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Wirtschaft
Schweiz

Sie wollen heute ennet der Grenze Ihre billigen Euros verprassen? Aufgepasst! Da rechnet man nicht mit Ihnen

«Wir sind gerüstet» – oder doch nicht?

Sie wollen heute ennet der Grenze Ihre billigen Euros verprassen? Aufgepasst! Da rechnet man nicht mit Ihnen

Die SBB bauen ihre Kapazitäten nach Konstanz aus, weil sie mit tausenden Einkaufstouristen rechnen. Doch in der Grenzstadt bereitet man sich noch nicht auf den Ansturm vor. Am Freitagnachmittag herrschte eine fast unheimliche Ruhe. 
16.01.2015, 18:2817.01.2015, 14:58
Daria Wild
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Konstanz am Tag vor dem Ansturm
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Wenn am Samstag Schnäppchenjäger über die deutsche Grenze fahren, um billige Euros zu verprassen, sind die Schweizer Verkehrsbetriebe bereit: Basel setzt kurzfristig mehr Trams nach Weil ein, um «doppelt so viele Leute» über die Grenze zu transportieren, und die SBB setzen mehr Züge nach Konstanz ein.

Doch in der Grenzstadt erwartet niemand einen viel grösseren Ansturm als sonst. Verkäufer, Coiffeure, Bettler; sie alle sagten am Freitagnachmittag: «Vielleicht gibt's morgen ein paar Leute mehr, ja. Aber Samstage sind sowieso immer gute Tage».

Ruhe vor dem Sturm? Konstanz ist am Freitagnachmittag ungewöhnlich leer.
Ruhe vor dem Sturm? Konstanz ist am Freitagnachmittag ungewöhnlich leer.Bild: watson
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Im Gegensatz zum vergangenen Freitagnachmittag. «Es ist ruhig heute», sagten die Barista im Café, der Verkäufer im Kleiderladen gegenüber und der Bettler auf dem Münsterplatz. «Normalerweise habe ich nach drei Stunden meinen Tagesbedarf von 20 Euro. Jetzt bin ich erst auf 13», sagte er.

Gerhards Kommentar zum SNB-Entscheid: «Da habtz iar aber oan Bock geschossen, wat'.»
Gerhards Kommentar zum SNB-Entscheid: «Da habtz iar aber oan Bock geschossen, wat'.»Bild: watson

Dass das nur die Ruhe vor dem Sturm war, glaubte offenbar einzig Peter Herrmann, Manager des grössten Shopping-Centers «Lago». Er rechnet mit einem Anstieg – wenn auch nur mit einem bescheidenen: «An normalen Samstagen kommen 40'000 Leute, wir rechnen mit 43'000», sagte er. 40 Prozent davon seien Schweizer. «Aber wir sind gerüstet», so Herrmann.

Peter Herrmann, Manager des Shopping-Centers Lago: «Wir sind gerüstet».
Peter Herrmann, Manager des Shopping-Centers Lago: «Wir sind gerüstet».Bild: watson

Gerüstet heisst: Die Ladenbesitzer sind über einen möglichen Ansturm informiert. Heisst gerüstet auch mehr Personal und mehr Waren? «Das überlasse ich den Verkäufern», so Herrmann. Doch die Verkäufer im Supermarkt, im Schuhladen, im Elektro-Geschäft und im Café runzeln die Stirn oder Schütteln den Kopf. «Ach was!»

Deshalb: Wenn am Samstag in Konstanz wirklich das passiert...

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... dann viel Spass beim Shoppen, in der Schlange stehen und leere Regale ankucken!

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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Lowend
16.01.2015 22:30registriert Februar 2014
Genau die gleichen Geizhälse werden schon morgen wieder über die EU fluchen und das Hohelied des heiligen Patriotismus singen, doch nun dürfen sie sich erst mal im angrenzenden Ausland wie kleine Könige aufführen und meinen sicher noch, dass sie überall willkommen sind, weil sie rechte Schweizer mit prall gefüllten Geldsäcken sind und merken in ihrem blinden Kaufrausch nicht einmal, wie total verlogen ihr Sonntags-Patriotismus ist, weil sie in ihrem grenzenlosen Geiz mithelfen, Arbeitsplätze im Schweizer Detailhandel zu vernichten. Diese heuchlerische Rosinenpicker-Dekadenz ist unfassbar dumm!
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