Wirtschaft
Geld

Gamestop bot 55 Milliarden für Übernahme: Onlinemarktplatz Ebay lehnt ab

Ebay lehnt Milliarden-Angebot von Gamestop ab

12.05.2026, 13:5312.05.2026, 13:53

Der Online-Marktplatz Ebay lehnt das 55 Milliarden US-Dollar schwere Übernahmeangebot des Videospiele-Händlers Gamestop ab. Das habe der Chairman von Ebay, Paul Pressler, in einem Brief an Gamestop geschrieben, berichtet die «New York Times». Der Übernahmeplan sei «weder glaubwürdig noch attraktiv».

Gamestop hatte seinen Vorschlag, sich mit Ebay – einem Unternehmen, das fast viermal so gross ist – zusammenzuschliessen, in der vergangenen Woche bekanntgegeben. Das Angebot hatte unter Experten die Frage aufgeworfen, wie Gamestop sich das überhaupt leisten kann.

Zweifel an der Finanzierung

Ebay teilte mit, dass es das Angebot gemeinsam mit seinen Rechts- und Finanzberatern einer gründlichen Prüfung unterzogen habe. In dem Schreiben an Gamestop verwies Pressler auf mehrere Bedenken. Unklar sei nicht nur die Finanzierung der Übernahme, sondern auch die Höhe der Schulden, die dem Unternehmen durch die Transaktion entstehen würden.

Pressler hob zudem die verbesserte Geschäftsentwicklung von Ebay hervor, da das Unternehmen eine Wende vollzogen habe, um besser mit Giganten wie Amazon konkurrieren zu können. «Wir haben unseren strategischen Fokus geschärft, die Umsetzung gestärkt, unseren Marktplatz und das Verkäufererlebnis verbessert und den Aktionären konsequent Kapital zurückgeführt», schrieb Pressler.

Zockeraktie Gamestop

Gamestop sorgte zu Beginn der Corona-Pandemie für Schlagzeilen, weil Amateur-Händler aus dem Netz den Kurs der Aktie entgegen den Zweifeln der Wall-Street-Analysten am Geschäftsmodell in die Höhe trieben. Gamestop-Fans und andere private Spekulanten hatten sich vor allem auf der Online-Plattform Reddit verabredet, um gegen Hedgefonds zu wetten, die auf fallende Kurse gesetzt hatten. Indem sie den Aktienkurs des Videospiele-Händlers hochjagten, gelang es ihnen, institutionelle Hedgefonds in Schwierigkeiten zu bringen. (sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«STIIIIIIIRB, DU ECHSENMENSCH!» – Best of Ebay-Kleinanzeigen
1 / 47
«STIIIIIIIRB, DU ECHSENMENSCH!» – Best of Ebay-Kleinanzeigen
Servus Erdnuss! Viel Spass mit diesen grandiosen Ebay-Kleinanzeigen! Hasta la pasta, Echsenmensch!Alle Bilder via ebay Kleinanzeigen
Auf Facebook teilenAuf X teilen
US-Handelsminister Howard Lutnik empfiehlt FOX-News-Zuschauern, Tesla-Aktien zu kaufen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Grösste Bank Italiens will Rivalin für 30 Milliarden kaufen
Die Fusionswelle unter Italiens Banken geht weiter: Die Turiner Grossbank Intesa Sanpaolo will für mehr als 30 Milliarden Euro ihre heimische Konkurrentin Banca Monte dei Paschi di Siena übernehmen, wie sie am Montag mitteilte. Bereits am Wochenende hatte die deutlich kleinere Banco BPM mitgeteilt, mit Monte dei Paschi zusammengehen zu wollen. Damit kündigt sich ein Bieterkampf um die einstige Krisenbank an, die vor neun Jahren vom italienischen Staat vor dem Untergang gerettet worden war.
Zur Story