Wirtschaft
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US-Korruptionsverfahren beschert Ericsson hohen Verlust



epa07319010 (FILE) - A file photo dated 11 March 2015 showing Ericsson's flag at the company headquarters in Stockholm, Sweden (reissued 25 January 2019). Ericsson on 25 January 2019 released their 4th quarter and full year 2018 earnings results, saying their net sales for 4th quarter 2018 stood at 63.8 billion SEK, compared with 57.9 billion SEK in 2017, an increase of 10 per cent year-on-year. Full year 2018 sales were 210.8 billion SEK, an increase of 3 per cent from 205.4 billion SEK in 2017.  EPA/JONAS EKSTROMER SWEDEN OUT

In Schieflage: Ericsson. Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

Die erwartete Beilegung eines US-Korruptionsverfahrens hat den Netzwerkausrüster Ericsson tief in die roten Zahlen gerissen. Im dritten Quartal schrieben die Schweden einen Verlust von 6.9 Milliarden schwedischen Kronen (701 Millionen Franken).

Dies teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stockholm mit. Im Vorjahreszeitraum hatte der Nokia-Rivale noch 2.7 Milliarden Kronen Gewinn gemacht.

Ende September hatte Ericsson bekannt gegeben, rund 12 Milliarden Kronen zurückzustellen, um Untersuchungen der US-Börsenaufsicht SEC und des US-Justizministeriums aus dem Weg zu räumen. Das Unternehmen rechnet mit einer Strafzahlung von rund einer Milliarde US-Dollar wegen fragwürdiger Geschäftspraktiken in China und fünf weiteren Ländern in früheren Jahren.

Die SEC hat seit 2013 das Zustandekommen von einigen Aufträgen von Ericsson in den 1990er Jahren durchleuchtet, seit 2015 hat sich auch das US-Justizministerium mit einer eigenen Untersuchung damit beschäftigt. Ericsson hat nach eigenen Angaben die Behörden voll unterstützt. Konzernchef Börje Ekholm hat zudem bereits eingeräumt, dass sich das Unternehmen in der Vergangenheit falsch verhalten habe.

Tagesgeschäft wieder besser

Im Tagesgeschäft läuft es inzwischen wieder besser. Ekholm schraubte die Umsatzziele für das kommende Jahr vor allem wegen der guten Aussichten bei der neuen 5G-Technik auf 230 bis 240 Milliarden Kronen hoch, zuvor standen 210 bis 220 Milliarden im Plan. Zwischen Juli und Ende September dieses Jahres kletterte der Umsatz im Jahresvergleich auch dank der Kronen-Schwäche um 6 Prozent auf 57.1 Milliarden Kronen.

Die Bruttomarge kletterte unerwartet kräftig um 1.2 Prozentpunkte auf 37.7 Prozent. Der Wert gibt an, wie viel vom Verkaufspreis nach den Herstellungskosten übrig bleibt und ist am Aktienmarkt daher ein stark beachtetes Mass für die Profitabilität. (aeg/sda/awp/dpa)

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