Wirtschaft
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Airbus will Kosten in Rüstungssparte senken – Stellenabbau droht



Beim europäischen Flugzeugbauer Airbus droht ein Stellenabbau in der Rüstungs- und Raumfahrtsparte. Airbus Defence and Space habe «den Dialog mit Arbeitnehmervertretern aufgenommen, um mögliche Massnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur (...) zu besprechen.»

epa07958213 The Airbus A320neo aircraft takes off for its first flight from the airport of Toulouse-Blagnac, southern France, 25 September 2014 (reissued 29 October 2019). According to media reports 29 October 2019, Airbus has received an order from Indian budget airline IndiGo for 300 models of its A320neo aircraft in an order deal valued at least at 33 billion billion USD. It would be the biggest ever deal from a single airline for an Airbus plane.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO *** Local Caption *** 53898115

Bild: EPA

Dies teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. «Wir können dabei nichts ausschliessen», sagte ein Airbus-Sprecher auf die Frage nach einem möglichen Stellenabbau. Zunächst werde mit dem Europäischen Betriebsrat gesprochen. Die Sparte habe «in den vergangenen drei Jahren mit unerwartetem Gegenwind zu kämpfen», begründete Spartenchef Dirk Hoke den Sparkurs.

«All dies hat uns in die aussergewöhnliche Lage gebracht, dass unsere kurzfristige Perspektive einerseits so kritisch ist wie nie zuvor und einen entscheidenden Turnaround erfordert.»

Diese Entwicklung schlage sich im Auftragseingang, in der Gesamtleistung und im operativen Gewinn nieder und könne nicht mehr durch die laufenden Einsparungen wettgemacht werden.

Schleppendes Raumfahrt-Geschäft

Bei Airbus Defence and Space arbeiten derzeit rund 34'000 der konzernweit 134'000 Mitarbeiter. In der Rüstungssparte hatten sich Aufträge immer wieder verschoben. «Dieser mangelnde Auftragseingang zehrt unseren Auftragsbestand nach und nach auf», schrieb Hoke in einem Reuters vorliegenden Brief an die Belegschaft. Der Streit um das Militär-Transportflugzeug A400M und der Ausfuhrstopp nach Saudi-Arabien belasten die Airbus-Sparte ebenfalls. Das zyklische Raumfahrt-Geschäft läuft schleppend.

«Die Geschäftsperspektiven unserer zentralen Geschäftsfelder wie Kampf- und Tankflugzeuge, Drohnen, Connected Intelligence und auch Space Systems sind äusserst vielversprechend.»

«All dies hat uns in die aussergewöhnliche Lage gebracht, dass unsere kurzfristige Perspektive einerseits so kritisch ist wie nie zuvor und einen entscheidenden Turnaround erfordert», schrieb Hoke an die Mitarbeiter. Airbus müsse «robuste Massnahmen» ergreifen. «Wir müssen alle an einem Strang ziehen, um das Blatt zu werden.»

Langfristig seien die Aussichten aber so gut wie noch nie, erklärte der Spartenchef. «Die Geschäftsperspektiven unserer zentralen Geschäftsfelder wie Kampf- und Tankflugzeuge, Drohnen, Connected Intelligence und auch Space Systems sind äusserst vielversprechend.» (sda/reu)

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