DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Immobilienkonzern Evergrande setzt Aktienhandel in Hongkong aus

04.10.2021, 08:01

Der hochverschuldete chinesische Immobilienkonzern Evergrande hat am Montag den Handel mit seinen Aktien an der Hongkonger Börse ausgesetzt. Gründe dafür nannte Evergrande nicht.

«Der Handel mit den Aktien der China Evergrande Group wird eingestellt», hiess es in einer Mitteilung des Unternehmens an die Börse. Evergrande hat durch eine auf Pump finanzierte aggressive Expansion der vergangenen Jahre einen Schuldenberg von umgerechnet rund 260 Milliarden Euro angehäuft.

Der Aktienkurs des Konzerns fiel seit Anfang des Jahres um rund 80 Prozent. Erst vergangene Woche erklärte das Unternehmen, dass es einen Anteil von 1.5 Milliarden Dollar an einer regionalen chinesischen Bank verkaufen wolle, um dringend benötigtes Kapital zu beschaffen. Das Unternehmen ist aktuell weder in der Lage, seine Fälligkeiten umfassend zu bedienen, noch fertige Wohnungen an die Käufer zu übergeben.

Peking äusserte sich bislang nicht zu den Schwierigkeiten des Immobilienentwicklers. Experten mutmassen, die Regierung könne eine Zerschlagung anordnen. Eine Insolvenz könnte dramatische Folgen für den chinesischen Banken- und Immobiliensektor haben und sich auch auf die chinesische sowie letztlich die globale Wirtschaft auswirken. (meg/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Zertifikate-Dealer packt aus: «Wir versorgen hauptsächlich Schweizer Kunden»

Bei Recherchen zu gefälschten Impfausweisen ist watson auf einen weiteren Anbieter in Deutschland gestossen, der gültige Zertifikate verkauft. Angeblich handelt es sich um eine Bande, die halb Europa beliefert.

Die Nachricht erreichte mich am vergangenen Dienstag über Threema: «Hey, ich verkaufe EU-Zertifikate.»

Der unbekannte Absender, dessen Pseudonym hier nicht verraten werden soll, fügte ein Zwinker-Smiley an. Und nachdem ich in den vergangenen Wochen intensiv zu den betrügerischen Angeboten bei Telegram recherchiert hatte, fiel meine Antwort äusserst kurz aus. Nämlich: «😂👍».

Ich ging davon aus, dass es sich um einen schlechten Scherz oder um einen Wichtigtuer handelte, getriggert durch den …

Artikel lesen
Link zum Artikel