Wirtschaft
Energie

Der Ölpreis sinkt weiter: Niveau von 2008 erreicht

Der Ölpreis sinkt und sinkt: Jetzt ist er so tief wie 2008

21.12.2015, 04:3521.12.2015, 09:30

Der Ölpreis ist wegen des weltweiten Überangebotes am Montag auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2008 gefallen. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete am frühen Morgen 36,32 Dollar.

Später erholte sich der Preis auf 36,49 Dollar. Für die US-Sorte WTI waren 34,53 Dollar fällig. Die Preise der beiden richtungsweisenden Sorten haben seit Mitte des vergangenen Jahres um mehr als zwei Drittel nachgegeben.

Tankstelle in Hamburg: Meist drückt ein tieferer Ölpreis nicht sofort auf die Benzinpreise durch.
Tankstelle in Hamburg: Meist drückt ein tieferer Ölpreis nicht sofort auf die Benzinpreise durch.
Bild: EPA/DPA

Ein Grund für den weiteren Rückgang ist Analysten zufolge der Dollar, der nach der Zinsanhebung der US-Notenbank zugelegt hat. Damit verteuern sich Ölkäufe etwa in Europa, weil sie in der US-Währung abgerechnet werden. Wegen des bisher milden Winters hält sich auch die Nachfrage nach Heizöl in Grenzen.

Zudem läuft die Ölproduktion in den USA auf Hochtouren. Daneben fördert Russland so viel wie seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mehr. Auch die von den Opec-Staaten angebotenen Mengen bewegen sich nahe den Rekordwerten. Ausserdem will der Iran wegen der Einigung im internationalen Atomstreit und der bevorstehenden Lockerung von Sanktionen mehr Öl verkaufen. (trs/sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Damit Kosten in den USA sinken: Pharmaverband passt Preisvergleiche von Medikamenten an
Der Interessenverband der forschenden Pharmaunternehmen der Schweiz, Interpharma, hat laut der «Republik» die Preisvergleiche von Medikamenten angepasst. Damit sollen die Gesundheitskosten in den USA gesenkt werden.
US-Präsident Donald Trump macht mit Novartis, Roche und sieben weiteren grossen Pharmaunternehmen seit einiger Zeit gemeinsame Sache. Um die hohen Gesundheitskosten in den USA zu senken, sollen die Medikamente dort günstiger werden. Das bedeutet im Umkehrschluss: In Europa sollen sie teurer werden. Dafür soll Trump den Konzernen versprochen haben, dass diese drei Jahre lang keine US-Zölle fürchten müssen.
Zur Story