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Manor bestätigt: Mehrere Läden werden geschlossen - Dutzende Mitarbeiter betroffen



Der in Schwierigkeiten steckende Detailhändler Manor setzt zu einer Restrukturierung an: Mehrere Läden werden geschlossen. Dutzende Mitarbeiter und Kaderleute sind betroffen. Verstärkt werden soll demgegenüber das Online Geschäft.

Durch die unfreiwillige Schliessung des Flaggschiff-Warenhauses an der Zürcher Bahnhofstrasse müssen in diesem Jahr beträchtliche finanzielle Einbussen kompensiert werden, wie Manor am Freitag in einem Communiqué schreibt. Die Einschnitte sollen helfen, die Profitabilität zu steigern.

Manor Bachenbülach schliesst Ende April

Die Leuten besuchen den neuen Manor Store waehrend der offiziellen Eroeffnung, am Donnerstag, 25. April 2019 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Offenbar kommt es zu Entlassungen bei Manor. Bild: KEYSTONE

So werde das Warenhaus in Bachenbülach per Ende April 2020 geschlossen. Davon seien 27 Mitarbeitende betroffen. Man sei bemüht, innerhalb des Unternehmens oder auf dem regionalen Arbeitsmarkt eine Weiterbeschäftigung für die Betroffenen zu finden. Ein Sozialplan werde erarbeitet. Als Grund für die Schliessung gibt das Unternehmen an, dass zu wenige Kunden in das Geschäft im Industriegebiet von Bülach kämen.

Zudem sollen zwei der insgesamt 31 Supermärkte nicht weiterbetrieben werden. Betroffen sind Liestal und Delsberg. Hier werde eine Nachfolgelösung gesucht und man sei bereits in Gesprächen mit Mitbewerbern, hiess es. Die Supermärkten müssten eine gewisse kritische Grösse erreichen, damit sie ohne Abstriche die Qualitätsansprüche profitabel erfüllen könnten, schrieb Manor weiter.

Warenhäuser werden im Verbund geführt

Auch die Anpassung der Führungsstruktur kostet Stellen. Die Strategie, einzelne Warenhäuser in einem Verbund zusammenzuschliessen, werde nun flächendeckend umgesetzt. 60 Manor-Warenhäuser werden in 28 Verkaufseinheiten gebündelt. Diese Reorganisation betrifft ein Dutzend Warenhausdirektoren und rund 40 weitere Mitarbeitende, schrieb Manor.

Auf der anderen Seite will der Konzern das Onlinegeschäft stärken. Im Digital- und IT-Infrastruktur-Bereich sollen dieses Jahr mehr als 30 neue Stellen geschaffen werden. Der Online-Anteil soll in den kommenden fünf Jahren markant gesteigert werden.

Manor will das führende Warenhaus der Schweiz werden, das Online- und stationären Handel miteinander verbindet. «Digitalisierung bedeutet Chance und Herausforderung gleichermassen », wird Konzernchef Jérôme Gilg in der Mitteilung zitiert. Um bei der Verlagerung vom stationären Geschäft ins Onlinegeschäft Schritt zu halten, müsse Manor die Transformation weiter vorantreiben und in die Digitalisierung investieren.

Strukturwandel in Detailhandel

Manor und anderen Detailhändlern macht bereits seit Jahren der Strukturwandel in der Branche zu schaffen. Der starke Wettbewerb durch neue Anbieter im Onlinehandel und durch den Einkaufstourismus führt zu sinkenden Umsätzen in den Läden. Die Manor-Mutter Maus Frères Holding hatte bereits im Sommer 2018 die Sportartikelkette Athleticum an die französische Decathlon verkauft.

Die Schliessung des Warenhauses an der Zürcher Bahnhofstrasse nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit der Vermieterin Swiss Life hat - wie bekannt - ebenfalls einen Arbeitsplatzabbau zur Folge. Hier sind 290 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Manor betroffen sowie 190 Angestellte eingemieteter Firmen.

Manor steht mit den Problemen nicht alleine da. Auch die Migros hat in einigen Bereichen zu kämpfen und sucht einen Käufer für ihre Warenhaus-Kette Globus. Bereits getrennt hat sich der «orange Riese» etwa von der Gries Deco Holding mit ihrer Marke Depot und von einem Teil seiner Interio-Läden. (dfr/awp/sda)

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106Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 10.01.2020 22:10
    Highlight Highlight Diese jahrzehntelange Besetzung von Arbeitsplätzen durch ältere «erfahrene» Angestellte musste endlich mal beendet werden. Chancen für die jungen!
    • Eidg. dipl. Tütenbauer 10.01.2020 23:49
      Highlight Highlight Vollkommen richtig, die sind alle Betriebsblind und stinken aus dem Maul...
    • leu84 11.01.2020 01:15
      Highlight Highlight Ein guter Mix macht es aus. Die jungen bringen etwas frische in die Bude und von älteren Mitarbeitern kann man nur lernen. Natürlich gibt es die Knorzis, Jammeris und Faulpelzis...
  • michu 10.01.2020 19:04
    Highlight Highlight Wer als Unternehmen erst im Jahr 2020 realisiert hat, dass man die digitale Transformation in Angriff nehmen muss und im Onlinehandel mitmischen möchte, hat die letzten 20 Jahre gepennt. Dieser Rückstand ist praktisch nicht mehr wettzumachen. Schlussendlich werden mehrere Millionen verbraten um sich zu den prominenten Beispielen wie Media Markt oder Siroop zu gesellen, die gezeigt haben, wie man eCommerce so richtig verschläft oder verkackt.
  • derlange 10.01.2020 18:36
    Highlight Highlight Der Anfang vom ende des Konsums?
    Wäre ja spannend - Klimajugend sei dank?
  • Der Rückbauer 10.01.2020 18:13
    Highlight Highlight Schon vor Eröffnung des "Warenhauses" in Bachenbülach war ja klar, dass das eine grandiose Fehlentscheidung war (wie La Halle in der Parkalle gegenüber). Das sind Manager, ob alt, ob jung, die schon lange hätten fristlos entlassen werden müssen und auch zurückliegende Boni zurückzahlen müssten! Zugunsten der Leute im Maschinenraum, die immer gelächelt haben, obwohl sie wussten, dass der Dampfer gegen den Eisberg gefahren wurde.
  • roger_dodger 10.01.2020 17:52
    Highlight Highlight Hab mich schon von Anfang an gefragt wie lange Bachenbülach offen sein wird. Entweder hätte man eine Filiale mit vollständigem Angebot bauen oder es ganz lassen sollen.
  • Thorium 10.01.2020 17:46
    Highlight Highlight Manor will führend im onlinehandel werden? 🤣🤣😅😅 ja hätten Manor anstelle der Migros damals Galaxus übernommen hätten sie eine Chance. Jetzt ist der Zug doch längst abgefahren.
  • ray c 10.01.2020 17:32
    Highlight Highlight passiert anderen auch, weiter geht's!
  • fisk 10.01.2020 17:12
    Highlight Highlight Schade, aber auch Manor muss mit dem Lauf der Zeit gehen. Früher hat man über die grossen Warenhäuser gelästert, da sie die kleinen Läden verdrängt und preislich ausbgebootet haben. Nun lästert man über den Onlinehandel, welcher die grossen Warenhäuser ausbootet. Ich sehe jedoch auch den Trend, dass in der Stadt vor allem kleinere Nischen-Geschäfte wieder besser besucht sind, da das Thema Nachhaltigkeit derzeit (und hoffentlich weiterhin) Hip ist.

    Klar, es ist hart für die Mitarbeiter, die Schuld liegt jedoch nicht nur beim Händler selbst, sondern zum grösseren Teil auch beim Konsumenten.
  • karl_e 10.01.2020 16:36
    Highlight Highlight Das kommt davon, wenn man das Verkaufspersonal ausdünnt bis zum Gehtnichtmehr. Im Manor Winterthur habe ich schon des öftern Abteilungen angetroffen, wo keine einzige Verkäuferin sichtbar war. Auch die Kassen werden reduziert, der Kunde darf die suchen, und wenn er dann eine findet, darf er sich in eine lange Schlange eingliedern.
    Ausserdem sind die neumödischen Bildschirmchen, aus denen irgendeine blödsinnige Werbebotschaft plärrt, nicht unbedingt attraktiv. Im Internet muss ich kein Verkaufspersonal suchen, nicht Schlange stehen und erst noch keine schwachsinnige Werbung anhören.
    • sowhat 10.01.2020 17:40
      Highlight Highlight Das Ausdünnen des Personals, ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum der stationäre Handel tatsächlich verliert. Die einzige Begründung, warum man stationär einkauft, wären -nebst dem Sortiment- die Menschen die den Unteschied machen. Das können sie nicht, wenn sie so wenige sind, dass sie nur noch auffüllen und kassieren können.
      Da ist einer der Gründe zu suchen. Ein anderer dürfte sein, dass Manor es nicht geschafft hat, frühzeitig Synergien mit dem Onlinehandel zu schaffen. Man hat zu lange gedacht, der Onlinehandel muss von Anfang an rentabel sein, anstatt durchzuhalten und zu lernen.
    • JimKnopf666 10.01.2020 18:26
      Highlight Highlight Diese Schirmchen steck' ich regelmässig aus, da sie nerven...😝
  • Turicum04 10.01.2020 16:36
    Highlight Highlight Manor will... andere wollen auch! Manor ist ein Laden für alte Leute ab 50! Und die bestellen kaum im Netz! Manor ist ein Gebilde vom letzten Jahrhundert - ohne Zukunft und Berechtigung!
    • sowhat 10.01.2020 17:30
      Highlight Highlight @Turikum, ich weiss ja nicht wie alt du bist, aber die ü50-er sind im Netz sehr aktiv! Kennst du keine, dass du mal schnell fragen kannst?
    • öpfeli 10.01.2020 18:29
      Highlight Highlight Ich mag Manor.. und bin 31ig..
      Bin ich nun älter als in meiner ID steht 😳
    • Shabaqa 11.01.2020 01:54
      Highlight Highlight @öpfeli: nein, nein. Ich bin nicht viel älter und habe am Freitag da zwei Hemden gekauft. Die Beratung durch den Ü50-Verkäufer war hervorragend.
  • Watcherson 10.01.2020 16:16
    Highlight Highlight Witzig, ich wusste schon, dass die Filiale Bachenbülach nicht laufen wird als ich kurz nach der Eröffnung das erste und bisher einzige Mal dort war.
  • KarlWeber 10.01.2020 16:00
    Highlight Highlight Findet es eigentlich niemand bedenklich, dass die Medien vor der offiziellen Ankündigung bereits wilde Gerüchte verbreiten ? Das zeugt nicht gerade von seriösem Journalismus.
    • MasterPain 10.01.2020 16:15
      Highlight Highlight Solange wir drauf klicken wird sich daran nichts ändern.
    • Neruda 10.01.2020 21:37
      Highlight Highlight Ist auch eine äusserst schlechte Kommunikation von Seiten Manors. Normalerweise kommuniziert man solche grossen Veränderungen und Entlassung kurz nach der Info an die Belegschaft.
  • Geysir 10.01.2020 15:21
    Highlight Highlight Liebes Watson team, es scheint aus den Kommentaren als sei der ursprüngliche Artikel mit einem anderen Inhalt erschienen. Währe es villeicht möglich dies in Zukunft zu kennzeichnen? Oder jenen ebenfalls abrufbar machen als Anhang?
    • sowhat 10.01.2020 17:17
      Highlight Highlight Seh ich auch so.
      Ich schätze es ja sehr, dass der erste Gerüchteartikel durch den aktuellen Faktenbasierten erstzt wird. Trotzdem darf im neuen Artikel der Bezug zu ursprünglichen Fassung erhalten bleiben.
      Es kommt so ein bisschen komisch daher, dass die Kommentare von vor der Pressemitteilung nun in der Luft hängen, weil ihnen die vorherigen Grunlage entzogen ist.
  • Hiker 10.01.2020 14:36
    Highlight Highlight Es mag brutal sein für die die es trifft. Leider ist ein Strukturwandel im Gang. Da hilft kein jammern und auch keine Schuldzuweisung an Online Besteller. In solchen Situationen müssen die Unternehmen handeln, das ist freie Marktwirtschaft. Nicht das mich das freut. Aber vielleicht sollten die Bürgerlich rechten Wähler sich Gedanken machen. Möglicherweise sollte man die Kosten solcher Aktionen auch den Konzernen und nicht immer nur dem Staat in die Schuhe schieben? Liberal nennen das die Bürgerlichen: den Gewinn privatisieren die Kosten Verstaatlichen.
    • SUF 10.01.2020 15:35
      Highlight Highlight Ich verstehe dich völlig, die Kritik darf man an die Politik richten. Habe mir dann überlegt, wo den sozialere Marktwirtschaften gibt.
      Frankreich hat einen sehr ausgeprägten Arbeiterschutz. Aber der hemmt die Volkswirtschaft auch sehr stark... Gibt es bessere Lösungen?
      Skandinavien wird häufig genannt. Kenne deren Situation aber zu wenig.
    • K1aerer 10.01.2020 20:21
      Highlight Highlight Das ist halt der Nachteil der Marktwirtschaft, aber zugleich ist es auch der Vorteil. Der Arbeitnehmer kann genau so weggehen. Das ist halt die liberale Freiheit. Wenn man wie Frankreich versucht sozial zu sein, in dem die die massiv Arbeitnehmerrechte verstärken, dann lähnt das die Wortschaft und weil der Arbeitgeber praktisch an dem Arbeitnehmer hängen bleibt, wird er evt. vorsichtigerweise gar keinen anstellen. Es ist ein zweischneidiges Schwert. Bei Massenentlassung (keine starre Zahl) kann man mit einem vorgeschriebenen Sozialplan versuchen zu kaschieren.
  • What’s Up, Doc? 10.01.2020 14:32
    Highlight Highlight Da kommt doch die Schliessung des Manor an der Bahnhofstrasse genau richtig. Wetten dass die fehlenden Einnehmen unter anderem auch als Begründung herhalten muss? Und schon hat CEO Jérôme Gilg einen anderen Sündenbock, wird er zumindest denken.
    • Gabriele Corrado 10.01.2020 16:53
      Highlight Highlight Herr Gilg ist CEO von Jumbo und hat nichts mit Manor zu tun. Informiere Dich zuerst.
    • amicusbs 11.01.2020 13:48
      Highlight Highlight Nope, Gabriele Corrado. Herr Gilg war CEO von Jumbo, ist nun CEO bei Manor.
    • What’s Up, Doc? 11.01.2020 17:49
      Highlight Highlight @Gabriele Corrado
      "Informiere Dich zuerst." Bin ich jetzt gleich frech wie du wenn ich sage; Informiere Dich selbst zuerst? 😉
  • Tartaruga 10.01.2020 14:20
    Highlight Highlight Die Filiale an der ZH Bahnhofstrasse wird geschlossen. Mich würde es nicht wundern wenn quersubventioniert wurde um die anderen Filialen über Wasser zu halten. Das Timing ist so passend, da liegt es sicher nicht nur an Online-Einkäufen.
  • Humpe 10.01.2020 14:06
    Highlight Highlight Tönt nach Management by Helikopter (Landen, Staub aufwirbeln und wieder verschwinden) oder Management by Moses (...und er sandte sie in die Wüste und hoffte auf ein Wunder)
  • Asmodeus 10.01.2020 14:05
    Highlight Highlight Nun haben wir mehr Infos.

    Es werden nicht nur Kadermitarbeiter rausgeworfen sondern ganze Läden geschlossen.

    Sehr unschön :/
  • sowhat 10.01.2020 12:29
    Highlight Highlight Und das weiss nau.ch woher?
    Wollen wir nicht erst mal die Medieninfo abwarten, bevor wir urteilen und uns empören?
  • N. Y. P. 10.01.2020 12:23
    Highlight Highlight Manor war mir bis heute um 12 Uhr 12 Minuten und 27 Sekunden sympathisch wegen ihres Kampfes für ihre Filiale an der Bahnhofstrasse..

    Und jetzt lese ich, dass die Filialleiter PER SOFORT freigestellt werden.

    Per sofort !

    Die haben einen an der Waffel. Manor ist mir ab sofort unsympathisch.

    Es gilt die Unschuldsvermutung bis zur Pressekonferenz um 16 Uhr..
    • MacB 10.01.2020 14:42
      Highlight Highlight Freigestellt heisst nicht, dass man keinen Lohn mehr bekommt. Der Lohn fliesst ordentlich bis Ende Kündigungsfrist aber man muss nicht mehr dafür arbeiten.
    • LU90 10.01.2020 14:49
      Highlight Highlight Besser freigestellt als normal gekündigt. So haben sie Zeit um eine neue Stelle zu finden und erhalten noch Lohn für 3 Monate...
    • N. Y. P. 10.01.2020 15:18
      Highlight Highlight Ja, freigestellt ist ja nicht fristlos entlassen.

      Trotzdem traurig wie mit den Filialleitern umgegangen wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SpoonerStreet 10.01.2020 12:11
    Highlight Highlight Die Schattenseiten des Onlinehandels. Wen wunderts läuft der Detailhandel schlecht wenn alle nur noch online einkaufen. Entweder man berücksichtigt die Läden oder sie gehen zu. Kann jeder selber entscheiden was einem lieber ist.
    • Las Palmas 10.01.2020 14:01
      Highlight Highlight Ich kaufe ja gerne auch Offline ein, aber Online hat halt eine massiv höhere Auswahl und Vergleichsmöglichkeiten.

      Im Manor hab ich letztens nicht mal eine Trinkflasche aus Glas gefunden -
    • fidget 10.01.2020 14:47
      Highlight Highlight Dann müsste der Onlinehandel aber komplett verboten werden, damit kein Laden gefährdet wird. Du musst aber auch sehen, dass das Onlinegeschäft ein zusätzlicher Vertriebskanal ist. Ein Laden ohne physische Verkaufsfläche. Bei Manor kann ich auch alles online kaufen. Das Geld fliesst schlussendlich in die gleiche Tasche, nur braucht es weniger Personal.
    • Las Palmas 10.01.2020 15:10
      Highlight Highlight Naja, dass der Online-Markt kommt ist ja nun wirklich keine Neuigkeit mehr. Wenn man es, auch nach Jahren, nicht hinbekommt einen anständige Online-Präsenz zu schaffen welche den Vorteil des Filialnetzes nutzt - dann bringt auch die Kündigung von langjährigen Mitarbeitern nichts mehr..

      Es würde mir schon reichen, Kleider (falls nicht vor Ort verfügbar) in eine Filiale zu bestellen um dort anzuprobieren und ggf. zu kaufen, ohne die ganze Rücksenderei mit der Post usw..

      Zum Vergleich: Digitec / Galaxus (mix offline/online Handel) macht rund 1Mia Umsatz! (verg. Manor 2.5 Mia)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Enzian034 10.01.2020 12:08
    Highlight Highlight Es ist eine Sauerei: Das machen Coop und Migros seit ca. 20 Jahren so. Langjährige Filialleiter die Jahr für Jahr die Umsatz Vorgaben erfüllten, werden zurück gestuft, müssen neue Arbeitsverträge unterschreiben oder müssen gehen, die die bleiben haben nachher einen 20 jährigen Vorgesetzten.
    Genau deswegen meide ich diese Läden seit langem.
    • Kruk 10.01.2020 15:20
      Highlight Highlight Das stimmt. Sowieso sieht man in diesen Läden selten ältere Mitarbeiter. Aber wo kaufen Sie ein?
  • Super8 10.01.2020 11:46
    Highlight Highlight Danke Globalisierung. Danke Auslandeinkäufer und Internetbesteller.
  • WID 10.01.2020 11:44
    Highlight Highlight Ist ja logisch wenn man eine grosse Filiale schliesst.
  • Spargel 10.01.2020 11:24
    Highlight Highlight Noch kurz den Weihnachtsumsatz mit den altgedienten durchführen und dann im Januarloch mit den Jungen billigen, woher auch immer, neu anfangen.
    • MahatmaBamby 10.01.2020 14:03
      Highlight Highlight Woher auch immer? Meinst du damit dass die neuen Kräfte allenfalls aus anderen...Kantonen hergeholt werden?
    • Spargel 10.01.2020 16:29
      Highlight Highlight Ja, vor allem die kleinen aus dem Appenzell Gebiet....
    • MahatmaBamby 10.01.2020 16:44
      Highlight Highlight Ebe gel😉
  • Hierundjetzt 10.01.2020 11:11
    Highlight Highlight oh die armen Filialleiter.

    Das stimmt.

    Nur:

    ...das hat damit zu tun, dass Herr und Frau Schweizer jährlich mehr Güter in Deutschland einkaufen oder sämtliche FMCG Produkte im Netz bestellen (Wachstum E-Commerce B2C CH 25% im Jahr).

    Der stationäre Handel verliert exakt dieses Volumen. Und ratet mal wer dabei über die Klinge springen muss?

    Eben

    Seit wenigstens ein wenig ehrlich in Euren Aussagen. Ich beschäftige als Firma keine Mitarbeiter wenn die Filiale leer ist weil Herr Kunde es voll läss findet im Netz einzukaufen.

    • ninolino 10.01.2020 11:32
      Highlight Highlight Naja, wenn mir der stationäre Handel einen Mehrwert bietet, der die zum Teil happigen Aufpreise rechtfertigt, kaufe ich gerne da ein.
    • Supermonkey 10.01.2020 11:38
      Highlight Highlight Die Gründe sind total unbekannt, auch von Schliessung von Filialen ist nicht die Rede, aber Du ziehst hier munter Deine Schlüsse daraus. top👍
    • Neruda 10.01.2020 11:50
      Highlight Highlight Dann würden aber generell Angestellte entlassen und nicht nur zu teure Filialleiter. Hier geht's eher um klassische Gewinnmaximierung. Und wenn Manor ihre Mitarbeiter so behabdekt, kann ich ja gleich im Ausland bestellen. Solche Aktionen rächen sich.
      Btw: Dürfen die Warenhäuser jetzt auch nicht mehr im Ausland einkaufen, wenn sie die Konsumenten immer dafür rügen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jacques #23 10.01.2020 11:10
    Highlight Highlight Ich denke, dass Manor mittelfristig von der Landkarte verschwindet. Da brodelt es schon lange.

    Leider.
  • mrgoku 10.01.2020 11:09
    Highlight Highlight mit den anstellungsbedingungen noch ein wunder dass überhaupt jemand dort arbeitet... hungerlohn, gefühlt jeder zweite sonntag arbeiten... üblich 12-13h tage zu haben...feiertage kannst sowieso knicken...etc
    • Piccco 10.01.2020 11:42
      Highlight Highlight kann ich mir nicht vorstellen - schon mal gehört: Arbeitsgesetz?!
    • Ricardo Tubbs 10.01.2020 11:43
      Highlight Highlight wohl kaum als filialleiter.
    • Hierundjetzt 10.01.2020 12:26
      Highlight Highlight Chabis. Der GAV spricht eine klare Sprache. Darin findet sich rein gar nichts von dem was Du behauptest gehört zu haben.

      Die Arbeitsverträge sind aufgrund des GAV standartisiert
    Weitere Antworten anzeigen
  • herpderpschlerp 10.01.2020 11:00
    Highlight Highlight wenn man innovativ sein muss um zu überleben, aber das mindset vieler manager aber in den 80ern stehen geblieben ist bleibt, so traurig es ist, manchmal nichts anderes übrig. wenn das unternehmen komplett zu grunde geht, weil es nicht mit der heutigen zeit mithält, ist auch niemandem geholfen. die kündigungen sind dann das kleinere übel. ob das hier der fall ist weiss ich natürlich nicht, aber die probleme der physischen läden sind ja bekannt
  • Madison Pierce 10.01.2020 10:57
    Highlight Highlight Kann man machen. Wird kurzfristig zu Einsparungen führen, da die jungen Leute billiger arbeiten.

    In einigen Jahren -wenn die Berater, die sich das ausgedacht haben, längst weg sind- wird man merken, dass man nicht alles im Excel berechnen kann. Man wird höhere Kosten haben durch unzufriedene Mitarbeiter und eine hohe Fluktuation.

    In solchen Firmen arbeiten die Mitarbeiter nur noch wegen dem Geld. Niemand plant sein Berufsleben langfristig in einer Firma, die seine älteren Kollegen aus Spargründen entlassen hat.
    • Donald 10.01.2020 12:38
      Highlight Highlight Die Frage ist halt, wie werden Läden wie Manor aussehen? Wird es sie in der Form noch brauchen?
    • Dominik Treier 10.01.2020 18:24
      Highlight Highlight Das Verrückte ist aber, dass wir vom Staat nach wie vor gezwungen werden für solche Firmen zu arbeiten, nur schon um unsere Existenz finanzieren zu können, denn sowohl RAV als auch Sozialamt würden dir eine Annahme, selbst zu Dumpinglöhnen vorschreiben, natürlich gibt es etwa 20 % mit sehr hoher Qualifikation, die sofort wieder irgendwo angestellt würden, für einen Grossteil mit normaler Lehre oder weniger gilt das aber nicht und die Arbeitgeber wissen das und können sich solche Dinge deshalb erlauben...

      Ein bedingungsloses Grundeinkommen tut in unserer verantwortungslosen Zeit Not.
    • Hiker 10.01.2020 23:53
      Highlight Highlight @dominik treier Sie haben absolut recht!
  • Asmodeus 10.01.2020 10:28
    Highlight Highlight Ich frage mich was genau einen "Kadermitarbeiter" bei der Manor definiert.


    Im Grunde bin ich ja der Meinung, dass es gerade Leute im mittleren/oberen Management finanziell am ehesten verkraften können rausgeworfen zu werden. Zumindest eher als die Kassierer.

    Aber laut Aussagen sind hier die "Kadermitarbeiter" in erster Linie Filialleiter?

    Ich bin sehr auf die Pressemitteilung gespannt.
  • Ridcully 10.01.2020 10:11
    Highlight Highlight Ja, mittlerweile ist das normal. Dafür muss man sich auch nicht schämen.
    • Ridcully 10.01.2020 11:35
      Highlight Highlight ..ist als Antwort an ChillDaHood gemeint..
  • ChillDaHood 10.01.2020 10:01
    Highlight Highlight Bin das nur ich, oder ist es mittlerweile fast normal - irgendwann in seinem Leben mal gefeuert zu werden, obwohl man sich eigentlich nichts zu schulden kommen lassen hat.
    • NiemandVonNirgendwo 10.01.2020 10:21
      Highlight Highlight Es werden bei jeder strukturellen Wandlung einer Gesellschaft Mitarbeiter entlassen.

      Das ist nicht nur bei der Digitalisierung so, das war auch schon bei Industrialisierung so.

      Jede Firma muss früher oder später einen Plan dazu ausarbeiten. Dabei werden dann Kündigungen gesprochen.

      Später gibt es dann neu Stellen die dann wieder besetzt werden müssen.
    • Scaros_2 10.01.2020 10:21
      Highlight Highlight Ja in gewissen Berufsgebieten ist das durchaus heute fast normal.
    • Scaros_2 10.01.2020 10:41
      Highlight Highlight @Niemand

      Absolut Ok wenn man eine Firma entschlacken will/muss wegen kosten etc.

      Aber das man gezielt eine spezifische Gruppe entlässt in Position und Alter und dann einfach gegen jüngere tauscht mit tiefen Löhnen ist dann schon sehr frech.

      Filialleiter ist ja eine Stelle die "nicht einfach wegfällt" sondern die braucht es immer. Insofern tut Manor hier schon recht was schlechtes.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PlayaGua 10.01.2020 09:50
    Highlight Highlight Sollten die Aussagen im Nau-Artikel zutreffen, so wäre es ein absolute Sauerei. Scheinbar wurde langjährigen, älteren Filialleiterin gekündigt, da sie zu teuer sind.
    • Scaros_2 10.01.2020 10:21
      Highlight Highlight Ja weil ein junger, fitte "store manager" eben viel praktischer ist.

      Ein Zahnrad im System
    • Patrik Hodel 10.01.2020 10:25
      Highlight Highlight Das macht Manor sehr oft mit älteren MitarbeiterInnen. Oftmals auch kurz vor der Pensionierung.
      Das Ganze hat leider System.
    • mrgoku 10.01.2020 11:08
      Highlight Highlight das ist seit eh und je so... echt verwundert?
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