Wirtschaft
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Schluss mit Geld-Horten in Griechenland: Zentralbankchef will es auf Bankkonten sehen



Wer in Griechenland bislang zu Hause gehortetes Geld auf sein Konto einzahlt, soll bald in beliebiger Höhe wieder darüber verfügen können. Dies sagte der Chef der griechischen Zentralbank (Bank of Greece), Ioannis Stournaras, am Sonntag der dem regierenden Linksbündnis Syriza nahestehenden Athener Zeitung «Avgi».

Greece's central bank governor Ioannis Stournaras poses for media during an informal meeting of Ministers for Economic and Financial Affairs (ECOFIN) in Riga, Latvia, April 25, 2015. REUTERS/Ints Kalnins

Der griechische Zentralbank-Chef Ioannis Stournaras will unter Matratzen gehortetes Geld «befreien». Bild: INTS KALNINS/REUTERS

«Wir werden das Geld, das unter Matratzen gehortet ist sozusagen befreien.»

Ioannis Stournaras

Bürger dürften dann mit diesem Geld ohne die bislang geltenden Kapitalverkehrskontrollen machen, was sie wollen, hiess es.

Griechenland hatte Ende Juni 2015 Kapitalverkehrskontrollen eingeführt, um sein Finanzsystem zu stabilisieren und seinen angeschlagenen Banken etwas Luft zu verschaffen.

Unter anderem können die Bürger seither höchstens 420 Euro (455 Franken) pro Woche in bar von ihren Konten abheben. Pro Auslandsreise dürfen griechische Reisende höchstens 2000 Euro (rund 2170 Franken) Bargeld mitnehmen.

Die Überweisung von Geldern für den Import von Waren muss von den Banken genehmigt werden. Die griechische Finanzpresse schätzt, dass Geld im Volumen von 25 bis 30 Milliarden Euro (27 bis 32 Milliarden Franken) gehortet wird. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Der Rückbauer 03.07.2016 14:54
    Highlight Highlight Geld unter der Matratze befeien? Ihr Scheisser! Erst wenn das Geld auf dem Konto ist, könnt Ihr, nicht mehr der Kontoinhaber, darüber verfügen! In Zypern habt Ihr es über Nacht um die Hälfte entwertet (ach, das waren ja nur die Russen), in Griechenland gelten die Auszahlungsbeschränkungen an Bankomaten immer noch. Leute, hütet Euch. Nur Bares ist Wahres!

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