DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Blick auf das Logo von VW und der Amag-Gruppe, des VW-Importeurs fuer die Schweiz, aufgenommen am Freitag, 25. September 2015, in Buchs. Der deutsche Autobauer VW macht derzeit wegen eines Abgasskandals Schlagzeilen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Der Abgasskandal von VW schlägt auch in der Schweiz hohe Wellen. 
Bild: KEYSTONE

VW unter Beschuss – bis zu 2000 Schweizer klagen gegen den deutschen Auto-Konzern



Rund 1500 bis 2000 Autobesitzer in der Schweiz haben im Zusammenhang mit der Manipulation von Abgas-Werten im Volkswagen-Konzern eine Strafanzeige eingereicht. Die Chancen, eine Entschädigung zu erhalten, dürften aber gering sein.

«Wir gehen von etwa 1500 bis 2000 Strafanzeigen aus, die bei der Bundesanwaltschaft eingereicht werden», sagte André Marty, Sprecher der Behörde, am Montagmittag in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens SRF.

Die Bundesanwaltschaft bündelt die Anzeigen und reicht sie an die Staatsanwaltschaft im deutschen Braunschweig weiter. «Die deutschen Kollegen haben bereits ein entsprechendes Strafverfahren eröffnet», begründete dies Marty.

Chancen auf Entschädigung eher gering

Chancen, dass die Schweizer VW-Besitzer in Deutschland im Zusammenhang mit der Manipulation eine Entschädigung erhalten, bestehen kaum. Aufgrund der grundsätzlich verschiedenen Rechtssysteme in den USA, der Schweiz und Deutschland dürften die Chancen tendenziell eher gering sein, sagte Marty.

In den USA bietet VW den Kunden Gutscheine im Wert von insgesamt 1000 Dollar an, die zum Teil bei VW-Autohäusern eingelöst werden können. Ein ähnliches Programm zur Besänftigung der Kunden ist auch für Audi in Arbeit.

In der Schweiz sind nach Angaben des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) rund 180'000 Autos von Marken der Volkswagengruppe mit der manipulierten Software bestückt. Schweizer Konsumentenschützer wollen mit einer Vereinbarung mit dem VW-Importeur Amag erreichen, dass alle betroffenen Autobesitzer entschädigt werden.

Die Umrüstung der von der Manipulation betroffenen Diesel-Fahrzeuge lief in der Schweiz Ende Januar an. Die Amag und das Bundesamt für Strassen (ASTRA) richten sich dabei nach Vorgaben des Deutschen Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Vergangene Woche erhielt die Rückrufaktion für den Pick-Up-Truck Amarok die Freigabe. (sda)

Volkswagen

Abgas-Affäre: Deutsche Kundin klagt gegen VW und will ihr Auto zurückgeben

Link zum Artikel
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Amag-Chef: «Ab 2025 werden Elektroautos günstiger sein als Verbrenner»

Bereits in drei Jahren lohnt sich elektrisch fahren auch finanziell, sagt der neue Amag-Chef Helmut Ruhl. Der alte ideologische Streit zwischen Strasse und Schiene ist nach dem 52-jährigen Deutschen vorbei.

Wir treffen den neuen Amag-Chef Helmut Ruhl am Geschäftssitz in Cham schon im Lift. Als im vierten Stock ein junger Amag-Mitarbeiter zusteigt, sagt Ruhl zu ihm: «Guten Morgen, ich bin der Helmut.» Die Du-Kultur passe zum Unternehmen, das sich in einem Umbruch befinde und Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung gross schreibe, sagt Ruhl.

Haben VW, Audi, Skoda und Ihre übrigen Marken den Corona-Schock schon verdaut?Helmut Ruhl: Der Markt zieht wieder an, das Glas ist halb voll. Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel