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Wie ist es als Frau in der Teppichetage? Im SRF-DOK packen 3 Chefinnen aus und prangern an

Boys Clubs bei der Arbeit und Familienstress zuhause: Wie lebt es sich als Kaderfrau in der Schweiz? Ein SRF-DOK porträtiert drei Chefinnen. Eines vorweg: Sie sind nicht alle gleicher Meinung.



Eine Bierbrauerin, eine Migros-Kaderfrau und eine mehrfache Verwaltungsrätin: Sie alle haben es «geschafft» und sitzen in der Teppichetage einer Firma. Damit gehören sie in der Schweiz zu einer klaren Minderheit. Wie gehen sie damit um? Wie haben sie es bis dorthin geschafft? Und vor allem: Welche Hindernisse mussten und müssen sie überwinden? Ein SRF-DOK hat am Donnerstagabend nach Antworten gesucht.

Dazu ein paar Zahlen:

Das sind die Protagonisten des Dokumentarfilms und ihre Geschichten:

Nadine Caprez

Mitglied der Geschäftsleitung von zwei Firmen, mehrfache Verwaltungsrätin und Managerin der Familie.

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Bei den Caprez' sind beide berufstätig. Der Grosspapi springt an zwei Tagen pro Woche ein und betreut seine Enkel. Die übrige Zeit spielt der Jüngste in der Kita. Kostenpunkt: 1200 Franken pro Monat. Caprez' Mann hatte bei der Familienplanung zwar versprochen, er würde, wenn die Kinder dann da sind, Teilzeit arbeiten. Durchgezogen hat er das schliesslich nicht. Nun bleibt das Organisatorische an Caprez hängen. Und während sie mit ihrem dritten Kind in die Kita eilt und dabei fast den Zug verpasst, macht ihr Ehemann wie jeden Morgen einen Schwumm im Zürichsee.

Nebst dezent angedeuteten Vorwürfen in Richtung Ehemann kritisiert Caprez das hiesige System: «Gutverdienende und solche, die Subventionen erhalten, können sich die Kita leisten.» Wer dazwischen liegt, entscheide sich wahrscheinlich gegen die Kita, die Grosseltern sprängen ein – oder die Frauen reduzierten ihr Pensum.

Aus diesen Gründen fördert Caprez finanziell und als Beraterin Projekte, die Kinder und Karriere ermöglichen. Unter anderem ein Coworking-Space mit integrierter Kita. Ihre Haltung dazu ist pragmatisch: «Wir haben unser Leben selber in der Hand. Wenn die nötigen Strukturen nicht da sind, müssen wir sie eben schaffen.»

Cornelia Marending

Leiterin Verkauf Supermarkt der Migros Aare, führt 5000 Menschen.

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In Cornelia Marendings Familie sind die klassischen Rollen getauscht: Ehemann Daniel kümmert sich um Kind und Haus, sie ernährt die Familie.

Marending über Kaderjobs: «Ich befürworte keine Quoten. Die Leute mit den besten Voraussetzungen und Kompetenzen sollen in diese Positionen kommen, egal ob Frau oder Mann. Wenn es eine Frau ist, umso schöner.» Hinter ihr ein Sitzungszimmer voller Männer – und eine Frau. Der Journalist fragt nach, wer das sei. Marending: «Die Assistentin.»

Marending erklärt sich den tiefen Frauenanteil in Geschäftsleitungen folgendermassen: «Sie trauen es sich zum Teil nicht zu, eine Führungsposition zu übernehmen, haben zu wenig Mut für Neues, Mut vor die Leute zu stehen und zu sagen, ‹doch, ich möchte diese Rolle.›» Doch auch das hiesige System spiele eine Rolle: «Bei uns muss, wenn man Kinder hat, fast immer mindestens ein Elternteil zu Hause bleiben.»

Ihr Ehemann geniesst es derweil, viel Zeit mit den zwei Töchtern zu verbringen. Er ist überzeugt: «Es sind auch die Frauen, die das Feld Zuhause nicht unbedingt räumen wollen, sie wollen den Männern nicht Platz machen.»

Claudia Graf

Steht an der Spitze einer Brauerei, 60 Angestellte.

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Claudia Graf will von ihren Angestellten ernst genommen werden. Einfach ist das anscheinend nicht, wenn man die Firma vom Vater übernimmt, dabei erst 33 Jahre jung und eine Frau ist. Deshalb etabliert sie strengere Regeln als der ehemalige Patron – der sich notabene «eigentlich immer einen Sohn gewünscht hat» – und installiert etwa eine Stempeluhr.

Grafs Freundinnen treibt derweil die Frage um, warum sie Single ist. Ihre Theorie: Die Männer seien unter anderem von ihrer Führungsposition und dem hohen Lohn eingeschüchtert. Sicher ist für sie, einen «Softie, der gerne Konfitüre zubereitet und das Haus dekoriert», wollen sie nicht zuhause. Graf selbst würde die Verantwortung im Privatleben gerne abgeben: «In der Freizeit bin ich froh, wenn ich einen Felsen in der Brandung habe und nicht auch noch dominant sein muss.»

Fazit:

Der Film ist spannend, denn er gibt Einblick in drei verschiedene Werdegänge, verschiedene Umfelder und verschiedene Ansichtsweisen. In einem sind jedoch alle drei Frauen gleich: Sie sind mit Fragen konfrontiert, die sich viele Männer in der gleichen Situation gar nicht stellen müssen.

Der DOK in voller Länge:

Video: SRF

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52Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • S. L. 07.03.2020 09:38
    Highlight Highlight Die Firma mit den meisten Frauen in Führungspositionen heisst Migros (inklusive Tochterfirmen versteht sich) und wie gehts der Migros? Miserabel. Während Coop wöchst und gedeiht herrscht bei Migros Panik. Muss man mehr sagen dazu?
  • Roger Rüebli 07.03.2020 09:34
    Highlight Highlight 5000 Mitarbeiter werden nicht geführt sondern bewirtschaftet.

  • Eyeore 06.03.2020 21:32
    Highlight Highlight Ich finde es schade, dass es SRF nicht geschafft hat einige Frauen zu finden, welche ganz oben sind. Frau Marending schätze ich am höchsten ein. Es bräuchte GL-Mitglieder von namhaften Firmen in der Sendung und ja die gibt es.
    So hat es einfach ein Touch von 3-Mann Firma mit CEO, CFO & COO Visitenkarten 🤦
    Frau Graf machen sie ihren Job wegen ihrem Vater oder weil sie Spass daran haben und es wollen?
  • Charlie Runkle 06.03.2020 21:06
    Highlight Highlight Sfüferli (Kinder) und Sweggli (Karriere)......
    Früher gings nicht, wie soll das Heute bitte gehen?
    • Hoihoi 06.03.2020 23:06
      Highlight Highlight Bei den Männern gehts aber...
    • Elmas Lento 06.03.2020 23:19
      Highlight Highlight Dann waren früher alle Männer in hohen Positionen kinderlos? Oder beschränkt sich die Aussage auf Frauen? Rein biologisch betrachtet schränkt ein Kind eine Frau für etwa ein halbes Jahr ein (grobe Schätzung da ich das als Mann nicht beurteilen kann). Die restlichen Einschränkungen wie Kinderbetreuung sind "selbst" bestimmt und können beliebig aufgeteilt werden.
    • who cares? 06.03.2020 23:26
      Highlight Highlight Heute wie früher geht es anscheinend für Männer. Wieso soll nicht das gleiche für Frauen gelten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • freeLCT 06.03.2020 16:47
    Highlight Highlight Danke Frau Marending, für Ihre Geschichte.
    Sie haben ein äusserst gesunde Haltung zum Thema "Frauen in den Chefetagen".
  • Dä Globi 06.03.2020 15:54
    Highlight Highlight Ich finde es gut das eine Frau eine Brauerei führt...
    Ich mag Bier und habe jetzt Wochenende also zum Wohl:)

  • Frances Ryder 06.03.2020 15:35
    Highlight Highlight Frau Grafs Theorie ist, dass Männer nicht mit ihr klar kommen, weil sie nicht dem stereotypischen Frauenbild entspricht, selber kommt sie aber mit Softie Männern nicht klar, die nicht dem typischen maskulinen Männlichkeitsbild entsprechen. Die Ironie scheint ihr wohl nicht bewusst zu sein.
  • Ursus der Rächer 06.03.2020 15:21
    Highlight Highlight Bringt doch echte Frauen, die es ganz an die Spitze geschafft haben. Das was hier als weibliche Chefs präsentiert wird, ist eher kontraproduktiv!
    • Things will be different when I take over the worl 06.03.2020 18:42
      Highlight Highlight Und was bitte soll an diesen drei Frauen nicht "echt" sein. Menschen, die andere in echte und unechte Menschen einteilen, sind mir allgemein höchst suspekt. Wieso diese Doku über diese tollen Frauen kontraproduktiv sein soll, ist mir auch ein Rätsel.
  • Der Buchstabe I 06.03.2020 15:08
    Highlight Highlight "Claudia Graf will von ihren Angestellten ernst genommen werden. (...) Deshalb etabliert sie strengere Regeln als der ehemalige Patron."

    Bravo, so wirst du garantiert sicher ernst genommen. NICHT.

    Das erinnert mich stark an die Frauen bei uns in der RS, die durch übertriebenes Verhalten ein Defizit (Weiblichkeit), das eigentlich gar keines ist zu kompensieren.

    Frau Graf, sie werden nicht ernster genommen, wenn sie strenger sind, sondern wenn sie ernst zu nehmen sind (Charakter).

    Dasselbe gilt auch für Männer. Die, die es mit "Figgerverhalten" versuchen, nehme ich erst recht nicht ernst.
    • AdiB 06.03.2020 18:55
      Highlight Highlight Das habe ich mir auch gedacht. Mit der instalation nehmen die angestellten sie nicht ernster sonder haben angst. Und da sie die brauerei vom papi übernahm, gibt es bestimmt arbeiter die länger da sind als sie alt. Oft passiert eben dass der papi sich zurück meldet wenn jahrelange angestellte bei ihm jammern gehen. Solche ereignisse durfte ich mehrmals mit ansehen, wie der sohn dachte er müsse irgendwas kompenssieren und am schluss den tritt des vaters bekam.
    • Menel 06.03.2020 23:29
      Highlight Highlight Das liegt wohl daran, dass Frau zum Mann werden muss um in die Teppichetage zu kommen und dort bestehen zu können. Weibliche Attribute sind dort nicht gefragt.
    • Yonko 07.03.2020 06:00
      Highlight Highlight Finde Stempeluhren in Produktionsbetrieben doch sehr nachvollziehbar.

      Das sie diese Entscheidung in den Vordergrund rücken muss, um sich von Papas Wunsch nach einem Sohn zu emanzipieren, scheint mir eher familiär begründet. Aber sie ist ja noch jung :)

    Weitere Antworten anzeigen
  • John Steam in the snail hole 06.03.2020 14:41
    Highlight Highlight Ja aber... ich bin verwirrt, ist es etwa doch nicht die Schuld des Patriarchats? "Ich befürworte keine Quoten. Die Leute mit den besten Voraussetzungen und Kompetenzen sollen in diese Positionen kommen, egal ob Frau oder Mann." ; "Sie trauen es sich zum Teil nicht zu, eine Führungsposition zu übernehmen, haben zu wenig Mut für Neues, Mut vor die Leute zu stehen und zu sagen, ‹doch, ich möchte diese Rolle.›»" Ketzerei!!!!!
    • Rainbow Pony 06.03.2020 16:47
      Highlight Highlight Das Gleiche gibts ja auch bei Männern: nicht alle können Häuptling sein, nicht alle wollen und schon gar nicht müssen sie.
  • Clank 06.03.2020 14:34
    Highlight Highlight Der Schlusssatz ist an Ironie nicht zu übertreffen:
    "In einem sind sich jedoch alle drei Frauen gleich: Sie sind mit Fragen konfrontiert, die sich viele Männer in der gleichen Situation gar nicht stellen müssen."

    Was ihr nicht sagt? Das war doch genau der Zweck der Doku. Ausschliesslich Frauen mit Fragen zu konfrontieren, weil sie Frauen sind. Das ist doch paradox. Auf der einen Seite, soll man so tun, als gäbe es keinen Unterschied, auf der anderen suggeriert man schon im Voraus mit Fragen wie "wie ist es ALS FRAU" das es einen Unterschiede gibt.
  • RichiZueri 06.03.2020 14:28
    Highlight Highlight Frau Graf will also keinen Softie, sondern einen harten Kerl, welcher gerne dominant ist, aber dennoch zuhause bleibt und alles regelt. Klingt für mich zwar sehr stark nach einer Figur aus einem 5.- Roman, wünsche ihr dennoch viel Glück bei der Suche...
  • Katzenseekatze 06.03.2020 14:17
    Highlight Highlight Interessante Doku. Es gibt lauter individuelle Lösungen. Nicht nur eine. Klar ist dass es genug intelligente Frauen hat. Ich denke die Männer sind im Machtbereich schon mehrheitlich noch gerne unter sich.
    • Töfflifahrer 07.03.2020 10:05
      Highlight Highlight Ich denke sie sind auch besser vernetzt untereinander.
  • Freischütz 06.03.2020 14:05
    Highlight Highlight Ziemlich viel heisse Luft und sonst nichts. Wie meistens...
  • Adi71 06.03.2020 14:00
    Highlight Highlight Sie führt 5000 Menschen. Kein Mann könnte dies ohne mittleres Kader. Aber im Ernst, ich habe die besten und die schlechtesten Erfahrungen mit weiblichem Kader gemacht.
  • Rethinking 06.03.2020 13:44
    Highlight Highlight Es besteht ein pathologisches Missverhältnis zwischen den Qualitäten, die uns in einer Führungspersönlichkeit verführen, und denen, die für eine effektive Führung erforderlich sind. Chamorro-Premuzic zeigt auf der Grundlage von Forschungsergebnissen zur Führungspsychologie, dass wir nicht nur kompetentere, sondern auch mehr weibliche Führungskräfte hätten, wenn die Führungskräfte nach Kompetenz statt nach Selbstvertrauen, Demut statt nach Charisma und Integrität statt nach Narzissmus ausgewählt würden...

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    .be
    • Imfall 06.03.2020 15:21
      Highlight Highlight Kompetenz nützt nichts, wenn das Selbstvertrauen fehlt!
    • Menel 06.03.2020 15:57
      Highlight Highlight Das sind aber alles nicht Attribute, die von unserer Gesellschaft als erstrebens- und belohnenswert gelten.
    • Rethinking 06.03.2020 17:12
      Highlight Highlight @ Menel: Genau das ist das Problem... Wir lassen uns von Blendern verarschen...
  • chandler 06.03.2020 13:43
    Highlight Highlight Mitglied in der Geschäftsleitung von 2 Firmen zu sein, ist weder als Frau noch als Mann seriös ;)
    • Zerschmetterling 06.03.2020 19:46
      Highlight Highlight Warum?
  • WhatsOnNow 06.03.2020 13:36
    Highlight Highlight - zuletzt noch eine Frau die mehrere Unternehmen führt. Zum einen eine Finanzierung und Beratung von Jungunternehmerinnen, welche das moderne Leben der Frauen unterstützen oder einfach auch neue frische Ideen unterstütz.
    Dann aber die Führung des eigenen Unternehmen mit ihrem Mann, wobei hier mehr der Eindruck entstand, dass es seind Firma ist. Sie muss am Morgen schauen, dass die drei Kids versorgt sind, hat einen riesen Stress und er fährt mit dem Velo zur Arbeit, nimmt noch ein Bad im See. Hut ab vor ihrer Energie, aber da quält sie sich durch diese Dreifachrolle. Modern?
  • PrincessCrazy 06.03.2020 13:34
    Highlight Highlight Ich fand die Doku sehr interessant und hab mich darüber gefreut. Teilweise waren die Aussagen jedoch (für mich persönlich) enttäuschend. Gerade 'Ich will keinen Mann, der die Wohnung dekoriert' suggerieren doch, dass Männer immer stark oder sogar ein wenig 'Macho' sein müssen. Für mich geht Gleichberechtigung in beide Richtungen, d.h. die Männer sollten auch so sein dürfen, wie sie möchten. Naja, im Grossen und Ganzen fand ich die Doku gut und besonders Frau Caprez hat mich sehr beeindruckt.
    • PrincessCrazy 06.03.2020 13:49
      Highlight Highlight Darf ich fragen, warum die Blitze?
      Es würde mich interessieren (ganz ehrlich).
    • Gooner1886 06.03.2020 13:55
      Highlight Highlight Das eine schliesst doch das andere nicht aus... aber dem Kern deiner Aussage stimme ich zu.
    • Maragia 06.03.2020 13:57
      Highlight Highlight Die Aussage fand ich auch komisch: "Sicher ist für sie, einen «Softie, der gerne Konfitüre zubereitet und das Haus dekoriert», wollen sie nicht zuhause".
      Vorurteile eben, dass so ein Mann nichts kann??
    Weitere Antworten anzeigen
  • xenixe (wants cookies for all) 06.03.2020 13:34
    Highlight Highlight Ich bin in keine Führungsposition und will auch keine. Wenn ich nur schon erlebe, wie man als normale Mitarbeiterin nicht ernstgenommen wird, zum Teil ins Lächerlich gezogen wird, wenn man etwas sagt und wenn frau es dann auch noch wagt auf etwas zu bestehen, wird man als Zicke etc. dargestellt. Meine Erfahrung ist, dass Männern oft Gehör geschenkt wird, weil sie Männer sind und Frauen nicht, weil sie eben keine sind. So jetzt könnt ihr mich blitzen oder eure Erfahrungen berichten ;-)
    • John Steam in the snail hole 06.03.2020 15:06
      Highlight Highlight Meine Erfahrung? Ganz ehrlich? Frauen haben oft das Gefühl, dass sie als Zicken dargestellt oder nicht ernst genommen werden, obwohl das gar nicht stimmt. Auch als Mann muss man sich in der Geschäftswelt Kritik aussetzen. Meiner Erfahrung nach wird Kritik an Frauen im Berufsleben eher noch sanfter formuliert, weil man nie weiss ob man jetzt grad einen wunden Punkt trifft. Von Männern wird erwartet, dass sie gar keine wunden Punkte haben.
    • Usagi 06.03.2020 16:00
      Highlight Highlight Ich habe die Erfahrung leider auch schon oft gemacht und wurde manchmal auch tatsächlich gefragt, ob ich meine Tage hätte, wenn ich mal mit einem männlichen Kollegen nicht einer Meinung war. Ich muss aber auch Lukas teilweise recht geben. Es ist kontraproduktiv, wenn man Frauen sensibler behandelt oder weniger kritisiert als Männer. Einfach ein sachlicher und konstruktiver Umgang miteinander sollte doch ein erreichbares Ziel sein.
    • John Steam in the snail hole 06.03.2020 16:17
      Highlight Highlight Nachtrag: Ich muss fairerweise auch sagen, dass ich auch schon den einen oder anderen Spruch gehört habe ala "Typisch Frauen" oder "Ja die hat sicher grad ihre Tage". Ob es eine geschlechterspezifische Diskrimierung, oder einfach unhöfliches Verhalten ist, finde ich schwierig zu definieren. Auf der anderen Seite war die Abteilungsleiterin, die kalkuliert immer die attraktive Assistentin zu uns in die IT geschickt hat, in der Hoffnung rascher Support zu erhalten als andere (Hat sogar ab und zu geklappt :D ). Ach ich weiss doch auch nicht... nur dass jetzt weekend ist!! HF Mädchen und Buben
  • Nonqi 06.03.2020 13:33
    Highlight Highlight Claudia Graf will ernst genommen werden und führt erst mal eine Stempeluhr ein... Sie sollte sich mal Tipps von Cornelia Marending holen. Ist wahrscheinlich Zielführender.
    • Nathan der Weise 06.03.2020 19:34
      Highlight Highlight Grundsätzlich ist Sie dazu verpflichtet, dass die Arbeitszeit korrekt erfasst wird. Damit die maximale Arbeitszeit und Ruhezeiten eingehalten werden.
    • Amateurschreiber 06.03.2020 20:02
      Highlight Highlight Müsste ich zwischen diesen zwei Chefinnen wählen, wäre es mit Abstand Frau Graf. Zugegeben, ihr Betrieb (eher handwerkliches KMU vs. Dienstleistungskonzern) würde mir auch viel mehr zusagen.
      Eine Stempeluhr ist für mich (fast) Pflicht. Auch die Aussage mit den "Regeln zu Papier bringen ... und diese Regeln gelten" finde ich auch gut! Nichts ist schlimmer als ein Chef oder Chefin, die keine Autorität haben oder nicht gradlinig sind.
  • WhatsOnNow 06.03.2020 13:29
    Highlight Highlight Ich hab die Sendung gsehen und habs super spannend gefunden:
    - Chefin einer Brauerei, deren Vater es eher nicht gesehen hat, dass die Tochter übernimmt und sie sich mehr gegenüber ihrem Vater behaupten muss als gegenüber der Belegschaft. Aber sie hat einen super Eindruck hinterlassen.
    - eine Kadermitarbeiterin der Migros, führt ihre Verkaufsleiter und darunter 5000 Mitarbeiter und zu Hause ein Hausmann mit 2 Kids. Gut organisiert, der Vater ist stolz auf seine Rolle und auf seine Frau, die den Unterhalt der Familie verdient. Ein modernes Bild, dass diese Familie lebt. Eine normale moderne Fam.
    • Tavares 06.03.2020 14:36
      Highlight Highlight Was ist daran modern? Ein Elternteil ist arbeitstätig und das andere zu Hause.
      Wären die Rollen verkehrt, würde niemand von modern sprechen...
    • John Steam in the snail hole 06.03.2020 14:55
      Highlight Highlight Lol. "Gut organisiert, die Mutter ist stolz auf ihre Rolle und auf ihren Ehemann, der den Unterhalt der Familie verdient. Ein modernes Bild, dass diese Familie lebt. Eine normale moderne Fam."

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