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Trump der Wrestler

Bild: montage: watson / material: keystone, shutterstock

Kommentar

Politiker-Lügen, Manager-Boni: Wir leben in einer schamlosen Zeit

Lügen, ohne rote zu werden, ist eine Kunst. Wer sie beherrscht, kann es weit bringen.



Nach der Verhaftung von Julian Assange wurde Donald Trump um seine Einschätzung dazu gefragt. «Wikileaks?», erwiderte der Präsident. «Wikileaks ist eigentlich nicht mein Ding.» Sagte es und ging ungerührt zur nächsten Frage über.

Nicht sein Ding? Trump hat im Wahlkampf Wikileaks mehr als 140 Mal erwähnt, immer mit grosser Begeisterung. «I love Wikileaks», hat er an Wahlkampfveranstaltungen vor tobenden Fans in laufende TV-Kameras gebrüllt.

President Donald Trump meets with South Korean President Moon Jae-in in the Oval Office of the White House, Thursday, April 11, 2019, in Washington. Trump declared that

Wikileaks? Was ist Wikileaks? Trump nach der Verhaftung von Julian Assange. Bild: AP/AP

Die Verhaftung von Assange hat sich zudem seit Tagen angekündigt. Der Präsident und seine Kommunikationsberater wussten daher, dass diese Frage auf sie zukommen würde. Sie wussten auch, dass die TV-Sender unzählige Clips mit Trumps Liebeserklärungen an Wikileaks abspulen würden und selbst der letzte Hillbilly sehen musste, dass der Präsident offensichtlich lügt. Es war ihnen schnurzpiepenegal.

Menschen lügen, seit es sie gibt. Es soll uns ja anscheinend von Tieren unterscheiden. Politiker lügen vielleicht sogar ein bisschen mehr als Otto Normalverbraucher. Doch bis anhin waren Lügen und Scham eine Art siamesische Zwillinge. Lügner waren nicht stolz darauf, dass sie logen. Selbst Politiker versuchten, ihre Lügen zu vertuschen.

Das war einmal. Trump lügt, als sei es das Selbstverständlichste der Welt. Er hat sich mit einer vorgetäuschten Knochenkrankheit vom Militärdienst gedrückt, Geschäftspartner hintergangen, Affären mit Pornostars und Playboy-Models vertuscht und Wohltätigkeitsgelder missbräuchlich verwendet.

epa07495358 Israel's Prime Minister Benjamin Netanyahu (R) delivers a victory speech following the election in Tel Aviv, Israel, early 10 April 2019. Television predictions gave both Benjamin Netanyahu's Likud party and Benny Gantz's Blue and White party almost equal amount of Knesset seats in the Israeli general elections. Both candidates have claimed victory.  EPA/JIM HOLLANDER

Von Trump bestätigt: Israels Premierminister Benjamin Netanyahu. Bild: EPA/EPA

Wen kümmert es? Er könne einen Menschen auf offener Strasse erschiessen, und seine Fans würden es ihm verzeihen, hat Trump einst geprahlt. Für einmal hat er dabei nicht gelogen.

Sein Beispiel macht Schule. Lügen hat die Scham verloren. Ob Viktor Orban, Jair Bolsonaro, Recep Erdogan, Waldimir Putin oder Benjamin Netanyahu – sie alle nehmen es mit der Wahrheit sehr locker.

Das Tandem Lügen und Relativieren hat sich zu einem fast unschlagbaren Erfolgsrezept entwickelt. Die Klimaerwärmung wird nicht offen verneint, aber so lange relativiert, bis nichts mehr davon übrig bleibt. Auf jeden Skandal folgten tags darauf noch grössere, so dass für den Normalverbraucher nur noch die düstere Erkenntnis bleibt: Alles ist korrupt und verlogen.

Auch in der Wirtschaft feiert die Schamlosigkeit ein Comeback. Nach der Finanzkatastrophe 2008 gab es eine kurze Periode, in denen sich Manager und Banker bonimässig zurückhielten. In der Schweiz stimmte das Stimmvolk gar einer Abzocker-Initiative zu. Tempi passati. Heute sind zweistellige Millionengehälter für Bankbosse wieder selbstverständlich, obwohl nicht einmal die Eigenkapitalrendite dies rechtfertigen würde.

epa07368653 Tidjane Thiam, CEO of Swiss bank Credit Suisse prior to a press conference of the full-year results of 2018 in Zurich, Switzerland, 14 Feburary 2019.  EPA/ENNIO LEANZA

Zweistelliges Millionengehalt: CS-Chef Tidjane Thiam. Bild: EPA/KEYSTONE

In der schamlosen Lügenwelt wird alles gehypt. So wird Trump wahrscheinlich demnächst ein neues Handelsabkommen mit China verkünden und dieses als «besten Deal aller Zeiten» anpreisen. Es wird eine leicht geliftete Auflage des bestehenden Abkommens sein, wie dies beim Nafta der Fall war.

Trump hat auch ein drittes Treffen mit Kim Jong Un angekündigt, obwohl die Nordkoreaner nicht im Traum daran denken, ihre Atomwaffen zu verschrotten. Wen kümmert’s? Für ein paar Tage TV-Spektakel wird es allemal reichen. Danach kann man eine neue Bombe platzen lassen. Wie wäre es mit Strafzöllen auf Autos?

Das sogenannte Framing ist ebenfalls ein sicherer Wert in der Lügen-Polit-Landschaft. Klassisches Beispiel ist das Vorgehen des US-Justizministers William Barr. Er hat den rund 400-seitigen Bericht des Sonderermittlers Robert Mueller auf vier Briefseiten eingedampft und Trump dabei weitgehend entlastet.

Am kommenden Donnerstag wird nun das Original veröffentlicht. Egal, wie viele Seiten dabei eingeschwärzt bleiben, die Meinung ist bereits vorgespurt, oder eben geframed, und es wird sehr schwierig sein, diesen ersten Eindruck zu widerlegen.

epa07497184 US Attorney General William Barr testifies before the Senate Appropriations Committee on the Department of Justice fiscal 2020 budget request in Washington, DC, USA, on 10 April 2019.  EPA/PETE MAROVICH

Hat die öffentliche Meinung bereits vorgespurt: US-Justizminister William Barr. Bild: EPA/EPA

Lügen und Schamlosigkeit, Relativieren und Framen haben die Politik in eine Wrestling-Arena verwandelt. Es ist daher keine Überraschung, dass Trump beste Beziehungen zu dem Mann unterhält, der die amerikanische Wrestling-Szene kontrolliert. Dessen Frau hat er gar in sein Kabinett geholt.

Der Trick beim Wrestling besteht darin, dass man Schein und Wirklichkeit, Lügen und Wahrheit so miteinander vermischt, dass sie untrennbar werden. Das funktioniert nur, wenn man sein Schamgefühl total unterdrücken kann. Das zumindest beherrscht Trump meisterhaft.

Mueller-Bericht entlastet Trump in der Russland-Affäre

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nicolas D 17.04.2019 23:46
    Highlight Highlight
    Play Icon
    ... ^^
  • Nicolas D 17.04.2019 22:49
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • ulrico 17.04.2019 21:47
    Highlight Highlight Supergehalt für einen CEO ginge ja noch, aber 5 Mio p.a. für einen Verwaltungsratspräsi (Rohner, Weber etc.) - das erkläre man mir einmal.
  • P. Silie 17.04.2019 15:50
    Highlight Highlight Genosse Löpfe (quote: "Ob Viktor Orban, Jair Bolsonaro, Recep Erdogan, Waldimir Putin oder Benjamin Netanyahu – sie alle nehmen es mit der Wahrheit sehr locker"). Ist es ein Zufall dass man nur konservative lügende Politiker im Artikel erwähnte oder etwa Absicht? Und Linke will man hier keine nennen oder..? 😈 Alle lügen sie - das hat der Beruf 'Politiker' so an sich, und das auf beiden Seiten.
    • loquito 17.04.2019 19:09
      Highlight Highlight Und trotzdem gibt es Stufen. Die Rechten sind echt ein Level für sich im Lügen...
    • Stänkerer 17.04.2019 22:52
      Highlight Highlight @loquito
      Und was ist mit da Silva (Brasilien), Carcia (Peru), Maduro/Chavez (Venezuela), Jinping (China) etc?
      Wie Silie sagt „Politiker“. Übersetzt heisst Politiker: diene denen, die dich bezahlen. Hüben wie drüben.
    • loquito 18.04.2019 07:37
      Highlight Highlight Lula mit Bolzonaro zuv ergleichen zeugt von unkenntniss. Und im vergleich zu Trump ist ja Maduro der reinste Wahrheitssager... Aber die Rechten wollen dies nicht einsehen....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stehaufmännchen 17.04.2019 14:17
    Highlight Highlight Dass dumme an der Sache ist nur, dass sich in vielen Kulturen eine gewaltige Abneigung gegen die aktuelle Classe Politique entwickelt.
    Früher oder später wird es auch in Westeuropa ganz gewaltig krachen. Dann wird zum Glück nicht mehr viel von diesen Opportunisten zu sehen sein.
  • Follower 17.04.2019 13:58
    Highlight Highlight Aus der Kinderstube... Es ist einfacher, einem Kind zu sagen, dass es im Grossverteiler gerade keine Gummibärchen hatte, als Format zu zeigen und zu sagen, dass man sie bewusst nicht gekauft hat, weil man als Eltern den Genuss dieses zweifelhaften Genussmittels beschränken möchte. Kinder lernen durch Nachmachen. Nun sind diese formatlosen Leute gross geworden und leiten ein Land, einen Konzern. Um es etwas grob auszudrücken: Das „Geschichten erzählen“ gehört ins Alter des Kindergartens. Danach weiss man/frau hoffentlich, dass man/frau liebevoll die Wahrheit sagt. 😁
  • El Vals del Obrero 17.04.2019 13:41
    Highlight Highlight In der heutigen Klickokratie geht es doch nur noch um Aufmerksamkeit und Klicks. Und davon erreicht man selbst mit den offensichtlichsten Lügen mehr und kann seine Bekanntheit mehr steigern.

    Kann mich noch erinnern, als Youtube erstmals mobil einigermassen nutzbar war. Ständig zeigte man sich gegenseitig irgendwelche Videos "Buah, das ist krass". Und dieser Krassheits-Wettbewerb hat sich mittlerweile auch auf die Politik übertragen.
  • Yogi Bär 17.04.2019 10:48
    Highlight Highlight Diese Lügen sind uns schon lange brkannt und doch unternimmt niemand was dagegen, im Gegenteil wir tolerieren sie. Einfach schändlich!
  • Bangarang 17.04.2019 10:26
    Highlight Highlight In Einzelheiten oder Momenten muss man ab und zu lügen, solange man in der Sache ehrlich ist.

    Dass weiss jeder der Kinder gross gezogen hat, ein Team geführt und verheiratet ist.

    • Aurum 17.04.2019 19:22
      Highlight Highlight Wenn wissenschaftlich längst belegte fakten (wie den antropogenen klimawandel) geleugnet werden, verstehe ich nicht, welcher sache man dabei ehrlich ist.
  • Egon2 17.04.2019 10:23
    Highlight Highlight Warum die Leute erst jetzt reagieren ist mir ein Rätsel. Meinungsmanipulation und Lügen existieren schon seit jeher. Aber mit Trump und Putin-Bashing lässt sich halt heute mehr verdienen...
  • Bangarang 17.04.2019 10:22
    Highlight Highlight Genau darum sollte unser art der Wahl verändert werden:

    D.h. erst wählt man wem man die Stimme gibt

    Und dann: Wenn man unbedingt nicht will.

    Daraus würde ein viel ehrlicheres Bild des Wählerwillens entstehen.
  • Ritiker K. 17.04.2019 09:15
    Highlight Highlight Problematisch dabei finde ich, dass bei vielen der Eindruck vorherrscht, dass alle Politiker lügen und man in der Politik nur Erfolg haben kann, wenn man lügt.

    Zum Verhältnis von D. Trump zur 'Wahrheit' empfehle ich einen Artikel, welche letzten Sommer in der Zeit erschienen ist. https://www.zeit.de/2018/36/us-praesident-donald-trump-profit-besitzindividualismus-vorwurf-unwahrheit
  • Nik G. 17.04.2019 08:14
    Highlight Highlight Dazu sind sie häufig noch Gott Gläubig. Ich habe überhaupt nichts mit dem Christentum zu tun trotzdem weiss ich, dass es ein Gebot gibt: Du solltst nicht lügen!
    Das tragische ist noch, dass es so viele Menschen gibt die diesen Lügner die Geschichten abkaufen.
  • walsi 17.04.2019 05:57
    Highlight Highlight Junker hatte in einem Interview öffentlich zugegen, wenn es ernst wird muss man lügen. Eigentlich hätte ihn das damals seinen Job kosten müssen. Hat es nicht. Eigentlich wäre es die Aufgabe der Presse Politiker zu stellen und für ihre Lügen zur Verantwortung zu stellen. So lange die Presse es mit der Wahrheit aber selber nicht immer so genau nimmt ist sie in diesem Teil einfach unglaubwürdig. Relotius und Co lassen grüssen.

    Kleines Beispiel hier:
    Play Icon
  • Spooky 17.04.2019 04:58
    Highlight Highlight Diese Fixierung auf Trump ist nur noch peinlich. Aber okay, Journalisten müssen ihre Brötchen auch irgendwie verdienen, das schon.
    • banda69 17.04.2019 07:22
      Highlight Highlight @spooky

      Mich nervts auch.

      Aber das Gute an Trump ist, er steht der SVP in der Sonne. Er reduziert ihre Medienpräsenz. Und er zeigt auf wohin die Reise führt, wenn reiche wirtschafts– und volksfreundliche Rechtspopulisten an der Macht sind.
  • Der Rückbauer 17.04.2019 01:25
    Highlight Highlight Gerade hat der "Vater des Euro", Theo Waigel, sein Buch veröffentlicht: "Ehrlichkeit ist eine Währung".
    Ich unterstelle ihm nicht, dass selbst der Titel des Buches eine Lüge ist, aber vor, während und nach Einführung des Euro wurden die Bürger oft dreist angelogen.
    Waigel 1998: Es wird keine gemeinsame Haftung geben. Tatsache heute: Es bestehen riesige Haftungsrisiken. Aha, Pech gehabt, ist einfach anders rausgekommen.
  • wolge 17.04.2019 01:05
    Highlight Highlight Ich empfehle allen das herausragende Buch Reinventing Organizations von Frederic Laloux zu lesen: Unternehmen, Wirtschaft, Schulen und Politik müssen sich neu erfinden. Wir müssen aufhören uns in seelenlosen, technokratisierten Systemen sinnlosen Tätigkeiten zu widmen und uns rein auf den Gewinn, unseren Status und das Einkommen zu konzentrieren. Wir sollten einem Sinn nachstreben der es sich zum Ziel macht der Gesellschaft/Natur zu dienen. Wir sollten die Masken die wir tragen ablegen, wieder ganz Mensch sein dürfen und auf unser Innerstes, auf unsere Mitmenschen und die Natur hören lernen.
  • wolge 17.04.2019 00:54
    Highlight Highlight Alle Rauswerfen. Das ganze Pack.

    Wir benötigen wieder Politiker die ernsthaft das Beste für ihr Land wollen. Statt sich und ihre Partei in Szene zu setzen.

    Wir benötigen Unternehmer denen der nachhaltige, langfristige Erfolg Ihres Unternehmens am Herzen liegt. Statt Manager die nur auf den Bonus Ende Jahr schielen.
  • Shelley 17.04.2019 00:19
    Highlight Highlight Wir sollten den US Amerikanern so was von dankbar sein. Egal was für Vollpfosten bei uns jeweils gewählt werden, sie haben den grösstmöglichen Idioten zum Präsidenten gewählt. Er lügt und betrügt jeden, vögelt Pornostars und Prostituierte, hintergeht Ehefrau und Volk.. Trotzdem wird er von all den Pseudokonservativen gewählt. Er schafft es auf fast unmögliche Weise die Latte immer noch tiefer zu setzten. Er und seinesgleichen sind der Untergang der westlichen Kultur. Thank’s, wir sind fein raus.
  • Lizzy_La 16.04.2019 23:04
    Highlight Highlight „Die Erde ist verdammt gross. Ich bin sicher, es gibt mindestens 8 oder 9 Länder ausser uns.“

    Amerikaner, wenn sie über Aussenpolitik reden...
  • Pasch 16.04.2019 22:56
    Highlight Highlight Mir sind einige Bevölkerungsgruppen in der CH bekannt die nach diesem Motto sehr weit kommen... Und keinen intressierts! #eigenenase
  • Saraina 16.04.2019 22:27
    Highlight Highlight Ich frage mich ja hin und wieder auch, ob Journalisten sich manchmal schämen? Schliesslich kommt wahrscheinlich auch in dem Gewerbe das Fressen vor der Moral.
    • wolge 17.04.2019 00:59
      Highlight Highlight Da gebe ich dir Vollkommen recht. Gerade die Medien hätten es in der Hand und können die Stimmung der Bevölkerung klar beeinflussen.

      Ich behaupte: Manch eine Krise wie z.B. die Finanzkrise wäre erheblich weniger Schlimm ausgefallen wenn die Medien die Angst nicht so geschürt und das Misstrauen in der Wirtschaft dadurch nicht so unterstützt hätten.
    • Firefly 17.04.2019 11:37
      Highlight Highlight @wolge
      "Ich behaupte: Manch eine Krise wie z.B. die Finanzkrise wäre erheblich weniger Schlimm ausgefallen wenn die Medien die Angst nicht so geschürt und das Misstrauen in der Wirtschaft dadurch nicht so unterstützt hätten. "

      Die Medien hätten also lügen sollen und behaupten, es sei alles in Ordung?
    • karl_e 17.04.2019 14:58
      Highlight Highlight @Wolge. Jawoll. Es ist ein Brauch von Alters her: Die Ueberbringer schlechter Nachrichten müssen geköpft werden!
  • Ökonometriker 16.04.2019 22:13
    Highlight Highlight Was haben Manager-Boni mit lügenden Polikern zu tun? Ob man das Geld neureichen Managern oder altreichen Aktionären gibt, ist mir als Normalbürger ziemlich egal. Der Manager zahlt zumindest anständig Steuern.
    Wenn aber Politiker lügen, schadet dies der Demokratie und der Zukunft eines Landes. Das kann man nicht vergleichen.
    • Ökonometriker 17.04.2019 07:37
      Highlight Highlight @Rhabarber: ein Millionengehalt vor dem Fiskus verschwinden lassen? Wie?

      Normalerweise können das nur Kapitaleigner, also die Schwerreichen. Denn Kapital ist rechtlich mobil, Lohn nicht. Deswegen zahlen Manager auch hohe Steuern, während die Reichen ihr Geld in einer Stiftung im Ausland verstecken können.

      Warum sollte man also die Managerlöhne drücken und damit das Geld bei den Reichen belassen?
  • banda69 16.04.2019 22:05
    Highlight Highlight In der Schweiz erreicht man mit Lügen, Hetze und Manipulation über den Daumen gerechnet ca. 30% Wähleranteil.
    • Froggr 16.04.2019 22:51
      Highlight Highlight Seit wann hat die SP 30%?
    • elias776 16.04.2019 23:31
      Highlight Highlight Er meint offensichtlich nicht die SP, er meint die SVP. Ich denke er hat einfach der Begriff Populismus und hass vergessen.. jetzt sollte das Bild vollständig sein ;
    • Roterriese #DefendEurope 17.04.2019 05:34
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bruder klaus 16.04.2019 21:54
    Highlight Highlight Oh - endlich hat es jemand gemerkt, dass nur noch gelogen und beschönigt, Manipuliert und abgezockt wird, dass die einfachen kein, die reichen viel macht haben (Sarkasmus aus).
    Wir können uns nur den entgegensetzen, indem wir die Firmen, Länder und Leute hart bestrafen, indem wir - selbst wenn es uns vorübergehend trifft - ihr Dienste nicht mehr in Anspruch nehmen, alles abwehren, was deren Gewinn, macht und Möglichkeiten erhöhen könnte. Erst dann wird vielleicht wieder besser. Unsere Familie haben schon mal aufgehört Nestle und deren unterprodukte zu kaufen. Keine Ferien in USA + Türkei usw..
  • Zeit_Genosse 16.04.2019 21:47
    Highlight Highlight Der Befund ist nicht neu, doch die Ausprägung wird immer grösser. Damit wird es zur Normalität. Kein Aufschrei, weil man so politikverdrossen ist, dass es egal zu sein scheint. So implodiert die Demokratie zur Diktatur oder wird eine undefinierte Diktokratie, wo die Wirklichkeit durch künstliche Wahrheit gebildet wird.
  • Martin Mars 16.04.2019 21:38
    Highlight Highlight Ich frage mich wieso unsere Politiker hier nicht vorkommen, speziell die SVP ist wohl schon länger mit Lügen auf dem Parkett als die genannten Politiker. Jüngstes Beispiel: Köppel "Ich stelle den Klimawandel nicht in Frage" und ergänzt dazu, dass es keine Beweise gebe dass der Mensch Schuld sein daran. Was auch heisst: es gibt keinen Handlungsbedarf. Was er also wirklich meinte: "Ich stelle den durch die Menschheit verursachten Klimawandel in Frage". Schlimm: seine verlogenen Sätze erscheinen noch in vielen Medien als Titelzeile.
    • petrolleis 16.04.2019 23:03
      Highlight Highlight Stimmt, beweisen kann man es wahrscheinlich nicht. Aber es ist wohl jedem klar.
      Das ist wie wenn jemand 50 jahre raucht und dann an lungenkrebs stirbt. Da wird es sich vermutlich auch nicht 100% beweisbar sein, dass es am rauen lag, obwohl es jedem (und wirklich jedem!) klar ist...

      Zudem werden wir die klimatischen zusammenhänge vermutlich nie vollumfänglich verstehen, wenn man bedenkt, dass wir unsere wirtschaft nicht mal ganz durchschauen, obwohl wir diese, nicht wie das klima, selbst geschaffen haben.
    • wolge 17.04.2019 00:55
      Highlight Highlight Da hast du Recht aber ich denke die SP und all die anderen sind kein Stück besser
    • Friedhofsgärtner 17.04.2019 08:10
      Highlight Highlight Weil watson viel zu stark Auf Amerika fokussiert ist. Die Leser von Watson dürften mittlerweile mehr Ahnung von amerikanischer als unserer eigenen Politik haben. Was ich insofern befremdlich finde, da besonders junge Menschen unter 30 zur Hauptleserschaft gehören dürften.

      Ich habe diese Kritik schon bei einigen Artikeln zu äussern versucht, aber es wird leider selten freigeschaltet.
  • Coffeetime 16.04.2019 20:59
    Highlight Highlight Schlussendlich stirbt jeder und dann merkt man, das Geld nicht alles ist.... und die wahren Freunde sind dann, oder eben nicht, zur Stelle...
    • Clife 16.04.2019 21:26
      Highlight Highlight Bringt halt nicht viel wenn man bis dahin ein Leben in Saus und Braus gelebt hat mit (falschen) Freunden, immerhin doch aber weitgehend sozialen Kontakten. Wir leben in einer Welt in der im kapitalistischen System Betrug, Gier und Lügen mehr Wert haben als Wahrheit, Mitgefühl und Entgegenkommen, ja sogar nichtmal geahndet wird. Es fängt beim Bewerbungsgespräch an, geht weiter zum sozialen Ansehen (Influencer insbesondere) bis hin zur Pensionierung. Die wahren Helden sind aber die, welche sich diesem Gefüge entgegenstellen. Genau diese Helden sollten auch ein Regierungssystem führen m.M.n...
    • wolge 17.04.2019 01:03
      Highlight Highlight Ich empfehle dir das herausragende Buch Reinventing Organizations von Frederic Laloux zu lese: Unternehmen, Wirtschaft, Schulen und Politik müssen sich neu erfinden. Wir müssen aufhören uns in seelenlosen, technokratisierten Systemen sinnlosen Tätigkeiten zu widmen und uns rein auf den Gewinn und das Einkommen zu konzentrieren. Wir sollten einem Sinn nachstreben der es sich zum Ziel macht der Gesellschaft/Natur zu dienen. Wir sollten die Masken die wir tragen ablegen, wieder ganz Mensch sein dürfen und auf unser Innerstes, auf unsere Mitmenschen und die Natur hören lernen.
  • Follower 16.04.2019 20:41
    Highlight Highlight Wenn diese Tendenz nicht gewendet werden kann, sehe ich schwarz. Wenn ein Präsident eines so wichtigen Landes und so viele andere Führungspersönlichkeiten es vormachen, wie man bescheisst, übervorteilt, Macht gegen Schwächere ausübt, dann werden es gaaanz viele nachmachen. Führen durch Vorbild, auch im Schlechten. 😳
  • Fisherman 16.04.2019 20:29
    Highlight Highlight Leider wahr.
    Und trotzdem glaube ich an den Wert von Wahrheit und Fakten.
  • Bud Spencer 16.04.2019 20:12
    Highlight Highlight Was der Löpfe schreibt ist ja gut und recht - was mich aber selbst als hartgesottener Fussballfan stört, ist wieviel ein Fussballprofi im Vergleich verdient.

    Ein Messi, Ronaldo etc. verdient ein vielfaches von einem Ermotti. Ich behaupte mal, dass sogar Xhaka und Shaqiri mehr als die CEO's der Schweizer Grossbanken verdienen.
    • Raeffu 16.04.2019 21:59
      Highlight Highlight das ist wirtschaft angebot und Nachfrage. fussballer bescheissen belügen betrügen niemanden
    • Bud Spencer 16.04.2019 22:09
      Highlight Highlight Frag da mal das spanische Fiskalministerium, was Sie zu Fussballern meinen 🙃

      Aber gut, die Herren Trump, Ospel dazumals oder heutzutage Frau Ruoff zeigen schon nicht unbedingt, was gute Unternehmensführung heisst. Von dem hee verstehe ich das fehlende Vertrauen.
    • petrolleis 16.04.2019 23:10
      Highlight Highlight Ich finde den ceo-sportler vergleich nicht ganz korrekt, obwohl ich auch finde, dass sie zu viel verdienen.
      Ceos gibts wie sand am meer und jedes jahr rücken millionen ählicher gestalten mit ählichen führungsstilen nach. Aber es gibt halt nur einen einzigen, unersetzbaren roger federer 😅.
  • manoli 16.04.2019 20:09
    Highlight Highlight Wo sind die Beweise, dass nicht früher schon bewusst ung gezielt gelogen wurde? Wahrscheinlich war es sogar einfacher für Politiker zu lügen, da man nicht alles im Internet überprüfen konnte und es nicht festgehalten wurde. Industrielle hatten auch viel zu hohe Löhne und standen als Ausbeuter in der Kritik... Glaube nicht, dass sich diesbezüglich irgendetwas verändert hat.
    • Firefly 17.04.2019 11:16
      Highlight Highlight Das heisst also ich sollte meine Kinder zur Schamlosigkeit erziehen, damit sie in einer sowieso schamlosen Welt erfolg haben können?

      Oder sollte man die Schamlosigkeit wo und wie immer möglich in Grenzen weisen?
  • Scaros_2 16.04.2019 20:03
    Highlight Highlight Warten wir einfach auf die nächste Finanzkriese. Jede weitere ist schlimmer als alle davor
    • Chrigi-B 16.04.2019 20:11
      Highlight Highlight Super für den Mittelstand und alles darunter....
    • Firefly 17.04.2019 09:25
      Highlight Highlight Und trifft meistens sie falschen am härtesten.

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