Wirtschaft
Schweiz

Die Zahl der offenen Stellen in der Schweiz wächst rasant

Die Zahl der offenen Stellen in der Schweiz wächst rasant

13.01.2022, 07:3813.01.2022, 07:38

Die Lage am Schweizer Arbeitsmarkt präsentiert sich weiterhin gut. Gemäss dem Swiss Job Market Index des Personalvermittlers Adecco waren im vierten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahr satte 39 Prozent mehr Stellen inseriert als im Vorjahresquartal. Sämtliche Berufsgruppen und Regionen verzeichneten eine steigende Nachfrage nach Arbeitskräften.

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In der Schweiz werden mehr Stellen ausgeschrieben.Bild: KEYSTONE

Seit dem Frühling 2021 nehme die Zahl an Stellenausschreibungen stetig zu, heisst es in einem Communiqué vom Donnerstag. Ein solch rasanter und massiver Anstieg des Index sei seit Messbeginn im Jahr 2003 noch nie beobachtet worden. Selbst im Vergleich mit dem Vorkrisenquartal (Q4 2019) wurde ein eindeutiger Zuwachs von 18 Prozent erreicht.

Nach Berufsgruppen verzeichneten die Handwerker (+23 Prozent), zu denen unter anderem Berufe wie Polymechaniker, Präzisionshandwerker und Berufe in der Nahrungsmittelverarbeitung gehören, den grössten prozentualen Zuwachs. Es folgen Fachkräfte von Büro und Verwaltung (+21 Prozent) und die Fachkräfte von Dienstleistung und Verkauf (+17 Prozent).

Nordwestschweiz an der Spitze

Nach Regionen wurde der mit Abstand grösste Zuwachs in der Nordwestschweiz (+25 Prozent) gemessen, gefolgt vom Espace Mittelland (+21 Prozent) und der Zentralschweiz (+21 Prozent). Doch auch in der Ostschweiz (+13 Prozent), der Region Zürich (+12) und der Südwestschweiz (+8 Prozent) ging es bergauf.

Der massive Zuwachs an Stelleninseraten widerspiegele die deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in der Schweiz über die letzten Quartale und gehe mit der positiven Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) einher, heisst es weiter.

Gegenwärtige Entwicklungen sprächen jedoch dafür, dass sich das wirtschaftliche Wachstum und somit auch die positive Entwicklung in der Zahl der Stellenausschreibungen im Jahr 2022 verlangsamen werde. (sda/awp)

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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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peachLefreak
13.01.2022 08:46registriert April 2019
Schön und Gut, aber die HR Leute habe immer noch das Gefühl, man kostet nix und bringt alles an Skills mit. Die selektionieren mit dem Skalpell. Spreche aus Erfahrung.
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_andreas
13.01.2022 09:25registriert April 2020
Linkedinanfragen haben bei mir in letzter Zeit ziemlich zugenommen. Wenn man aber die Jobausschreibungen ansieht:
-Am besten 20 Jahre alt
-Neben ganz speziellen Anforderungen eigentlich alles können
-10 Jahre Erfahrung haben
-vorzugsweise mit Masterabsshluss

Benefits sind dann Homeoffice und 2 Tage mehr Ferien als gesetzlich vorgeschrieben

🤷‍♂️
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Philboe
13.01.2022 08:05registriert Juli 2015
Dan wäre es auch dringend anzuraten das Unternehmen sich auch um Mitarbeiter kümmern. Meine Erfahrungen zeigen das HR Abteilungen teilweise schon beim Bewerbungsprozess massive Fehler machen (ghosting, falsche Daten verwenden etc) gerade weil so viele Stellen offen sind gilt es gute Mitarbeiter zu halten. 5 Wochen Ferien oder ein 13 Monatslohn sind nicht innovativ sondern eigentlich Standard. Viele Vorgesetzte streuben sich Verantwortung zu tragen und motivierte und produktive Arbeitnehmer zu fördern. Die Produktion wird wieder in den Westen kommen und dafür braucht es Mitarbeiter
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