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So stellen sich die Grünen den «grünen Aufschwung nach der Krise» vor



ZUR HEUTIGEN TRENDUMFRAGE DER SRG ZU DEN EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNGEN VOM SONNTAG, 25. SEPTEMBER 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - A wind turbine above Entlebuch in the canton of Lucerne, Switzerland, pictured on August 7, 2010. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Eine Windturbine oberhalb Entlebuch im Kanton Luzern, aufgenommen am 7. August 2010. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Grün: So wollen die Grünen die Wirtschaft der Zukunft gestalten. Bild: KEYSTONE

Mit Investitionen in den Klimaschutz, den Care-Bereich und die Digitalisierung will die Grüne Partei Schweiz zu einem grünen Aufschwung nach der Corona-Pandemie beitragen. Begleitet werden soll das Impulsprogramm von einer Bildungs- und Umschulungsoffensive.

«Mit unserem Impulsprogramm beschleunigen wir Grüne einen grünen Aufschwung nach der Krise, schaffen klimafreundliche Arbeitsplätze und legen den Grundstein für eine innovative und klimaneutrale Wirtschaft des 21. Jahrhunderts», sagte die grüne Nationalrätin Franziska Ryser (SG) laut Presseunterlagen am Dienstag vor den Medien.

Franziska Ryser, GP-SG, spricht waehrend einer Debatte waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 18. Maerz 2021, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Franziska Ryser Bild: keystone

Die Corona-Pandemie hat gemäss der Partei in den vergangenen zwölf Monaten zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt und den Strukturwandel in vielen Branchen weiter beschleunigt. Allein in der Gastronomie seien im vergangenen Jahr 33'000 Arbeitsplätze abgebaut worden.

Darauf könne und müsse die Schweiz mit einem rasch wirksamen strategischen Investitionsprogramm reagieren. Zugleich führten auch die Klimakrise und die Digitalisierung zu tiefgreifenden Veränderungen von Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Und die vergangenen Monate hätten die Systemrelevanz des Care-Bereichs offengelegt - gerade in der Pflege und in der Kinderbetreuung.

Im Gegensatz zu Ländern wie Südkorea, Deutschland und den USA habe es die Schweiz bisher jedoch verschlafen, die Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Krise mit Investitionen in eine grüne und soziale Zukunft zu verknüpfen, kritisierte die Partei.

11 Milliarden für vier Jahre

Das Impulsprogramm der Grünen sieht Investitionen von 11 Milliarden Franken über vier Jahre vor. Damit könnten tausende neue Jobs in zukunftsträchtigen Branchen geschaffen werden, hiess es.

Zum Erreichen der Klimaziele sollen mit den Investitionen die Förderung von erneuerbarem Strom und die Sanierungsrate von Gebäuden verdoppelt werden. Und die nationale Forschung solle einen Schwerpunkt auf Klima, Energie und grüne Wirtschaft legen.

Weiter will die Partei Care-Dienstleistungen ausbauen. So sollen flächendeckend Tagesschulen geschaffen sowie die Kantone und die Institutionen im Pflegebereich bei der Verbesserung von Arbeitsbedingungen unterstützt werden.

Die Investitionen sollen zudem die digitalen Fähigkeiten von Bund, Kantonen und Gemeinden stärken. Die Grünen plädieren für den Aufbau einer zukunftsfähigen Daten-Infrastruktur und Daten-Governance in der Bundesverwaltung. Auch gemeinwohlorientierte technologische Projekte und Start-Ups sollen gefördert werden, um das Potenzial technologischer Innovation zu nutzen.

Weiterbildung fördern

Die Partei will zudem Weiterbildungen für stellenlose Lehrabgängerinnen und -abgänger fördern, damit sie nicht in der Arbeitslosigkeit landen. Zudem soll das Angebot an Lehrstellen und Hochschulpraktika in der Bundesverwaltung aufgestockt werden.

Neue Berufsperspektiven für Erwachsene sollen mit zusätzlichen Ausbildungszuschüssen für 10'000 Personen sowie mit Bildungsgutscheinen geschaffen werden. (aeg/sda)

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Regula Rytz: «Das Klimaproblem bleibt»

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