Wirtschaft
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Ärger für die UBS in Hongkong – wegen eines Schweine-Kommentars



The UBS Mobile Banking app, an e-banking application by Swiss bank UBS, photographed on a smart phone in Zurich, Switzerland, on January 5, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler) 

Die UBS Mobile Banking App, eine E-Banking Applikation, aufgenommen auf einem Smartphone am 5. Januar 2016 in Zurich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Der flapsige Kommentar eines Ökonomen der Schweizer Grossbank UBS hat nun Folgen für das Institut in China: Der Broker Haitong International, Hongkong-Tochter des chinesischen Brokers Haitong Securities, hat ihre Geschäftsbeziehungen mit der UBS aufgekündigt.

Das bestätigte die Finanzfirma am Freitag. «Es gibt keinen klaren Zeitplan, um die Zusammenarbeit wieder aufzunehmen, das ist eine Entscheidung des Managements», erklärte Haitong. Zuvor hatte der Chef des Instituts, Lin Yong, den Schritt über eine Chat-Nachricht angekündigt.

Hintergrund ist ein Kommentar des Chefökonoms der UBS-Vermögensverwaltungssparte, Paul Donovan. Er sprach in einem am Mittwoch veröffentlichten Podcast über höhere Konsumentenpreise aufgrund einer in China grassierenden Krankheit bei Schweinen: «Spielt das eine Rolle? Es ist wichtig, wenn du ein chinesisches Schwein bist. Es ist wichtig, wenn man gerne Schweinefleisch in China isst», sagte er.

Das hatte in der chinesischen Finanzbranche einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. UBS hatte sich daraufhin entschuldigt - doch einige Firmen hatten die Entschuldigung nicht angenommen. Zwar hat bislang kein anderes Unternehmen seine Geschäftsbeziehung zur UBS aufgekündigt. Doch der chinesische Wertpapier-Verband empfahl ihren Mitgliedern am Freitag, Donovan nicht mehr zu zitieren oder zu Veranstaltungen einzuladen.

Der Ökonom liess Anfragen für einen Kommentar unbeantwortet. Die Publikation «The Paper» berichtete, er werde vorübergehend von seinen Aufgaben bei der UBS entbunden, um für eine Untersuchung zur Verfügung zu stehen.

China ist für die Schweizer Grossbank ein wichtiger Markt, in dem sie sich auch künftig gute Geschäfte erhofft. (aeg/sda/awp/reu)

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nelson Muntz 15.06.2019 07:51
    Highlight Highlight Wer ist schneller beleidigt? China oder die Türkei?
  • Beat-Galli 14.06.2019 20:00
    Highlight Highlight Die Welt war einfach etwas besser, als die schweizer Banken einfach nur still waren und sich um die Gelder kümmerten, statt grossspurig zu labern!
  • Ökonometriker 14.06.2019 19:08
    Highlight Highlight Das ist eine Nachricht Beijings an Trump. Beijing hat gerade die Finanzmarktregulationen für ausländische Anbieter gelockert und gleichzeitig für den grössten ausländischen Anbieter in China, der UBS, einen Skandal heraufbeschworen. Damit zeigt Beijing, dass es die Kontrolle weiterhin hat und nicht vor Trump den Kowtow macht. In HK interessiert das keinen, Haitong geschäftet v.a. mit Kundem auf dem Festland und UBS ist nicht so wichtig wie andere Banken in HK.
  • Armend Shala 14.06.2019 18:47
    Highlight Highlight
    Benutzer Bild
  • Neruda 14.06.2019 18:06
    Highlight Highlight Haha kein Winnie the pooh, keine Schweinchen... Die Chinesen scheinen gleich schnell beleidigt zu sein wie die Türken 😂
  • Donald 14.06.2019 17:32
    Highlight Highlight Könnt ihr vielleicht noch erklären was das Problem damit ist oder wie dies interpretiert wird?
    • Oh Dae-su 14.06.2019 17:43
      Highlight Highlight Bin ehrlich gesagt auch etwas ratlos, was denn an dieser Aussage beleidigend sein soll...
    • Oh Dae-su 14.06.2019 18:52
      Highlight Highlight Hab jetzt nochmals etwas recherchiert und es ging wohl um die Bezeichnung "Chinese pig". Die Chinesen haben es offenbar so verstanden, dass sie selbst und nicht die Schweine damit gemeint sind.
      Ist aber leider nur ein weiteres Beispiel wie dünnhäutig viele Chinesen sind. Da wird alles missverstanden, was man irgendwie missverstehen kann. Auch schön in diesem Video erklärt:
      Play Icon
    • Alju 14.06.2019 20:35
      Highlight Highlight Ich vermute:
      Schweine werden in China mit Dummheit, Faulheit, und Losglück assoziiert. Folglich gilt jemanden „Schwein“ zu nennen als beleidigend.

      Dadurch wird die Aussage von Chinesen so interpretiert: Chinesische Konsumenten seien entweder Schweine (Dumm) oder mögen Schweinefleisch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Charlie B. 14.06.2019 17:07
    Highlight Highlight Na dann hoffen wir mal es geht nicht noch weiter Bach ab...
  • D(r)ummer 14.06.2019 16:10
    Highlight Highlight Was Ökonomen nicht in die Berechnung einfliessen lassen...?

    Sich selbst.
    • bebby 14.06.2019 17:36
      Highlight Highlight Absolut tragischer Fall. Da hat die Wut im Internet wieder ein neues Opfer gefunden. Das hat Donovan nicht verdient.

Die UBS macht sich auf Plakaten für das Klima stark – das steckt dahinter

UBS 100% klimaneutral – seit Donnerstag hängen die Plakate überall. Die Bank bedankt sich darauf für die staatliche Unterstützung während der Finanzkrise und will als Gegenzug das Klima retten.

Die Aussage ist eine Sensation: Die UBS will als erste Grossbank weltweit vollständig aus dem Geschäft mit fossilen Brennstoffen aussteigen. Dabei veröffentlichten die NGOs «Ran» und «Banktracker» im März diesen Jahres Zahlen, die belegten, dass die UBS seit dem Übereinkommen von Paris 2015 fossile Investitionen von insgesamt 25 Milliarden Dollar getätigt hatte.

Wie ist diese plötzliche Kehrtwende also zu erklären? Die Antwort lautet: gar nicht.

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