Wirtschaft
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Le president de la Banque Nationale Suisse, BNS, Thomas Jordan pose avec un nouveau billet de 100 frs devant le bisse d?Ayent lors de la mise en circulation du nouveau billet de banque de 100 francs, sur lequel figure le bisse d?Ayent, ce jeudi 12 septembre 2019 a Ayent. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Thomas Jordan, der SNB-Chef, ist jetzt gefordert. Bild: KEYSTONE

Showdown um Negativzins: 7 Dinge, die du vor dem Entscheid der Nationalbank wissen musst

Der Negativzins bewegt die Schweiz. Er steht symbolhaft dafür, dass Sparen nicht mehr belohnt, sondern bestraft wird. Nach der US-Zentralbank am Mittwoch steht am Donnerstag der Entscheid der Nationalbank an.

Niklaus Vontobel / ch media



Was sind eigentlich Negativzinsen?

Früher haben Banken von der Schweizerischen Nationalbank einen Zins erhalten, wenn sie bei ihr Geld parkierten. Seit Mitte Januar 2015 ist dieser Zins negativ: minus 0.75 Prozent. Daher spricht man von einem Negativzins. Nun zahlen die Banken also der Nationalbank etwas, wenn sie bei ihr Geld parkieren. Negativzinsen sind bei Schweizer Staatsanleihen zur neuen Normalität geworden. Der Staat zahlt den Investoren einen Negativzins. Oder anders gesagt: Die Investoren müssen dafür etwas zahlen, wenn sie dem Bund ihr Geld leihen wollen.

Was gibt die Schweizerische Nationalbank heute bekannt?

Die Nationalbank wird ihren Negativzins erhöhen oder gleich belassen. Zwar hat sie den weltweit höchsten Negativzins. Doch in der Vorwoche hat Mario Draghi durchgesetzt, dass die Europäische Zentralbank ihren Negativzins erhöht. Neu verlangt sie 0.5 Prozent von den Banken. Das könnte am Anfang einer Kausalkette stehen, die Nationalbank-Präsident Thomas Jordan gar nicht passt.

Die Differenz zwischen den Zinsen in der Schweiz und in der Eurozone verringert sich damit. Geld in Franken anzulegen, wird ein Stückchen lohnender. Der Franken wertet auf, dabei kostet er in Euro schon deutlich mehr als im Frühling. Das drückt tendenziell die Preise nach unten, die Inflation nimmt ab. Diese ist bereits recht tief, obschon die Wirtschaft bis vor kurzem Hochkonjunktur hatte, was sonst mit mehr Inflation einhergeht. Die Preise könnten gar fallen, die Schweiz in eine Deflation abrutschen. Auf die Preise hat die Nationalbank zu achten, das geben ihr Verfassung und Nationalbankgesetz vor. Sie muss Preisstabilität gewährleisten.

Doch ist die Zinsdifferenz nun tatsächlich zu gering? Oder wird sie als ausreichend eingeschätzt von der Nationalbank?

Wem würde ein höherer Negativzins schaden?

Den Banken, sagen die Banken. Sie leiden unter den extrem niedrigen Zinsen. Ihre Margen sind um ein Drittel kleiner als vor der Finanzkrise. Den Negativzins sehen sie als Belastung. Ihre Bankiervereinigung klagt über Kosten von jährlich über 2 Milliarden Franken. So viel Geld werde bei ihnen via Negativzins abgezogen auf ihre Guthaben bei der Nationalbank. Auch die Pensionskassen sagen, der Negativzins sei schlecht. Ihr Verband nennt ihn ein «grundsätzliches Ärgernis». Künftige Pensionäre haben ohnehin tiefere Renten. Der Negativzins belaste zusätzlich. Pensionskassen zahlen Negativzinsen, weil sie von den Banken teils weitergereicht werden.

Wem würde ein höherer Negativzins nutzen?

ZUR EXPORTINDUSTRIE STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, DEM 30. JULI 2015, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- An employee of Man Diesel & Turbo Switzerland, manufacturer of large-bore diesel engines and turbines, works on a turbine shaft, in Zurich, Switzerland, on June 15, 2015. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Mitarbeiter von Man Diesel & Turbo Schweiz, Hersteller von Grossdieselmotoren und Turbinen, arbeitet an einer Turbinenwelle, am 15. Juni 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Maschinenindustrie würde von höheren Negativzinsen profitieren. Bild: KEYSTONE

Der Maschinen- und Metallindustrie, dem Detailhandel sowie dem Tourismus in den Bergregionen. Also allen Industrien, denen es schadet, wenn der Franken in Euro mehr kostet. Die Maschinenindustrie stellt ihre Leistungen in der Schweiz her, zu Schweizer Löhnen. Sie will aber in der Eurozone verkaufen, in Euro. Ihre Kunden müssen in Euro mehr zahlen, wenn der Franken aufwertet. Der Bergtourismus will Gäste aus der Eurozone gewinnen. In Euro werden Übernachtungen teurer. Der Detailhandel verkauft zwar an Kunden in der Schweiz, aber die können mit einem starken Franken in Deutschland shoppen. Alle drei Branchen haben gelitten. In der Maschinenindustrie verdient seit Jahren über ein Drittel der Firmen zu wenig Geld, um richtig investieren zu können. Der Bergtourismus kommt noch immer auf weniger Übernachtungen also vor zehn Jahren. Die Deutschen sind bis heute nicht zurückgekehrt. Der Detailhandel stagniert, der Einkaufstourismus floriert.

Waren die Negativzinsen bisher gut für die Schweiz?

Nein, sagt die Bankiervereinigung. Es entstünden Blasen an den Finanzmärkten. Unrentable Unternehmen würden künstlich am Leben erhalten, was das Land weniger wettbewerbsfähig mache. Die Altersvorsorge werde gefährdet. Die Nationalbank sieht es freilich anders. Die Aufhebung des Negativzinses wäre nicht im «Gesamtinteresse unseres Landes», sagt sie. Der Franken würde sich aufwerten, die Wirtschaft langsamer wachsen, die Arbeitslosigkeit ansteigen. Die Inflation würde negativ, die Preise würden sinken. Auch Banken und Pensionskassen hätten kaum etwas davon. Zwar wären sie den Negativzins los. Doch das generelle Zinsniveau käme herunter, weil die Wirtschaftsaussichten schlechter wären. Banken und Pensionskassen verdienten weniger. Unter dem Strich sei der Negativzins gut für die Schweiz, so die Nationalbank. Danach hat sie sich zu richten, sagt das Gesetz: Ob ihre Geldpolitik «im Gesamtinteresse des Landes» ist.

Warum hat EZB-Chef Draghi den Negativzins verschärft?

FILE - In this Thursday, July 25, 2019 file photo, President of European Central Bank Mario Draghi comes to a press conference following a meeting of the governing council in Frankfurt, Germany. The European Central Bank has delivered a new blast of monetary stimulus to help the shaky economy in the face of uncertainties like the U.S.-China trade conflict and Brexit. It decided Thursday, Sept. 12 to cut a key interest rate and restart a bond-buying stimulus program. (AP Photo/Michael Probst, file)

EZB-Chef Mario Draghi. Bild: AP

Draghi hat Vorgaben zu erfüllen: Die Inflation soll nahe bei 2 Prozent liegen. Davon ist er weit entfernt, nächstes Jahr wird die Teuerung wohl nur halb so hoch sein. Darum hat er die Geldschleusen wieder geöffnet. Ist mehr Geld im Umlauf, werden mehr Güter und Services nachgefragt, die Wirtschaft wächst kräftiger, die Teuerung nimmt zu – hofft Draghi zumindest.

Warum will Draghi unbedingt eine Inflation von 2 Prozent?

Das hat mit den Ungleichgewichten der Eurozone zu tun. Im Boom nach Einführung des Euro stiegen die Löhne in Italien oder Spanien zu stark an, in Deutschland stagnierten sie. Ab der Finanzkrise waren Italien oder Spanien nicht mehr wettbewerbsfähig. Die Lohnkosten waren zu hoch im Vergleich zu Deutschland. Das ist heute weniger schlimm, aber noch immer so. Löhne zu senken, ist aber in modernen Staaten unmöglich. Selbst bei hoher Arbeitslosigkeit fallen die Löhne nicht. Machbar ist, dass die Löhne in Italien oder Spanien langsamer ansteigen als in Deutschland. Das gelingt eher, wenn die Eurozone insgesamt kräftig wächst und die Inflation hoch bleibt. Sonst droht in Italien oder Spanien die Arbeitslosigkeit anzusteigen. Das untergräbt die Legitimität des Euro. Ohne ihn würden sich nur die nationalen Währungen von Italien oder Spanien abwerten. Ihre Wettbewerbsfähigkeit wäre wieder hergestellt. (aargauerzeitung.ch)

Presseschau zum Mindestkurs-Entscheid der SNB

Neue 200er-Banknote zeigt Materie

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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • GraveDigger 19.09.2019 09:18
    Highlight Highlight Das Geldsystem ist einfach am Ende. Die Banken und Zentralbanken sowie der Staat haben es an die Wand gefahren. Die ewige Zockerei und Geldvermehrung durch Geld kann nicht funktionieren. Geld aus Tauschmittel ja, aber mehr nicht. So wie das Schuldgeldsystem aufgebaut ist dient es nicht zum Nutzen, sondern lediglich der Umlagerung. Es ist ja schon eine Frechheit das Banken Geld ausleihen das gar nicht existiert und dafür noch Zins kassieren. Null Wertschöpfung bei maximalen Profit. Frage mich warum man die neuen Noten nicht auf dreilagigem Papier gedruckt hat, den es ist nur für den A....
    • PC Principal 19.09.2019 09:34
      Highlight Highlight Wenn das System dermassen am Ende und an die Wand gefahren ist, warum ist die Arbeitslosigkeit so tief wie noch nie und die Löhne so hoch wie noch nie und das ohne Inflation? Und jetzt bitte nicht "Ja aber die Apokalypse kommt dann erst noch", das haben wir schon zur Genüge gehört.
    • GraveDigger 19.09.2019 09:52
      Highlight Highlight @PC Principal Die Zockerei in den letzten jahren hat so dermassen zugenommen. Es wird keine Substanz mehr geschaffen. Es wird endlos Geld gedruckt und ins System gepumpt um es am Leben zu erhalten. Die angebliche Vollbeschäftigung die wir haben produziert ja kaum noch Produkte die gebraucht werden und viele Firmen können nur wegen des billigen Geldes überleben. Die Staaten verschulden sich immer tiefer mit sinnlosen Prestigeprojekten die zwar Arbeit bringen, aber keine nachhaltige Wirkung haben. Dazu noch der ganze Staatsapparat der zigtausende Arbeitsplätze hat und nur kosten verursacht.
    • PC Principal 19.09.2019 11:19
      Highlight Highlight @GraveDigger Es wurde viel Geld gedruckt, aber allein die Tatsache, dass wir keine Inflation sehen, zeigt doch, dass tatsächlich auch mehr produziert wird. Denn wenn das Geldwachstum grösser ist als die Wirtschaftsleistung, führt dies automatisch zu einem Preisanstieg. Auch die anderen Statistiken zeigen dies, noch nie war das BIP so gross wie jetzt, es werden also durchaus Waren und Dienstleitungen produziert. Und die Staatsverschuldung hat seit Jahren sehr stark abgenommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • RichiZueri 19.09.2019 09:04
    Highlight Highlight Schade, wenn wir die Misswirtschaft der EU so ausgleichen müssen.
  • WID 19.09.2019 08:53
    Highlight Highlight Was ganz sicher ist: für Kapitalstock Renten (Pensionskassen) wird es sehr teuer. Zeit, das Modell anzupassen.
    • The Destiny // Team Telegram 19.09.2019 14:47
      Highlight Highlight Ja, wenn du sparen möchtest wirst du dafür bezahlen werden müssen.
  • FrancoL 19.09.2019 08:44
    Highlight Highlight Ein schwer einzuordnender Artikel. Bei jedem Thema ist eine andere Teilsicht möglich. Es wird viel auf das SPAREN reflektiert, was nicht ganz der Situation entspricht, es gibt viele Wege anzulegen.

    Erstaunlich ist auch als Beispiel folgende Teiltsicht für die Einseitigkeit des Artikels:
    "Ohne ihn würden sich nur die nationalen Währungen von Italien oder Spanien abwerten. Ihre Wettbewerbsfähigkeit wäre wieder hergestellt."
    Und die Schulden die diese Länder haben und deren immer grösserer Einkaufsbedarf in fremden Währungen geht da vergessen? Abwerten ist dann gut wenn man nicht einkaufen muss.
  • sputniqq 19.09.2019 08:32
    Highlight Highlight Kann mich jemand kurz aufklären weshalb dann die Banken ihr Geld bei der SNB anlegen anstatt alles bei sich selber oder auf anderen Banken verteilt?
  • Leckerbissen 19.09.2019 08:31
    Highlight Highlight Ich sehe das Problem beim EURO und der EZB. Es isch einfach brutal schwierig mit den geldpolitischen Massnahmen einen Wirtschaftsraum zu beeinflussen, in dem die Stadien unterschiedlich sind. Einige Euro-Länder sind beinahe bei der Rezession, andere hingegen haben Aufschwung oder Hochkonjunktur. Die SNB ist nur eine Marionette der EZB.
  • PC Principal 19.09.2019 08:22
    Highlight Highlight Eine Zinserhöhung nützt im Moment nur den Banken (welche die Negativzinsen zahlen müssen) und den Reichen, welche den Grosteil ihrer Einkünfte aus Kapitaleinkommen beziehen. Für den normalen Bürger, welcher auf Arbeitseinkommen angewiesen ist, ist es die richtige Politik, weil dadurch die Löhne hoch und die Arbeitslosigkeit tief bleiben. Solange wir keine Inflation haben, stellt die Niedrigzinspolitik kein Problem dar.
    • Gantii 19.09.2019 09:01
      Highlight Highlight Zum Glück sind wir nicht auf Renten angewiesen. Blasenbildung sollte man natürlich auch institutionell fördern, Unternehmen welche nicht rentabel sind künstlich am Leben zu halten nützt niemandem etwas. Das führt einzig zu einem grösseren Knall wenn das ganze Konstrukt in zwei, drei Jahren zusammenbricht. Dass die Niedrigzinspolitik nicht funktioniert, kann man seit fast 10 Jahren sehen - keines der angegeben Ziele wurden dadurch erreicht.
    • Der Rückbauer 19.09.2019 09:28
      Highlight Highlight Keine Inflation? Erkläre mal einer 4-köpfigen Familie, weshalb die KK-Prämien nicht einbezogen berücksichtigt sind.
      Niedrigzinspolitik? Du erlaubst zu spassen. Bist Du in einer PK? Du wirst auch warm und kalt enteignet, hast es aber vielleicht nicht bemerkt. Oder bist Du ein Bankentroll?
      Die Strafzinsen erhalten das System und damit die Banken am Leben.
      Ich stimme zu, dass dieses System die Reichen reicher und die Fleissigen arm macht.
    • PC Principal 19.09.2019 11:24
      Highlight Highlight Leute die glauben, man müsste KK-Prämien in die Inflationsberechnung nehmen, haben das Konzept der Inflation nicht verstanden. Nicht die KK Prämien, sindern die Medikamente und Dienstleistungen im Gesundheitsbereich fliessen in die Inflationsberechnung ein. Also das, was mit den KK-Prämien gekauft wird. Wenn die KK-Prämien steigen, weil tatsächlich mehr Leistungen erbracht werden, dann ist das keine Inflation, wenn der Preis einer einzelnen Leistung konstant bleibt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gantii 19.09.2019 08:20
    Highlight Highlight und die Nationalbank beraubt die Bürger weiter. Über 1 Milliarde haben Sie den Pensionskassen letztes Jahr gestohlen. Wird Zeit dass die Politik reagiert und die SNB für ihr verhalten zur Verantwortung gezogen wird!
    • petrolleis 19.09.2019 12:33
      Highlight Highlight Bei ihnen klingt das, als ob es eine einfache lösung dafür gäbe. Dem ist aber offensichtlich leider nicht so...
  • Satan Claws 19.09.2019 08:20
    Highlight Highlight Negativzinsen sind sinnvoll, denn Banken werden dadurch gezwungen ihr Geld an die Kunden abgeben, zum Beispiel in Form von Krediten. Sprich es gibt weniger Buchgeld und das ist immer eine feine Sache.
    • The Destiny // Team Telegram 19.09.2019 14:44
      Highlight Highlight Klar der Kredit wird in Bar ausgezahlt... nicht.
  • Der Rückbauer 19.09.2019 08:09
    Highlight Highlight Das Uebel in Europa ist die Fehlgeburt des Euro. Der Euro ist eine politische, nicht oekonomische Währung. Für den Norden ist er zu schwach, für den Süden zu stark. Die EZB packt die Gelegenheit, damit die Reichen zu stärken und die Fleissigen zu schwächen. Dass sich Trump jetzt auch noch unverschämt in die Belange des FED einmischt, macht die Enteignung in Europa noch schlimmer. Die SNB ist am Gängelband der EZB und kann nur reagieren auf das, was die Gelddiktatoren in Frankfurt entscheiden.
  • Der Rückbauer 19.09.2019 08:03
    Highlight Highlight ... und die Superreichen immer reicher und die Fleissigen immer ärmer gemacht werden.
    Das System wird laufend explosiver. Die Frage ist nicht, ob es knallt, sondern wann und wie.
    Aber solange es Kuchen hat für (fast) alle (Kuchen=Damenfussball, Chips und Bier, einen SUV und zweimal Mallorca für CHF 50.-- hin und zurück), wird es nicht krachen.
    Vielleicht haben die Gelbwesten uns einen Vorgeschmack geliefert, was da noch kommen könnte.
  • Kaspar Floigen 19.09.2019 08:00
    Highlight Highlight Kann mir das jemand erklären: Wenn ein positiver Zins zu weniger wirtschaftlichen Output führt, wo kommt dann das Geld für den positiven Zins her? Der ist dann doch nicht mit wahrer Wertschöpfung gedeckt?
    • Gantii 19.09.2019 08:21
      Highlight Highlight führt er nicht. Die SNB und der Herr Jordan verstehen nichts von Geldpolitik. Sie wollen einzig ihren Pfründe in der Exportindusrie helfen, so scheint es zumindest.
    • maweiss83 19.09.2019 08:42
      Highlight Highlight Wenn ich mich recht an meine VWL-Lektionen erinnere geht die Theorie so. Wenn die Wirtschaft brummt, steigen die Preise (Löhne steigen und diese Kosten werden auf die Preise abgewälzt.). Die Zinsen werden erhöht um das Sparen attraktiv zu machen und den Konsum zu dämpfen. Schwächelt die Wirtschaft, werden die Zinsen gesenkt um die Leute wieder zum Ausgeben zu motivieren.
    • Roblock 19.09.2019 09:13
      Highlight Highlight Zum Beispiel: Jemand leiht sich 100000 zum Eröffnen eines Geschäfts. Diesen Kredit muss er mit Zinsen zurückzahlen. Das Geld dafür nimmt er aus den erwirtschafteten Einkünften (die er ja ohne Kredit nicht hätte, da er das Geschäft gar nicht eröffnen könnte). Daraus folgt, dass der Zins mit realer Wertschöpfung bezahlt wird. Bei tiefen Zinsen ist es einfacher Geld zu leihen, womit mehr Geschäfte eröffnet werden und somit der wirschaftliche Output steigt.
  • Der Rückbauer 19.09.2019 07:59
    Highlight Highlight Weiter: "Negativzins" gibt es rechtlich gar nicht, das ist ein Ausdruck der Banken, welche ja, neben dem Geld aus dem Nichts, auch ihr eigenes Recht schaffen. "Recht wird Unrecht, Unrecht wird Recht, aber jenes Recht, mit dem wir leben, steht nirgendwo geschrieben".
    "Negativzins" (Strafzinsen? Minuszinsen? Strafgebühren? Guthabengebühr? Geldaufbewahrungsgebühr? Kontoführungsgebühr? Bargeldabhebungsentschädigung?) ist in der Wirkung eine versteckte Steuer, mit welcher die Bankenkrise verlängert und.....
  • Twinleaks 19.09.2019 07:50
    Highlight Highlight „Die Nationalbank wird ihren Negativzins erhöhen oder gleich belassen. Zwar hat sie den weltweit höchsten Negativzins. Doch in der Vorwoche hat Mario Draghi durchgesetzt, dass die Europäische Zentralbank ihren Negativzins erhöht.„

    Erhöht wird und wurde nicht. Sondern gesenkt. Auf dem Zahlenstrahl nach links = Abnahme.
  • Schluch 19.09.2019 07:49
    Highlight Highlight hohe zinsen 'belohnen' vermögen. vermögen wird meist nicht erarbeitet, sondern man kriegt es geschenkt, sei es als boni oder als erbe. das stellt diejenigen schlechter, die für ihr geld wirklich etwa produzeren. somit erscheint mir eine verminderung des geld verdienens durch geld haben gerecht.
    • The Destiny // Team Telegram 19.09.2019 14:41
      Highlight Highlight Ein Beispiel, dass sozis nichts in der Wirtschaft verloren haben.
  • Der Rückbauer 19.09.2019 07:48
    Highlight Highlight Was geht hier eigentlich ab? Seit Jahren werden die "Negativzinsen" mit der "kommenden" Rezession, die bisher nicht gekommen ist, begründet. Ich glaube, wir Sparer (ja, auch Junge, via PK) werden systematisch beschissen und um den Zins betrogen. Das heisst warme und kalte Enteignung der Bürger durch eine dazu demokratisch nicht legitimierte Institution (warm: "Negativzins", kalt: Inflation, wie immer -falsch- berechnet, und sorry Genderfans: Bürgenden, ja, wer Digitalgeld auf dem Konto hat, gibt der Bank Kredit!).
  • Matti_St 19.09.2019 07:29
    Highlight Highlight Sehe ich ein bisschen anders.
    Der Detailhandel kauft in Euro ein und könnte günstiger einkaufen und auch verkaufen. Da würden sich einige überlegen, wollen sie noch über die Grenze.
    Der Rohstoff der Maschinenindustrie kann günstiger eingekauft werden. Ab einem gewissen Punkt könnte das sogar günstiger werden.
    Der Leidtragende wird der Tourismus sein, aber ehrlich, schon Schweizer können sich Urlaub in der Schweiz kaum leisten. Die stehen allgemein vor einem Problem. Dann noch die Milchverarbeitung. Dieser Rohstoff kommt vornehmlich aus der Schweiz.
  • PC Principal 19.09.2019 07:21
    Highlight Highlight Ich hoffe auf eine möglichst Krasse Zinssenkung, damit die ganzen Ökonomieexperten in den Kommentaren sich über die Unwissenheit der gesamten SNB auslassen können.
    • Fairness 19.09.2019 08:09
      Highlight Highlight Auch Sie werden die negativen Folgen brutal zu spüren bekommen. Braucht wohl noch etwas Geduld.
    • PC Principal 19.09.2019 08:18
      Highlight Highlight @Fairness Seit über 10 Jahren warnen die Falken vor extremer Hyperinflation als Folge der Niedrigzinspolitik. Die Inflation ist noch immer nicht existierend. Wie lange muss ich noch warten?
    • Fairness 19.09.2019 08:23
      Highlight Highlight Lange! Aber nicht zwingend auf die Hyperinflation.
  • Fairness 19.09.2019 06:53
    Highlight Highlight Der Negativzins schadet mit Sicherheit mehr als er nützt. Er ist ein Fluch nd ungesund.
    • Antinatalist 19.09.2019 07:08
      Highlight Highlight Das ist der Kapitalismus grundsätzlich. Ebenso das dafür notwendige "Wachstum" durch Konsumismus auf Kosten zukünftiger Generationen. Im Wachstum begriffen sind vorallem die wachsenden Schulden. Alles auf Pump. Und immer schön alles der nächsten Generation auf den Rücken packen. Gilt übrigens auch für die Umweltschäden und den Klimawandel.
  • Blitzesammler 19.09.2019 06:34
    Highlight Highlight jetzt weiss ich endlich wieso die Banken nur hunde te von Milionen Reingewin machen und nich Milliarden😉🤔 Die tun mir sooo leid. Den Pensionskassen würde ich weiterhin einen guten Zins wünschen. Das ist nicht fair.
    • b4n4n4j03 19.09.2019 06:54
      Highlight Highlight Also ich hätte nichts dagegen wenn die preise sinken würden...
    • ain hasardeur 19.09.2019 08:09
      Highlight Highlight Geht die SNB schon bald über den Jordan?

      Noch trägt das Gebäude der SNB die Gebäudenummer 1 in Bern (das Bundeshaus die 3).

      Das Goldvreneli hat jetzt mächtig viel zu tun.
    • Sandro Lightwood 19.09.2019 08:23
      Highlight Highlight Ungleichbehandlung ist auch nicht wirklich fair.
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