiben. Ich denke mal, eher wird vermehrt konsumiert oder in alternative Anlagen investiert, bevor Spargelder nach Hause genommen werden im grossen Stile.
    • SteveLaCroix 10.01.2020 16:56
      Highlight Highlight Wenn man von ca. 1 % Marge zwischen Refinanzierungszinssatz für die Bank und Hypothekarzinssatz für den Kunden ausgeht, liegt auf der Hand, dass bis zu einem Negativzins von -1 % für Spargelder ein Negativzins auf Hypotheken schwer in Frage kommen kann. Der Negativzins der SNB liegt bei -0.75 % - alles klar?
      Übrigens dürfte auch der Schuss nach hinten losgehen, wenn die Spargelder abgezogen und zu Hause gehortet werden, spätestens dann, wenn die Einbrecherbanden aus Rumänien und Italien davon Wind bekommen haben...
    • MightyMike2 10.01.2020 17:13
      Highlight Highlight Also soll die Bank für das Geld welches Sie bei Ihr deponieren die Negativzinsen ganz übernehmen und Ihnen dann auch noch Geld in Form einer Hypothek ausleihen und für diese Hypothek Geld an Sie überweisen?

      Merken Sie etwas? Es ginge nicht auf und jede Bank wäre sofort bankrott.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wydy 10.01.2020 16:28
    Highlight Highlight Wenn ich eine Hypothek aufnehmen will für Eigentum muss ich 20% der Hypothek als Eigenkapital haben. Aber sparen darf ich dafür nicht? Das geht nicht so ganz auf
    • Hans_Olo 10.01.2020 16:37
      Highlight Highlight Natürlich darfst du, die frage ist nur wie🤷‍♂️
    • x4253 10.01.2020 16:57
      Highlight Highlight Leg deine Kohle an statt sie auf dem Bankkonto rumliegen zu lassen.
      Ich verstehe ja dass Aktien für die meisten Leute etwas zu riskant sind, aber ETFs sollten eig immer gehen und immernoch um längen besser als es einfach rumliegen zu haben.
    • SteveLaCroix 10.01.2020 16:57
      Highlight Highlight Natürlich darfst, bzw. sollst du dafür sparen, aber selber und nicht mit Unterstützung eines hohen Zinses. Dafür bekommst du dann als Belohnung die Hypothek auch fast gratis!
    Weitere Antworten anzeigen
  • lucasm 10.01.2020 16:26
    Highlight Highlight Auf der anderen Seite wollen sie einem das Geld offenbar aber auch nicht zurückgeben. Oder dienen die lächerlich tiefen Rückzugslimiten etwa nur dazu, um den Strafzins bei Überschreitung zu kassieren? Bei meiner Bank 0% Zins, beim Rückzug über 15'000 monatlich 0.5% Strafzins, die spinnen. Für mich der Grund, nun die Bank zu wechseln.
    • Nonald Rump 10.01.2020 16:52
      Highlight Highlight Wie sie dem Artikel oben entnehmen können, wird sich die Bank wohl über den Abzug ihrer Gelder freuen. Eine klassische Win-Win Situation :)
    • MightyMike2 10.01.2020 17:20
      Highlight Highlight Nein, diese Rückzugslimiten kommen aus den regulatorischen Vorschriften. Jede Einlage die Sie bei einer Bank haben wird unterteilt nach der durchschnittlichen Haltedauer. Beim Privatkonto ist diese gleich null und deshalb muss die Bank bei einer CHF 1 Einlage ca. 80 Rappen bei der SNB hinterlegen. Beim Sparkonto nur ca. 40 Rappen aber das Geld sollte dann auch länger auf dem Konto sein als beim Privatkonto. Deshalb die Rückzugslimiten.

      Die ganze negative Habenzinsen sind wirklich schlecht aber die Privatanleger sind bis jetzt noch gut davongekommen. Schlimmer sind die Auswirkungen auf die PK
    • Lustiger Baum 10.01.2020 19:03
      Highlight Highlight Welche Bank?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triumvir 10.01.2020 16:16
    Highlight Highlight Och die armen Bänksterlein. Ich habe leider kein Mitleid mit diesem Wirtschaftszweig. Bei unserer Hypozinsverlängerung haben wir von unserer Hausbank ein richtiges mieses Angebot erhalten. Sie wollten von uns doch tatsächlich mehr als 1 Prozent Zins für 10 Jahre. Wir haben unsere Hypothek jetzt zu einer Versicherung gewechselt...die sind froh, uns Geld leihen zu können und das für deutlich für weniger als 1 Prozent.
    • DieserNicknamewirdschonverwendet 11.01.2020 15:34
      Highlight Highlight Versicherungen refinanzieren sich völlig anders als Banken, daher können Banken nicht so tiefe Zinsen geben. Aber hauptsache *** erzählen unf Null ahnung haben.
  • Maya Eldorado 10.01.2020 16:14
    Highlight Highlight Aus dieser Sicht wird die Matrazenbank immer lukrativer.

    Und Negativzinsen bei Hypotheken, interessant. Gilt das vielleicht auch, wenn man einfach ein Stücklein Land kaufen will.
    Ich träume nämlich schon mein ganzes Leben von einem kleinen Stück Land zum Selberpflanzen das auch wirklich mir gehört.
    • DerSchöneVomLande 10.01.2020 16:45
      Highlight Highlight Die matrazenbank wäre wirklich interessant. Aber welcher arbeitgeber würde wohl wieder lohnsäckli verteilen???
    • Nonald Rump 10.01.2020 16:54
      Highlight Highlight Ein Punkt, der bei der Aussage "Ich nehme das Geld lieber unter die Matratze" vergessen wird: Keine vernünftige Versicherung versichert Bargeld: Sie nehmen nicht nur das Bargeld mit, das einhergehende Risiko leider auch.
    • fools garden 10.01.2020 17:21
      Highlight Highlight Ein stückchen Land, wenn Du es in der Schweiz denn findest, ist vermutlich besser aufgehobenes Kapital, als Strafzinsen dafür zu bezahlen.
  • Tomara 10.01.2020 16:08
    Highlight Highlight Auf Deutsch gesagt: Wir geben den Banken Spielgeld, damit sie grosszügig im Casino mitspielen können und bezahlen auch noch die Busse (Negativzinsen) dafür.
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