Wirtschaft
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Empfangsgebühren: SRG-Präsident: «Wir stimmen nicht über den Service public ab»



SRG-Präsident Raymond Loretan wehrt sich gegen die Themenvermischung im Abstimmungskampf zum neuen Radio- und Fernsehgesetz. «Wir stimmen am 14. Juni nicht über den Service public ab», sagte Loretan in einem Interview mit der Schweiz am Sonntag.

Es gehe um den Ersatz des alten, bürokratischen Gebührensystems durch ein neues System, das einfacher, günstiger und fairer sei. Die heutige Gerätegebühr solle durch eine Haushaltsabgabe ersetzt werden, da heute fast alle Haushalte ein Empfangsgerät hätten. Die Billag erhalte dann weniger Geld, die Kontrollen fielen weg. «Das ist der Grundgedanke der Reform», sagte Loretan.

Raymond Loretan, President de Genolier Swiss Medical Network, pose devant l'entree du batiment lors d'une conference de presse presentant les nouveaux investissements a hauteur de 47 millions de francs ce jeudi 18 septembre 2014 dans le batiment principale de la Clinique de Genolier a Genolier dans le canton de Vaud. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

SRG-Präsident Raymond Loretan. Bild: KEYSTONE

Der SRG-Präsident betonte zudem, dass das Finanzierungssystem mit dem Leistungsauftrag an die SRG nichts zu tun habe: «Auch unter dem neuen System lässt sich der Service public redimensionieren oder lassen sich die Gebühren senken, wenn das gewünscht wird.»

Es schmerze ihn zudem, dass sich die SRG-Medien nicht gegen «die zum Teil absurden Vorwürfe» im Abstimmungskampf wehren dürften und neutral bleiben müssten, sagte Loretan. Dadurch widerspreche kaum jemand den Unwahrheiten, die im Abstimmungskampf verbreitet würden. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 27.05.2015 06:48
    Highlight Highlight Programmauftrag der SRG öffentlich breit diskutieren!

    Die Gesetzgebung über Radio und Fernsehen ist Sache des Bundes (Art. 93 Abs. 1 BV). Die ständigen Gebührenerhöhungen hätten die Bundespolitiker schon längst aufrütteln müssen, den Programmauftrag der SRG zu hinterfragen. Die Service-public-Diskussion muss jetzt in der breiten Öffentlichkeit und nicht nur innerhalb der Trägerschaft geführt werden.

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