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Böhmermann der Hofnarr

Bild: montage: watson / material: shutterstock, keystone

Analyse

Aus Hofnarren werden Politiker: Comedians an die Macht

Comedians begnügen sich nicht mehr damit, sich über Politiker lustig zu machen. Sie machen ihnen den Platz streitig.



Der Hofnarr war eine feste Grösse am mittelalterlichen Hof. Er durfte sich ungestraft über den König lustig machen und Wahrheiten aussprechen, die sich gemeine Untertanen höchstens hinter vorgehaltener Hand zutuschelten. Wer den allmächtigen Mann auf dem Thron offen kritisierte, musste damit rechnen, seinen Kopf zu verlieren – und zwar im wörtlichen Sinn.

Sich über Politiker lustig zu machen gehört auch zum Wesen des Kabarettisten, oder Comedians, wie er neuerdings heisst. In Ländern mit freien Medien werden Politiker gnadenlos durch den Kakao gezogen. In jüngster Zeit gehen die Comedians einen Schritt weiter.

Soeben hat sich in Deutschland Jan Böhmermann als neuer Chef der krisengebeutelten SPD beworben. Wie immer bei ihm weiss man nicht so genau, ob er es tatsächlich ernst meint.

FILE - In this Tuesday Feb. 2, 2016 file photo, Beppe Grillo, leader of the anti-establishment 5-Stars Movement, performs in Milan, Italy. The day the anti-establishment 5-Star Movement triumphed in Rome’s mayoral election, its exultant founder, comic Beppe Grillo, immediately turned his supporters’ sights on the next destination for what he calls their ‘’mission impossible airplane”  soaring into national power.  (AP Photo/Antonio Calanni, File)

Macht im Hintergrund: Beppe Grillo, Gründer der Cinque Stelle in Italien. Bild: AP/AP

Böhmermann springt auf einen fahrenden Zug auf. In Italien hat Beppe Grillo die Cinque Stelle zur derzeit grössten Partei des Landes gemacht. In die Regierung hat er zwar den jungen, etwas unbedarften Luigi Di Maio geschickt, doch die Macht liegt nach wie vor in seinen Händen.

Wolodymyr Selenskyi sitzt in der Ukraine im Präsidentensessel. Der zuvor als Politiker völlig unbekannte Comedian hat die Wahlen im vergangenen Frühling gegen die etablierten Politiker klar gewonnen. Bisher rätseln jedoch sowohl seine Landsleute wie der Rest der Welt, was er mit seiner neu gewonnenen Macht erreichen will.

Ein ehemaliger Star der satirischen Kult-Sendung «Saturday Night Live», Al Franken, gehörte zu den profiliertesten Senatoren der USA. Vor knapp zwei Jahren wurde er ein Opfer der #metoo-Bewegung. Unter fragwürdigen Umständen wurde ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen, und es gehört zur poetischen Gerechtigkeit, dass seine Hauptanklägerin, Kirsten Gillibrand, inzwischen als Präsidentschaftskandidatin das Handtuch werfen musste.

epa06374478 (FILE) Democratic Senator from Minnesota Al Franken attends the Senate Health, Education, Labor and Pensions Committee hearing on the nomination of Alex Azar to be Secretary of Health and Human Services (HHS), on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 29 November 2017 (reissued 07 December 2017). According to media reports, senator Al Franken on 07 December 2017 announced his resignation from Senate after he was accused of sexual misconduct.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Opfer einer Intrige: Der ehemalige Comedian und US-Senator Al Franken. Bild: EPA/EPA

Auch diejenigen Comedians, die nicht auf den Feldherrenhügeln sitzen, haben massiv an Einfluss gewonnen. So sind die Comedyshows in den USA fast wichtiger geworden als die regulären News. Deren Stars sind mittlerweile rund um den Globus bekannt.

Der Vater dieser Entwicklung heisst Jon Stewart. Er hat die «daily show» zu einer festen Grösse der USA gemacht. Stewart hat die Sendung bis 2015 während 16 Jahren betreut. Sein Einfluss ist heute noch gross. So hat er kürzlich in einem weit beachteten Auftritt vor dem Kongress erreicht, dass selbst die Republikaner einem Gesetz zustimmen mussten, das den First Respondern von 9/11 endlich die ihnen gebührende Hilfe zukommen lässt.

FILE - This Nov. 30, 2011 file photo shows television host Jon Stewart during a taping of

Nach wie vor unübertroffen: Jon Stewart, der Vater der «daily show». Bild: AP/FR170635 AP

Stewart hat auch jede Menge «Comedy-Kinder» gezeugt. Dazu gehört sein Nachfolger bei der «daily show», Trevor Noah. Berühmt und auch hierzulande sehr populär sind der Brite John Oliver und «Late-Show»-Gastgeber Stephen Colbert. Beide haben die Stewart-Schule durchlaufen.

Spätestens 2016 sind die Comedyshows so etwas wie der Rettungsanker der Nicht-Trump-Wähler geworden. Selbst die zuvor eher umpolitischen Comedians wie Jimmy Kimmel und Seth Meyer kennen eigentlich fast nur noch ein Thema: den Trottel im Weissen Haus.

Trump lässt dies keineswegs kalt. So hat er dem Comedy-Star bei HBO, Bill Maher, mit einer Millionenklage gedroht, weil dieser einst erklärt hat, Trumps Vater sei ein Orang Utang. Dies als Antwort auf Trumps unsägliche Birther-Kampagne, in der er Barack Obama unterstellt hat, er sei nicht in den USA auf die Welt gekommen und daher kein legaler Präsident.

Bild

War Trumps Vater ein Orang Utang? Das zumindest hat der Comedian Bill Maher einst behauptet.

Die Comedyshows sind der Beweis, dass die Demokratie in den USA zwar gefährdet, aber immer noch funktionsfähig ist. In Russland wagt keiner mehr, sich über Wladimir Putin lustig zu machen. Der russische Präsident lässt nicht einmal Hofnarren zu.

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    Alle Leser-Kommentare
  • trichie 01.09.2019 12:01
    Highlight Highlight Einen Comedian der in die Politik gewechselt hat habt ihr in eurem Artikel vergessen... oder bewusst nicht erwähnt weil der Herr im Weissen Haus sich selbst gar nicht als Comedian sieht?
  • Schneider Alex 31.08.2019 05:13
    Highlight Highlight Kulturschaffende haben Narrenfreiheit. Sie können ökonomische, rechtliche und allzumenschliche Rahmenbedingungen ausser Acht lassen und Karikaturen, also verzerrende, diffamierende, beschönigende und idealisierende Bilder schaffen ohne politische Verantwortung tragen zu müssen. Diese Bilder sind immer emotional aufgeladen, einseitig wie Kalendersprüche, unausgewogene Teilwahrheiten, oft lustig und unterhaltend, aber eben nicht sachlich abwägend.
    • lilie 31.08.2019 11:52
      Highlight Highlight @Schneider: Also ziemlich das, was die SVP und andere Populisten machen. 🤔🤷‍♀️
  • palàtala 30.08.2019 20:58
    Highlight Highlight Der feine Humor eines Dimitri, gepaart mit der Vision eines Martin Luther King, verbunden mit der Unerschrockenheit einer Jeanne d'Arc, käme wohl nahe an das Wunschbild einer idealen Staatsführung.
  • Goldjunge Krater 30.08.2019 19:25
    Highlight Highlight Passt auf diese linksextremen Rattenfänger auf!!
    • lilie 31.08.2019 12:38
      Highlight Highlight @Goldjunge: Du meinst wie der Rattenfänger von Hameln, der mit Hilfe einer Flöte die Rattenplage in einem Dorf beendete?

      So einfach wird es leider nicht werden. ☹
  • Manuce 30.08.2019 18:25
    Highlight Highlight Oder Coluche in den 80er.
    Benutzer Bild
  • Chase Insteadman 30.08.2019 17:58
    Highlight Highlight Jon Gnarr, anybody?
    Play Icon
  • Capodituttiicapi 30.08.2019 17:35
    Highlight Highlight Guckt mal Black Mirror "Waldo-Effekt". Trifft es ganz gut.
  • Mutbürgerin 30.08.2019 16:31
    Highlight Highlight Wenn Comedy als Gradmesser der Demokratie gilt, dann sieht's in der Schweiz aber duster aus. Ein paar Linke gibt's tatsächlich, aber meist spät am Abend und mit geringem Interesse mit Hauptfokus SVP-Bashing. Rechte Komiker werden höchstens mal in Talksendungen eingeladen, um sie vorzuführen und zu beleidigen. Das ist in Deutschland deutlich ausgewogener, bei der Heute-Show kommen alle dran, aber Sozenbashing ist ein Quotengarant.
    • lilie 31.08.2019 12:59
      Highlight Highlight @Mutbürgerin: Was Comedy angeht, siehts in der Schweiz sowieso zappenduster aus, die Schweizer gehen doch zum Lachen in den Keller... 😏
  • Yorik2010 30.08.2019 16:15
    Highlight Highlight Wenn ich unsere Führungsriege der SVP betrachte, müsste es eher heissen: Politiker werden Hofnarren!
  • rodolofo 30.08.2019 16:07
    Highlight Highlight Vielleicht ist das aber eine Notwehr-Reaktion der Komiker!
    Politiker sind mittlerweile so offensichtlich unfähig und lächerlich geworden, dass die Komiker sie gar nicht mehr lustiger als die Originale karikieren können!
    Bei Ueli Maurer befinden wir uns noch nahe vor dem berühmten Kipp-Punkt: Da ist sein Karikatur-Double, Viktor Giaccobo noch eindeutig lustiger, als das Original.
    Bei Donald Trump befinden wir uns jenseits des Kipp-Punktes: Donald Trump IST selber seine irrste Karikatur!
    Komiker sind meistens auch Zyniker.
    Die Pointe ist ihnen wichtiger, als die Geschichte.
    Darum ungeeignet.
  • JaAber 30.08.2019 15:57
    Highlight Highlight Satiresendungen schaue ich sehr gerne. Es wird ja auch oft der Finger auf einen wunden Punkt gedrückt. Aber damit es Satire wird, muss sie überzeichnen. Und genau da sehe ich das Problem: Wenn man sich nur noch über Satire informiert oder diese sich mit „realer“ Politik vermischt, kann man die Fakten und Realitäten auch nur noch überzeichnet wahrnehmen und empfindet Politik vermehrt als Unterhaltung. Dabei sind unsere weltweiten Probleme ernsthaft genug, um sie endlich ernsthaft (sic!) wahrzunehmen.
    • ninolino 30.08.2019 16:30
      Highlight Highlight Einige Politiker brauchen keine Überzeichnung, um realitätsfern und lächerlich zu sein!
    • Güzmo 30.08.2019 18:51
      Highlight Highlight Martin Sonneborn zB gibt wahnsinnig interesante Eindrücke ins Parlament in Brüssel, ich kann nicht fpr Böhmermann sprechen aber anders kriegt man dir Korrupten unter den Politikern einfach nicht am Kragen weil mans einfach nicht sieht.
    • Chrigu BE 30.08.2019 23:12
      Highlight Highlight Top, so noch nie bedacht. 👍
  • Chrigu BE 30.08.2019 15:51
    Highlight Highlight Die Analyse

    Bitte beachten Sie besonders den letzten Absatz der Definition:
    "In der Analyse wird ein bestimmtes Thema genau untersucht. Dabei geht der Autor nicht nur auf die verschiedenen Aspekte eines Themas ein, sondern er bezieht auch die möglichen Ursachen oder die Entstehungsgeschichte mit in die Analyse ein. Analysierte Einzelaspekte werden dabei mit allen Verflechtungen dargestellt, um ein umfassendes Gesamtverständnis des Themas zu erreichen.

    Der Autor hält in der Analyse seine eigene Meinung zugunsten der Darstellung verschiedener Erklärungsmodelle zurück."
  • Kaishakunin 30.08.2019 15:48
    Highlight Highlight Nach den Killerclowns dürfen auch mal die Hofnarren ran.
    Oder wie es Goethe mal ausdrückte:
    Das Kalte wird warm, der Reiche wird arm, der Narre gescheit - alles zu seiner Zeit
    :-)
  • Chrigu BE 30.08.2019 15:46
    Highlight Highlight Passt vielleicht hierher - auch wenn das immernoch nichts mit einer "Analyse" zu tun hat - eher hier "Glosse".

    "„Wer in der Demokratie die Wahrheit sagt, wird von der Masse getötet.“ – Platon „Lieber ein Hofnarr – als Narren hofieren.“ – Simplicissimus" - siehe https://juergenfritz.com/2019/02/24/hofnarr/
  • Kommemtar 30.08.2019 15:36
    Highlight Highlight Hmm ich würde die gennanten Sendungen nicht nur als Comedy darstellen. Praktisch alle (oder alle die ich kenne) haben auch einen grossen Investigativen Teil und decken grosse Missstände auf.

    Es ist halt einfacher zu verkaufen wenn lustig ist.
  • Hier Name einfügen 30.08.2019 15:04
    Highlight Highlight Sehr geehrter Herr Löpfe, für die Behauptung im letzten Abschnitt, dass die Demokratie in der USA gefährdet sei, sind Sie uns ein paar Quellen und Belege schuldig.
    Auch sonst verstehe ich nicht, was Sie uns mit dieser Analyse eigentlich genau sagen wollen? Dass Sie Jon Stewart vermissen? Da sind wir uns ausnahmsweise mal einig.
    • Klaus07 31.08.2019 08:06
      Highlight Highlight Wenn ein Präsident aktiv das oberste Gericht und die Geheimdienste beeinflussen kann, wenn die regierende Partei massiv in Wahllisten eingreifen kann und ganze Kulturkreise von den Wahlen ausschliesst und dies ohne Konsequenzen. Wenn der Präsident die Legislative mittels Dekreten umgehen kann, dann frage ich mich schon, ist die USA überhaupt noch eine Demokratie?
      Und ein zwei Parteien System wie in der USA ist auch nicht gerade Demokratie pur.
  • saukaibli 30.08.2019 14:04
    Highlight Highlight Eigentlich passt das doch irgendwie. Wenn man sich über politische Hintergründe und Machenschaften kritisch informieren will, bleiben einem ja fast nur Satire-Sendungen wie "Die Anstalt", die heute-show oder eben das neo Magazin Royal. Klassische Medien überfluten die Konsumenten ja oft nur noch mit SDA-Meldungen ohne diese zu hinterfragen.
    Insofern glaube ich, dass Satiriker hervorragende Politiker abgeben können.
  • GraveDigger 30.08.2019 13:58
    Highlight Highlight Passt doch. Politiker sind doch ein Witz... Böhmermann passt da ganz gut lebt ja schon jetzt vom Volksvermögen .. Von der GEZ zu Steuergeld..
    Ach ja, Politiker sind die einzigen die kein Zertifikat, Zulassung, Leistungsausweis oder sonst irgend in einer Form eine Ausbildung oder sonstige legitimation benötigen. Grosse Klappe reicht in den meisten Fällen schon ganz weit.
    • lilie 30.08.2019 15:54
      Highlight Highlight @Grave: Du willst mir jetzt ernsthaft verklickern, dass Comedians ein Zertifikat, eine Zulassung oder einen Leistungsausweis benötigen? Comedians sind vermutlich WIRKLICH die einzigen, deren einzige "Berufsanforderung" eine grosse Klappe ist. 😉

      Politiker hingegen müssen schon was leisten, wenn sie wiedergewählt werden wollen. Und wenn das Volk einen reinen Schaumschläger wie Trump wählt, der nun wirklich GAR keine Qualifikationen mitbringt - dann muss es sich ja auch nicht wundern.
    • Electric Elefant 30.08.2019 16:19
      Highlight Highlight Rundfunkgebühren-Bashing;
      Check!
      Politiker-Bashing:
      Check!
      Verständnis wie eine Demokratie funktioniert:
      Daran müssen wir noch arbeiten... So von wegen Politiker benötigen keine Legitimation (oder hab ich was verpasst und die Parlamente werden nicht mehr gewählt, sondern ausgewürfelt?)
    • GraveDigger 31.08.2019 10:47
      Highlight Highlight @Electric Schweizer Demokratie mal berechnet:
      Nehmen wir an in der Schweiz leben 8'000'000 Menschen. Davon dürfen etwa 60% wählen, macht 4'800'000. Davon gehen vielleicht die Hälfte wählen das ergibt dann noch 2'400'000. Jetzt wird die Abstimmung mit 60 zu 40 angenommen, also 1'440'000 Menschen. Wo ist da die Mehrheit? Wohl eher ein Bruchteil, also keine Legitimation. Auch wenn die Zahlen aus der Luft gegriffen sind ändert es an der Sachlage nichts. Es wäre ja ungerecht wenn nicht alle Wählen würden/dürften. Oder etwa nicht? Plumpes Beispiel, aber anschaulich erklärt denk ich mal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 30.08.2019 13:50
    Highlight Highlight Nicht, dass Comedians per se gute Politiker abgeben müssen. Und doch bringen sie einige Voraussetzungen mit, welche sich durchaus für eine politische Laufbahn eignen:

    Seriöse Comedians wie Jon Stewart und seine "Schüler" haben sich sehr intensiv mit politischen Prozessen, den dort eingebundenen Akteuren und oft auch mit der Gesetzgebung auseinandergesetzt.

    Um gute Comedy zu machen muss man mE zudem eine dezidierte Meinung haben.

    Und darüber hinaus sind sie oft bereits einem grösseren Kreis bekannt.

    Schade ist nur, dass man so gute Beobachter des Politprozesses verliert.
    • Nilda84 30.08.2019 16:24
      Highlight Highlight Bei einigen Politikern hingegen suche ich all diese Voraussetzungen/Eigenschaften noch... 🤔
    • lilie 30.08.2019 16:43
      Highlight Highlight @Nilda: Stimmt. Die Orange ännetem Teich erfüllt höchstens "grosse Bekanntheit" und "dezidierte Meinung".

      Wenn er wenigstens witzig wäre. 😣
  • Da Fü 30.08.2019 13:48
    Highlight Highlight Nun ja,die einleitenden Worte bezüglich des Hofnarren und seiner Freiheiten sind etwas grosszügig ausgelegt. Mitnichten durfte dieser sich ungestraft über den Herrscher lustig machen. Es wurde vielmehr goutiert wenn er sich über den Gegner,den in ungnade gefallenen Prinzen oder über Christen lustig gemacht hat.
    Die Tagesform des Herrschers war vielmehr entscheidend über Leben und/oder Tod des Hofnarren. Gewisse Monarchen hatten also einen enormen Verschleiss an Hofnarren.
    Sorry für OT
  • Offi 30.08.2019 13:20
    Highlight Highlight Emil und Gardy Hutter in den Briefkasten Bundesrat?
  • what's on? 30.08.2019 13:16
    Highlight Highlight Da hab ich lieber einen Komiker als Parteichef denn einen Geheimdienstchef als Staatspräsidenten.
  • Gipfeligeist 30.08.2019 13:04
    Highlight Highlight Also wer Böhmermann mit Cinque Stelle oder Selenskyi in der Ukraine gleichsetzt, hat den dünnen blassen Jungen glaube ich nicht verstanden...

    Wobei ich mich auf den Staatsbesuch der Türkei schon ziemlich freuen würde
    • Ferd Blu 30.08.2019 13:57
      Highlight Highlight Böhmermann ist links gerichtet während Grillo rechts steht und Zelensky schwer einstufbar ist da er eine Marionette von Oligarch Igor Kolomoysky ist. In der Ukraine haben Leute wie er das wirkliche Sagen.
    • Freebee 30.08.2019 15:40
      Highlight Highlight Wieso soll Grillo rechts stehen? Seit wann ist ein bedingungsloses Grundeinkommen eine rechte idee? Und in der Ukraine scheinst Du ja auch ganz viel insider wissen zu haben Mr. I know it all
    • Bettmümpfeli 31.08.2019 23:49
      Highlight Highlight Freebee das Grundeinkommen kommt aus dem Libertarismus und der ist eher rechts der Mitte einzuordnen. Ausserden ist das M5S von Xenophoben zerfressen, sonst hätten sie doch auch nie mit der rechtsnationalen Lega koaliert. Im Moment versuchen sie zwar für den Machterhalt wieder mal was neues.
  • TanookiStormtrooper 30.08.2019 12:55
    Highlight Highlight Hier fehlt doch eindeutig Martin Sonneborn, der jetzt seine 2. Amtszeit im Europäischen Parlament "absitzt". Seine Partei Die PARTEI macht offenbar einen so guten Job, dass sie mit Nico Semsrott jetzt sogar eine 2. Vertretung haben.
    Um letzteren zu zitieren:
    "Wenn Politiker nur noch Satire machen, müssen wir Satiriker wohl Politik machen"
    • Gipfeligeist 30.08.2019 13:07
      Highlight Highlight Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative ist schon sehr gut. Sein Buch "Herr Sonneborn geht nach Brüssel" ist ein sehr aufheiternder Lesetipp.

      Man muss jedoch auch dazu sagen, dass Nico so gütig ist und die Grünen-Fraktion bei sich aufnimmt. Heisst, dass die Parteien gleich abstimmen werden.
    • Heinzbond 30.08.2019 13:08
      Highlight Highlight Was ich zwar eindeutig als Verlust für die Menschheit betrachte, wenn die beiden in Brüssel sitzen. Nicht weil sie schlechte Politiker waren sondern sehr gute Satiriker und Beobachter.
      Aber was solls, mein Traum Kabinett wäre bohmermann Kanzler, HassKnecht Vize und Finanzen, walkes inneres und pocher Verteidigung.... Cindy Familie und welke für alles andere... Bin mir nicht sicher ob sie es besser könnten, aber die die drann sind sind in keinem Fall die richtigen für ihren Job....
    • Klaus07 31.08.2019 08:21
      Highlight Highlight Das wäre ein Alptraum Kabinett.
      Böhmermann braucht seine tägliche Dosis Ritalin. Hans-Joachim Heist (Hassknecht) ok, den würde ich lassen. Otto Walkes, nein danke, der hatte seine Glanzeit vor 40 Jahren. Pocher? Komiker? Seit wann denn? Mit Fäkalhumor in die Politik? Sicher nicht. Ilka Bessin Hat Cindy sterben lassen, diese Figur gibt es nicht mehr. Allgemein, schauen sie zu viel RTL und Co.

      Da gäbe es in Deutschland einige bessere Comedians als ihre Auswahl.

      Olaf Schubert. Dieter Nuhr, Christoph Süss, Max Uthoff und Claus von Wagner oder Urban Priol, Monika Gruber oder Gerhard Polt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gloin 30.08.2019 12:47
    Highlight Highlight Wählt die Partei, sie ist sehr gut!😂
    • Chrigu BE 30.08.2019 23:17
      Highlight Highlight "Programm" gelesen? Sicher nicht...
  • real donald trump 30.08.2019 12:45
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Philipp Löpfe 30.08.2019 13:12
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • TanookiStormtrooper 30.08.2019 13:18
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Delisa06 30.08.2019 13:26
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
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  • piatnik 30.08.2019 12:42
    Highlight Highlight andreas thiel wäre auch noch eine gute wahl für die politik.
    • TanookiStormtrooper 30.08.2019 13:10
      Highlight Highlight In diesem Artikel geht es aber um Leute die lustig sind... 😜
    • Heinzbond 30.08.2019 13:34
      Highlight Highlight Muhaha ha tanooki...
    • Erbschleicher 30.08.2019 13:36
      Highlight Highlight Ist das der Möchtegern, der vor halbleeren Rängen seine xenophoben Stammtischsprüche zum Besten gibt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinzbond 30.08.2019 12:39
    Highlight Highlight dass die Demokratie in den USA zwar gefährdet, aber immer noch funktionsfähig ist. In Russland wagt keiner mehr, sich über Wladimir Putin lustig zu machen. Der russische Präsident lässt nicht einmal Hofnarren zu.



    Ich denke das russische Zustände in USA herrschen ist nur eine Frage der Zeit.
    • Gipfeligeist 30.08.2019 13:11
      Highlight Highlight @Heinzbond
      Nein, ich glaube dass die USA weiterhin ihr "demokratisches" System weiterfahren wird. Aus dem einfachen Grund, weil dies am Besten für den Kapitalismus ist.

      Wenn man sieht, wie Monsanto (Glyphosat) & Purdue (Oxicodon) jahrelang Geld scheffeln, unter dem Schutz der wirtschaftlich-liberalen Partei, so funktioniert das System sehr gut für die Reichen.
      David Koch (letzte Woche verstorben) zeigt gut auf, von welchen Leuten die Politik gelenkt wird
    • Heinzbond 30.08.2019 13:40
      Highlight Highlight Demokratie heisst für mich nicht nur das ich alle x Jahr einen Zettel ausfüllen darf in der wagen Hoffnung das es dann besser für mich wird. Demokratie heist das die Macht durch das Volk kontrolliert wird, das die faulen, bstechlichen oder kriminellen ausgesiebt werden. Das eine Kontrolle Entscheidungen stattfindet. Das die Bürger vor ubergriffen und Spionage durch ihren Staat geschützt werden. Das wahlergebnisse akzeptiert werden. Das alles fehlt immer mehr in USA. Freie Presse, nur solange der Umsatz stimmt, Kontrolle durch selber Berufene Richter usw....

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