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FILE - In this Sept. 10, 2019 file photo, Michael Flynn, President Donald Trump's former national security adviser, leaves the federal court following a status conference in Washington. (AP Photo/Manuel Balce Ceneta)
Michael Flynn

Wird zum Märtyrer emporstilisiert: der ehemalige Sicherheitsberater Michael Flynn. Bild: AP

Analyse

Holt Popcorn: So dreckig wird der US-Wahlkampf

Justizminister William Barr hat das Verfahren gegen Michael Flynn eingestellt. Das ist der Auftakt zu einer Schmutzkampagne gegen Joe Biden.



Ganze 23 Tage lang war Michael Flynn Trumps Nationaler Sicherheitsberater. Dann musste er zurücktreten, weil er das FBI und Vizepräsident Mike Pence angelogen hatte. Nun hat Justizminister Bill Barr das Verfahren gegen Flynn eingestellt. Was geht hier ab? Zuerst ein kurzer Rückblick.

Michael Flynn war Lieutenant General der United States Army und Direktor der Defence Intelligence Agency. Mit anderen Worten, er war ein erfahrener Soldat und Geheimdienstprofi. Er war jedoch kein guter Chef.

Die Obama-Regierung stellte ihn daher auf ein Nebengeleise. Zutiefst frustriert wurde aus dem ehemaligen Demokraten Flynn ein glühender Fan und Wahlkampfhelfer von Trump. Er gewann dabei die Zuneigung des künftigen Präsidenten und wurde mit dem Posten des Nationalen Sicherheitsberaters belohnt.

FILE - In this Jan. 28, 2017, file photo, President Donald Trump speaks on the phone with Prime Minister of Australia Malcolm Turnbull, with then-National Security Adviser Michael Flynn, center, and then- chief strategist Steve Bannon, right, in the Oval Office of the White House in Washington. Trump responded to criticism leveled at him in a new book that says he never expected — or wanted — to win the White House, his victory left his wife in tears and a senior adviser thought his son's contact with a Russian lawyer during the campaign was

Ein Bild aus besseren Tagen: Michael Flynn (Mitte) zusammen mit dem Präsidenten und Steve Bannon im Oval Office. Bild: AP/AP

In der Übergangsphase zwischen Trumps Wahlsieg und seinem Amtsbeginn wies der noch amtierende Präsident Obama 37 russische Diplomaten als Vergeltung für die Einmischung in den Wahlkampf aus. Daraufhin hat Flynn den damaligen russischen Botschafter Sergey Kislyak angerufen und ihn gebeten, keine Retorsionsmassnahmen zu ergreifen. Die neue Regierung werde das regeln, versicherte der designierte Sicherheitsberater.

Telefonate mit der russischen Botschaft werden von den US-Geheimdiensten routinemässig abgehört, auch dasjenige zwischen Flynn und Kislyak. Flynn verstiess mit seinem Versprechen gegen ein obskures, mehr als 200 Jahre altes Gesetz, den sogenannten Logan Act. Das wäre nicht weiter schlimm gewesen. Doch Flynn log in der Folge sowohl den Vizepräsidenten als auch das FBI an.

Warum Flynn gelogen hat, ist bis heute sein Geheimnis geblieben. Auf jeden Fall flog er auf, und das war das Ende seines kurzen Einsatzes im Weissen Haus. «Ich musste General Flynn entlassen, weil er den Vizepräsidenten und das FBI angelogen hatte», tweetete ein enttäuschter Präsident Trump Ende Januar 2017.

This courtroom sketch depicts former President Donald Trump's former national security adviser Michael Flynn, standing center, flanked by his lawyers, listening to U.S. District Judge Emmet Sullivan, right, as he addresses Flynn and points to the American flag inside the federal court in Washington, Washington, Tuesday, Dec. 18, 2018. Sullivan agreed to postpone Flynn's sentencing so he can continue cooperating with the Russia probe. Flynn's wife Lori Andrade, back left, and son Michael Flynn Jr., with red tie, listen. (Dana Verkouteren via AP)

Diese Zeichnung zeigt Flynn vor dem Richter. Bild: AP/FR31454 AP

Das FBI anzulügen ist ein Verbrechen, das eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren nach sich ziehen kann. Flynn bekannte sich dieses Verbrechens schuldig, zuerst in schriftlicher Form, später unter Eid vor einem Richter. Weil Flynn jedoch mit dem Team des Sonderermittlers Robert Mueller kooperiert hatte, wurde dem Richter empfohlen, bloss eine milde bedingte Strafe auszusprechen.

Fallengelassen wurde auch eine mögliche, weitere Klage. Flynn hatte für ein Entgelt von 500’000 Dollar für die Türkei gearbeitet und dies verschwiegen.

Ein erfahrener Militär und Geheimdienstprofi begeht eine ihm bestens bekannte Straftat und bekennt sich schuldig. Dass ihn der Präsident deswegen begnadigen würde, wäre nachvollziehbar. Schliesslich war Flynn ein loyaler Diener Trumps. Doch die Flynn-Story hat nun eine ganz andere Wendung genommen.

Es begann damit, dass Flynn sein Geständnis widerrufen und seinen Rechtsbeistand gewechselt hat. Er sei vom FBI heimtückisch hintergangen worden, lautete die neue Version, die Flynns neue Anwältin mit Nachdruck verbreitete. Dies, obwohl selbst das von den Republikanern beherrschte Intelligence Committee des Senats bestätigt hatte, es gebe keinen Grund, «die Schlussfolgerungen der Geheimdienste in Frage zu stellen».

Auch der konservative Richter im Verfahren gegen Flynn hatte nichts Unrechtes seitens der Anklage feststellen können. Im Gegenteil, er bezichtigte Flynn des «Landesverrats», war über das geringe Strafmass empört, das die Staatsanwaltschaft forderte, und vertagte deshalb den Prozess.

epa08272887 US Attorney General William Barr (C) delivers remarks in front of Minister for Home Affairs of Australia Peter Dutton (L) and Canadian Minister of Public Safety and Emergency Preparedness Bill Blair (R); at an event held to announce actions to combat online child sexual exploitation, at the Justice Department in Washington, DC, USA, 05 March 2020. Law enforcement entities from the US, UK, Canada, Australia and New Zealand are partnering to launch an initiative to combat online child sexual exploitation and abuse. The initiative provides a framework for technological companies to voluntarily adopt practices helpful to combating such abuse.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Hat das Recht politisiert: Justizminister William Barr. Bild: EPA

Trotzdem wurde in den konservativen Medien, vor allem bei Fox News, ein völlig neues Narrativ verkündet: Flynn sei ein Kriegsheld, der von feigen FBI-Oberen wie James Comey zuerst in eine Falle gelockt und dann zu einem Geständnis erpresst worden sei. Das Ganze sei daher eine perfide Machenschaft des sogenannten «deep state» mit dem Ziel, die Präsidentschaft von Trump zu hintertreiben.

Dieser Version ist nun auch Justizminister Barr gefolgt. Er hat das Verfahren gegen Flynn eingestellt mit der Begründung, es «sei ohne legale Basis durchgeführt worden», und es sei zudem nicht bewiesen, dass Flynn falsche Angaben gemacht habe. Angesichts der mehrmaligen Geständnisse von Flynn eine schier unglaubliche Begründung.

Doch sie ist nicht weiter verwunderlich: Seit Barr im Justizministerium das Sagen hat, sind die Gewaltentrennung und der Rechtsstaat in den USA Vergangenheit. Das Recht wird politisiert, der Justizminister vertritt nun schamlos die Interessen des Präsidenten.

So hat Barr als praktisch erste Amtshandlung eine völlig verdrehte Version des Mueller-Reports in die Welt gesetzt. Barr hat sich auch in das Verfahren gegen Trumps ehemaligen Kumpel Roger Stone eingemischt, und er versucht mit allen Mitteln, ein Verfahren gegen den ehemaligen FBI-Direktor James Comey und dessen Stellvertreter Andrew McCabe in Gang zu setzen.

Auch die Aufhebung des Verfahrens gegen Flynn macht nur politisch Sinn. Flynn soll zum Märtyrer der Obama-Regierung emporstilisiert und so als Waffe gegen Joe Biden eingesetzt werden. Die «New York Times» kommentiert das Ganze deshalb wie folgt:

«Es ist schwierig, zu übertreiben, wie gefährlich das ist. Es ist nur ein kleiner Schritt, das Justizministerium zu benützen, um seine Freunde zu beschützen, bis dahin, es als Waffe gegen seine Feinde einzusetzen. Mit anderen Worten: Pass auf, Joe Biden.»

Alles deutet darauf hin, dass Trump die Russland-Affäre in eine Biden-Affäre ummünzen will. Bereits lässt der Präsident die Journalisten wissen, das Verfahren gegen Flynn sei eine «totale Schande gewesen», und er wäre «nicht überrascht, wenn ich den nächsten Wochen noch sehr viele Dinge geschehen würden».

Die Coronakrise hat Trump des zentralen Pfeilers seiner geplanten Wahlkampagne beraubt: einer boomenden Wirtschaft. Er wird daher mit aller Macht versuchen, Joe Bidens Charakter in den Dreck zu ziehen – und er wird dabei vor nichts zurückschrecken.

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51
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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kuckuk 09.05.2020 23:09
    Highlight Highlight Besser die Amerikanische Richter beschäftigen sich mit Michael Flynn als eine Presse. Michael Flynn wird aussagen, beweise vorlegen. Köpfe werden wieder rollen. FBI soll für ihr Tun nur gerade stehen. Vielen passt das nicht. Es nützt nichts wenn die Presse alles verschmutzt und vertuscht. Die Wahrheit kommt ans Licht.
  • Lore 09.05.2020 13:30
    Highlight Highlight Popcorn passt... Wäre es ein Thriller, würde ich denken: Leute, das ist doch so billig und offensichtlich, fällt denen nichts intelligenteres ein? Und wegschauten, weil unrealistisch.

    Alles was man jetzt schlechtes über Biden liest, kann doch nur gefaket sein.

    Warum sagt denen das nicht endlich mal jemand auf den Kopf zu? „Ey, Barr altes Haus, als Justizminister solltest du den Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge kennen“

    Gibt es denn keine schlauen und nicht von Macht zerfressenere Amis mehr, die Politik können? Die Wahrheit kommt doch sowieso raus, irgendwann.... hoffentlich....
  • flyingdutch18 09.05.2020 09:06
    Highlight Highlight Ein treffender Kommentar. Beginnend mit dem dreckigsten Wahlkampf, den je ein Präsidentschaftskandidat geführt hat (Trump 2016), hat Trump mit McConnell (Mehrheitsführer im Senat) und rechtsextremen Medienkommentatoren die Demokratie und Gewaltentrennung in den USA nachhaltig ausgehöhlt. Flynn und dessen Sohn waren dabei nur ein Rädchen in seiner Kampagne. Nochmals vier Jahre Trump und Mehrheit der republikanischen Sekte im Senat, und die USA werden vollends zu einem faschistischen und rassistischen Staat. Angesichts von 75 Jahre Ende des deutschen Nationalsozialismus deprimierende Aussichten.
  • rodolofo 09.05.2020 07:51
    Highlight Highlight Die "rechte" Ideologie geht von der Schlechtigkeit des menschlichen Wesens aus, was einerseits realistisch sein- und andererseits einen Freipass ausgibt, diese Schlechtigkeit frei laufen zu lassen.
    Die "linke" Ideologie geht von der Gutartigkeit des menschlichen Wesens aus, was einerseits naiv sein- und andererseits den mit Vertrauen und Wohlwollen gestärkten Mitmenschen die Möglichkeit zuspielt, sich mit ebensolcher Grossherzigkeit und Kulanz zu bedanken.
    Wir ernten, was wir sähen.
    Wer Hass und Misstrauen sät, erntet Krieg.
    Wer Liebe und Vertrauen sät, erntet Frieden.
    Ist einfach so...
  • Bildung & Aufklärung 09.05.2020 02:44
    Highlight Highlight Glaube übrigens kaum, dass ich noch Popcorn übrighabe, nachdem ich all die vielen, vielen komisch komödiantischen Videos von und um Trump gesehen habe.

    Gestern das entdeckt (gibt noch viel mehr in dem Stil), da "gasch abe". Aber sowas von. Unfassbar, Comedygold, Realsatire und erschreckend in einem.
    Play Icon
  • Bildung & Aufklärung 09.05.2020 02:36
    Highlight Highlight Wow. Was für eine redliche Posse.

    Der Wahlkampf im tollsten, freisten Land der Welt wird eine unehrliche, gemeine, themenferne, unsachliche Dreckschlacht, bei ders darum geht, den anderen fertigzumachen.
    Genau wie zu erwarten und schon oft davor.

    Mit Trump wird das neue Höhen erreichen, vorallem von seiner Seite.

    Ein "Spiel" bei dem alles erlaubt ist und Anstand und Moral geradezu kontraproduktiv sind.

    Dumm, peinlich, destruktiv. Eine Schande und ein Schlag ins Gesicht einer Demokratie und der Verantwortung, die man gegenüber der Bevölkerung/dem Land ja trüge.

  • poltergeist 08.05.2020 23:39
    Highlight Highlight Spannen da die Russen und Chinesen zusammen? Trump und das Virus im Doppelangriff könnten die USA zu Fall bringen, wenn er die Wahl gewinnt dürfte das Schicksal der Welt Nr. 1 besiegelt sein ;)
    • BVB 09.05.2020 01:51
      Highlight Highlight Und das findest du wirklich gut, wenn dafür China übernimmt?
    • rodolofo 09.05.2020 07:59
      Highlight Highlight Diese behauptete Gegensätzlichkeit zwischen den "Supermächten" führt meiner Meinung nach in die Irre.
      Russland und China haben zwar nach ihren sehr schlechten Erfahrungen mit dem "Westen" und nach kommunistischen Gross-Versuchen ganz andere historische Voraussetzungen, als die USA, die als "Siegermacht" aus dem 2. Weltkrieg hervorgegangen sind und auf den ultra-liberalen Kapitalismus und auf eine gigantische Militärmacht setzten, bewegen sich aber heute alle auf einen "modernen Nationalsozialismus" zu, mit einem giftigen Mischung aus Militarismus, Nationalismus und Geheimdienst-Überwachung.
  • Hoci 08.05.2020 23:35
    Highlight Highlight Ja wissen wir längst, Trump hat keine Grenze und Moral.
    Und er benutzt und zeigt es jeden Monat schamloser. Und die Us Amerikaner schlucken Treppchen um Treppchen ins bodenlose des Unrecht, Korruption, Rassismus, Sklaverei.
  • De-Saint-Ex 08.05.2020 21:14
    Highlight Highlight Nein danke... brauche kein Popcorn... schaue mir schliesslich nicht jede Wahl einer Bananenrepublik an. Wieso sollte es hier anders sein?
    • Toerpe Zwerg 08.05.2020 21:55
      Highlight Highlight Aber kommentieren müssen Sie die Wahlen der 🍌-Republik dann schon!
    • De-Saint-Ex 08.05.2020 23:02
      Highlight Highlight Da haben Sie allerdings recht. Wie dumm von mir! Vielleicht liegt es daran, dass Trump noch nicht einen Tag seiner Präsidentschaft den Wahlkampfmodus verlassen hat ... was wiederum erklären würde, wieso er partout nicht wie ein Präsident auftreten kann... wie auch immer...
  • sweeneytodd 08.05.2020 19:26
    Highlight Highlight Die USA hat aktuell über 14% Arbeitslose, wenn Trump so weitermacht (und das wird er) werden es wohl noch mehr. Es ist daher völlig klar dass Trump nun noch dreckiger vorgeht, denn bei den Amis fallen die Wahlen auch im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Lage und die sieht gelinde gesagt "sche*sse aus".
  • pun 08.05.2020 18:50
    Highlight Highlight Aus der Ferne sieht es nicht so aus, als ob die Demokraten und die Kampagne Biden auf den nun seit 2016 erwartbaren ultra dreckigen Wahlkampf vorbereitet wären. In der Thematik fände ich einen Einblick mal spannend. Wie können demokratische, liberale und progressive Kräfte die Deutungshoheit zurückgewinnen? Bei Obama hats geklappt, Sanders hat auch eine nachhaltige Kampagne gefahren. Biden scheint auf "ich bin nicht Trump" zu setzen wie Clinton vor vier Jahren und dabei wäre Biden noch nichtmal die erste US-Präsidentin aller Zeiten.
  • Toerpe Zwerg 08.05.2020 18:20
    Highlight Highlight "Seit Barr im Justizministerium das Sagen hat, sind die Gewaltentrennung und der Rechtsstaat in den USA Vergangenheit. "

    Da überschiessen Sie mit Ihrer Analyse gewaltig.
    • Patamat 08.05.2020 19:20
      Highlight Highlight Nun, die "Zusammenfassung" Barrs des Muller-Berichts spricht eigentlich Bände...
  • homo sapiens melior 08.05.2020 17:44
    Highlight Highlight Schlimmer als eine Bananenrepublik.
    Hat eigentlich letzthin jemand nachgesehen, ob unter den Regionen, in denen Bananen wachsen überhaupt noch Bananenrepubliken sind? Oder kriegt die USA jetzt den Haupttitel?
    • lilie 08.05.2020 18:15
      Highlight Highlight @homo sapiens melior: Die Bananenrepubliken sind unterdessen mehrheitlich funktionierende Rechtsstaaten.

      Neu kommt jetzt der Orangenstaat in Verruf.
    • rodolofo 09.05.2020 08:14
      Highlight Highlight @ lilie
      Das ist mir jetzt doch etwas zu schönfärberisch gesagt.
      In den Original-Bananenrepubliken wird es nicht automatisch besser, nur weil die Verhältnisse in der westlichen "Nachahmer-Bananenrepublik" USA schlechter werden!
      Ich denke da beispielsweise an die Philippinen:
      In der "EDSA-Revolution" waren Millionen von Filipinos auf den Strassen und verhinderten mit ihren eigenen Leibern, dass das Militär den Putsch gegen Diktator Marcos niederschlagen konnte!
      Die Marcos-Familie musste schliesslich fliehen.
      Der heutige Präsident, Duterte, hat Marcos mit einem Ehrenbegräbnis rehabilitiert...
    • lilie 09.05.2020 11:13
      Highlight Highlight @rodolofo: Mein Kommentar war ja auch nicht ganz so ernst gemeint. 😉

      Ich finde es einfach tragisch, dass die USA mit ihren völlig ungenügenden Strukturen, aber grosskotzigem Auftreten, vielen anderen Ländern weltweit immer noch als Vorbild gilt.

      Stell dir vor, alle ahmen die USA nach. ☹

      Wobei, das scheint ja eh schon der Fall zu sein. Wobei, dermassen schamlos dekadent ist wohl kaum ein anderes Land...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Arneis 08.05.2020 17:18
    Highlight Highlight Die Leute sterben wie die Fliegen und die Regierung kümmert sich....
    Amerika halt.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 08.05.2020 18:02
      Highlight Highlight In den USA sterben täglich rund 6'500 Menschen . Tag für Tag , also ca 2,3 Millionen im Jahr. Bisher starben in den USA 77'200 Menschen an Covid19.
      Einfach so als Tatsache und um die Zahlen einzuordnen.
    • Varanasi 08.05.2020 18:48
      Highlight Highlight Nada:
      Ja das stimmt, allerdings ist das Zauberwort bisher.
      Wenn die tägliche Zahl der Toten so konstant bleibt, dann sind es in 6 Monaten zusätzliche 360.000, insgesamt dann 435.000.
      Das sieht dann schon anders aus.
    • Mijasma 09.05.2020 01:17
      Highlight Highlight Nada:
      Es ist aber ein Unterschied wenn Menschen von selber sterben oder wenn sie durch inkompetenz und ignoranz einer korrupten Regierung sterben müssen. Das ist ein Verbrechen am eigenen Volk. Aber Trump und seine Republikanischen Vasallen bauen auf die Erkentniss ein Toter ist ein Mord eine Million tote nur eine Statistik.
  • re-spectre 08.05.2020 17:17
    Highlight Highlight müssen wir uns jetzt wieder täglich mit den pest-oder-cholera-wahlen der imperialisten ertränken lassen. ist doch egal, wer präsident ist. das organisierte destabilisieren jeglichen nicht kopfnickern wird doch eh im hintergrund gesteuert. teile und herrsche ist die strategie im inland und ausland. friede und kooperation ist unerwünscht. die wertestandards gelten nur für die anderen. spalten, täuschen, desinformieren, alle seiten mit waffen beliefern, arme schlucker in die demokratur bomben und dann als heiland auftauchen und die ressourcen klauen. und wir jubeln und profitieren mit. sehr edel.
    • Varanasi 08.05.2020 17:53
      Highlight Highlight Du findest es egal wär Präsident ist? Ich nicht.
      Ob man will oder nicht, die Präsidentschaft in den USA betrifft auch uns.
      Wenn es ihnen wirtschaftlich schlecht geht, hat das auch Auswirkungen auf unsere Wirtschaft.
      Dazu die Klimaproblematik, alle Verträge werden gekündigt, die Erde weiter ausgebeutet.
      Von den internationalen Beziehungen mag ich jetzt erst gar nicht anfangen...
      Nein, es ist wirklich nicht egal, wer in den USA Präsident ist.
    • FaLa02 08.05.2020 20:42
      Highlight Highlight Bei der jämmerlich Auswahl der kommenden Wahl......, eigentlich doch.....
    • Bildung & Aufklärung 09.05.2020 02:47
      Highlight Highlight Egal nicht, aber hast halt schon leider sehr viel Wahres aufgezählt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Victor Paulsen 08.05.2020 17:09
    Highlight Highlight Sie haben zwar etwas zu viele Berichte über eine Amtsenthebung von Trump gemacht, aber ihre politischen Berichte, wie der hier, sind super, Herr Löpfe
    • Kuckuk 09.05.2020 17:44
      Highlight Highlight Ja viele Berichte zur Amtsenthebung. Ist aber immer noch im Amt. Warum wohl? Wohl weil die Beweise fehlten! Eine Entschuldigung währe hier von Nöten.
    • Bildung & Aufklärung 09.05.2020 23:02
      Highlight Highlight Kuckuk;

      Was für ein unwahrer Unsinn. Die Beweise waren glasklar da. Schwarz auf Weiss.

      Sie sollten sich informieren, bevor Sie Unwahrheiten in die Welt setzen.

      Er wurde nicht enthoben, weil der Block der Reps, welche sich nun wirklich einen feuchten um Fakten, Wahrheit, Moral oder sonstwas scheren, ihn einfach nicht entheben wollte. Ganz simpel.
  • N. Y. P. 08.05.2020 17:08
    Highlight Highlight Da wird einem richtig übel.

    Die Achse Trump - Justizminister Barr - Fox News hebelt die Gewalten aus.

    Die Schlechten machen, was sie wollen. Die Guten halten sich an die Regeln.

    Wieso halten sich die Guten solange an die Regeln, bis es zu spät ist ? Ja immer korrekt bleiben. Korrekt dem Untergang entgegen. Bis einfach gar nichts mehr funktioniert.

    Hat der Mensch ein Krebsgeschwür, so muss es entfernt werden. Ohne wenn und aber.
    • actualscientist 08.05.2020 18:11
      Highlight Highlight Nur funktionieren das nicht und am schluss gibt es nichts gutes und keine Regeln mehr. Zwei Krebsgeschwüre gegeneinander Kämpfen und eins gewinnt gibt es immer noch ein Krebsgeschwür. Man sollte mit gutem Beispiel voran gehen und sich nicht auf das Niveau begeben das man verteufelt.


      Einige gute Beispiele sind Bürger Milizen in Mexico. Ein sehr gewalttätiges Drogenkartell word von einer Bprger Miliz abgeschlachted nur um schlussentlich selber das neue gewalttätiges Drogenkartell zu werden.
    • N. Y. P. 08.05.2020 18:24
      Highlight Highlight Weise Worte, @actualscientist.

      Wir haben gut lachen, bei uns in der guten Schweiz. In den USA hat es viele Familien, die kaum mehr ihre Kinder (gesund) ernähren können. Die haben vielleicht bald keine Lust mehr, mit gutem Beispiel voranzugehen.

      Was du von Mexiko beschreibst, ist wirklich sehr traurig. Ein gefallener Staat.
    • ast1 08.05.2020 19:03
      Highlight Highlight Nicht zu vergessen Mitch McConnell.

      Die Republikaner haben die Kontrolle über alle drei (vier) Staatsgewalten an sich gerissen: Trump in der Exekutive, McConnell in der Legislative, Barr und die konservative Mehrheit im Supreme Court, und Fox News (Murdoch) welche das Narrativ in der Presse steuern.

      Rechtsstaat und Demokratie sind in den USA Geschichte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigi-B 08.05.2020 16:55
    Highlight Highlight "Die Obama-Regierung stellte ihn daher auf ein Nebengeleise. "

    Herr Löpfe, informieren sie sich in Gottes Namen endlich mal richtig über die Themen die sie analysieren!

    Flynn war nicht einverstanden wie die CIA und Obama "freundliche" Terroristen in Syrien ausrüsteten. Er fand das keine gute Strategie und alles was danach geschah gab ihm Recht!
    • Black Cat in a Sink 08.05.2020 17:21
      Highlight Highlight Nebengleis ist schon richtig, funktioniert in der Trump-Administration genau gleich.
    • re-spectre 08.05.2020 17:36
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    • Samurai Gra 08.05.2020 18:08
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