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Eiskalt und smart – wie Rihanna in Rekordzeit zur reichsten Musikerin der Welt wurde

Toni Lukic / watson.de



epa07626299 (FILE) - Barbadian-born singer Rihanna arrives on the red carpet for the 2016 Brit Awards at the O2 Arena in Greenwich, London, Britain, 24 February 2016 (reissued 05 June 2019). According to media reports on 05 June 2019, Rihanna was listed as the world's richest female musician by Forbes Magazine. Her fortune is estimated at 600 million US dollar, due to her success as a singer, investment in cosmetic company Fenty Beauty, and partnership with fashion designer LVMH.  EPA/ANDREW COWIE

Bild: EPA/EPA

Rihanna hat mit ihrem 2016er-Hit «Work» definitiv Taten folgen lassen. Denn wie das «Forbes»-Magazin mitteilte, hat sie das grösste Vermögen unter allen Musikerinnen angehäuft. Sie soll 600 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 533 Millionen Euro) auf der hohen Kante haben.

Damit liegt sie vor Madonna (570 Millionen Dollar), Céline Dion (450 Millionen Dollar) und Beyoncé (400 Million Dollar). Das ist besonders beeindruckend, bedenkt man, dass «RiRi» erst 31 Jahre alt ist.

«Work. Work. Work. Work. Work. Work. Work. Work.»

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Video: YouTube/RihannaVEVO

Dazu kommt: Rihanna hatte 2012 gegen die Firma ihres Ex-Buchhalters Peter Gunis geklagt, weil der sie 2009 fast in den Bankrott getrieben haben soll. Laut Anklage war sie mit elf Millionen US-Dollar ins Jahr gestartet – und kam am Ende nur mit zwei Millionen raus. Der Buchhalter habe sie dazu gebracht, wegen einer angeblich schlecht laufenden Tour ein Haus zu kaufen, wie das US-Portal HuffPost damals berichtete.

Rihanna gewann die Verhandlung und man einigte sich auf einen Vergleich, der zehn Millionen Dollar aufs RiRi-Konto spülte.

Und weil Rihanna eiskalt ist, hat sie dem Buchhalter drei Jahre später mit dem Monster-Hit «Bitch, better have my money» einen Denkzettel verpasst. Als Botschaft, dass niemand RiRi bestiehlt.

«Bitch, better have my money»

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Video: YouTube/RihannaVEVO

Doch wie schaffte es Rihanna innerhalb kurzer Zeit von den «paar» Millionen auf über 600 Millionen? Wir haben mal genauer in ihre Bücher geschaut:

Alle wollen wie Rihanna riechen

2009 hatte ihr Mentor Jay-Z (übrigens der erste Rapper-Milliardär der Geschichte) einen Deal mit dem Parfüm-Hersteller Parlux Fragrances unterschrieben. 2011 kam Rihannas Duft «Reb'l Fleur», der bis zum Ende des Jahres gleich mal 80 Millionen Dollar an Verkaufseinnahmen einspielte. Auch die Nachfolger «Rebelle», «Nude» und «Rogue» waren grosse Erfolge.

Der Monster-Erfolg von Fenty Beauty

2014 liess sich Robyn Rihanna Fenty, wie «RiRi» mit bürgerlichem Namen heisst, ihren Nachnamen trademarken. Gemeinsam mit dem französischen Luxus-Güter-Hersteller LVMH entwickelte sie die Kosmetik-Marke Fenty Beauty. Sie sollte inklusivere Produkte anbieten für Menschen mit dunklerem Hautton.

Im September 2017 wurden die ersten Produkte veröffentlicht, die sofort zum Monstererfolg wurden.

epa06222893 Barbadian-born singer and actress Rihanna arrives for the presentation of her cosmetics line at a shopping center in Madrid, Spain, 23 September.  EPA/CHEMA MOYA

Bild: EPA/EFE

Das «Time»-Magazin krönte Fenty Beauty zu einer der 25 besten Innovationen aus dem Jahr 2017. Und auch finanziell wurde die Kosmetik-Linie erfolgreich. Nach dem ersten Monat wurden die Verkaufseinnahmen auf 72 Millionen Dollar beziffert. Bis Ende 2018 wurden 500 Millionen Euro eingenommen. Laut Forbes wird der Wert von Fenty Beauty auf 3 Milliarden Dollar geschätzt.

Rihanna selbst besitzt daran Anteile im Wert von 15 Prozent.

Sie hat mit dem Unternehmen nicht nur ein höchst profitables Geschäft gemacht, sie hat auch eine ganze Industrie aufgerüttelt. Nach dem Release von Fenty haben auch Kosmetik-Marken wie «L'Oréal» und «Make Up For Ever» Kampagnen für dunklere Hauttöne geschaltet.

Die Influencerin aller Influencer

Im Januar 2016 veröffentlichte das Meinungsforschungsinstitut NPD Group eine Studie, wonach Rihanna der am «besten vermarktbare Star der Welt» sei. Das bedeutet, ihre Fans würden sehr wahrscheinliche eine Marke kaufen, sollte Rihanna sie bewerben.

Singer Rihanna attends the

Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

Ob es an den Songschreibern, ihrem offensiven Sex-Appeal, ihrem unermüdlichen Arbeitseifer oder ihrem unfehlbarem Geschmack liegt? Wahrscheinlich ist es von allem alles. Rihanna weiss ihre Beliebtheit auf jeden Fall in Kooperationen und damit Dollar-Zeichen umzumünzen.

2014 wurde sie für angeblich eine Million Dollar zur Creative Director bei Puma – innerhalb von sechs Monaten war der Schuhverkauf um 16 Prozent gestiegen. Sie ist auch Partnerschaften mit Brands wie Armani, Balmain, Dior, Samsung Manolo Blahnik etc. eingegangen. Dabei hielt sie nicht nur ihr Gesicht für Plakat-Kampagnen hin, sondern arbeitete aktiv an Kreationen mit. Sie entwarf sogar Rihanna-Socken für Stance.

Immobilien für etwas Taschengeld

Das Hauskauf-Fiasko aus 2009 hat Rihanna nicht entmutigt, in Immobilien zu investieren. 2017 kaufte sie ein Haus in West-Hollywood. Sie erwarb es im August für 2.75 Millionen Dollar und stellte es im Oktober für 2.85 Millionen auf den Markt. Seither vermietet sie es für 16'500 Dollar im Monat – ein nettes Taschengeld.

Die meiste Kohle kommt rein – durch ihre Kunst

Auch wenn Rihanna emsig an mehreren Standbeinen feilt (die Spielfilme, in denen sie mitspielt, nicht zu vergessen) – das meiste Geld kommt immer noch durch ihre Musik rein.

Singer Rihanna addresses an audience after being presented with the 2017 Harvard University Humanitarian of the Year Award during ceremonies, Tuesday, Feb. 28, 2017, at the Sanders Theatre on the school's campus, in Cambridge, Mass. (AP Photo/Steven Senne)

Bild: AP/AP

Rihanna hat seit 2005 zwischen 250 und 270 Millionen Singles und Alben verkauft. Sie hat 32 Millionen monatliche Hörer bei Spotify. Dazu kommen bombastische Welttourneen. Alleine ihre jüngsten vier Tourneen sollen insgesamt 378 Millionen Dollar eingespielt haben.

Wenn Rihanna so weiter macht, dann dürfte sie bald ihren Mentor Jay-Z im Club der Musik-Milliardäre einholen.

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Rihanna füdliblutt

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Rihanna füdliblutt
quelle: getty images north america / randy brooke
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