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Hälfte der Kantone hat Chlorothalonil-verunreinigtes Grundwasser



Seit den 70er-Jahren wird Chlorothalonil in der Landwirtschaft eingesetzt. Nun prüft der Bund ein Verbot des Pflanzenschutzmittels. (Symbolbild)

Chlorothalonil wird gespritzt Bild: KEYSTONE

Im Grundwasser des Mittellandes überschreiten die Konzentrationen mehrerer Chlorothalonil-Abbauprodukte den Grenzwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter grossflächig. Sie führen somit zu einer erheblichen Verunreinigung, wie das Bundesamt für Umwelt am Dienstag mitteilte.

Der Pflanzenschutzmittel-Wirkstoff Chlorothalonil wurde seit den 1970er Jahren in der Schweizer Landwirtschaft eingesetzt. Der Bund hat Chlorothalonil neu als «wahrscheinlich krebserregend» bezeichnet und die Anwendung per Anfang 2020 verboten.

Im Dezember 2019 hatte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) alle Abbauprodukte (Metaboliten) von Chlorothalonil als Trinkwasser-relevant eingestuft. Für diese Stoffe gilt somit ein Höchstwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter für Trinkwasser, der in diesem Fall auch für das Grundwasser als Grenzwert gültig ist.

Grosse Bedeutung für das Trinkwasser

Nun hat das Bundesamt für Umwelt (Bafu) eine erste landesweite Einschätzung der Belastung im Grundwasser vorgenommen. Dem Zustand des Grundwassers komme hinsichtlich dieser Stoffe eine grosse Bedeutung zu, schreibt das Bafu. Denn 80 Prozent des Trinkwassers in der Schweiz würden aus Grundwasser gewonnen, und diese Stoffe könnten nur mit sehr grossem Aufwand bei der Aufbereitung wieder entfernt werden.

Im Rahmen eines Pilotprojekts wird derzeit ein Pflanzenschutzroboter entwickelt. Im Vergleich zum herkömmlichen Verfahren mit dem Spritzbalken soll der neue Roboter 40-70 Prozent weniger Pflanzenschutzmittel einsetzen und damit auch das Grundwasser entlasten. (Archivbild)

Bild: KEYSTONE

Da sich Grundwasser relativ langsam erneuere und die Metaboliten von Chlorothalonil ausgesprochen langlebig seien, sei davon auszugehen, dass diese Verunreinigungen die Grundwasserqualität noch während Jahren in grösserem Ausmass beeinträchtigen werden.

Fast die Hälfte der Kantone betroffen

Untersuchungen von 2017 und 2018 erlauben eine erste landesweite Einschätzung der Belastung des Grundwassers. Diesen Ergebnissen zufolge verunreinigen mehrere Chlorothalonil-Metaboliten das Grundwasser in vielen landwirtschaftlich genutzten Gebieten des Mittellandes grossflächig.

Werte von über 0.1 Mikrogramm pro Liter finden sich in den Kantonen Aargau, Bern, Freiburg, Genf, Luzern, Schaffhausen, Solothurn, Thurgau, Tessin, Waadt, Zug und Zürich. Kantonale Fachstellen und Wasserversorger führen zurzeit umfangreiche eigene Analysen an potenziell betroffenen Wasserfassungen durch.

Für detaillierte Informationen zur Grundwasserqualität vor Ort respektive in einzelnen Gemeinden sind die kantonalen Fachstellen zuständig. Über die Trinkwasserqualität informieren die Wasserversorger die Konsumenten. (aeg/sda)

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Umstrittenes Pestizid noch immer nicht verboten

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 14.05.2020 06:04
    Highlight Highlight Warum wurden wir nicht schon früher darüber informiert?
  • Addix Stamm 13.05.2020 17:10
    Highlight Highlight Ich bin auch kein Fan von verschmutztem Grundwasser. Jedoch frage ich mich, warum es für die vom Bund zugelassenen E- Zusatzstoffe keine wirkliche Grenzwerte gibt. Ist jeder selber verantwortlich, die Menge der E-Stoffe zu zählen die er zu sich nimmt? admin.ch: der Zusatzstoff in einer Menge verwendet wird, die nicht grösser ist, als es zur Erzielung der gewünschten Wirkung erforderlich ist;
  • skisandtrail 13.05.2020 07:56
    Highlight Highlight Man rechne:
    Importerdbeeren dürfen 5000 Mikrogramm haben.
    Iss 500gr Erdbeeren, dann hast du dieselbe Belastung wie 45 Tage à 3Liter Wasser (0.1Mikrogramm / Liter)..

    Worüber diskutieren wir eigentlich?
    Je nach Mittel darf die Bahn bis zur 10fachen Menge nutzen - viele Bahngleise sind an Flussläufen zu finden. Die müssen keine Mindestabstände haben.
  • Gianini92 13.05.2020 07:16
    Highlight Highlight Es ist schade, dass sich immer noch so viele Menschen so stark von solchen Artikeln beeinflussen lassen. Die ETD Chlorthalonil liegt bei 0.015 mg/kg Körpergewicht, ein 70 kg schwerer Mensch hat also eine ETD von 1.05g. Damit diese erreicht würde, müsste er 10‘500 Liter Wasser (0.1 mikrogr./L) trinken - täglich.
    EDT bezeichnet die Menge Giftstoff pro kg Körpergewicht und Tag die bei einer Maus/Ratte KEINE sichtbaren Schäden hervorruft. Dieser Wert wird zusätzlich noch durch einen Sicherheitsfaktor von mind. 100 dividiert.
    • Zwischendenzeilen 13.05.2020 10:03
      Highlight Highlight @Gianini
      Und jetzt? Was soll uns das sagen? Es ist ok wenn es weniger Gift ist als uns schadet?? Seltsame Einstellung.
    • Gianini92 13.05.2020 13:30
      Highlight Highlight Ich finde den Grenzwert durchaus sinnvoll, so war das nicht gemeint. Aber die einzige Meldung im Artikel war doch, dass der Grenzwert überschritten wurde. Ich finde es aber wichtig, dass man den Grenzwert auch in einen Kontext setzt.
      Aber hier eine vereinfachte Version meiner Aussage: Jedes Feierabendbier ist um ein Vielfaches schädlicher als 100 L dieses Trinkwassers. Sprich: Wer sich um seine Gesundheit sorgt, sollte dringend andere Prioritäten setzten.
    • Zwischendenzeilen 13.05.2020 15:16
      Highlight Highlight kein Alk für mich danke. Ich verstehe deine Ansicht. Wenn man aber wirklich versucht gesund zu leben wird es immer schwieriger wegen all den verschiedenen giften zu Land, Wasser, Luft. Die Krebsraten weltweit lassen grüssen..
    Weitere Antworten anzeigen
  • In vino veritas 13.05.2020 00:30
    Highlight Highlight Ja, das ist natürlich vollkommen unbedenklich. Deswegen ist der Bauer auch so ausgerüstet, als würden demnächst Senfgas-Granaten auf seinem Acker einschlagen...

    Wer glaubt diesen Mist? Auch Rauchen war in den 50er en vouge, ja galt gar als Gesund und man empfehlte es Übergewichtigen, da es den Appetit drosselt. Das es ungesund ist konnte (oder wollte) damals kaum einer glauben... So wird es mit unseren Pestiziden sein und unsere Kinder werden sagen: ,,Wie konntet ihr nur glauben, dass es keinen Einfluss auf die Gesundheit hat?" Umso wichtiger ist es, die kommenden Initiativen anzunehmen!
    • Super8 13.05.2020 11:26
      Highlight Highlight Ich glaube diesen Mist. Weil ich etwas von Dosis-Wirkung verstehe, von Verdünnung, weil ich selber Rechnen kann anstatt einfach irgendetwas zu behaupten wie du.
  • Maese 12.05.2020 19:40
    Highlight Highlight Landwirte habe strenge Vorgaben was die Qualität Ihrer Produkte anbelangt. Werden diese nicht erfüllt landen die Produkte im Tierfutter oder in der Biogasanlage.
    Wer den Text liest, sieht das bis im Dezember 19 diese Abbauprodukte als nicht relevant eingestufft wurden. Landwirte verwendeten diese Produkte auf Empfelung und Gutheissen vom Bund. Ich frage mich, woher der Schluss kommt, dass Landwirte absichtlich den Boden verseuchen? Vielleicht kann mir ein kritischer Kommentarschreiber hier helfen? 😉
    • Satan Claws 12.05.2020 23:43
      Highlight Highlight @Maese

      Nur weil man sagt es sei unschädlich ist es nochlange keine Empfehlung.

      "Landwirte verwendeten diese Produkte auf Empfelung"
  • Bruno Meier (1) 12.05.2020 19:04
    Highlight Highlight "... wurde im Trinkwasser gefunden." Das ist der Satz, mit dem eine Schlagzeile produziert wird. Und was sollen/können wir bitte damit anfangen, wenn uns die dazu wichtigen Zusatzdaten unterschlagen werden? Nichts!
    Dieses Video von SRF schauen und danach etwas dazu schreiben. Danke.
    https://www.srf.ch/play/tv/aeschbacher/video/walter-kraemer?id=b2477013-ee45-4a84-ba24-6d6759a7fb54
  • Kant 12.05.2020 19:03
    Highlight Highlight Die Bauern sind wirklich zu beneiden: Sie dürfen Kosten externalisieren, Subventionen internalisieren, haben eine gute Lobby im Bundeshaus und dürfen erst noch jammern, wie arm dran sie seien. Das beste: Weil die Politik für sie protektionistisch ausgelegt ist, müssen sie sich nur eingeschränkt dem Wettbewerb stellen. Kaum eine andere Branche in der Schweiz kann das.
    Natürlich gibt es auch Bauern, denen es nicht gut geht - wie in jeder anderen Branche auch, aber diese anderen Branchen müssen sich selbst helfen und dem Wettbewerb stellen.
    • B-Arche 12.05.2020 19:08
      Highlight Highlight Das wird von knapp 30% der Wähler so gewollt und darum wählen sie immer die Bauernpartei welche heute SVP heisst.
    • The Destiny // Team Telegram 12.05.2020 22:18
      Highlight Highlight Die Schweizer Bauern hätten zu einem großen Teil keine Chance im Internationalen Markt.
      Wollt ihr auf 90% der Schweizer Produkte verzichten?
    • skisandtrail 13.05.2020 07:58
      Highlight Highlight Was schlägst du dann vor?
      Wir importieren Lebensmittel nur noch?
      In den meisten Ländern liegen die Werte höher als hier.. Aber das ist ja dann im Ausland - das kann uns egal sein..
    Weitere Antworten anzeigen
  • na ja 12.05.2020 17:04
    Highlight Highlight Logisch ist das Grundwasser verseucht. Geht auch ganz schnell... man senke dermassen die Grenzwerte, dass soviel Grundwasser verseucht ust, dass alle Vergiftet werden, wenn sie täglich über 400lt. Wasser trinken.
    Bis vor 2-3 Tagen noch wie wichtig, systemrelevant waren geht nun das lustige Spiel "wir machen die Landwirte fertig" munter weiter. Denn schon bald gehen die Grenzen wieder auf. Es lebe der Import!
    • auloniella 12.05.2020 17:21
      Highlight Highlight Naja ...naja weisst du Grenzwerte ändern sich halt wenn neue Erkenntnisse auftauchen. Das hat nichts mit Fertigmachen zu tun.

      Gibt übrigens auch genügend konventionelle Bauern die sich für die Thematik der PSM Reduktion interessieren. Solche Leute die mit einer gewissen Offenheit gegenüber Veränderungen reagieren, werden jene sein die sich an neue Begebenheiten wie auch die Digitalisierung rasch anpassen können oder gar selbst Innovationen starten
    • WatDaughter (aka häxxebäse) 12.05.2020 18:05
      Highlight Highlight Auloniella:
      "Gibt übrigens auch genügend konventionelle Bauern die sich für die Thematik der PSM Reduktion interessieren. Solche Leute die mit einer gewissen Offenheit gegenüber Veränderungen reagieren, werden jene sein die sich an neue Begebenheiten wie auch die Digitalisierung rasch anpassen können oder gar selbst Innovationen starten"

      ❤ genau solche leute brauchen wir - auch in der landwirtschaft.
  • Saerd neute 12.05.2020 16:44
    Highlight Highlight "Der neue Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter sei extrem tief, erklärte der Berner Kantonschemiker Otmar Deflorin. Für Chlorothalonil gilt eine lebenslängliche Tagesdosis von 15 Mikrogramm pro Kilo Körpergewicht als unbedenklich. Um diese Dosis zu erreichen, müsste man also 150 Liter Wasser pro Kilo Körpergewicht einnehmen."



    • WatDaughter (aka häxxebäse) 12.05.2020 18:07
      Highlight Highlight Wie sieht es aus, wenn man fische aus solchen gewässern verzehrt? Ist dann die konzentration nicht gleich um ein vielfaches höher?
      Und wenn man sich öfters von fisch ernährt?
    • Florotor 12.05.2020 18:26
      Highlight Highlight Die Wissenschaft hat eine sehr beschränkte Ahnung, in welchen Konzentrationen welche Stoffe welche Wirkung haben auf unsere Körper und seine Zellen.

      Alles, was Politiker und Industrie belegen können, ist, dass man nicht sofort tot umfällt, wenn man das Wasser trinkt, ausser, es seien 150 l - ex.

      Mikroplastik z.B. führt zu Entzündungen auf Zell-Ebene und diese werden in Zusammenhang gebracht mit Krebs.

      Wie wirken Chlorthalonil-Metaboliten und Mikroplastik zusammen auf so eine Zelle und ihre Bestandteile, die DNA zum Beispiel?

      Hast du eine Ahnung? Oder willst du es lieber gar nicht wissen?
    • PrivatePyle 12.05.2020 19:17
      Highlight Highlight WatDaughter
      Seit wann leben denn im Grundwasser Fische? 😂😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 12.05.2020 16:36
    Highlight Highlight Trinkwasser Initiative JA!

    Es wurde genug lange vertröstet und abgelenkt - Jetzt reichts!

    • PrivatePyle 12.05.2020 19:18
      Highlight Highlight Die TWI ist vielleicht beliebt in eurer linksurbanen Blase.

      Ausserhalb davon wird sie versenkt werden glaub mir.
    • Snowy 12.05.2020 22:15
      Highlight Highlight Times they are a changin!
  • DemonCore 12.05.2020 16:24
    Highlight Highlight Gegenwärtiger Versorgungsgrad der CH mit Lebensmitteln: 60%.

    Ein Verbot aller Pestizide, wie hier verschiedentlich verlangt wird (Chemie!1!!1) führt zu einem Selbstversorgungsgrad von vlt 30%.

    Seid ihr bereit, noch mehr Lebensmittel aus dem Ausland, mit noch mehr "Chemie" zu importieren?

    Genau aus diesem Grund braucht es noch mehr Artikel von Vollmer. Bei der Landwirtschaft herrschen völlig abgedrehte Fantasien vor. Von den realen Verhältnissen weiss der Durchschnittskonsument wenig.

    Migros' heile-Welt-Werbung hilft halt auch nicht...
    • Schlüsselblüemli 12.05.2020 18:07
      Highlight Highlight Kann mir jemand erklären warum man Importe nicht einfach "verbietet" bzw reduziert und so einfach die CH Bauern bzw nur wenig vergiftete Produkte fördert? Ich weiss, freie Marktwirtschaft und so, aber warum??
    • WatDaughter (aka häxxebäse) 12.05.2020 18:30
      Highlight Highlight Der import war früher sehr eimgeschränkt. Der markt wurde zerstört durch die grossproduzenten und nicht den konsumenten/grossverteilern.

      In der schweiz gab es früher ein starkes monopol beim fleisch und trotzdem gaben sehr viele kleine bauern auf, weil sie nicht mit den grossproduzenten konkurrieren konnten.

      Das ist weder die schuld der grossverteiker, noch der konsumenten. Aber seit die importe gelockert wurden, schreien sich die grossproduzenten den hals heiser bei der SVP und in den medien, denn jetzt geht es ja um ihre existenz...
      Das ist gelebter kapitalismus: der stärkere überlebt.
    • Fan Hans 12.05.2020 18:38
      Highlight Highlight Etwa ein Drittel der Lebensmittel werden weggeworfen. Also einfach cleverer und somit weniger, Aber gesündere Lebensmittel einkaufen und wir können uns locker eine gesunde, pestzidfreie Landwirtschaft leisten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FischersFritz 12.05.2020 15:58
    Highlight Highlight Da gibt es nur eines: Sofort Lockdown!
  • Rethinking 12.05.2020 15:48
    Highlight Highlight Es wird Zeit, dass wir uns endlich besser um unsere Natur, unsere Umwelt, ja unseren Planeten kümmern...

    Auch wenn dies bedeutet, dass wir um Supermarkt weniger Auswahl haben und die Produkte leicht teurer werden...
    • Saerd neute 12.05.2020 16:51
      Highlight Highlight Rethinking
      Solange die Leute nur darauf warten nach dem Lockdown in alle Welt in die Ferien zu fliegen kannst du nicht erwarten dass einheimische Bioprodukte zu höherem Preis gekauft wird.
    • DemonCore 12.05.2020 18:53
      Highlight Highlight Weniger Pestizid- und Düngemitteleinsatz in der Schweizer Landwirtschaft -> Weniger Erträge -> Weniger Produkte im Laden -> Steigende Preise, unter der Annahme, dass die Leute gleich viel essen wollen in der Schweiz. So einfach ist das.
    • Satan Claws 12.05.2020 23:55
      Highlight Highlight @DemonCore

      Gleich viel wovon? Fleisch? Genau auf diesem Level befindet sich Ihre Argumentationskette.
    Weitere Antworten anzeigen
  • penpusher 12.05.2020 15:26
    Highlight Highlight Alternativen? Alles verbieten und dann aus dem Ausland imprtieren. Solange unsere Lebensmittel so billig verkauft werden, ist der Import die einzige alternative. Zwar sehen wir dann keine Bauern im C-Vollanzug mehr und unseren Böden geht es besser, aber die Probleme haben wir dann einfach anderen Länder abgeschoben.
    • Saerd neute 12.05.2020 16:55
      Highlight Highlight penpusher
      Das haben eben noch lange nicht alle begriffen.
      Es gab sogar während dem ganzen Lockdown genügend importierte Lebensmittel. Wäre vielleicht gut gewesen das Essen wäre mal wirklich knapp geworden.
    • Bitsundbites 12.05.2020 17:50
      Highlight Highlight Wir wollen ja mit der Trinkwasser Initiative nicht mehr Wasser importieren, wir wollen zu dem wass wir haben mehr Sorge tragen zu dem was bei uns vorhanden ist.
  • Posersalami 12.05.2020 15:18
    Highlight Highlight Trinkwasser-Initiative JA

    Völlig egal, was die besch... Agrarlobby dazu sagt! Wer nein stimmt, soll Pestizide trinken, sind ja angeblich ungefährlich!
    • trudi 12.05.2020 16:33
      Highlight Highlight Die Person die Nein stimmt wünscht sich sicherlich auch sauberes Trinkwasser ;) Sie stimmt aber Nein, weil bei einem Ja die Probleme, wie so oft, ins Ausland verschoben werden. Ernteausfälle werden durch Importe ausgeglichen. Sie stimmt Nein, weil sie sieht, dass die biologische Produktion in der Schweiz momentan eine viel zu geringe Nachfrage hat und dies zeigt, dass der Grossteil der Bevölkerung nicht bereit ist für den Mehraufwand mehr zu bezahlen. Sie stimmt Nein, weil Betriebe ohne Direktzahlungen ihre Produktion intensivieren und fast ohne Beschränkungen PSM ausbringen können. letsblitz
    • Saerd neute 12.05.2020 16:57
      Highlight Highlight Schade, das Lockdown war um den Lebensmittelimportstopp zu kurz.
      Du weisst vermutlich nicht woher deine tägliche Nahrung kommt.
      Ah, Migros. Logisch
    • brudi 12.05.2020 16:58
      Highlight Highlight Konsumzwang der Bioprodukte. Oder einfach in anderen Ländern produzieren lassen?
      Sei wenigstens konsequent und sag ja zur Pestizid initiative
    Weitere Antworten anzeigen
  • andy y 12.05.2020 14:32
    Highlight Highlight Hauotsache wir haben Corona im Griff, Grundwasser wird überbewertet
  • Bivio 12.05.2020 13:35
    Highlight Highlight Frage: Ist die Belastung effektiv höher als bisher oder sind die Messmethoden einfach genauer geworden?
    • Bits_and_More 12.05.2020 13:43
      Highlight Highlight Gemäss Artikel wurde der Stoff erst im Dez 2019 als Trinkwasserrelevant eingestuft. Ich gehe mal davon aus, dass vorhin nicht gemessen wurde.
      Grundsätzlich hast du aber Recht, dass Trinkwasser ist in der Regel nicht verschmutzter als früher, heute kann es nur gemessen werden.
    • Bivio 12.05.2020 16:08
      Highlight Highlight Das selbe war bei Chlorothalonil im Aargau. Erst durch neue Messmethoden wurde der Stoff überhaupt entdeckt. Du hast absolut Recht, das Wasser ist heute nicht mehr verschmutzt, als früher. Im Gegenteil, wenn man z.B. an den Hallwilersee denkt, hat sich die Qualität der Gewässer und der Umwelt im Allgemeinen wesentlich verbessert, als vor 50 Jahren.
      Der Unterschied ist, dass gewisse Leute heute wesentlich sensibler reagieren, bisweilen hysterisch. Man kann das auch an den Blitzen erkennen ;)
    • skisandtrail 13.05.2020 08:44
      Highlight Highlight Das ist so.. der Brienzersee war gar so sauber, dass man angefangen hat wieder Dreck "reinzupumpen", damit's Fischli hat. So viel Chlorothalonil wird also dort wohl kaum drin gewesen sein..
  • aka79er 12.05.2020 13:33
    Highlight Highlight Gemäss Watson-Journalist Jürg Vollmer ist das alles nicht so schlimm....

    https://www.watson.ch/schweiz/blogs/629257319-chlorothalonil-und-glyphosat-sind-weniger-schaedlich-als-ein-glas-whisky
    • El Vals del Obrero 12.05.2020 14:12
      Highlight Highlight Selbst wenn dem so wäre oder ist, ist es doch ein entscheidender und unterschlagener Unterschied, dass man Whisky freiwillig trinkt (oder allenfalls bei Alkis aus Krankheit).

      Und bezüglich Anreicherung in der Umwelt und Abbaubarkeit ist es auch ein klein wenig anders.

      Ein Aspekt aufblasen und die restlichen ignorieren ...

      Etwa gleich wie die ewigen Meldungen "Schock: Bio ist imfall gar nicht gesünder!" (darum heisst es ja auch "bio" und nicht "ist-gesünder-Artikel")
  • Bitsundbites 12.05.2020 13:31
    Highlight Highlight Unser Wasser ist unantastbar.! Wir führen im Serland das Wasser für die Gärten bereits mit dem Traktor her, weil unsere einzige, noch brauchbare Quelle nicht für alle Dorfbewoner ausreicht, und schon gar nicht für's Garten giessen, Autowaschen und Pool füllen. Soweit sind wir heute.!

    Ich wünsche mir das wir bald über die Trinkwasser Initiative abstimmen können. Und uns die Bedeutung von sauberem, und trinkbarem Wasser aus dem Hahnen bewusst ist.
    • esel12 12.05.2020 15:57
      Highlight Highlight Was bringt dir die Initative in deinem Beispiel? Mehr Waser gibt die Quelle her und mit deinem Pool (Chlorwasser) und Autowaschen (mit shampoo) verschmutzt du das Wasser extrem stark.

      Aber das hast du wahrscheindlich nicht überlegt. Es sind ja nur die andern Schuld...
    • Bitsundbites 12.05.2020 17:45
      Highlight Highlight Warum so böse.? Nur weil Autowaschen und Pool füllen in der Gemeinde verboten ist heisst das noch nicht das dies jeder tut und hat. Ändern tut's nix, wir müssen mehr Sorge tragen zu unserem Trinkwasser. Darum gibt's nur eines: JA zur Trinkwasser Initiative
    • esel12 12.05.2020 21:11
      Highlight Highlight Die Initative fördert nur die Importe. Sie wissen das manche Bioprodukte nach der Annahme der Initiative auch nicht mehr produziert werden können? Wie wollen sie die Bevölkerung ernähren?

      Warum so böse? Wenn du tagtäglich hörst was für ein schlechter sauhund du bist, wirst du nicht böse? Wir Bauern sind ein Teil vom Problem, aber nicht der einzige Verursacher. Die Landwirtschaft hat schon sehr viel erreicht und ist immer noch am verbessern. Und die anderen Verursacher, machen weiter wie bisher!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baumann moni 12.05.2020 13:20
    Highlight Highlight Das ist ein hochgiftige mittel ich Frage mich warum das noch nicht verboten wurde . Es darf sogar der Biobauer anwenden .
    • PHM 12.05.2020 14:14
      Highlight Highlight Es wurde doch verboten.

      https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/lebensmittel-und-ernaehrung/lebensmittelsicherheit/stoffe-im-fokus/pflanzenschutzmittel/chlorothalonil.html

      Oder sonst könntest du halt mal mindestens den Artikel lesen, den du kommentiert hast:

      "Der Bund hat Chlorothalonil neu als «wahrscheinlich krebserregend» bezeichnet und die Anwendung per Anfang 2020 verboten."
    • andy y 12.05.2020 14:33
      Highlight Highlight Soviel zu "Bio"
    • Jamaisgamay 12.05.2020 14:36
      Highlight Highlight 1. Es ist seit diesem Jahr verboten.
      2. Es ist ein chemisch-synthetischer Wirkstoff, daher sicher NIE im Bioanbau zugelassen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pitsch Matter 12.05.2020 13:01
    Highlight Highlight Dann sollten wir alle wissen was wir zu tun haben: Trinkwasser-Initiative JA!
    • trudi 12.05.2020 15:37
      Highlight Highlight Ein Trinkwasser-Initiative Ja heisst nicht automatisch, dass das Problem der Gewässerverschmutzung gelöst wird..
  • ELMatador 12.05.2020 12:40
    Highlight Highlight Wenn ich Bauern sehe die im C-Vollanzug ihre Felder besprühen, als würden sie einen Chemischen angriff erwarten, Frage ich mich wie man denken kann dass diese Mittel problemlos konsumiert werden können.

    Vieleicht müssen wir in gewissen bereiche 2-3 Schritte zurück machen, damit wir gehen können.
    • tuturu 12.05.2020 13:32
      Highlight Highlight Gehst du dann auch 2-3 schritte zurück..?
    • Martinus72 12.05.2020 13:49
      Highlight Highlight Ja sicher. Müssen wir. Alle. Und plötzlich ist die Luft sauber und das Trinkwasser trinkbar und alle freuen sich, dass sie die Schritte gegangen sind. Denk nur an die alten Autos. Wie die gequalmt und gestunken haben. Wenn jetzt mal ein "Oldtimer " vorbeifährt und man irre lang den Gestank noch in der Nase hat. Und das waren früher alle Autos! Wahnsinn!
    • esel12 12.05.2020 15:59
      Highlight Highlight Martinus72 leider habe ich noch niemand gesehen der zwei Schritte zurück gegangen ist. Auch nicht die Initianten von der Trinkwasserinitative. Bis jetzt fordert jeder ohne seinen Luxus zu verlieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nikl 12.05.2020 12:39
    Highlight Highlight Ich frage mich wie die Menschheit so dumm sein kann und über Jahrzehnte tonnenweise Gift in die Umwelt kippen kann und nicht auf die Idee kommt das es auch ins Grundwasser geht..... Das hätte auch schon 1970 klar sein müssen egal ob jetzt Krebserregend oder nicht.
    Gibt nur eines ein Fettes Ja für die entsprechende Initiative.
    • Beeee 12.05.2020 16:23
      Highlight Highlight Weil zu wenig auf die Strasse gegangen sind oder nicht interessiert waren.
      Heute in 50 Jahren wird man auch jammern, weil wir heute nichts dagegen tun.
  • Cirrum 12.05.2020 12:36
    Highlight Highlight Nur der Mensch kann so dumm sein, seine einzige Lebensgrundlage zu vergiften. Und die Tiere müssen einfach automatisch mitleiden. Eine Selbstverständlichkeit, da der Mensch sich als Herr der Erde sieht.

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