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Asien-Märkte nach Trump-Aussagen zum Iran erneut im Minus

epa12832416 A passerby walks past a stock market indicator board in Tokyo, Japan, 19 March 2026. The Nikkei index plunged 3.38 percent to close at 53,372.53, a 1,866-point drop triggered by spiking en ...
Die grüne Farbe ist trügerisch: Der japanische Index Nikkei verbucht erneut Minuswerte und damit rote Zahlen.Bild: keystone

An der Börse geht's weiter runter: Asien-Märkte nach Trump-Aussagen erneut im Minus

Asiens Börsen haben die Handelswoche nach dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an die iranische Führung im Minus begonnen.
23.03.2026, 05:1723.03.2026, 05:17

Japans Leitindex Nikkei 225 rutschte nach der feiertagsbedingten Handelspause am Freitag zur Eröffnung zeitweise um knapp fünf Prozent ab.

Südkoreas Leitindex Kospi begann die Woche ebenfalls mit rund fünf Prozent im Minus. In der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong sank der Index Hang Seng um etwa 2,8 Prozent, während in China der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien auf dem Festland abbildet, zum Start zeitweise 1,4 Prozent nachgab.

Auch auf den Ölpreis haben die Entwicklungen im Iran-Krieg starke Auswirkungen. Der Preis für Rohöl der für Europa massgeblichen Nordsee-Sorte Brent pendelte weiter deutlich über der 100-Dollar-Marke bei etwa 112 US-Dollar pro Fass (159 Liter) und lag damit mehr als 50 Prozent im Plus gegenüber dem Preisniveau vor Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran.

In der Nacht zu Sonntag (MEZ) hatte US-Präsident Trump den Machthabern im Iran mit der Zerstörung von Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Strasse von Hormus vollständig und «ohne Drohungen» öffnen. Die Führung in Teheran drohte ihrerseits mit der vollständigen Schliessung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge. (sda/dpa)

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28 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Meierli
23.03.2026 07:11registriert November 2019
Gold stürzt weiter ab, trotz Iran. Die Blase ist geplatzt. Das ging schneller als erwartet.

Blitz on!
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future--?
23.03.2026 06:59registriert November 2023
Nikkei minus fünf Prozent, Kospi minus fünf Prozent – die Märkte sagen in Zahlen, was Politiker in Worten nicht zugeben wollen: Dieser Krieg ist ausser Kontrolle. Öl bei 112 Dollar, fünfzig Prozent über dem Vorkriegsniveau, und Trump stellt ein 48-Stunden-Ultimatum, das die Lage weiter eskaliert statt beruhigt. Die Börsen lügen nicht – und sie sind gerade sehr laut.
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Spekulation auf höhere Zinsen lässt Goldpreis einbrechen
Mit der Aussicht auf höhere Zinsen haben Edelmetalle wie Gold und Silber bei Anlegern plötzlich an Reiz verloren. Damit fand eine beispiellose Kursrallye ein abruptes Ende. Hintergrund sind gestiegene Inflationserwartungen infolge des Iran-Kriegs, die zu höheren Zinsen bei Staatsanleihen führen. Innerhalb einer Woche hat Gold, das keine Marktzinsen abwirft, etwa 15 Prozent an Wert verloren. Nach Angaben der Finanzagentur Bloomberg ist dies der stärkste Einbruch innerhalb einer Woche seit mehr als 40 Jahren.
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