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Aus für den Mondeo: Ford stellt Dauerbrenner ein

Nach fünf Generationen und fast 30 Jahren Bauzeit ist Schluss: Ford nimmt Abschied von einem seiner ganz grossen Erfolge. Vor allem, weil man mehr E-SUV bauen will. Aber es gibt wohl einen weiteren Grund.
30.03.2021, 14:15
Markus Abrahamczyk / t-online
Ein Artikel von
t-online

Das Ende des Mondeo ist besiegelt: Seit 1993 läuft der Ford-Klassiker nun schon vom Band. Seitdem folgten vier Generationen. Doch statt des bevorstehenden 30. Geburtstags kommt nun das Aus für die Mittelklasse-Limousine.

Am 31. März 2022, fast genau in einem Jahr also, soll der letzte Mondeo das Fertigungsband verlassen. Dann ist die Baureihe Geschichte. Denn Ford setzt voll aufs E-Auto: Ab 2030 will man zumindest in Europa nur noch Stromer anbieten. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Modellpalette frühzeitig durchgesiebt. Und der Mondeo stehe der Elektrifizierung der Marke im Wege, heisst es zur Begründung für das Aus.

Dass man ihn nicht als E-Auto weiterentwickelt, was ja auch eine naheliegende Lösung wäre, hat mit dem zweiten Grund zu tun: Denn die besten Tage von Limousinen wie dem Mondeo sind vorbei. Stattdessen sind SUV und Crossover gefragt, in denen man hoch sitzt und viel Gepäck verladen kann. Das bestätigt nicht nur jeder Blick auf die (deutschen) Zulassungszahlen , sondern auch die Verkaufsstatistik von Ford. Darin findet sich der Mondeo nämlich erst auf dem achten Rang – kein Vergleich also zu BMW 3er oder Mercedes C-Klasse , die ihren Herstellern prächtige Gewinne einfahren.

Als Weltauto geplant

Als der Mondeo 1993 auf den Markt kam, löste er den Sierra ab, der seit 1982 in zwei Modellreihen gebaut wurde. Wie sein Name («le monde»: französisch «die Welt») schon andeutet, war er als eines der frühen Weltautos gedacht: Es sollte auf vielen Märkten – und nur jeweils leicht angepasst – verkauft werden, anstatt mit grossem Aufwand und hohen Kosten verschiedene Modelle für einzelne Länder zu entwickeln.

Mondeo Jahrgang 1993
Mondeo Jahrgang 1993
Bild: Ford

Deshalb erhielt er ein Design, das möglichst wenige Reibungspunkte bot: Es sollte möglichst jedem Gefallen – oder zumindest nur wenigen missfallen. Heute ist dieser Gedanke ein Standard der Autoindustrie. Damals aber war der Mondeo ein echter Vorreiter.

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