DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
File picture of Swatch watches taken in a Swatch store in Bern February 4, 2013. Swatch Group announced February 5, 2015 gross sales for the Group exceed CHF 9 billion for the first time, a plus of 4.6% over the previous year, despite negative exchange rate impact.  REUTERS/Pascal Lauener (SWITZERLAND  - Tags: BUSINESS SOCIETY)

Bild: PASCAL LAUENER/REUTERS

Gewinneinbruch für Uhrenkonzern

Die Swatch-Aktien sind auf Talfahrt



Nach einem überraschend starken Gewinnrückgang haben sich die Anleger von den Aktien des Uhrenkonzerns Swatch getrennt. Die Titel des Weltmarktführers fielen am Donnerstag im frühen Handel um bis zu 7.4 Prozent. Danach setzte eine leichte Teilerholung ein.

Der Weltmarktführer hat zwar im vergangenen Jahr mehr umgesetzt, sowohl der Betriebsgewinn (EBIT) als auch Reingewinn waren aber rückläufig und verfehlten zudem die Schätzungen recht deutlich.

«Die Margen sind die Hauptsorge», kommentierte die Bank Barclays. Die Erwartungen an die Zahlen seien ohnehin schon relativ tief gewesen, erklärte die Analystin Helen Brand. Sie verwies zudem auf die erwartete Konkurrenz der Apple Watch sowie trotz des starken Frankens anhaltend umfangreiche Investitionspläne. Beim Ausblick seien aber der starke Januar sowie die Preiserhöhungen positiv.

Animiertes GIF GIF abspielen

Der Konkurrent: Die Apple Watch. Bild: aplus.com / Apple

Von insgesamt enttäuschenden Ergebnissen sprach die Deutsche Bank. Ein Gewinn um rund 10 Prozent unter den Erwartungen deute darauf hin, dass die Gruppe zwar durchaus in einer guten Position für Marktanteilsgewinne bleibe, allerdings zum Preis höherer Kosten und Investitionen.

Die Zuversicht für 2015 basiere wohl auf den Möglichkeiten, die Auswirkungen der Frankenstärke abzumildern, da einige Kosten in anderen Währungen anfielen, hiess es bei J. Safra Sarasin. Zudem hätten beispielsweise Harry Winston in den USA sowie Rivoli im Nahen Osten eine natürliche Absicherung. Allerdings sei der Erfolg der Initiativen von Swatch nicht in Stein gemeisselt.

Wie erwartet habe Swatch weiter stark in Marketing und den Aufbau eigener Boutiquen investiert, was den sehr ausgeprägten Margenrückgang erkläre, schrieb die ZKB. Das von Swatch für 2015 erwartete starke Umsatzwachstum in Lokalwährungen liege derweil klar über den ZKB-Schätzungen.

Swatch hat 2014 deutlich weniger verdient. Der Reingewinn fiel gegenüber dem Vorjahr um 26.6 Prozent auf rund 1.4 Mrd. Franken. Der Umsatz des Konzerns mit seinen 20 Marken weitete sich netto um 3.0 Prozent auf 8.7 Mrd. Fr. aus, wie die Swatch Group am Donnerstag mitteilte. 

Zu konstanten Wechselkursen wäre Swatch um 4.5 Prozent gewachsen, Währungseffekte drückten die Erlöse aber um 1.5 Prozent oder 138 Mio. Franken. Weitere 200 Mio. Fr. an Umsatz kostete der Brand bei der Tochtergesellschaft ETA.

Trotz der Turbulenzen in den Währungen will Swatch eine unveränderte Dividende von 7.50 Fr. pro Inhaberaktie und 1.50 Fr. pro Namenaktie ausschütten. 

(sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Krankenkassen sollen Reserven abbauen: Sinken bald die Prämien?

Krankenversicherer haben über 11.3 Milliarden Franken Reserven angehäuft. Diese sollen sie zu Gunsten tieferer Prämien abbauen.

Es handelt sich vordergründig um eine knochentrockene Angelegenheit, um die Höhe der Reserven der Versicherer. Doch hat die Diskussion um deren Abbau unmittelbare Auswirkungen auf das Portemonnaie der Prämienzahler: Häufen die Krankenversicherer allzu hohe Reserven an, behindern sie eine moderate Prämienentwicklung.

Damit soll jetzt Schluss sein. Denn längst ist der Moment allzu hoher Reserven erreicht. Die Versicherer haben in den letzten drei Jahren Reserven in der Höhe von 11.3 Milliarden …

Artikel lesen
Link zum Artikel