Wirtschaft
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epa06157236 Chinese competitors adjust their robot ahead of a robot competition of the 2017 World Robot conference in Beijing, China, 23 August 2017. The conference is held from 23 to 27 August, includes a conference on robotics, an exhibition and a robot competition with the participation of more than 100 robotics enterprises to showcase their robot products.  EPA/WU HONG

Chinesische Studenten präparieren einen Roboter für einen Wettbewerb. Bild: EPA/EPA

«Sie investieren Milliarden, wir Millionen» – warum die USA vor Chinas Macht zittern

Mehr Geld in die Forschung, mehr Bildung für die Menschen: Die Chinesen investieren in künstliche Intelligenz und nachhaltige Energie, als gäbe es kein Morgen.



Technischer Fortschritt und «made in USA» gelten als Synonyme. Silicon Valley, «die grossen Fünf» (Apple, Amazon, Google, Facebook und Microsoft), aber auch Biotech, Elite-Universitäten wie Harvard und Stanford haben den Ruf der Vereinigten Staaten als technologische Supermacht begründet und gefestigt. Ernsthafte Konkurrenz mussten die Amerikaner bisher nicht befürchten.  

«Die Chinesen investieren Milliarden, wir Millionen.»

James Lewis

Das könnte sich bald ändern. Das Reich der Mitte will nicht länger als Werkhalle der Welt den Westen mit billigen Spielzeugen und T-Shirts beliefern. Bereits heute sind es vor allem Smartphones und Laptops und bald sollen es selbstgelenkte Autos und Roboter sein.  

In this Tuesday, March 1, 2016 photo, a man looks at souvenir plates bearing images of Chinese President Xi Jinping, left, and late Chinese leader Mao Zedong on display at a shop near Tiananmen Square in Beijing. As China’s ceremonial legislature prepares to meet for its annual session, there are growing signs that Xi will be elevated to the position of “core” of the current generation of leaders, an accolade bestowed on past leaders, but which his immediate predecessor never attained. (AP Photo/Andy Wong)

Mao als Vorbild: Chinas Präsident Xi Jinping. Bild: AP/AP

Chinas erklärtes Ziel ist es, die führende Nation auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz (KI) zu werden. Das Thema wird auch eine bedeutende Rolle spielen, wenn sich die 2300 Delegierten der Kommunistischen Partei von China in den kommenden Tagen zum wichtigen Fünf-Jahres-Kongress treffen.    

Wie Donald Trump ist der chinesische Präsident Xi Jinping fest entschlossen, sein Land wieder gross und den Schmach der Kolonialzeit vergessen zu machen. KI soll dabei eine entscheidende Rolle spielen. Die Voraussetzungen sind vorhanden: Mit Baidu, Alibaba und Tencent haben die Chinesen IT-Giganten, die sich auf Augenhöhe mit Google und Amazon befinden. Dazu kommt eine IT-Infrastruktur, die der amerikanischen deutlich überlegen ist.  

Privatsphäre kein Thema

Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass die Chinesen Technik lieben. Bereits heute sind 730 Millionen von ihnen online, mehr als doppelt so viele wie in den USA. Sie sind an autoritäre Regimes gewöhnt und haben wenig Bedenken bezüglich der Privatsphäre. In China ist daher in den letzten Jahren ein ideales KI-Versuchslabor entstanden. «Die Chinesen haben einen riesigen Sandkasten, viele Spielzeuge und sehr gut ausgebildetes Personal», sagt James Lewis vom Center for Strategic and International Studies in der «Financial Times».  

epa04495198 A man adjusts his mask to protect against smog beside a billboard featuring an artist impression of clear weather over Beijing, China, 19 November 2014. Smog has once again engulfed Beijing after the Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) 2014 Summit and related meetings during which measures such as shutting down factories and keeping cars off the road were imposed to try to keep pollution levels low.  EPA/HOW HWEE YOUNG

Preis des raschen Fortschrittes: Gigantische Umweltverschmutzung. Bild: EPA/EPA

Schon 2030 soll die chinesische KI-Industrie mindestens 150 Milliarden Dollar umsetzen. Die Regierung scheut keine Kosten, dieses Ziel zu erreichen. «Die Chinesen investieren Milliarden, wir Millionen», so Lewis. «Es ist schwierig, sich vorzustellen, wie man mithalten kann, wenn der Gegner 1000 Mal mehr Mittel zur Verfügung hat.»  

Nicht nur Ehrgeiz, sondern auch Leidensdruck treibt die Chinesen an. Nirgends ist die Umwelt mehr gefährdet als in ihrem Land. Die Luft in den Städten ist verpestet, die Flüsse vergiftet und es zeichnet sich ein gravierender Mangel an Wasser ab. Die chinesische Regierung muss dagegen etwas unternehmen – und sie tut es auch.  

Bald nur noch Elektroautos

Die Regierung hat die Autohersteller aufgefordert, schon ab 2019 deutlich mehr Elektroautos zu produzieren, und überlegt sich Schritte, den Verbrennungsmotor gänzlich zu verbieten. Mit einer gezielten Förderung der eigenen Industrie sollen 2025 sieben Millionen Elektrofahrzeuge auf den Markt gelangen, heute sind es rund 500’000. Dazu kann sich China rühmen, zwei der fünf führenden Batteriehersteller zu besitzen: CATL und BYD.  

Dank KI sollen die Autos in China bald nicht nur sauber, sondern auch smart fahren. Die Energie stammt immer öfters aus nachhaltigen Quellen. China ist der führende Hersteller von Solarzellen und ist im Begriff, seine Stromerzeugung diesbezüglich umzurüsten.  

«Wird die Pädagogik des chinesischen Bildungswesens nicht komplett neu gestaltet,  dann werden Chinas Universitäten höchstens Mittelmass bleiben.»

David Shambaugh

Die Amerikaner hingegen haben im Wettrennen um den Spitzenplatz der KI ein grosses Handicap: Donald Trump. Wider jegliche ökonomische und ökologische Vernunft setzt der US-Präsident auf Kohle und Erdöl. Nachhaltigen Energiequellen steht er misstrauisch bis ablehnend gegenüber, von staatlichen Investitionen in Forschung hält er nichts.  

Erschwerend hinzu kommt der Umstand, dass Trump mit seiner harten Immigrationspolitik den Zuzug von IT-Cracks aus Asien erschwert und mit seiner bildungsfeindlichen Politik die Förderung des eigenen Nachwuchses vernachlässigt.  

Keine Innovation ohne Kreativität

Ist der Siegeszug der Chinesen also nicht mehr zu bremsen? Nicht ganz. Unter Präsident Xi ist das politische Klima im Reich der Mitte wieder deutlich rauer geworden. Der Präsident setzt alles daran, die Macht der Partei zu festigen, und duldet keinen Widerspruch. In diesem Klima gedeihen Innovationen nur bedingt, Kreativität braucht Freiheit.  

Diese Freiheit fehlt an chinesischen Schulen. Stattdessen wird grosser Wert auf Drill und Auswendiglernen gelegt. David Shambaugh, China-Experte und Professor an der Georgetown University in Washington, schreibt deshalb in seinem Buch «China's Future»: Wird die Pädagogie des chinesischen Bildungswesens nicht komplett neu gestaltet und mehr Wert auf die Förderung des individuellen Lernens, auf unabhängiges und kritisches Denken und Grundlagenforschung gelegt, dann werden Chinas Universitäten höchstens Mittelmass bleiben.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dirk Leinher 18.10.2017 08:59
    Highlight Highlight Die US-Vorherrschaft hängt am Dollar. Wenn er fällt, ist die Wirtschafts- und Finanzdominanz der USA vorbei. Washington stemmt sich gegen jeden Versuch, den Dollar zu ersetzen. Darin liegt auch der Grund für die seit drei Jahren an Schärfe zunehmende Russland-Hetze: Russland hat sich erdreistet, mit China einen Mega-Deal im Energiebereich abzuschließen und künftig sämtliche Geschäfte im chinesisch-russischen Handel direkt in Rubel und Yuan abzuwickeln. Auf Libyen und Irak konnte man direkt mit Bomben "fertig" werden. Bei Russland und China muss das Feindbild erst noch aufgebaut werden.
  • sowhatopinion 16.10.2017 22:39
    Highlight Highlight China wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die USA als alleinige Weltmacht wirtschaftlich und später auch militärisch ablösen, dies rasch und irreve-rsibel. Ob die drohende Gefahr der Degradierung zur Regionalmacht von den Amerikanern hingenommen wird oder ein Krieg droht, wird sich weisen.
  • KnechtRuprecht 16.10.2017 19:07
    Highlight Highlight Tut mir leid wenn ich das nun so drastisch sagen muss, aber die Chinesen sind immernoch ziemlich dumm, bzw, werden dumm gehalten.
    Klar, jeder hat studiert aber dies ist vom Niveau her nicht mit einem westlichen Staat zu vergleichen.
    Für eine Arbeit wo wir eine Fachkraft brauchen, brauchen die 10.
    Sie lösen ihre Problem nur durch ihr schier unerschöpfliches Reservoir an obrigkeitshörigen Arbeitern mit dem unbändigem Willen es dem Vorgesetzen recht zu machen.
    Ich denke es wird noch lange dauern bis die Chinesen zu einer ernsthaften Konkurrenz im innovativen Bereich werden.
    • KnechtRuprecht 17.10.2017 00:37
      Highlight Highlight Nun, da ich selbst einige Zeit in China als Techniker gearbeited habe, ist es mir natürlich bewusst dass, das Know How eingekauft wird. Dies ist legitim und wird in vielen Schwellenländern gemacht.
      Das gelernte umzusetzen ist jedoch einiges schwieriger als eine Rechnung zu bezahlen.
      Und da scheinen mir die Chinesen gemäss meiner Erfahrung doch noch sehr weit davon entfernt.
    • ujay 17.10.2017 06:25
      Highlight Highlight @Knecht...20 Jahre im Rückstand, was China betrifft? Nicht innovativ? Grösster Solarzellenproduzent (auch in der Entwicklung). Grösster Elektromobilproduzent....etcetc....träum weiter.
    • Regas 17.10.2017 08:36
      Highlight Highlight @KnechtRuprecht: Von wegen, Huawei zum Beispiel hat den bisherigen Marktlader Alcatel für Telekom Ausrüstungen um Längen überholt und bietet heutzutage die schnellsten und zuverlässigsten Laser mit den zugehörigen Empfängern und Switches für die Glasfaserverbindungen an. Huawei ist auf dem besten Weg die Weltweite Monopolstellung in dieser Sparte zu erreichen.
  • Toerpe Zwerg 16.10.2017 17:19
    Highlight Highlight Den Zusammenhang zwischen KI und Kohle und Gas wäre noch auszuführen.

    Autoritäre Staaten und zentralistische Innovationsförderung haben bisher noch stets versagt. Ich sehe keinen Grund, weshalb sich das ändern sollte.
    • Tikvaw 16.10.2017 18:30
      Highlight Highlight Ziemlich einfach.
      In der Kohle&Öl-Industrie gibt es keine Innovation mehr. Man mag an der Effizienz und der Fördertechnik bisschen rumschrauben, aber zumindest im Moment passiert nicht viel.
      Während bei KI ein riesen Potential an Innovationsmöglichkeiten besteht, es die Effizienz praktisch aller Industrien verbessern kann und viele neue Geldquellen absehbar sind.

      Also Kohle&Öl-Industrie fördern = keine Innovation, keine neuen Märkte, kein (bedeutendes) Wirtschaftswachstum.
      AI-(R&D) fördern: das Gegenteil.
      Auf welches Pferd sollten also die USA und EU setzen für W-Wachstum?

    • Pafeld 16.10.2017 19:08
      Highlight Highlight Das ist genau diese blasierte Arroganz, die langsam aber sicher den Untergang der vereinigten Staaten eingeleitet hat.
      Und wenn es nicht die Chinesen sind, welche die Amerikaner ablösen werden, so gibt es in Asien noch ein anderes Land mit einer noch schneller wachsenden Bevölkerung und noch schnelleren Schritten in IT.
    • Snowy 16.10.2017 19:09
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Die Innovationsförderung von Gas und Kohle durch die USA wird ihnen mittelfristig den Spitzenplatz unter den IT-Ländern kosten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pana 16.10.2017 17:10
    Highlight Highlight "Die Chinesen investieren in künstliche Intelligenz und nachhaltige Energie, als gäbe es kein Morgen."

    Die Redewendung passt irgendwie nicht so recht zum Inhalt des Satzes ;)
  • Quacksalber 16.10.2017 16:33
    Highlight Highlight In der Schweiz glaubt man fest an die Marktkräfte und investiert ausser immerhin in Bildung gar nicht.
    • Regas 16.10.2017 18:52
      Highlight Highlight Und in China steht man kurz vor der Mondlandung während die armen Bauern und Wanderarbeiter unter Bedingungen, wie sie bei uns seid über 100 Jahren nicht mehr existieren, um das überleben kämpfen müssen. Menschen verachtender Sozialismus eben.
    • redeye70 16.10.2017 20:00
      Highlight Highlight Unsere Politiker haben auch null Weitsicht. Die denken wenn sie sich in der Arena auf die Kappe geben, würden sie "gute" Politik machen.
  • Herbert Anneler 16.10.2017 15:35
    Highlight Highlight Trumps Amerika schlittert - ausser in Bezug auf die Rüstung - immer weiter ab. Gut, dass langsam klar wird, dass Rechtsextremismus und Sozialdarwinismus nicht gratis zu haben ist, sondern einen enormen Preis kostet - letztlich auch für das 1% der Reichen, die sich alles unter den Nagel reissen
    • Hierundjetzt 16.10.2017 15:55
      Highlight Highlight Ich bin alles andere als ein Freund Trumps aber hey, der ist erst seit 10 Monaten Präsident...
    • Sir Konterbier 16.10.2017 16:55
      Highlight Highlight Und wie genau ist das in China? das System ist ein anderes aber dort reisst sich wirklich 1% alles unter den Nagel.

      Die Leute dort sind dann so reich weil sie Mitglied der Partei sind und nicht wie in den USA wo sie wenigstens eine gute Idee hatten.
    • Snowy 16.10.2017 19:23
      Highlight Highlight @SirKonterbier:
      Glauben Sie wirklich, dass Sie in den USA reich werden, weil sie hart arbeiten oder eine gute Idee haben?
      Sicher, es gibt die Tellerwäschergeschichten und sie werden auch gerne im TV umhergereicht, aber in der Wirklichkeit hast Du als Grundschullehrer oder Polizist zuwenig um Deine Familie durchzubringen - währenddessen die Top 5% nur wegen Kapitalgewinnen immer reicher werden. Aktuell herrschen in den USA Einkommensunterschiede wie zu Zeiten des Feudalismus in Europa. Schöne neue Welt...
      Benutzer Bild
  • Luca Brasi 16.10.2017 15:06
    Highlight Highlight Sind das auf dem ersten Bild wirklich "chinesische Studenten" oder doch eher "Chinese students" zu deutsch "chinesische Schüler"?
    • Philipp Löpfe 16.10.2017 15:29
      Highlight Highlight Also ich kann mit beidem leben.
    • TanookiStormtrooper 16.10.2017 17:41
      Highlight Highlight Die Chinesen sind eben schlau! Schon die Kleinsten sind auf Hochschulniveau. Während "andere" bei uns erst mit 40 ihren Master an der HSG schaffen... 😜
    • Past, Present & Future 16.10.2017 18:53
      Highlight Highlight @philip löpfe: was für eine nonchalante Reaktion... Ob 14-jährige Schüler oder 24-jährige Studenten einen Roboter bauen ist eben schon noch entscheidend... Seriöser Journalismus würde dieser Leser-Rückmeldung etwas mehr Rechnung tragen.
  • Denk-mal 16.10.2017 14:57
    Highlight Highlight Tja, mein Onkel und mein Vater sprachen vor den 6zigern oft über die "gelbe" Gefahr. Nun man hatte Angst vor Mao und den Kommunismus. Ich hörte aber auch, wie mein Onkel, er war Ökonom sagte: "Stelle dir mal vor, in einem Milliardenvolk würde nur die Hälfte der Bewohner arbeiten. Sie würden wie wir hier, gut organisiert und unter guten Umständen arbeiten und Leben....?" Ja, jetzt ist es soweit und das ist erst der Anfang. Wie wir es drehen und sehen und wenden wollen, es kommt wohl anders als wir denken. Rom dacht auch, dass bis zum Untergang der Menschheit "nur" Rom das Sagen hat.
  • Albondegas 16.10.2017 14:37
    Highlight Highlight Seit Jahren wird über China so geschrieben.
    Gross verändert hat sich meines Wissens nicht viel.
    Ich denke es scheitert eben an dieser konservativen Bildung und der fehlenden Kreativität.
    • Denk-mal 16.10.2017 15:54
      Highlight Highlight Dann lebst du noch nicht sooo lange auf der Welt:-) Während des Kommunismus in Osteuropa, arbeitete ich dort. Der Ostblock entwickelt sich nur langsam oder schleppend. So ist es. Warum? 50 Jahre Rückstand, das ist riesig lange. Als ich im 84, 86, und 89, dort war, sah es aus wie bei meiner Grossmutter auf dem Land (bin siebzig). Überall, ausser in Budapest, bittere Armut. Heute ist es nicht besser. Viele wünschen sich das "alte System" zurück! Blitzer die das nicht Glauben, bereisen im Umkreis von 100km Ungarn und ihr werden mir Recht geben. Innerhalb China, ist es ähnlich.
    • Tikvaw 16.10.2017 17:10
      Highlight Highlight China entwickelt&produziert mittlerweile ~43% aller "printed circuit boards" die für elektronischen Geräte notwendig sind.
      Vor 1990 lag Chinas Anteil noch bei ~0%. (Militär ausgenommen). (USA: 5%, DE 2% zurzeit)
      Die Mindestlöhne in dieser Industrie in CN sind in den letzten 10 Jahren um 300% gestiegen. (absolut natürlich immer noch sehr tief).

      Es verändert sich also (bis jetzt noch) ziemlich stark etwas. Und z.B. die Tsinghua-Universität als Mittelmass zu bezeichnen finde ich ziemlich "gewagt". Deren Forschung & verfügbare Mittel werden definitiv Auswirkungen auf die Zukunft haben.
    • Posersalami 16.10.2017 17:29
      Highlight Highlight Tja da sind sie wohl nicht auf dem neusten Stand.

      "Besonders gut sind chinesische Forscher in den Materialwissenschaften, der Nanotechnologie, der analytischen Chemie, in einigen Bereichen der Biowissenschaften, zum Beispiel der Genomforschung, und in der Physik."
      http://www.zeit.de/zeit-wissen/2010/04/Forschung-in-China/seite-2

      Huawei werden auch sie kennen. China hat ein eigenes Raumfahrtprogramm, demnächst eine selbst entwickelte Raumstation und die DBB plant demnächst in China entwickelte Züge zu importieren, um nur einige Beispiele zu nennen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 16.10.2017 14:14
    Highlight Highlight Also sooo rosarot sehe ich die Zukunft von China dann doch nicht:

    - Wirtschaftsleistung ist nicht objektiv überprüfbar sonder einfach eine Angabe des Staates
    - Währung ist nicht konvertibar
    - Währungskurs wird staatlich festgelegt
    - Milionen leben in bitterster Armut
    - Extreme Korruption
    - Arbeitslager (Gulags)

    Das braucht schon noch eine oder zwei Generationen, wenn überhaupt.

    Reichtum und wirtschaftlicher Fortschritt gibts nur, wenn alle was davon haben (siehe westliche Welt mit offener Gesellschaft)




    • loquito 16.10.2017 14:59
      Highlight Highlight Hahahha siehebwestliche Welt? Genau wegen der westlichen Welthaben 5000000000 Menschen nichts vom Vortschritt...
    • Hierundjetzt 16.10.2017 15:53
      Highlight Highlight Schaut werte Herrschaften, ihr könnt noch so geifern.

      Es gibt 2 Indikatoren die perfekt erklären ob ein Land und seine Bewohner reich sind oder nicht:

      Gini Koeffizient
      Ranglistenplatz Transparency International

      Bei beiden ist China Schlusslicht. Und DAS wird der Grund sein warum irgendwann der Endpunkt kommt.

      Vor 100 Jahren sahs anders aus. Aber mit der Vernetzung? No way
    • Regas 16.10.2017 18:33
      Highlight Highlight @loquito: So ein quatsch, ohne die westliche Welt gäbe es diesen Fortschritt gar nicht, und somit könnte auch niemand davon profitieren!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 16.10.2017 14:12
    Highlight Highlight «Die Chinesen investieren Milliarden, wir Millionen»

    Tja, das ist dann halt der Vorteil, wenn man sich keinen völlig entfesselten Kapitalismus installiert hat.. dann kann der Staat eben da steuernd eingreifen, wo es Sinn macht. Bei der Energiewende das gleiche. Undenkbar in Europa oder den USA.
    • Snowy 16.10.2017 14:23
      Highlight Highlight Was schlägst Du als alternatives System in der Schweiz vor? Abschaffung aller direktdemokratischen Rechte und eine Technokraten-Regierung bei deren Beschlüssen es keine Referendumsmöglichkeit gibt?


      P.S.: Das Schweizer Volk hat (zu meinem positiven Erstaunen) für die Energiewende gestimmt. Zwar nur die "light"-Version aber immerhin.
    • Posersalami 16.10.2017 14:45
      Highlight Highlight Es gibt noch Grautöne! Wieso immer so extrem.. mir kommt es manchmal so vor als währt ihr von der neoliberalen Propaganda so zerfressen, dass ihr euch kein System abseits davon vorstellen könnt. Traurige Sache das..

      Wir brauchen mMn. einen von der Wirtschaft möglichst unabhängigen starken Staat, der die Marktwirtschaft machen lässt wo man sie machen lassen kann, aber da durchgreift wo es nötig ist und auch mal ordentlich durchkärchen geht. ZB. bei den Banken, Verteilung der Vermögen oder der Autoindustrie.

      Mit direkter Demokratie hat das alles nichts zu tun.
    • Hierundjetzt 16.10.2017 15:54
      Highlight Highlight Das Model gibts seit den 1990gern heisst soziale Marktwirtschaft und ist überal in Europa eingeführt. Auch in der Schweiz
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Kommentar

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