Wirtschaft
Russland

Russland plant eigene Alternative zu Zahlungssystem Swift

Auch in Sachen Finanzkontrolle will Russland nicht mehr mit Westeuropa und den USA kooperieren. 
Auch in Sachen Finanzkontrolle will Russland nicht mehr mit Westeuropa und den USA kooperieren. Bild: KEYSTONE
Zahlungsverkehr

Russland plant eigene Alternative zu Zahlungssystem Swift

27.08.2014, 18:5627.08.2014, 18:56

Russland bereitet den Aufbau eines Systems für den elektronischen Zahlungsverkehr vor. Hintergrund ist offenbar die Sorge, neue Sanktionen könnten das Land vom führenden Finanzdaten-Transfersystem Swift abschneiden.

Die Regierung habe bereits ein entsprechendes Gesetz vorbereitet, erklärte am Mittwoch Vize-Finanzminister Alexej Moiseew russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Es solle jedoch erst in Kraft treten, wenn klar sei, dass die Notenbank über die dafür nötige Technologie verfüge.

Russland hat bereits ein eigenes nationales Zahlungssystem für Kreditkarten in die Wege geleitet, nachdem MasterCard und Visa wegen der Sanktionen Geschäfte mit einigen russischen Banken einstellten.

Iranische Banken wurden 2012 wegen der Atomprogramm-Sanktionen von Swift abgeschnitten - mit dramatischen Folgen für den Aussenhandel des Landes.

Swift ist das grösste Netzwerk für den weltweiten Austausch von Finanzdaten und hat seinen Hauptsitz in Belgien. Die Abkürzung steht für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication.

Der 1973 gegründete Verband sorgt dafür, dass Mitgliedsbanken rund um den Globus Geschäfte über ein einheitliches Telekommunikationsnetz, das Swift-Netz, machen können. An das Netz sind mehr als 10'000 Finanzinstitute angeschlossen. (sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Diese Gemeinde stellt den «SVP-Horror» dar – so lebt es sich vor Ort wirklich
Die Gemeinde Emmen wächst, verdichtet, beherbergt viele Ausländerinnen und Ausländer – und symbolisiert damit ein Zukunftsbild der Schweiz, vor dem die SVP im Abstimmungskampf warnt. Ein Rundgang durch Emmen, wo Schweizer Dörfler-Identität auf Agglo-Realität prallt.
Idyllische Dörfer, die zu Städten heranwachsen. Bagger und Beton statt Grünflächen und Bergsicht. Möchte man den Abstimmungsplakaten der SVP für die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» glauben, droht die Zuwanderung die ländliche Schweiz zu zerstören.
Zur Story