Wirtschaft
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Interview

Banker-Legende Grübel warnt: «Im Frühjahr könnten wir heftigere Kursschwankungen erleben»

Banker-Legende Oswald Grübel sagt, dass die US-Wahl das dominierende Thema an den Aktienmärkten sein wird. Er erwartet ab Frühjahr Turbulenzen.

Daniel Zulauf / ch media



UBS bank's new chief executive Oswald Gruebel, pictured on February 27, 2009 at the headquarters of UBS in Zurich, Switzerland. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Der neue Konzernchef der UBS Oswald Gruebel, aufgenommen am 27. Februar 2009 im Hauptsitz der UBS in Zuerich. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Der ehemalige CS und UBS-Chef Oswald Grübel am UBS Hauptsitz im Jahr 2009. Bild: KEYSTONE

Mit UBS-Aktien war auch 2019 kein Geld zu verdienen. Daran werde sich so bald nichts ändern, sagt ihr frühere Chef Oswald Grübel. Der 76-Jährige ist seit seinem Rücktritt im September 2011 im Ruhestand. Doch als Anleger ist die Banker-Legende immer noch täglich auf den Finanzmärkten dieser Welt unterwegs. Wir treffen ihn in seinem Zürcher Büro, ein Steinwurf von der alten Börse entfernt. So einfach wie 2019 werde das Geldverdienen mit Aktien heuer nicht werden, prophezeit er. ­Irgendwann ab Frühjahr könnte es gar richtig ruppig werden, warnt er.

Die Börsen haben ein weiteres Rekordjahr hinter sich. Können die Kurse überhaupt noch fallen?
Oswald Grübel: Natürlich können sie das und das ergibt dann wieder Kaufgelegenheiten. Zurzeit warnen viele Ökonomen und Finanzmarktstrategen vor einer Korrektur – zum Glück. Denn solange es viele Experten gibt, die den Aktienmärkten eine Überbewertung diagnostizieren, steigen die Börsen normalerweise noch eine Weile weiter.

Sie sagen «normalerweise». Glauben Sie selbst auch nicht daran?
Jeder sieht natürlich, dass die Aktienkurse im 2019 weit mehr gestiegen sind, als sich die Gewinnaussichten der Unternehmen verbessert haben. Für die Märkte wird es immer schwieriger, grosse Fortschritte zu machen.

Es stehen ja auch wegweisende politische Entscheidungen an. Wie wichtig sind die Präsidentschaftswahlen in den USA für die Börsen?
Sehr wichtig, und zwar für alle Börsen weltweit. Wenn sich die Mehrheitsmeinung herausbilden sollte, dass Trumps Wiederwahl gefährdet ist, würden die Börsen ziemlich stark korrigieren. Irgendwann ab Frühjahr könnten wir heftigere Kursschwankungen erleben, die unter Umständen gute Kaufgelegenheiten sein werden. Aber über das ganze Jahr gesehen wird es nicht so einfach sein wie 2019.

«Selbst reiche Firmen wie Apple borgen sich heutzutage Geld, weil es zu billig ist.»

Vor den Präsidentschaftswahlen in den USA muss ja noch der Brexit bewerkstelligt werden. Wie viel kann da schiefgehen?
Einiges. Weder die EU noch Grossbritannien können sich über die Auswirkungen dieses Ereignisses ganz sicher sein. Klar ist nur, dass die zweitstärkste Wirtschaft Europas die EU verlassen wird. Das ist ein Risiko für die EU, zumal die Perspektiven der europäischen Industrie ohnehin nicht sehr gut sind. Deutschland erwartet zum Beispiel ein Wachstum für 2020 von nur gerade 0.6 Prozent. Das kann schnell ins Negative kippen. Die Nerven der Investoren sind jedenfalls sehr angespannt.

Donald Trump hat mit seiner Steuerreform nicht zuletzt die Börsen angeheizt. War das nachhaltig?
Tatsächlich haben viele US-Firmen mit den aus dem Ausland zurückgeholten Gewinnen vor allem die eigenen Aktien zurückgekauft. Sie hätten natürlich auch Schulden zurückzahlen können. Aber bei diesen tiefen Zinssätzen ist die Motivation dazu eben an einem kleinen Ort. Selbst reiche Firmen wie Apple borgen sich heutzutage Geld, weil es zu billig ist. Leider hat das auch den Effekt, dass sich schlechte Unternehmen weiter verschulden können und zum Marktrisiko werden.

Wie gefährlich ist dies?
Die Zunahme der globalen Verschuldung ist beunruhigend. Die Rettung der Banca Popolare di Bari ist ein aktuelles Beispiel dafür, welchen Schaden die extrem tiefen Zinsen anrichten. Da wird eine kleine, regionale Volksbank in Italien mit 900 Millionen Euro gerettet. Das ist eine riesige Summe in Relation zu der Grösse der Bank. Stellen Sie sich nur das Ausmass der Interventionen vor, wenn Hunderte solcher Banken gleichzeitig gerettet werden müssen.

Stock traders work at New York Stock Exchange, Tuesday, Dec. 31, 2019. Stocks slipped globally in quiet New Year's Eve trading Tuesday with many markets closed. Wall Street could close 2019 with back-to-back daily losses in a year that the U.S. posted the largest market gains since 2013. (AP Photo/Mark Lennihan)

Die US-Präsidentschaftswahlen dürften die Aktienmärkte – im Bild New York – stark beeinflussen. Bild: AP

Das hatten wir doch schon. Befürchten Sie eine neue Finanzkrise?
Ich sehe nur, dass wir aus den Fehlern der letzten Krise nicht die richtigen Lehren gezogen haben. Ich bin mir sicher, dass es ein Fehler war, die Zinsen so weit fallen zu lassen. Wenn das Geld keinen Wert mehr hat, werden schlechte Investitionen gemacht oder weiter unterstützt, wie jetzt in Italien.

Mit der Rettung einer Bank werden immerhin die Spargelder von kleinen Leuten gerettet. Wie sieht es mit wahnwitzigen Investitionen aus, die nur den Profit suchen?
Auch davon gibt es zu viele. Schauen Sie sich nur Firmen wie Uber oder Wework an. Wework verliert etwa gleich viel Geld pro Jahr wie die Firma an Umsatz erzielt. Das sind Geschäftsmodelle, die man den Investoren zum letzten Mal vor zwanzig Jahren verkaufen konnte. Doch damals befanden sich die Börsen in der grossen Interneteuphorie. Der Boom endete in einem kolossalen Desaster. Damals wie heute ist viel von neuen Technologien die Rede. Und die Leute, die diese Geschäftsmodelle feilbieten, sind typischerweise auch sehr gute Verkäufer.

Wie verkauft man ein Luftschloss?
Indem man hingeht und erklärt, auf was für einer genialen Idee das Geschäft aufgebaut ist und nur man selbst weiss, wie die Idee umgesetzt werden kann.

Wer steckt Geld in Fantastereien?
Alle, die gerne schöne Geschichten glauben wollen. Dazu gehören nicht nur Privatanleger, sondern ebenso in­stitutionelle Investoren wie Pensionskassen oder Versicherungen oder auch Fondsmanager.

Sie haben das Problem der globalen Verschuldung angesprochen. Selbst bei konservativen Firmen wie Nestlé wird der Schuldenberg schnell grösser. Ein Warnzeichen?
Die Zahlen sehen tatsächlich sehr ähnlich aus wie bei gewissen amerikanischen Firmen. Aber ich erwarte, dass sich auch die europäischen Firmen bei dem tiefen Zinsniveau mehr und mehr verschulden werden. Das ist unter der Annahme, dass die Zinsen tief bleiben und die Geschäfte gut laufen, auch nicht unbedingt unvernünftig. Nur werden Firmen mit zu hohen Schuldenständen verletzlicher, wenn irgendetwas schiefgeht.

«Die Kommissionen, die unsere Banken noch berechnen können, sind jenseits von Gut und Böse.»

Zu den grossen Enttäuschungen des vergangenen Börsenjahres gehören einmal mehr die Bank-­Aktien. Die UBS-Aktien haben sich 2019 auf tiefem Niveau kaum bewegt. Was ist los?
Die Gewinnaussichten sind unverändert bescheiden. Niemand erwartet, dass diese Banken ihre Gewinne stark steigern können.

Verdienen Banken genug, um in zehn Jahren noch da sein zu können?
Selbstverständlich, aber in Europa müssen die Banken weiter konsolidieren. Der durch die Regulierung forcierte Ausstieg aus den sogenannten Risikogeschäften zwingt die Institute immer mehr, die Gebühren für risikolose Kundenaufträge zu erhöhen. Die Kommissionen, die unsere Banken noch berechnen können, sind jenseits von Gut und Böse. Aber die Zeichen stehen an der Wand, dass dies so nicht mehr lang möglich sein wird. Der grosse amerikanische Broker Charles Schwab verlangt neuerdings keine Kommissionen auf Aktiengeschäfte mehr und ist mit seiner Bewertung von 62 Milliarden Dollar höher bewertet als die Schweizer Grossbanken.

Wie sollen die Banken das überleben?
Sie werden den Aufsichtsbehörden klar machen müssen, dass sie das Risiko nicht nur auf Kredite beschränken können, sondern es diversifizieren müssen. Ansonsten dreht sich die Spirale weiter nach unten. Um da herauszukommen, müssen schnell neue Geschäftsmodelle her. Solange die nicht gefunden sind, werden die Banken auch nicht viel mehr verdienen und die Aktienkurse bleiben tief.

Wie sehen Sie die Perspektiven der Automobilindustrie? Die Aktienkurse von Daimler, VW oder BMW sind auf eine Sicht von zwei Jahren eine grosse Enttäuschung.
Sie haben recht. Die Titel haben sich zwar von ihren Tiefkursen schön erholt, aber das wars dann auch schon. Der schnelle Umbau der Industrie auf die Elektromobilität macht die Unternehmen nicht stärker.

«Ich halte immer etwas Gold, allerdings nur in der Hoffnung, dass ich es nie brauche.»

Meinen Sie schwächer?
Die mit deutscher Gründlichkeit forcierte Umstellung auf die Elektromobilität ist nicht gut für die Automobilhersteller. Wir werden noch sehen, dass dies nicht ohne grosse Staatssubventionen, Verluste und auch nicht ohne grosse Jobverluste gehen wird. Die Firmen scheinen dies im Moment noch etwas gelassener zu sehen. Vielleicht denken Sie, dass sie mit weniger Leuten billiger produzieren und mehr Profit machen können. Aber in Deutschland will man ja nicht das billigste und das zweckmässigste, sondern das komfortabelste und beste Elektroauto bauen, weil man sich das so gewohnt ist. Ob diese Premiumstrategie aber auch mit Elektroautos funktionieren wird, werden wir noch sehen.

Bezweifeln Sie es?
Ja. Die Fahrt mit einem Elektroauto ist ein anderes Erlebnis als mit einem Benziner. Man wird die E-Fahrzeuge zuerst vor allem für kurze Strecken benutzen, und da braucht man nicht den ausgebauten Komfort, wie er in den aktuellen deutschen Premium-Modellen steckt.

Was sollte ein Anleger nebst guten Aktien auch noch besitzen?
Ich halte immer etwas Gold, allerdings nur in der Hoffnung, dass ich es nie brauche. Ich sehe Gold als eine Art Versicherungsprämie für den schlimmsten Fall. Aber wir sollten uns wünschen, dass der Preis des Goldes niedrig bleibt. Denn so können wir einigermassen sicher sein, dass die Welt noch in Ordnung ist. Wenn der Preis aber heftig steigen würde, wäre dies ein Zeichen für Geldentwertung. Das kann sich keiner wünschen.

Und was braucht keiner?
Anleihen. Bei diesen tiefen Zinssätzen sind Bondanlagen ausgereizt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kurse fallen, ist viel grösser als das Gegenteil. Die Kurse können auch fallen, wenn die Zentralbank-Zinssätze so tief bleiben wie heute. Dann zum Beispiel, wenn sich im Markt ein Konsens darüber bildet, dass sich die Qualität der Schuldner verschlechtert. (aargauerzeitung.ch)

Chronologie: Die teuersten Bussen der UBS

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 07.01.2020 05:39
    Highlight Highlight Ich frage mich: Ist das Schlechtreden des Aktienmarktes eine Strategie der Linken und der Banken? Sollte man den Leuten nicht schon in der Schule die Funktion des Eigenkapitals erklären?
  • Silvio_soy_yo 05.01.2020 22:05
    Highlight Highlight Das bringt einem schon ins Grübeln...
  • Saerd neute 05.01.2020 18:36
    Highlight Highlight Ich staune immer wieder wie viele Leute in Aktien investieren in der Hoffnung mit Spekulation Geld zu verdienen.
    Dann wird wieder über die grossen Abzocker in der Finanzwelt geschimpft.
    Dass jeder Franken der so " verdient" wird jemand anderer verliert oder im besten Fall nur auf Höherbewertung beruht ist den meisten nicht klar. Wenn nämlich der kleine Geldanleger dieses System nicht unterstützt wäre es auch für die Grossen im Geschäft nicht mehr interessant.
    Aber eben, auch die soziale Idee reicht nur bis zum eigenen Portemonnaie.
    • Ueli der Knecht 05.01.2020 22:55
      Highlight Highlight "Wenn nämlich der kleine Geldanleger dieses System nicht unterstützt wäre es auch für die Grossen im Geschäft nicht mehr interessant."

      Die Kleinen sind in Aktien investiert, selbst wenn sie das gar nicht wollen. Die Pensionskassen kaufen Aktien wie Heu, und die Nationalbank ist einer der grössten Aktienbesitzer auf der Welt. Da haben die Kleinanleger gar nichts zu melden.

      Insofern geht deine Rechnung nicht ganz auf. Die Finanzwirtschaft hat sich längst von der Realwirtschaft und vom Leben der kleinen Leute abgekoppelt. Das sind verschiedene Universen.
    • Leider Geil 06.01.2020 05:23
      Highlight Highlight Ueli, hmm doch der hat schon recht. Denn die PKs vertubeln unser hart erarbeitetes Geld an der Börse, nachdem sie sich zuerst selber eine Fette scheibe davon abgeschnitten haben.
      Und wenn sies verzockt haben zucken sie nur mit den Schultern und bitten uns die Löcher zu stopfen oder auf Rente zu verzichten.
      Irgendwelche Börseninsider reiben sich deswegen ständig die Hände, denn das Geld an der Börse ist nie verloren, es wechselt nur den Besitzer.
      Aber der Teil, dass wir nichts zu melden haben, der Stimmt schon. Demokratie hört eben beim Geld auf.
  • TanookiStormtrooper 05.01.2020 13:07
    Highlight Highlight Der Titel "Banker Legende" glorifiziert diesen Mann schon etwas zu sehr, da wäre "Ex CS und UBS CEO" passender. Der Artikel kommt auch ohne diesen mMn wertenden Zusatz aus, so ziemlich jeder weiss doch wer Oswald Grübel ist.
    • Sharkdiver 05.01.2020 14:04
      Highlight Highlight Er ist durchaus legendär. Und das kann im positiven wie im negativen sein
  • sir_kusi 05.01.2020 12:53
    Highlight Highlight Wetter-Legende Horat erklärt: „Im Frühling könnten wir nochmals Schneefall erleben“
  • Pitsch Matter 05.01.2020 12:48
    Highlight Highlight In den nächsten 3 Jahren beginnt das weltweite Finanzsystem ziemlich sicher wieder bei null. 90% der Menschen werden hohe Verluste hinnehmen müssen, aber ich hoffe wir zerstören nicht alles um danach wieder alles aufbauen zu können wie vor 75 Jahren.
    • Ueli der Knecht 05.01.2020 18:13
      Highlight Highlight Wenn du in der Geschichte zurückschaust, zurück bis zum 80-jährigen- und 30-jährigen Krieg,

      dann wirst du feststellen, dass die Kriegsparteien erst dann zum bahnbrechenden westfälischen Friedensvertrag betreit waren, als sie allesamt am Boden zerstört waren, und es keiner Kriegspartei mehr Gewinn versprach, weitere Gewalt anzuwenden.

      Erst dann kamen die Kriegsparteien zur Vernunft.

      Inzwischen hat sich leider wieder die Dummheit durchgesetzt. Der westfälische Frieden bleibt aber die Blaupause für einen künftigen Frieden. Nur wird vorher vermutlich die Welt zerstört werden.
  • philosophund 05.01.2020 11:56
    Highlight Highlight „Banker Legende“
    LooooL
    Alles Räuber.
    • Hansdamp_f 05.01.2020 13:08
      Highlight Highlight Der Mann hat wenigstens Rückgrat.

      Und es heisst "Banker-Legende", sonst sind es einfach zwei Wörter.
  • Makatitom 05.01.2020 10:17
    Highlight Highlight Ihr schreibt Bankster falsch
  • Gubbe 05.01.2020 10:12
    Highlight Highlight Die meisten Arbeitenden haben Aktien, nicht persönlich, aber ihre Pensionskasse. Personen die eine PK leiten, sollten deshalb gut ausgebildet sein, um grosse Schwankungen sofort zu erkennen. Ausserdem sollten sie auch ihre Einzahlenden beraten können, ob sie ihr Geld dazu benutzen sollten/können, eine Immobilie zu erwerben. Etliche, die heute so von niedrigen Zinsen profitieren, werden mehr als erstaunt sein, wenn ihr Hypo-Zins auf 5% hoch geht. Aktienhandel bedingt tägliches kontrollieren der Märkte.
    • Der Rückbauer 05.01.2020 15:12
      Highlight Highlight Es sind die meisten PK-Verwalter gut ausgebildet, ausserdem ist ja der Stiftungsrat paritätisch zusammen gesetzt.
      Nur: PK müssen Obligationen, bei denen der Gläubiger enteignet wird und der Schuldner Geld "verdient", erwerben. Das ist schon der erste Systemfehler. Das PK-Geld gehört den Versicherten und die müssen bestimmen können, was mit ihrem Geld geschieht. Sonst wird eben der geburtsbehinderte Euro durch die SNB via EZB zulasten der CH-Arbeitnehmenden gestützt. Und Portugal, Spanien, Italien und Griechenland sagen nicht einmal danke. Olè!
    • Gubbe 05.01.2020 17:34
      Highlight Highlight Der Rückbauer
      Weil gut ausgebildet, war zB. die Lehrer-PK am hinteren, untern Teil des Rückens.
      Wenn jetzt noch der Klaus (od. Ich) der PK sagt, wie sie das Geld anlegen sollen, kommt das sicher gaanz gut. Der € wird nie durch PK-Gelder unterstützt.
    • Der Rückbauer 05.01.2020 18:10
      Highlight Highlight Ach, was soll ich mit Dir argumentieren. - Ich rate Dir einfach, Dich zu engagieren und der PK bzw. dem Verwalter bzw. dem Stiftungsrat die richtigen Fragen zu stellen. Zum Beispiel wie hoch der Anteil an "negativ" verzinsten Oblis ist. Nur ein Idiot kauft heute solche Oblis (welche den Euro stützen, jaja), aber die PK sind dazu verpflichtet, von Gesetzes wegen. Das ist besser, als blöde Sprüche zu klopfen, braucht aber Zeit und Grips.
  • Markus97 05.01.2020 09:54
    Highlight Highlight Das grosse Problem mit Fianzeexperten in einem gewissen Alter ist, das sie fast immer falach liegen, da sie die Zeichen der Zeit nicht mehr verstehen. In den Wirtschaftswissenschaften werden immer Vergangenheitswerte mit den heutigen verglichen um angebliche Prognosen zu erstellen. Da die verschiedenen politischen Einflussfaktoren jedoch nie gleich wie in der Vergangenheit sein werden, bleiben Wirtschaftswissenschaften ein "Bauchgefühl". Sonst wären die ja alle Milliardäre...
    • Cédric Wermutstropfen 05.01.2020 10:23
      Highlight Highlight @Markus: „In den Wirtschaftswissenschaften werden immer Vergangenheitswerte mit den heutigen verglichen um angebliche Prognosen zu erstellen.“

      Das stimmt einfach nicht. Klar gibt es solche Prognoseverfahren, aber state of the art sind die nicht.
    • Panna cotta 05.01.2020 11:06
      Highlight Highlight Das grosse Problem an Finanzexperten jeden Alters ist, dass auch sie nur raten können, was die Zukunft bringen wird. Sie können das nicht besser als alle anderen Primaten.
    • Allion88 05.01.2020 19:28
      Highlight Highlight Es ist wie bei einem fussball tippspiel. 20 selbsternannte experten machen mit, am schluss gewinnt die 55 jährige aus der buchhaltung, die kein spiel geschaut hat.
  • Zanzibar 05.01.2020 09:42
    Highlight Highlight „Banker Legende“ Grübel🤮
    • Panna cotta 05.01.2020 11:24
      Highlight Highlight Im Fall von Grübel darf man für einmal durchaus von einer Banker-Legende (ohne Deppen-Leerzeichen) reden.
  • Stiggu LePetit 05.01.2020 09:35
    Highlight Highlight Legende? Das ist ein Krimineller!
    • Peter R. 05.01.2020 13:07
      Highlight Highlight Können Sie das belegen, was Sie hier zum Besten geben oder wollen Sie einfach nur pauschalisieren?
    • Hansdamp_f 05.01.2020 13:12
      Highlight Highlight Was konkret wirfst Du ihm vor?

      Ausser, dass er in einer Branche arbeitete, die dir nicht passt und dass er mehr verdient hat als du?
  • Ökonometriker 05.01.2020 09:27
    Highlight Highlight Seine Anlagestrategie macht ökonomisch durchaus Sinn. Aber das Ratespiel, wann die Volatilität zunehmen wird, weniger. Dass Grübel selbst nicht an seine Vorhersage glaubt, sieht man an der Anlagestrategie: würde er wirklich glauben, dass die Kurse im Frühling fallen, würde er wohl jetzt einen Teil seiner Aktien verkaufen und Cash halten. Davon lese ich aber nichts.
    • Mon Alisa 05.01.2020 14:21
      Highlight Highlight Ich kenne seine Strategie nicht, aber ein professioneller Buy & Hold Value Investor (mit einem Vermögen und Investitionsvolumen und-dauer wie Grübel) wird wegen einer kleineren Korrektur seine Titel bestimmt nicht verkaufen. Das käme viel zu teuer und ist gegen eine solche Strategie. Er wird höchstens neue Titel kaufen.

      Wie mein Finance Dozent immer sagt: Schlafmittel nehmen und warten! ;-)
    • Ueli der Knecht 05.01.2020 14:59
      Highlight Highlight Er könnte sein Aktiendepot auch mit Put-Optionen absichern. Das machen zur Zeit sehr viele, und ich traue Grübel zu, dass er als Banker seine Anlagen sowieso gegen alle erdenklichen Risiken absichert.
  • N. Y. P. 05.01.2020 09:23
    Highlight Highlight Ich sehe nur, dass wir aus den Fehlern der letzten Krise nicht die richtigen Lehren gezogen haben.
    (Grübel)

    Italien schiebt 2200 Milliarden Euro Schulden vor sich her. Die Banken sind durch und durch verfault mit Kreditrisiken. Ein Pulverfass. Dass ein Regionalbänklein mit 0,9 Milliarden Euro gerettet werden musste, zeigt, dass Italien politisch und finanziell tot ist.

    Italien hängt am Tropf..

    Die ganze Scheisse kann nicht mehr lange gut gehen.
  • Victor Brunner 05.01.2020 09:07
    Highlight Highlight Im Frühjahr KANN es 50 Grad heiss werden,
    im Frühjahr KANN eine Kältewelle von minus 50 Grad kommen,
    im Frühjahr KANN es zu einer Immigration von Koalas kommen die vor den Bränden in Australien geflüchtet sind,
    im Frühjahr KANN Oswald Grübel das Gegenteil behaupten.
    Mit dem Wort KANN ist alles möglich oder unmöglich, daher hat das Interview wenig Aussagekraft!
    • Ueli der Knecht 05.01.2020 18:18
      Highlight Highlight Hast du denn den Artikel gelesen, Victor? Oder nur die Schlagzeile?

      Er sagte, "wenn..., dann könnte". Wenn die Mehrheit der Marktteilnehmer die Möglichkeit in Betracht zieht, dass Trump nicht wiedergewählt werden könnte, dann...! Und war wegen....!

      Er begründete seine Prognose mit einer Blasenbildung, weil Unternehmen mit billig geliehenem Geld Aktien zurückkaufen würden, was die Aktienkurse über die Gewinnerwartungen hinaus in die Höhe treiben würde.

      Er hat also durchaus noch viel mehr gesagt als bloss, es könne im Frühjahr zu Kurseinbrüchen kommen. Das hast du offenbar übersehen.
  • Der Kritiker 05.01.2020 08:51
    Highlight Highlight Banker-Legende? Welch Legende? Grübel kam bei der CS zum CEO Posten, als dort nach all den Fails ein Machtvakuum entstand. Zu seiner angeblichen "Legendenbildung" trugen starke Aktienmärkte bei (mit starker Hilfe der Notenbanken) , die schlussendlich in einem weltweiten Crash endeten, dies jedoch erst nach seinem Abgang. Auch heute ist klar, dass der Crash kommen muss, weil die Notenbanken die Aktien- und Anleihenmärkte massivst subventioniert haben. Dazu muss man keine "Legende" oder kein Guru sein.
    • Peter R. 05.01.2020 09:13
      Highlight Highlight Man muss das Interview lesen und seine Lehren daraus ziehen - ob er eine Legende ist oder nicht spielt doch keine Rolle.
      Ich verfolge seine Aussagen, meistens nicht immer hat er Recht behalten.
    • Der Kritiker 05.01.2020 10:03
      Highlight Highlight Peter R.: ich rate Dir, all diese Interviews zu lesen und danach Deine Lehren zu ziehen. Und Du wirst sehen, dass sich einige Voraussagen bewahrheiten und andere nicht, genau so wie die Tipps im Casino. Ein smarter Investor sucht für sich immer die Opportunitäten heraus, sei es kauf- oder verkaufsseitig. Wenn jedoch die halbe Welt von diesen Opportunitäten auf Grund von veröffentlichten Interviews weiss, dann sind dies keine Opportunitäten mehr, deshalb gibt's, seit es Börsen gibt, Fake-News (keine Trumpsche Erfindung).
  • Goldjunge Krater 05.01.2020 08:26
    Highlight Highlight Ich glaube ebenfalls an eine Abschwächung, jedoch erst gegen Q3 hin. Wenn man sich jedoch entsprechend darauf einstellt und mit dem tollen Börsenjahr 2019 im Rücken (Danke Donald😎👍), sollte das gut verkraftbar sein.

    • Eidg. dipl. Tütenbauer 05.01.2020 09:29
      Highlight Highlight Läck Bobby haben sie ihre Kloschüssel mit Trump Bildern verziert?
    • Firefly 05.01.2020 11:35
      Highlight Highlight Danke Obama, was Donald heute tut wird seine Wirkung erst in etwa fünf Jahren voll entfalten.
    • Victor Brunner 05.01.2020 16:43
      Highlight Highlight Krater, Q3 ist ein Auto!
  • Der Rückbauer 05.01.2020 08:13
    Highlight Highlight Mit Aktien Geld verdienen? Aber hallo? Wer dient hier wem? Ist der Aktionär oder der Angestellte Diener des Unternehmens? Wir sollten aufhören, Ausdrücke, welche die Finanzindustrie geprägt hat, einfach so zu übernehmen.
    Weitere Beispiele: Negativzinsen. Gibt es ökonomisch und juristisch einfach nicht. Oder: Negativer Betriebsüberschuss.
    Sagen wir doch einfach: Geld machen oder schöpfen, Bankensteuer, Verlust.
    Für Negativzinsen gäbe es noch treffendere Ausdrücke: Nicht demokratisch legitimierte Enteignung, oder Diebstahl am Sparer.
    • Cédric Wermutstropfen 05.01.2020 10:20
      Highlight Highlight Ohje, da haben wir wohl jemanden mit null Finance- und Volkswirtschaftskenntnissen. Deine Umschreibung zu Negativzinsen sagt eigentlich schon alles. Das Problem ist, dass Du nur gerade den Effekt, den es für Dich hat siehst und alle anderen Akteure ausblendest. Und im Übrigen: Negativzinsen können relativ gesehen sogar noch positiv sein für Anleger, je nach Marktlage.
    • PC Principal 05.01.2020 11:04
      Highlight Highlight Wieso sollen Negativzinsen nicht demokratisch legitimiert sein? Die Legitimation steht in der Verfassung. Übrigens werden Negativzinsen nicht von en Sparern bezahlt sondern von den Banken, die sie eben nicht auf die Sparer Übertragen können. Profiteure der negativzinsen sind alle Arbeitnehmer, die von höheren Löhnen und tieferer Arbeitslosigkeit profitieren.

      Und wenn man das Enteignung nennt, dann bitte alle Steuern als Enteignung bezeichnen.
    • Jol Bear 05.01.2020 16:48
      Highlight Highlight Negativzinsen können kurzfristig positiv wirken, auf lange Sicht aber nicht: Auftürmen von Schuldenbergen, deren Rückzahlung unwahrscheinlich wir, Gefährdung Altersvorsorge (Pensionskassen), Pushen der Aktienkurse unabhängig von effektivem Wert der Unternehmen weil alternative Anlagemöglichkeiten fehlen, Förderung ungleicher Vermögensverteilung (reiche Aktionäre profitieren, Leute ohne Aktien sind Verlierer. Je länger Zinsen tief oder negativ sind, desto stärker wächst das Crash-Risiko. Die EZB hat den Zeitpunkt zur Rückkehr zur Vernunft wahrscheinlich bereits verpasst.
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  • Robi14 05.01.2020 07:48
    Highlight Highlight Die Kugel ist nun fünfmal hintereinander auf rot gefallen, wahrscheinlich kommt jetzt schwarz.
    • Der Rückbauer 05.01.2020 08:39
      Highlight Highlight Meinst Du Roulette?
      Bei den Börsianer heisst rote Zahl gefallen und grüne gestiegen.
      Auch Herr Grübel schliesst russisches Roulette nicht aus. Deshalb hat er (wohl physisches) Gold, nur für den Fall, dass ein Kilo Brot wieder eine Million "kosten" könnte, wie das in der Geschichte nicht nur einmal vorgekommen ist.
    • recto 05.01.2020 09:38
      Highlight Highlight Da liegt die Wahrscheinlichkeit im Roulette bei 48.6%... genau wie zuvor. Aber hier ein Beispiel heranzuziehen ist sowieso schwer. Viel zu komplex das Ganze.
    • sonwat 05.01.2020 10:01
      Highlight Highlight Stimmt eben nicht und unterliegt einer Wahrnehmungsverzerrung: selbst wenn 99 mal rot gekommen ist, liegt die Wahrscheinlichkeit für rot wie auch schwarz beim nächsten mal bei je 50% (oder abzüglich 1/37 für die grüne 0 wenn wir bei Roulette sind).
      Anders siehts aus wenn man die Wahrscheinlichkeit bewertet JETZT GLEICH 99x rot und dann 1x schwarz zu erhalten
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