Wirtschaft
International

«Weniger sexy» und «fettleibig»: M&M's schafft Maskottchen ab

«Weniger sexy» und «fettleibig»: M&M's schafft Maskottchen ab

Seit ihrem Umstyling sind die Maskottchen von M&M's einigen Menschen wohl zu progressiv. Nun werden sie auf unbestimmte Zeit abgeschafft.
26.01.2023, 13:16
Laura Helbig
Mehr «Wirtschaft»
Die Charaktere von M&M's: Ihr «Umstyling» sorgte für einen Shitstorm.
Die Charaktere von M&M's: Ihr «Umstyling» sorgte für einen Shitstorm. Bild: Mars
Ein Artikel von
t-online

Die lustigen Maskottchen von M&M's waren immer mit der Marke verbunden. Sie prangten auf Verpackungen und Merchandise der Schokolinsen-Marke, die zum Mars-Konzern gehört. Doch nun gehen die sogenannten Spokescandies vorerst in den Ruhestand.

Das teilt M&M's heute auf seinem Instagram-Profil mit. Der Grund dafür, dass die Maskottchen vorerst nicht mehr für die bunten Süssigkeiten werben, scheint manchem absurd: Mars reagiert auf Kritik, das Aussehen der Spokescandies sei zu progressiv geworden. Neben der neu eingeführten lila Schokolinse, die für Akzeptanz stehen soll, wurden die anderen Maskottchen im letzten Jahr umgestylt.

So bekamen etwa die weiblichen Charaktere Sneaker statt High Heels. Was eine gut gemeinte Geste war, um der Marke zufolge eine «dynamischere, fortschrittlichere Welt» widerzuspiegeln, sahen manche Menschen offenbar als Affront. Besonders der rechtspopulistische TV-Moderator Tucker Carlson vom Sender Fox News beschwerte sich über das Umstyling.

Shitstorm: M&M's zu «unsexy» und progressiv

Seiner Ansicht nach wolle der Konzern, dass die Candies «zutiefst unattraktiv und völlig androgyn» sein sollen, sodass man mit keinem der Charaktere mehr etwas trinken gehen wolle. Auch die neuen sportlichen Schuhe seien «weniger sexy» als die ursprünglichen High Heels. Völlig aus der Fassung geriet Carlson im Januar, als drei weibliche Maskottchen für eine PR-Aktion auf die M&M's-Tüten gedruckt wurden. Der Moderator bezeichnete die Figuren daraufhin als «fettleibig».

Auch in den sozialen Medien sprangen Nutzer auf das Thema an, M&M's bekam einen Shitstorm. Deswegen hat die Marke auf Instagram nun bekanntgegeben, eine «unbestimmte Auszeit von den Spokescandies» zu nehmen. «Wir verstehen es jetzt – sogar der Schuh einer Süssigkeit kann polarisieren», heisst es in dem Post.

Stattdessen sei jetzt die US-amerikanische Schauspielerin und Komikerin Maya Rudolph das Werbegesicht für M&M's, wie es in dem Beitrag heisst. Sie ist aus der NBC-Sendung «Saturday Night Live» bekannt und Amerika könne sich auf sie einigen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
53 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
MingXenom
26.01.2023 13:51registriert Oktober 2020
"Der Moderator bezeichnete die Figuren daraufhin als «fettleibig»."
Junge, Junge, was hast du erwartet? Das sind M&Ms, die sind nunmal rund. Wie dämlich würde bitte ein schlankes M&M aussehen?
2013
Melden
Zum Kommentar
avatar
Qui-Gon
26.01.2023 14:15registriert April 2015
1. Wieso muss ein M&M mehr repräsentieren ("lila steht für Akzeptanz") als Schokolade?
2. Wieso lässt sich so ein Riesenkonzern von ein paar Deppen im Internet beeindrucken?
3. Wieso zitiert ihr dauernd diesen unsäglichen Tucker Carlson?
Fragen über Fragen.
1894
Melden
Zum Kommentar
avatar
jbm-t-mtr
26.01.2023 13:52registriert Juli 2022
WTF did I just read?
1663
Melden
Zum Kommentar
53
US-Militär schickt U-Boot vor kubanische Küste

Nachdem russische Marineschiffe zu einem Hafenbesuch in Kubas Hauptstadt Havanna eingetroffen sind, ist vor der Küste des Karibikstaats ein atomgetriebenes Jagd-U-Boot des US-Militärs eingetroffen. Die USS Helena sei im Zuge eines zuvor geplanten Manövers nach Guantánamo Bay geschickt worden, teilte das zuständige Regionalkommando (Southcom) am Donnerstag mit. Es handelt sich demnach um einen Routinebesuch.

Zur Story